Die Aussaat von Bohnen erfolgt bei uns immer relativ spät, meist im Juni. Zum einen plane ich den Termin so, dass die ersten Ernten mit unserer Rückkehr aus dem Urlaub zusammenfallen … (Aussaattermin + etwa 60 Tage). Zum anderen muss ich erst die Rankhilfen aufstellen, an denen die Pflanzen emporwachsen.
Denn ich bevorzuge Stangenbohnen mit kletterndem Wuchs gegenüber Zwergbohnen, die zwar schnell ausgesät und leicht zu kultivieren sind. Warum mache ich mir dann so viel Arbeit? Weil Stangenbohnen natürlich noch weitere Vorteile haben!
Stangenbohnen: eine dekorative Kultur
Der erste Grund, warum ich Stangenbohnen anbaue, ist die Optik! Unser Gemüsegarten ist von der Terrasse aus sichtbar. Das ist sehr praktisch, um beim Plaudern mit denjenigen auf den Liegestühlen kurz mit der Hacke zu arbeiten. Deshalb sollte er auch dekorativ sein. Hohe Bambusstäbe oder Bewehrungsstäbe, die als Tipi oder Indianerzelt aufgestellt werden, schaffen sofort schöne vertikale Linien. Sobald die Bohnen kräftig gewachsen sind, verschwindet das Gerüst unter dem üppigen Laub. So erhält der Garten eine gewisse Dschungelatmosphäre, die mir sehr gefällt. Und von der hübschen Blüte ganz zu schweigen!

Eine Aufstellung als Tipi – Quelle: Pinterest
Platzsparender Anbau
Der zweite Vorteil besteht darin, dass diese Kultur nur wenig Platz am Boden benötigt, da die Pflanzen in die Höhe wachsen. Wenn Sie sie in einer einzigen, nach Süden ausgerichteten Reihe anbauen, spenden Stangenbohnen außerdem wohltuenden Schatten für Gemüse wie Kopfsalat, das unter großer Hitze leidet.
Sie lassen sich auch in einem kleinen Garten sehr leicht kultivieren und sogar in Töpfen auf der Terrasse oder dem Balkon anbauen, da sich die Rankhilfen an einer Mauer oder einem Zaun abstützen lassen.
Reiche Ernten
Der dritte Vorteil ist der hohe Ertrag dieser Bohnengruppe. Im Verhältnis zum benötigten Platz am Boden erzielen sie beachtliche Erträge von durchschnittlich 2 bis 2,5 kg pro m2 (gegenüber nur 1 bis 1,5 kg pro m2 bei Zwergbohnen).
Einfachere Ernte
Die einfache Ernte ist der vierte Vorteil: Sie müssen sich nicht mehr bücken und auch nicht gebückt an der Reihe entlanggehen, um die Bohnen zu sammeln. Sie befinden sich in bequemer Reichweite. Zwar müssen Sie manchmal den Arm etwas ausstrecken, doch das ist kein unüberwindbares Hindernis. Das gilt sogar dann, wenn Ihre Stäbe drei Meter hoch sind. Und dafür gibt es einen guten Grund:
Besonders vielseitig!
Der letzte Vorteil der Stangenbohnen ist ihre Vielseitigkeit – nicht etwa beim Erklimmen der Rankhilfen, sondern hinsichtlich der Möglichkeit, sie spät zu ernten. Wie bereits erwähnt, lassen sich zahlreiche Sorten wie Melissa, Blauhilde, Phénomène sowohl als grüne Bohnen als auch als Körnerbohnen verwenden.
Stellen Sie die Trittleiter wieder weg, denn das Prinzip ist einfach: Ernten Sie die jungen Schoten, die Sie erreichen können, und genießen Sie sie im Ganzen. Die hoch oben wachsenden Schoten lassen Sie ausreifen. Am Ende der Saison bauen Sie das Gerüst ab und sammeln alles ein, was noch übrig ist, um die Bohnen als frische oder getrocknete Körner zu essen.
Beachten Sie außerdem, dass Stangenbohnen auch zwischen Blütenstauden wachsen können. Sie lassen sich sogar mitten in den Rasen pflanzen und verbinden das Nützliche mit dem Angenehmen, indem sie sich in ein Spielhaus für kleine Kinder verwandeln.

Zwei fantasievolle Gerüste – Quelle: Pinterest
Die Aussaat von Bohnen erfolgt bei uns immer relativ spät, meist im Juni. Zum einen plane ich den Termin so, dass die ersten Ernten mit unserer Rückkehr aus dem Urlaub zusammenfallen … (Aussaattermin + etwa 60 Tage). Zum anderen muss ich erst die Rankhilfen aufstellen, an denen die Pflanzen emporwachsen. Denn ich bevorzuge Stangenbohnen mit […]
Einen Gemüsegarten auf dem Balkon anzulegen und dort Gemüse sowie Kräuter anzubauen, ist auch in der Stadt problemlos möglich. In früheren Beiträgen haben wir bereits gesehen, dass es viele Möglichkeiten für das Gärtnern in der Stadt gibt, selbst ohne eigenen Garten: Pflanzsäcke und auch Hochbeete.


Allerdings lassen sich die räumlichen Grenzen nur schwer verschieben! Welche andere Möglichkeit bleibt also? Wählen Sie Gemüse und Sorten, die für kleine Flächen geeignet sind. Diese niedrigen oder besonders kompakten Gemüsepflanzen sind häufig ertragreich. Sie liefern Gemüse in normaler Größe oder im Kleinformat. Das ist ideal, wenn Sie keine große Familie versorgen müssen oder ebenso sehr aus Freude wie wegen des Geschmacks anbauen!
Damit Sie sich nicht auf den Anbau von Rettich beschränken müssen, haben wir auf unserer Website eine große Auswahl an Gemüse zusammengestellt, die perfekt für kleine Flächen geeignet ist und sich auch sehr gut für Mini-Gemüsegärten eignet, darunter auch Quadratbeete. Hier finden Sie eine Auswahl:
1) Salat
Fast alle Salate lassen sich im Topf anbauen. Allerdings nimmt beispielsweise ein Kopfsalat 'Grosse Blonde paresseuse' recht viel Platz ein. Deshalb empfehlen wir Ihnen eher Schnittsalat und Mesclun. Wenn Sie dennoch schöne Köpfe ernten möchten, empfehlen wir Ihnen:
- den Kopfsalat Tom Thumb: eine Butterkopfsalat-Sorte, die kleine Köpfe mit etwa 15 cm Durchmesser bildet.
- den Kopfsalat Little Gem. Sein Verwandter aus der Gruppe der Römersalate bildet kleine Köpfe mit zartem Herzen und ausgezeichnetem Geschmack.
2) Tomaten
Die Kirschtomate ist die Königin des Balkons. Wenn Sie über einen großen Balkon verfügen, können Sie alle Sorten anbauen. Auf kleinerem Raum empfehlen wir ertragreiche Sorten mit überschaubarem Wuchs. So nimmt ihre üppige Entwicklung nicht den gesamten Platz ein. Einige hängende Sorten lassen sich sogar in Ampeln kultivieren.
- Die beiden Kirschtomaten Balconi Red und Yellow sind F1-Hybriden. Sie bilden rubinrote beziehungsweise goldgelbe Früchte mit 3 cm Durchmesser. Ihr Vorteil ist die äußerst kompakte Wuchsform: Die buschigen Pflanzen werden nur 30 cm hoch und ebenso breit.
- Die Tomaten Pendulina Red und Yellow ähneln sich stark. Die aus Schweden stammenden Sorten eignen sich für den Anbau in einer hängenden Ampel. Sie bilden Kaskaden hübscher kirschgroßer Früchte mit 15 bis 30 g Gewicht, je nach Sorte rot oder gelb.
3) Zucchini
Auch buschig wachsende Zucchini gibt es in Miniaturform. Sie lassen sich leicht anbauen, zum Beispiel:
- die Zucchini Patio Star F1. Sie eignet sich ideal für den Anbau im Topf. Die Pflanzen werden 45 cm hoch und 60 cm breit. Sie bilden köstliche, dunkelgrüne, zylindrische Früchte.
- die runde Zucchini Eight Ball F1. Ihre Früchte sind rund, von sehr guter Qualität und können geerntet werden, sobald sie einen Durchmesser von 5 cm erreichen. Diese remontierende Sorte trägt über einen langen Zeitraum.
4) Paprika und Chili
Auch in der Kategorie „Gemüse für sonnige Standorte“ fühlen sich Paprika und Chili auf kleinen, sonnigen Flächen sehr wohl. Unter den Miniatursorten wird Sie sicherlich diese begeistern:
- die Mini-Paprika Chocolate Bell: Die ertragreiche Sorte bildet kleine, rotbraune Früchte mit 3 bis 5 cm Durchmesser.
Bei den Chilis empfehlen wir Ihnen besonders:
- die Chili Red Cherry Small. Sie bildet runde, leuchtend rote Früchte in der Größe einer Kirschtomate. Achtung: Die Sorte ist sehr scharf!


5) Auberginen
Auberginen lieben Wärme und fühlen sich auf einem Balkon oder einer vor Zugluft geschützten Terrasse sehr wohl. Der begrenzte Platz bietet die ideale Gelegenheit, außergewöhnliche Sorten zu entdecken.
- Die Aubergine 'Patio Baby' ist eine zugleich sehr frühe und ertragreiche Sorte. Sie bildet kompakte Pflanzen mit kleinen Früchten, die sich ideal für den Anbau im Topf oder auf begrenztem Raum eignen. Pflanzen Sie sie im April oder Mai. Von Juli bis Oktober können Sie ernten.
- Die Aubergine Pusa Purple Cluster hat alles, was man sich wünschen kann. Die aus Indien stammende Sorte ist ertragreich. An normal großen Pflanzen bildet sie Trauben kleiner, violetter Früchte. Diese sind sehr dekorativ und wohlschmeckend.
- Die Aubergine Blanche Ronde à Œuf ist eine Zwergsorte. An etwa 30 cm hohen Pflanzen bildet sie hübsche, runde, weiße Früchte in der Größe eines Eis.
- Wenn Sie klassische Sorten bevorzugen, ist die Aubergine Ophelia ideal. Die Pflanze wird nicht höher als 35 cm. Ihre dunkelvioletten Früchte erreichen die Größe eines Golfballs.
6) Möhren
Der Anbau von Möhren auf dem Balkon ist nicht besonders kompliziert. Sie müssen jedoch unbedingt ein ausreichend tiefes Gefäß wählen, damit sich die Wurzeln entwickeln können. Halblange Möhren, wie die Möhre de Luc, eignen sich daher gut. In einem klassischen Topf oder Balkonkasten erzielen Sie mit runden Sorten jedoch die besten Ergebnisse. Besonders empfehlen wir:
- die Möhre Marché de Paris: eine frühe Sorte mit runden, orange-roten Wurzeln und zartem, aromatischem Fruchtfleisch. Diese kleine Möhre schmeckt sowohl glasiert als auch als Snack zum Aperitif.
7) Gurken
Gurken gelten als ausladend, lassen sich aber leicht an einem Spalier ziehen. Im kleinen Garten oder im Topf sind Snack-Gurken wie 'Rocky', 'Broumana F1' oder 'Iznik F1' besonders beliebt. Sie sind ebenso knackig wie klassische Sorten, ihre Früchte werden jedoch nicht länger als 15 cm.
8) Bohnen, Erbsen und Ackerbohnen
Buschbohnen und Zwergerbsen sind nicht unbedingt die beste Lösung bei Platzmangel. Bevorzugen Sie stattdessen Stangenbohnen und Stangenerbsen. Sie nutzen die Höhe, indem sie an Rankgerüsten emporwachsen. Die Pflanzen benötigen weniger Platz am Boden und liefern Ihnen reiche Ernten.
Wenn Sie Ackerbohnen mögen, empfehlen wir Ihnen besonders die Sorte Robin Hood. An etwa 30 cm hohen Pflanzen bildet sie schöne, kurze Schoten mit grünen Körnern.
Diese Liste ist nicht vollständig. Für weiteres Gemüse wie Kohl, Lauch-Porree oder Mais laden wir Sie ein, unsere Auswahl an Balkongemüse auf unserer Website zu entdecken.
Zum Abschluss möchte ich Sie noch an die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kultur schöner Gemüsepflanzen auf dem Balkon oder der Terrasse erinnern:
- Verwenden Sie hochwertige Blumenerde. Vermeiden Sie sehr günstige Produkte, die schnell austrocknen.
- Denken Sie daran, regelmäßig zu düngen.
- Kontrollieren Sie die Wasserversorgung, denn Pflanzen im Topf reagieren empfindlicher auf Trockenperioden.
Einen Gemüsegarten auf dem Balkon anzulegen und dort Gemüse sowie Kräuter anzubauen, ist auch in der Stadt problemlos möglich. In früheren Beiträgen haben wir bereits gesehen, dass es viele Möglichkeiten für das Gärtnern in der Stadt gibt, selbst ohne eigenen Garten: Pflanzsäcke und auch Hochbeete. Allerdings lassen sich die räumlichen Grenzen nur schwer verschieben! Welche […]
Bei uns verwandelt sich der Gemüsegarten im August in ein wahres Schlaraffenland: Tomaten, Zucchini und Bohnen, um nur einige zu nennen, werden in solchen Mengen geerntet, dass man gar nicht weiß, wohin damit. Und genau darin liegt das Problem. Wenn auch Sie unter überreichen Ernten ächzen, finden Sie hier einige Ideen, wie Sie Ihr Gemüse nicht verschwenden.
Idee Nr. 1: Verschenken oder tauschen Sie überschüssiges Gemüse
Die eigene Ernte zu teilen, macht Freude … vorausgesetzt, Sie übertreiben es nicht. Ihren Nachbarn eine volle Kiste Zucchini zu bringen, ist zweifellos eine nette Geste. Wenn Sie jedoch nicht neben einer Großfamilie wohnen, verlagert das nur das Problem, denn vielleicht wissen auch Ihre Nachbarn nicht, wohin damit! Beim nächsten Mal tun sie womöglich so, als würden sie Sie nicht sehen, sobald Sie sich mit einem Korb – selbst wenn er leer ist – nähern. Verschenken Sie Ihre Ernte also, aber vergewissern Sie sich vorher, dass Ihre Freunde Zeit für die Verarbeitung des Gemüses haben. Ein kleiner, abwechslungsreicher Korb kommt meist besser an, besonders wenn Erdbeeren darin liegen.
Denken Sie auch daran, örtliche Vereine und andere Sozialläden zu kontaktieren. Dort kann man Ihnen sicher mitteilen, was gerade gebraucht wird.

Idee Nr. 2: Verkaufen Sie Ihre Ernte – zu Hause oder im Internet
Die eigene Ernte zu verkaufen, ist ebenfalls eine Möglichkeit. Das mag knauserig wirken, aber Ihr selbst angebautes Gemüse hat einen Wert und ist nicht von allein gewachsen. Ich habe dazu keine eindeutigen gesetzlichen Informationen gefunden. Offenbar hat die Finanzverwaltung jedoch nichts dagegen, solange die Fläche Ihres Gemüsegartens kleiner als 500 m2 ist und direkt an Ihr Wohnhaus grenzt. Aus Rücksicht auf Erwerbsgärtner sollten Sie Ihre Ernte allerdings nicht auf Märkten anbieten. Ein Schild vor dem Haus oder eine Anzeige bei „Kleinanzeigen“ beziehungsweise in einer lokalen Facebook-Gruppe reicht häufig aus, damit sich Interessierte melden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich auf einer spezialisierten Website anzumelden, etwa bei Le potiron.fr oder cavientdujardin.fr.

Man hat mir erzählt, dass in einigen Dörfern Englands überschüssiges Gemüse vor dem Haus angeboten wird, daneben steht eine Spardose, in die jeder eine Münze werfen kann. Schlau, oder? Haben Sie schon einmal von dieser Vorgehensweise gehört?
Idee Nr. 3: Verarbeiten Sie Ihre Ernte – aber seien Sie erfinderisch!
Überlegen wir einmal: Was ist bei einer überreichen Ernte eigentlich das größte Problem? Oft ist es, ehrlich gesagt, die Langeweile („Schon wieder Bohnen?“), die durch die fehlende Fantasie beim Kochen entsteht, oder? Gut, auch Talent und vor allem Zeit spielen eine Rolle. Trotzdem kann eine große Zucchini-Ernte zu neuen Geschmackserlebnissen führen: Das Leben besteht nicht nur aus Ratatouille! Probieren Sie doch einmal einen Apfel-Zucchini-Salat, Zucchini-Krapfen oder einen Zucchini-Kuchen. Wie wäre es mit einer hausgemachten Gazpacho? Oder einer Lasagne aus 100 % Gemüse? Erinnern Sie sich daran, wie schön es mitten im Februar ist, den Geschmack von Sommergemüse wiederzuentdecken. Das sollte Ihnen etwas Mut geben, um den nächsten Punkt anzugehen:

Idee Nr. 4: Haltbar machen – aber mit Bedacht
Ach, die Erinnerung an die sorgfältig aufgereihten Einmachgläser der Marke „Le Parfait“ meiner Großmutter im Vorratsraum! Wer hatte nicht schon einmal Lust, die Tradition des Einmachens zu Hause wieder aufleben zu lassen? Es ist einfach und kostengünstig.
Zur Haltbarmachung von Obst und Gemüse haben wir zwei Ratgeber für Sie zusammengestellt, die Sie sich ansehen sollten:
Das kostet jedoch Zeit, erfordert geeignete Ausstattung und vor allem genügend Platz zur Aufbewahrung.

Überlegen Sie daher zunächst genau, bevor Sie loslegen:
- Wie viel Platz steht Ihnen zur Verfügung, auch im Gefrierfach?
- Welche Essgewohnheiten haben Sie? Essen Sie regelmäßig Eingemachtes oder Tiefkühlgerichte, oder bevorzugen Sie 100 % frische Produkte der Saison?
- Mögen Sie eher Marmelade oder Früchte in Sirup, oder bevorzugen Sie gut gekühlte Smoothies?
- Haben Sie mehrere Wochenenden Zeit, um Eingemachtes vorzubereiten?
Wenn Ihre Antworten lauten: „Ich habe keinen Platz / Ich esse nur frische Produkte / Ich mag keine Marmelade / Ich lese lieber auf der Terrasse oder gehe an den Strand …“, kehren Sie zu den Ideen Nr. 1 und 2 zurück 🙂
Und Sie? Welche Tipps haben Sie, um besonders üppige Ernten sinnvoll zu verwerten? Haben Sie Rezeptideen?
Bei uns verwandelt sich der Gemüsegarten im August in ein wahres Schlaraffenland: Tomaten, Zucchini und Bohnen, um nur einige zu nennen, werden in solchen Mengen geerntet, dass man gar nicht weiß, wohin damit. Und genau darin liegt das Problem. Wenn auch Sie unter überreichen Ernten ächzen, finden Sie hier einige Ideen, wie Sie Ihr Gemüse […]
Der Juni ist bereits weit fortgeschritten, und wir befinden uns nun im Frühsommer: Die schönen Tage sind endgültig da, und Sie möchten schon seit einiger Zeit Ihr eigenes Gemüse ernten. Doch seien wir ehrlich: Sie haben getrödelt, und im Gemüsegarten ist noch kein Gemüse ausgesät.
Auch wenn die Situation keineswegs aussichtslos ist, könnte es für einige Gemüsearten wie Tomate (trösten Sie sich: In jedem zweiten Jahr bekommen sie Krautfäule), Chili oder Aubergine etwas schwierig werden. Für alles andere bleibt jedoch fast alles möglich!
Sehen wir uns zunächst an, warum eine Aussaat, die etwas später als im „offiziellen Kalender“ erfolgt, durchaus sinnvoll sein kann:
Die Vorteile einer späten Aussaat im Gemüsegarten
Späte Aussaaten können in kühlen Regionen von Vorteil sein, denn die Aussaat in gut erwärmten Boden beschleunigt die Keimung und fördert ein schnelles Wachstum der Pflanzen.
Das habe ich im vergangenen Jahr ausprobiert, indem ich zwei Reihen Rote Bete anlegte: eine aus Jungpflanzen und eine aus Samen. Innerhalb weniger als eines Monats hatte die aus Samen gezogene Reihe die andere eingeholt, obwohl beide gleich behandelt worden waren.
Sind Sie beruhigt? Dann kommen wir zu unserer kleinen Auswahl an Gemüse, das sich im Frühsommer leicht aussäen lässt:
7 leicht anzubauende Gemüsearten für die Aussaat im Frühsommer
1) Kürbis und Zucchini
Wenn empfohlen wird, sie im April im Anzuchttopf auszusäen, geschieht das vor allem, damit Sie sie früher ernten können. Die Direktsaat ist jedoch problemlos möglich. Der einzige Nachteil: Die Ernte verschiebt sich etwas nach hinten.
2) Erbse mit runzeligen Körnern
Erbsen mit runzeligen Körnern wie „Merveille de Kelvedon“ oder „Télévision à grain ridé“ werden gewöhnlich bis Ende Mai ausgesät und vertragen Wärme. Eine etwas spätere Aussaat bereitet ihnen vor allem in gemäßigten Regionen keinerlei Probleme.
3) Rote Bete
Rote Bete gelingt leicht. Sie verträgt einen etwas verspäteten Anbau sehr gut, wenn Sie auf die Bewässerung achten oder das Beet besser mit Mulch abdecken. Wärme beschleunigt ihr Wachstum. Bei uns hat es noch nie vier Monate gedauert, bis wir sie genießen konnten! Besonders gerne bauen wir 'Chioggia' und außerdem Rote Bete 'de Détroit' an.




4) Kopfsalat
Sommersalat wächst im Handumdrehen. Das ist eine wahre Freude, sofern Sie die richtige Sorte wählen, sonst schießt der Salat schnell! Greifen Sie daher zu 'Kinemontepas' (natürlich!), 'Grosse Blonde paresseuse', 'Du bon jardinier' oder bei Schnittsalat zu 'Lollo Rossa' beziehungsweise 'Red salad Bowl'. Alle Sorten kommen mit Wärme sehr gut zurecht. Trotzdem sollten Sie sie etwas schonen und im Halbschatten anbauen.
5) Bohnen
… alle Bohnen, auch grüne Bohnen! Bei ihnen ist es ganz einfach: Die Ernte erfolgt 60 Tage nach der Aussaat. So können Sie die Ernte sehr bequem vor der Abreise oder nach der Rückkehr aus dem Urlaub einplanen, nicht wahr? Wenn Ihre Planung noch nicht feststeht, wählen Sie statt einer Filetbohne eine Mangetout-Bohne. Sie kann etwas länger an der Pflanze bleiben, ohne Fäden zu bilden. Für mehr Abwechslung sollten Sie auch Stangenbohne und wunderschöne violette Sorten wie 'Amethyst' ausprobieren …
6) Rettich
Rettich kann fast das ganze Jahr über ausgesät werden … Wir haben darüber bereits in diesem Artikel über Rettich gesprochen. Der Sommer bietet jedoch die ideale Gelegenheit, neue, besonders gut geeignete Sorten auszuprobieren, etwa Rettich 'Jaune d'or ovale' oder 'Scarlet Globe'.
7) Möhre
Im Juni oder Juli ausgesät, werden Möhren im Herbst geerntet. Säen Sie sie am besten zusammen mit Rettich aus, um den Aufwand beim Vereinzeln zu verringern. Wenn Sie diese Aussaat etwas abschreckt, weil sie anspruchsvoll ist, und Sie keine Zeit für einen Misserfolg haben, greifen Sie ohne zu zögern zu Saatbändern. Das ist wirklich praktisch, auch wenn Sie kein Anfänger sind!




Bereit? Hier sind zum Schluss noch einige Vorsichtsmaßnahmen, damit alles gut gelingt!
Was Sie bei der Aussaat bei warmem Wetter beachten sollten
Zunächst sollten Sie wissen, dass Sommersaaten im Gemüsegarten nicht schwieriger sind als Frühjahrssaaten. Dennoch müssen Sie sie engmaschiger kontrollieren, denn damit die Keimung problemlos verläuft, muss der Boden feucht bleiben.
Das ist nicht immer einfach, wenn die Sonne kräftig scheint. Falls Sie nicht regelmäßig gießen können, sollten Sie den Boden bis zum Auflaufen beschatten. Verwenden Sie dafür Kisten, einfache Zeitungsblätter oder eine sehr dünne Schicht zuvor getrocknetes Gras.
Gießen Sie am besten morgens: Dann locken Sie weniger Schnecken an, die zu jeder Jahreszeit junge Keimlinge besonders gerne fressen.
Der Juni ist bereits weit fortgeschritten, und wir befinden uns nun im Frühsommer: Die schönen Tage sind endgültig da, und Sie möchten schon seit einiger Zeit Ihr eigenes Gemüse ernten. Doch seien wir ehrlich: Sie haben getrödelt, und im Gemüsegarten ist noch kein Gemüse ausgesät. Auch wenn die Situation keineswegs aussichtslos ist, könnte es für […]
Wussten Sie, dass 2016 das Internationale Jahr der Hülsenfrüchte ist? Das mag zunächst etwas seltsam erscheinen, doch nachdem Sie die Website der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen besucht haben, werden Sie verstehen, dass dies keineswegs abwegig ist. Doch kehren wir in den Garten zurück …
Was sind Hülsenfrüchte?
Nun, das kommt darauf an! In der Botanik versteht man darunter im allgemeinen Sprachgebrauch alle Pflanzen aus der Familie der Schmetterlingsblütler (ehemals Papilionaceae). Gemeinsam ist ihnen, dass sie Hülsenfrüchte tragen, wie zum Beispiel die Akazie, der Blauregen, der Pfriemenginster oder die Lupine … Im Gemüsegarten zählen dazu alle Bohnen, Erbsen und Ackerbohnen, aber auch Gründüngungspflanzen wie die Wicke, die Platterbse, der Klee und andere. In der Küche bezeichnet der Begriff Hülsenfrüchte jedoch getrocknete Hülsenfrüchte, also Bohnen – allerdings solche, die Sie aus den Hülsen lösen und trocknen sowie später verzehren können –, Ackerbohnen, Erbsen, ob Kichererbsen, ganze Erbsen oder Spalterbsen, aber auch Linsen, die Erdnuss und Sojabohnen … Ich möchte mich ausnahmsweise dieser Sichtweise anschließen, denn schließlich bauen Sie Ihren Gemüsegarten auch an, um etwas zu essen. Also: Warum sollten Sie Hülsenfrüchte anbauen?
Grund Nr. 1: Sie sind einfach anzubauen
Mit Ausnahme der ausgesprochen winzigen Linse haben all diese Pflanzen große Samen, was die Aussaat erheblich erleichtert. Sie stellen nur geringe Ansprüche und passen sich an eine große Bandbreite von Böden und Klimabedingungen an. Auch die Ernte ist denkbar einfach.
Grund Nr. 2: Sie sind gut für den Boden
Hülsenfrüchte haben eine manchmal wenig bekannte Eigenschaft: An ihren Wurzeln befinden sich kleine Verdickungen, sogenannte Knöllchen, in denen Bakterien der Gattung Rhizobium leben. Diese verleihen ihnen ihre bemerkenswerte Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft im Boden zu binden.
Um wirklich alles zu verstehen, sehen Sie sich diesen hervorragenden Vortrag des Gnis an:
Das ist also sehr praktisch, um den Boden sowohl im Rahmen der Fruchtfolge als auch durch Mischkultur anzureichern.
Grund Nr. 3: Sie lassen sich lange und bei Raumtemperatur aufbewahren
Das Gute an getrockneten Hülsenfrüchten ist auch, dass sie sich in einem einfachen Vorratsschrank aufbewahren lassen. Wenn sie richtig getrocknet und an einem gut belüfteten Ort gelagert werden, brauchen Sie weder Sterilisieren noch Blanchieren, Einmachgläser oder ein Gefrierfach: Einfache luftdicht verschließbare Behälter reichen aus. Ihre empfohlene Haltbarkeit beträgt ungefähr ein Jahr, doch Sie werden nicht krank, wenn Sie sie etwas länger aufbewahren.
Grund Nr. 4: Sie können neue Geschmacksrichtungen entdecken und neue Rezepte ausprobieren
Hülsenfrüchte sind etwas in Vergessenheit geraten, dabei sind sie in der Küche ausgesprochen vielseitig – ganz gleich, ob es sich um traditionelle Rezepte handelt (was wäre ein Cassoulet ohne Bohnen?) oder um exotische Gerichte. Zu meinen persönlichen Favoriten gehören Chili sin Carne, Hummus, Erbsenpüree, ein portugiesischer Ackerbohnenaufstrich und eine Suppe aus roten Linsen mit Kokosmilch … Da läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen, oder?

Grund Nr. 5: Sie sind gut für die Gesundheit … und für den Planeten!
Aus ernährungsphysiologischer Sicht haben Hülsenfrüchte viel zu bieten. Überzeugen Sie sich selbst:
- Sie sind reich an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen,
- ihr Energiegehalt ist beträchtlich, gleichzeitig sind sie fettarm,
- sie sind gute Quellen für Vitamine und Mineralstoffe …
Gerade in einer Zeit, in der über die ökologischen Auswirkungen der Tierhaltung diskutiert wird und eine stärker pflanzlich ausgerichtete Ernährung zunehmend an Bedeutung gewinnt, kommen Hülsenfrüchte wie gerufen. Denn getrocknete Hülsenfrüchte stellen, vor allem in Kombination mit Getreide, eine interessante Alternative zu tierischen Proteinen dar, deren Erzeugung bei gleicher Menge bis zu zehnmal mehr Wasser benötigt.
Sind Sie überzeugt? Welche Hülsenfrüchte werden Sie in diesem Jahr in Ihrem Gemüsegarten anbauen?
Für Ackerbohnen ist es etwas spät … aber für Flageolet-Bohnen, die wunderschöne Zwergbohne zum Auslösen Flambo, die Kichererbse Twist oder Linsen ist es noch nicht zu spät!
Weiterführende Literatur:
- Ich kultiviere Erbsen, Ackerbohnen, Bohnen … Proteine aus meinem Gemüsegarten – Blaise Leclerc – Verlag Terre vivante
- Fabelhafte Hülsenfrüchte – 140 traditionelle Rezepte – Claude Aubert – Verlag Terre vivante
Wussten Sie, dass 2016 das Internationale Jahr der Hülsenfrüchte ist? Das mag zunächst etwas seltsam erscheinen, doch nachdem Sie die Website der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen besucht haben, werden Sie verstehen, dass dies keineswegs abwegig ist. Doch kehren wir in den Garten zurück … Was sind Hülsenfrüchte? Nun, das kommt darauf an! In […]

