Am 16. Januar 2018 veröffentlichte die Eat-Stiftung einen Bericht in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet. Er bestätigt, was wir bereits seit einigen Jahren vermutet haben: Für unsere Gesundheit und damit alle Menschen auf der Erde ausreichend ernährt werden können, ist es dringend notwendig, unsere Ernährung stärker pflanzenbasiert auszurichten.

Finden Sie das langweilig und befürchten Sie, dass eine solche Ernährung ungesund ist? Glauben Sie, dass Sie sich mit einer vegetarischen Ernährung, selbst an einigen Tagen pro Woche, dazu verdammen, Tofu zu essen? Ganz und gar nicht! Richtig umgesetzt, ist eine vegetarische und vegane Ernährung gesund und ausgewogen. Wenn Sie das richtige Gemüse auswählen und mit etwas Fantasie zubereiten, ist sie reich an köstlichen Aromen … Ein weiterer Vorteil: Sie können vieles davon im eigenen Gemüsegarten anbauen!

Nein, vegetarisches Essen ist nicht langweilig!

Hülsenfrüchte: unverzichtbare Eiweißlieferanten

Aber woher bekommen Sie Ihr Eiweiß? Das ist eine der häufigsten Fragen. Zunächst sollten Sie wissen, dass jedes Gemüse Eiweiß enthält. Besonders reich daran sind jedoch Hülsenfrüchte wie Linse, Bohne, Erbse und Ackerbohne sowie Ölsaaten wie Nuss und Haselnuss. Auch Getreide enthält Eiweiß, lässt sich im Garten aber etwas schwieriger anbauen!

Meine Auswahl:

  • Die Zwergbohne Flambo zum Auslösen: Diese verbesserte Sorte ermöglicht von Juli bis Oktober zwei bis drei Ernten nacheinander. Ihre weißen, rosa gesprenkelten Samen und ihr feines Aroma gefallen mir besonders gut. Sie können frisch, getrocknet oder halbtrocken verzehrt werden. Beim Kochen verlieren sie ihre Farbe. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, denn auch das Auslösen dieser kleinen Köstlichkeiten macht Freude! In der Küche lassen sie sich zum Beispiel ganz einfach mit Tomate zubereiten. Auch köstliche samtige Suppen können Sie daraus kochen.
  • Die Ackerbohne Aguadulce mit sehr langen Hülsen: Diese frühe, sehr ertragreiche und kräftige Ackerbohne bildet spektakuläre Hülsen, die bis zu 40 cm lang werden können! Darin befinden sich große, fleischige Samen, die zart im Biss sind. Sie gehört zu den ersten Hülsenfrüchten, die im Gemüsegarten geerntet werden können. Bei einer Aussaat im Februar ist dies bereits ab Mai möglich. In einer Frühlings-Buddha-Bowl schmeckt sie zusammen mit Rettich und jungen Möhren ausgezeichnet. Außerdem können Sie daraus Tapenaden zubereiten, in die Sie Grissini dippen.
  • Die rote Zwergbohne zum Auslösen Canadian Wonder: Diese rote Garten-Bohne ist eine alte Sorte, die auch unter dem Namen „Rognon de coq“ bekannt ist. Sie ist sehr ertragreich und lässt sich getrocknet gut lagern. In der mexikanischen Küche ist sie ein großer Klassiker und die Grundlage für Chili, auch wenn dieses „sin carne“, also ohne Fleisch, zubereitet wird. Als Bratling verarbeitet, kann sie außerdem das Steak im vegetarischen Burger ersetzen.
  • Die Kichererbse: An diese Kultur denken viele Gärtner nicht unbedingt. Dabei lässt sich die Kichererbse in warmen, trockenen Regionen leicht anbauen. Innerhalb von vier Monaten bildet sie runde, beigefarbene Samen. Mit 19 g Eiweiß pro 100 g wird sie in der vegetarischen Küche häufig verwendet. Sie können die Samen einfach so essen oder mit Gewürzen und Tahin zu dem unverzichtbaren Hummus pürieren.
  • Die Sojabohne für den Gemüsegarten: Die Sojabohne ist eine gut bekannte Hülsenfrucht, die in mildem Klima genauso einfach wie Bohnen angebaut wird. Erfahrene Gärtner können ihre Samen zu Sojamilch oder Tofu verarbeiten. Einfacher ist es jedoch, die grünen Hülsen als Edamame zu genießen.
Flambo-Bohne, rote Bohne, Ackerbohne und Kichererbse

Farbenfrohes Gemüse und milde Aromen für Vitamine und Genuss

Beim Essen zählt der Anblick fast genauso viel wie der Geschmack. Einen appetitlichen Salat zusammenzustellen, gehört für Menschen, die bewusst genießen möchten, zu einem schönen Ritual. Im Winter spielt auch die Farbe eine wichtige Rolle. Besonders wohltuend sind dann milde Aromen. Darauf sollten Sie nicht verzichten!

Meine Auswahl:

  • Die Indigo-Rose-Tomate: Diese ungewöhnliche Kirschtomate hat eine blauviolette, fast schwarze Schale und ein rosafarbenes bis dunkelpurpurrotes Fruchtfleisch. Ihre Färbung verdankt sie Anthocyanen. Dieser Farbstoff kommt auch in Früchten wie Heidelbeeren und Weintrauben vor und ist reich an Antioxidantien. In Scheiben geschnitten, verleiht sie Salaten mehr Struktur, besonders wenn Sie sie mit anderen ungewöhnlichen Sorten wie der Ananas-Tomate mischen. Im Gemüsegarten wird sie wie jede andere Tomate kultiviert. Dabei zeigt sie einen kräftigen Wuchs und eine gute Kältetoleranz.
  • Die Chioggia-Rote-Bete: Diese kleine, runde Rote Bete ist frühreif und sehr dekorativ. Sie wird von April bis Mai ausgesät und kann bereits zu Beginn des Sommers geerntet werden. Ihr Fruchtfleisch ist rosa und weiß gestreift und schmeckt süß. Diese Rote Bete können Sie roh als Carpaccio oder geraspelt im Salat genießen!
  • Der Moschus-Kürbis Butternut: Er gehört zu meinen Lieblingskürbissen. Sie können ihn für Püree, Aufläufe, Pommes und Suppen verwenden. Vor allem aber ist sein mildes, süßes Aroma unvergleichlich. Ich mag ihn auch deshalb so gern, weil er sich besonders leicht schneiden lässt. Das ist sehr praktisch, wenn Sie es eilig haben! In einem kühlen Klima ist er im Gemüsegarten nicht unbedingt besonders ertragreich. Sein Geschmack macht diesen kleinen Nachteil jedoch mehr als wett!
  • Die Zier-Süßkartoffel: Die ursprünglich aus Südamerika stammende Zier-Süßkartoffel ist ein wärmeliebendes Gemüse, das regelmäßig gegossen werden möchte. Für Ihre Mühe belohnt sie Sie im Winter mit schönen Knollen und süßem, orangefarbenem Fruchtfleisch, das wunderbar wärmt! Je nach Boden und Klima pflanzen Sie sie etwa ab Mitte Mai ins Freiland oder in einen Topf. Bei mir ist sie besonders beliebt, wenn ich sie leicht mit Honig karamellisiere und mit Sesamsamen verfeinere. Sie können sie aber auch ganz einfach im Ofen garen!
Indigo-Blue-Tomate, Chioggia-Rote-Bete, Zier-Süßkartoffel und Moschus-Kürbis Butternut

Die kleinen Extras und Kraftspender

Im vergangenen Winter habe ich Ihnen von „Superfoods“ erzählt: Mexikanische Chia, Kürbiskerne, Grünkohl und Bocksdorn … Sie gehören natürlich zu meiner Auswahl! (In diesem Artikel können Sie sie entdecken). In diesem Jahr ergänze ich diese Liste um:

  • Curcuma longa, auch Curry-Kurkuma genannt: Diese mit dem Ingwer verwandte Gewürzpflanze wird ähnlich wie eine Dahlie kultiviert. In unserem Klima sollten Sie sie jedoch besser im Topf halten. Sie wirkt hervorragend entzündungshemmend und ist reich an Antioxidantien. Im Spätsommer ernten Sie die orangegelben Wurzeln, die frisch verzehrt werden können. In der Küche lassen sie sich einfach raspeln, ähnlich wie Kurkumapulver.

Haben Sie nun Lust bekommen, dem Veggie-Trend zu folgen? Dann möchte ich Ihnen zwei ausgezeichnete Bücher empfehlen. Sie handeln diesmal nicht vom Gärtnern, sondern vom Kochen, und eignen sich hervorragend für Einsteiger:

 

Am 16. Januar 2018 veröffentlichte die Eat-Stiftung einen Bericht in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet. Er bestätigt, was wir bereits seit einigen Jahren vermutet haben: Für unsere Gesundheit und damit alle Menschen auf der Erde ausreichend ernährt werden können, ist es dringend notwendig, unsere Ernährung stärker pflanzenbasiert auszurichten. Finden Sie das langweilig und befürchten Sie, […]

Mit dem Beginn des Frühjahrs herrscht in der Baumschule Hochbetrieb. Seit einigen Tagen stellen uns viele Gärtnerinnen und Gärtner folgende Frage: Meine Keimlinge vergeilen – warum?“ 

Was bedeutet es, wenn Keimlinge vergeilen?

Vergeilende Keimlinge wachsen schnell und auffallend in die Höhe. Man sagt auch, dass die Jungpflanzen vergeilen. Diese Vergeilung zeigt sich durch ungewöhnlich lange, sehr dünne und wenig stabile Stängel. Statt aufrecht zu stehen, knicken sie manchmal sogar um. Das Wurzelsystem entwickelt sich nur schwach. Auch die Blätter bleiben klein und können sich verfärben.

Warum vergeilen meine Keimlinge?

Vergeilung tritt häufig auf, wenn Sie im Haus bei Wärme aussäen. Die Hauptursache: zu wenig Licht in Verbindung mit zu hohen Temperaturen. Keimlinge können außerdem vergeilen, wenn Sie die Samen zu dicht aussäen und nicht genügend Abstand lassen.

Das „Vergeilen“ beginnt, sobald die ersten Blätter erscheinen. Sie suchen sofort nach Licht, um Photosynthese zu betreiben. Je höher die Temperatur ist, desto mehr Licht benötigen sie. Fehlt dieses Licht, wächst die Jungpflanze weiter nach oben und verlängert ihren Stängel.

vergeilende Keimlinge

Auf der Suche nach Licht verlängern diese jungen Keimlinge ihre Stängel übermäßig

Wie lässt sich dieses Phänomen verhindern?

Vereinfacht gesagt: In der Natur herrschen hohe Temperaturen am Ende des Frühjahrs oder im Sommer. Dann sind die Tage lang. Wenn Sie diese Temperaturen in Ihrem Wohnzimmer nachahmen, müssen Sie auch für ausreichend Licht sorgen.

Damit Ihre Keimlinge nicht vergeilen, helfen mehrere konkrete Maßnahmen und Tipps:

  • Bei Pflanzen, die zum Keimen relativ hohe Temperaturen benötigen, etwa Chili, Paprika und Tomate, sollten Sie die Keimung aufmerksam beobachten. Sobald die ersten Blätter erscheinen, stellen Sie die Aussaat an einen sehr hellen, aber kühleren Ort, zum Beispiel auf eine Fensterbank. Drehen Sie die Aussaatschalen außerdem täglich, damit alle Keimlinge möglichst viel Sonne bekommen.
  • Wenn das nicht möglich ist, verwenden Sie eine zusätzliche Pflanzenbeleuchtung. (Solche Lampen finden Sie inzwischen beispielsweise bei Ikea.) So erhalten die Keimlinge zusätzliches Licht, das ihren Bedarf deckt.
  • Verwöhnen Sie Ihre Aussaat nicht zu sehr. Säen Sie Pflanzen, die bei 10–15 °C problemlos keimen, nicht an einem warmen Standort aus.
  • Lassen Sie ausreichend Abstand zwischen den Samen. Bei einer zu dichten Aussaat konkurrieren die Keimlinge stärker um das verfügbare Licht.
  • Wenn Ihnen das alles kompliziert erscheint, verschieben Sie die Aussaat um einige Wochen. Die länger werdenden Tage sorgen für mehr Licht. Manche Aussaaten können dann sogar draußen unter einem Schutz erfolgen.

Was tun, wenn die Keimlinge bereits vergeilt sind?

Meist gibt es keine Wunderlösung: Säen Sie erneut aus. Eine vergeilte Aussaat liefert nur selten kräftige Jungpflanzen. Mögliche Rettungsmaßnahmen sind außerdem langwierig und mühsam. Bei Pflanzen, die Sie beim Pikieren tiefer setzen können, indem Sie einen Teil des Stängels mit Erde bedecken, ist eine mäßige Vergeilung weniger problematisch. Das gilt beispielsweise für Nachtschattengewächse. Der zu lange Stängel wird beim Pikieren eingegraben und bildet anschließend ein kräftiges Wurzelsystem.

Haben Sie ebenfalls Tipps, wie sich vergeilte Keimlinge noch retten lassen?

Mit dem Beginn des Frühjahrs herrscht in der Baumschule Hochbetrieb. Seit einigen Tagen stellen uns viele Gärtnerinnen und Gärtner folgende Frage: „Meine Keimlinge vergeilen – warum?“  Was bedeutet es, wenn Keimlinge vergeilen? Vergeilende Keimlinge wachsen schnell und auffallend in die Höhe. Man sagt auch, dass die Jungpflanzen vergeilen. Diese Vergeilung zeigt sich durch ungewöhnlich lange, […]

Die Feiertage zum Jahresende hinterlassen oft ihre Spuren: einen fahlen Teint, eine überlastete Leber und Kleidungsstücke, die auf seltsame Weise kleiner geworden sind … Kein Wunder also, dass Besser essen zu den zehn beliebtesten guten Vorsätzen für das neue Jahr gehört. Dafür gibt es nichts Besseres als sogenannte „Superfoods“! Hier ist daher meine kleine Auswahl an „gesunden“ Früchten und Gemüsesorten, die besonders gut für Ihre Gesundheit sind und die Sie in Ihrem Garten anbauen können. So kommen Sie ganz nebenbei auch zu etwas Bewegung 😉

1) Mexikanische Chia

Die Chiasamen stammen von einer einjährigen Salbeiart, Salvia hispanica, die ursprünglich aus Mexiko kommt. Auf dem amerikanischen Kontinent wird diese kleine Samenart seit Jahrtausenden angebaut. In unseren Küchen tauchte sie jedoch erst vor relativ kurzer Zeit auf. Chiasamen bieten zahlreiche Vorteile und sind eine hervorragende Quelle für Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffe. Bei Kontakt mit Flüssigkeit bilden sie einen Schleimstoff, der Zubereitungen eindickt und dadurch das Sättigungsgefühl verstärkt.

  • Wie verwendet man Mexikanische Chia?
    Chiasamen haben keinen ausgeprägten Geschmack, auch wenn manche Menschen eine angenehme, leicht nussige Note wahrnehmen. Sie können sie daher vielseitig verwenden: Streuen Sie sie über Salate, mischen Sie sie in selbst gebackenes Brot oder geben Sie sie in Joghurt. Virginie bereitet daraus morgens einen köstlichen Pudding mit Mandelmilch und saisonalen Früchten zu.
  • Wie bauen Sie Mexikanische Chia im Garten an?
    Mexikanische Chia lässt sich in mildem Klima problemlos in jedem guten Gartenboden anbauen. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr, die Ernte der Samen im Herbst. Achtung: Diese Salbeiart ist nicht winterhart!

Chiasamen

Chiasamen: ein „Superfood“ aus einer Salbeiart, Salvia hispanica

2) Grünkohl

Als echtes Trendgemüse hat Grünkohl in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit erregt. Wenn die Amerikaner ganz begeistert davon sind, liegt das an seinem hohen Gehalt an Ballaststoffen, Eisen sowie den Vitaminen A, C und K und an seinen Antioxidantien. Dank des enthaltenen Luteins und Zeaxanthins ist er besonders gut für die Augengesundheit. Außerdem liefert er viel Kalzium.

  • Wie verwenden Sie Grünkohl?
    Am besten verzehren Sie Grünkohl roh, damit möglichst viele Vitamine erhalten bleiben. Sie können ihn problemlos im Entsafter verarbeiten, um einen Smoothie oder Saft aufzuwerten. Auch gegart schmeckt er gut, zum Beispiel als Auflauf. Ich will Sie jedoch nicht täuschen: Die Blätter von Grünkohl sind eher zäh! Entfernen Sie vor dem Verzehr die Mittelrippe und machen Sie die Blätter anschließend weich. Das geht ganz einfach, wie Sie sehen werden. Das Video ist zwar auf Englisch, aber Sie werden es schnell verstehen:
  • Grünkohl anbauen
    Grünkohl wird wie jede andere Grünkohl-Sorte angebaut. Er benötigt einen nährstoffreichen Boden, hat aber den Vorteil, dass er sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge ist. Alles Wissenswerte erfahren Sie in unserem Ratgeber: „Grünkohl im Gemüsebeet erfolgreich anbauen“.

Grünkohl

Grünkohl, ein „Superkohl“, der eine Massage liebt

3) Flower Sprouts

Flower Sprouts oder Kalettes (BrusselKale für englischsprachige Gartenfreunde) sind eine vielversprechende Neuentdeckung. Als Hybrid aus Grünkohl und Rosenkohl bilden sie wie Rosenkohl mit Blattknospen besetzte Stängel. Diese kleinen, gezackten Röschen in Dunkelgrün und Violett sind kalorienarm und besonders reich an den Vitaminen C, K und B6. Und das Beste: Dieses Gemüse schmeckt auch noch richtig gut! Es ist nicht bitter. Sein mildes, süßliches Aroma wird von einer angenehmen, nussigen Note begleitet. Flower Sprouts sind außerdem ideal für eilige Köche, denn sie sind schnell gar und behalten eine angenehm knackige Konsistenz.

  • Flower Sprouts in der Küche
    Flower Sprouts sind schnell zubereitet und lassen sich ganz nach Ihrem Geschmack garen: im Dampf, kurz in der Pfanne oder in nur vier Minuten in Wasser. Dabei entsteht kaum Geruch. Das vielseitige Gemüse eignet sich als Beilage, als Grundlage für zahlreiche Salate und kann wie Grünkohl auch Fruchtsäften hinzugefügt werden.
  • Flower Sprouts anbauen
    Im Gemüsebeet bauen Sie Flower Sprouts genau wie Rosenkohl an. Alles Wissenswerte erfahren Sie in unserem Ratgeber: „Rosenkohl anbauen“

Flower Sprouts, kleine, gesunde Röschen

Flower Sprouts: halb Grünkohl, halb Rosenkohl – Foto: www.kalettes.com

4) Ingwer

Exotisch und lange Zeit vor allem für seine aphrodisierende Wirkung bekannt, wird Ingwer heute dank der zunehmenden Beliebtheit von Sushi-Restaurants geschätzt. Sein Geschmack ist ebenso beliebt wie seine anregenden, verdauungsfördernden, antibakteriellen und antioxidativen Eigenschaften.

  • Frischer Ingwer in der Küche
    Ingwer bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile. In der asiatischen Küche ist er jedoch vor allem unverzichtbar, etwa für Marinaden, Brühen oder kurz angebraten im Wok. Auch in der traditionellen Küche findet er Verwendung. Ich setze ihn häufig beim Backen ein, um Apfelmus mehr Pfiff zu verleihen. Kandiert mag ich ihn ebenfalls sehr gern. Sein scharfes Aroma wirkt bei vorübergehender Müdigkeit belebend. Außerdem können Sie Ingwer zusammen mit Zitrone als Aufguss im Rahmen einer Entgiftungskur verwenden. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Artikel Ingwer anbauen und seine gesundheitlichen Vorteile nutzen.
  • Ingwer selbst anbauen:
    Ingwer ist nicht schwierig anzubauen, benötigt aber unbedingt Wärme. Wenn Sie nicht in einer tropischen Region wohnen, bauen Sie ihn am besten in einem großen Topf im Haus oder in einem beheizten Wintergarten an.

Ingwer

Das Rhizom des Ingwers können Sie im Rahmen einer kleinen Entgiftungskur als Aufguss verwenden

5) Gemeiner Bocksdorn

Die Bocksdornbeeren stammen von einem asiatischen Strauch, dem Bocksdorn. Sie können frisch oder getrocknet verzehrt werden. Diese kleine Frucht war lange Zeit wegen ihres Gehalts an den Vitaminen B, C und E beliebt, vor allem aber wegen ihres hohen Anteils an Antioxidantien. Ihre Beliebtheit hat jedoch etwas nachgelassen, nachdem in mehreren als Bio zertifizierten Partien große Mengen an Pestiziden entdeckt wurden. Ein guter Grund, die Beeren selbst anzubauen!

  • Was können Sie mit Bocksdornbeeren zubereiten?
    Frische Bocksdornbeeren schmecken in selbst gemischtem Müsli und Granola, Joghurt, Obstsalat oder Saft. Auch Salaten verleihen sie eine leicht süßliche Note. Getrocknet lassen sie sich problemlos in Cookies und andere Kuchen einarbeiten.
  • Können Sie Bocksdorn im Garten anbauen?
    Ja, durchaus! Wie viele asiatische Sträucher gedeiht auch Lycium barbarum in unseren Klimazonen. Er ist winterhart und verträgt sogar kalkhaltige Böden. Die besten Früchte bildet er jedoch in besonders sonnigen Regionen. Alles Wissenswerte über den Anbau dieser köstlichen Beeren erfahren Sie in unserem Ratgeber: „Bocksdornbeeren anbauen, ernten und trocknen“

Bocksdornbeeren

Bocksdornbeeren eignen sich für viele Zubereitungen. Geben Sie sie im Alltag einfach in Ihr Müsli

6) Winterrettich

Der schwarze Rettich gehört zu den Gemüsesorten, die auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich wirken. Er ist meist recht groß und besitzt eine schwarze Schale, unter der sich weißes, knackiges und kalium- sowie magnesiumreiches Fruchtfleisch verbirgt. Der leicht abführende und entgiftende schwarze Rettich unterstützt die Verdauung und „reinigt“ die Leber. Besonders geschätzt wird er jedoch wegen seiner antibakteriellen Wirkung. Dank seines hohen Raphaningehalts kann er bei winterlichen Beschwerden wie Husten helfen.

  • Wie verwenden Sie schwarzen Rettich?
    Sie können diesen Rettich ganz einfach roh verzehren, in dünnen Scheiben oder gerieben, als Salat oder auf einer Scheibe Butterbrot. Sie können auch den Saft herauspressen. Mit Zucker vermischt ergibt er einen ausgezeichneten Sirup gegen produktiven Husten. Die Blätter des Rettichs eignen sich ebenfalls für eine Suppe.
  • Wie bauen Sie schwarzen Rettich im Gemüsebeet an?
    Es handelt sich um einen Winterrettich, der im Sommer ausgesät wird. Sein Anbau ist unkompliziert. Wegen seiner langen Wurzel benötigt er jedoch einen ausreichend tiefen und gut gelockerten Boden.

Langer schwarzer Winterrettich

Langer schwarzer Winterrettich

7) Kürbissamen

Kürbissamen sind sehr reich an Proteinen (zwischen 20 und 25 %), ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen, darunter Magnesium und Eisen. Sie werden häufig im Rahmen einer vegetarischen oder veganen Ernährung verzehrt und können außerdem bei Beschwerden der Harnwege helfen.

  • Wie integrieren Sie Kürbissamen in Ihre Ernährung?
    Geröstete Kürbissamen eignen sich ideal als Snack zum Aperitif oder für zwischendurch. Sie können sie ganz oder zerstoßen über Salate streuen oder in Teig für Brot und Kuchen einarbeiten.
  • Wie gewinnen Sie Ihre eigenen Kürbissamen?
    Alle Kürbisse eignen sich dafür. Um sich jedoch das mühsame Schälen zu ersparen, wählen Sie am besten den Gartenkürbis Lady Godiva. Diese Sorte bildet nämlich Samen ohne feste Samenschale. Bauen Sie ihn wie andere Kürbisse an: Reservieren Sie ihm ausreichend Platz und pflanzen Sie ihn in einen nährstoffreichen oder großzügig mit Kompost angereicherten Boden, auch wenn der Kompost noch nicht vollständig ausgereift ist.

Eigene Kürbissamen gewinnen

Der Gartenkürbis Lady Godiva (Foto: Ferme de Sainte Marthe) eignet sich hervorragend für die Gewinnung von Samen. Sein mittelfestes Fruchtfleisch ist sehr gut für Suppen geeignet.

Und Sie? Essen Sie eines oder mehrere dieser „Superfoods“? Erzählen Sie uns davon!

Die Feiertage zum Jahresende hinterlassen oft ihre Spuren: einen fahlen Teint, eine überlastete Leber und Kleidungsstücke, die auf seltsame Weise kleiner geworden sind … Kein Wunder also, dass Besser essen zu den zehn beliebtesten guten Vorsätzen für das neue Jahr gehört. Dafür gibt es nichts Besseres als sogenannte „Superfoods“! Hier ist daher meine kleine Auswahl […]

Die ersten Morgenfröste sind da und im Gemüsegarten beginnt damit gewissermaßen das Ende der Saison – es sei denn, Sie verfügen wie ich über ein Gewächshaus.

Der Begriff Gewächshaus umfasst verschiedene Arten von Anlagen, die einen sehr unterschiedlichen Schutz vor Kälte bieten. Für den Gemüseanbau verwenden Erwerbsgärtner und Hobbygärtner am häufigsten das Folientunnel-Gewächshaus.

Obwohl es unbeheizt ist, erweist sich dieses sogenannte „Kalthaus“ als äußerst praktisch. Sein größter Vorteil besteht darin, dass die Temperaturen darin schnell ansteigen. Selbst mitten im Winter sorgt der kleinste Sonnenstrahl für milde Wärme, die das Wachstum des Gemüses begünstigt. Indem das Gewächshaus den Wind abhält, mildert es außerdem die Auswirkungen der Kälte.

Sehen wir uns an, was Sie darin alles tun können und welche Vorsichtsmaßnahmen beim Anbau unter Schutz zu beachten sind.

Ein Gewächshaus im Gemüsegarten: Möglichkeiten und Vorteile

  • Die Anbausaison deutlich verlängern

Das Gewächshaus schafft ein günstiges Mikroklima und schützt das Gemüse vor leichtem Frost. Dadurch können Sie früher und später anbauen und somit auch früher und später ernten. Die Erde erwärmt sich im Frühjahr schnell. Das lässt die Samen rasch keimen. In mildem Klima können Sie dort daher bereits ab Januar Möhren, frühe Salate und Rettich säen. Im Juni lassen sich Zucchini ernten, und bis Ende Oktober können Sie Tomaten, Auberginen und Gurken ernten.

  • Die Produktivität steigern

Die Wärme im Gewächshaus ermöglicht außerdem den erfolgreichen Anbau einer größeren Auswahl an Gemüsesorten, insbesondere von wärmeliebenden Arten wie Tomaten und Chilis sowie von exotischeren Pflanzen wie Zier-Süßkartoffel oder Horngurke. In Regionen mit ungünstigem Klima bleiben diese Arten im Freiland oft wenig ertragreich. In der warmen Umgebung, die ihnen besonders gut zusagt, wachsen sie besser und schneller und liefern dadurch höhere Erträge.

Der Anbau im Folientunnel ermöglicht auch in kaltem Klima eine Weinlese. Foto: Local Food Initiative

  • Vor bestimmten Krankheiten schützen

Wie wir bereits in unserem Ratgeber „Tomate: Kraut- und Braunfäule, andere Krankheiten und Schädlinge“ erläutert haben, bietet der Anbau unter Schutz den besten Schutz. Da das Gewächshaus vor Regen schützt, verringert es das Risiko für das Auftreten von Pilzkrankheiten deutlich.

  • Säen und vermehren, ohne Platzprobleme

Wer Gemüsepflanzen selbst anzieht, weiß es: Von März bis Mai ist das Haus meist vollgestellt mit wärmebedürftigem Gemüse, das erst nach den Eisheiligen ins Freiland gesetzt werden kann. Für sehr frühe Aussaaten, die manchmal bereits im Februar erfolgen, ist ein Kalthaus zwar nicht geeignet. Es ermöglicht jedoch, die Jungpflanzen dort unterzubringen und sie ab April auszupflanzen. Für kalte Nächte sollten Sie zusätzlich für einen passenden Schutz sorgen, etwa mit einem dicken Vlies, einem Frühbeetaufsatz oder einer speziellen Einrichtung wie einem Kasten mit Heizkabel.

Das Gewächshaus eignet sich außerdem hervorragend, um Stecklinge heranzuziehen. Dazu gehören Stecklinge von Schwarzer Johannisbeere und Johannisbeere, die im Herbst vorbereitet und im folgenden Frühjahr ausgepflanzt werden.

Kalthaus und Aussaat

Das Kalthaus eignet sich gut für die Aussaat und zum Schutz von Stecklingen. Denken Sie daran, Ihre Pflanzen zusätzlich zu schützen, um mögliche Schäden durch eine kalte Nacht zu vermeiden.

Die Grenzen des Kalthauses

  • Die Temperatur regulieren

Man vermutet es nicht unbedingt, aber in einem unbeheizten Folientunnel kann es frieren. Ebenso kann es darin sehr schnell heiß werden. Die Wärmespeicherung ist äußerst gering. Ohne Ihr Eingreifen können die Temperaturen innerhalb von 24 Stunden eine regelrechte Achterbahnfahrt machen: nachts auf -5 °C sinken und tagsüber auf +40 °C steigen. Für Pflanzen ist eine solche Temperaturschwankung äußerst belastend!

Um dies zu verhindern, gibt es nur eine Lösung: Lüften. Öffnen Sie dazu in der Regel die Türen oder die seitlichen Öffnungen, sofern der Tunnel über solche verfügt. Regelmäßiges Lüften führt außerdem überschüssige Feuchtigkeit ab, die das Auftreten von Krankheiten wie Mehltau begünstigt. Sie verstehen also: Das Klima im Gewächshaus zu steuern, ist manchmal etwas heikel und erfordert vor allem eine nahezu ständige Anwesenheit!

Unter Schutz ist die Regulierung der Luftfeuchtigkeit wichtig, um Krankheiten zu vermeiden.

  • Die Bewässerung organisieren

Im Gewächshaus können Sie nicht auf den Himmel als Wasserspender zählen (außer Sie entscheiden sich für das Modell „Cabriolet“ von Serres Tonneau), sondern müssen selbst Hand anlegen oder sich eine clevere Lösung überlegen. Es klingt selbstverständlich, aber für den Anbau in diesem geschlossenen Raum ist es entscheidend, die Wasserversorgung, die Speicherung des Wassers und gegebenenfalls ein unabhängiges Bewässerungssystem einzuplanen. Die Bewässerung ist allerdings sicherlich der am einfachsten zu regelnde Punkt. Unser Gewächshaus steht mehr als 50 Meter vom Haus entfernt. Das aufgefangene Regenwasser wird mit einer kleinen Pumpe in einen Vorratsbehälter für das Gewächshaus geleitet. Die automatische Bewässerung funktioniert über den Höhenunterschied und benötigt keinen Strom.

  • Eine fragwürdige Ästhetik

Glashäuser fügen sich meist gut in den Garten ein. Seien wir ehrlich: Bei Folientunneln ist das nicht der Fall. Bei Vollmond kann der Tunnel nachts beinahe hübsch wirken, aber tagsüber kann man das nicht behaupten! Dennoch gibt es Möglichkeiten, ihn in den Garten einzubinden: Pflanzen Sie hohe Arten wie Topinambur, Riesensonnenblumen oder Kardonen rundherum oder stellen Sie ihn an das hintere Ende des Gartens.

Bedenken Sie jedoch, dass das Aussehen des Gewächshauses schnell in Vergessenheit gerät, sobald Sie Freude daran gefunden haben, darin zu gärtnern – selbst an Regentagen!

Ein Gewächshaus ist auch eine kleine Oase der Ruhe, in der das Gärtnern selbst mitten im Winter Freude macht! Foto: Caltriana Nicholson

Zum Abschluss finden Sie hier eine Auswahl von Sélectos mit den besten Gewächshäusern.

Die ersten Morgenfröste sind da und im Gemüsegarten beginnt damit gewissermaßen das Ende der Saison – es sei denn, Sie verfügen wie ich über ein Gewächshaus. Der Begriff Gewächshaus umfasst verschiedene Arten von Anlagen, die einen sehr unterschiedlichen Schutz vor Kälte bieten. Für den Gemüseanbau verwenden Erwerbsgärtner und Hobbygärtner am häufigsten das Folientunnel-Gewächshaus. Obwohl es […]

Vor einigen Jahren noch wenig bekannt, erlebt Yuzu oder „Yuzu-Zitrone“ derzeit einen regelrechten Boom. Kein Wunder, denn diese kleine aromatische japanische Zitrone ist in der asiatischen Küche unverzichtbar und wird inzwischen von den besten Köchen und Konditoren verwendet.

Wie so oft bei Gemüse und Obst aus Japan ist es jedoch fast unmöglich, frische Früchte zu kaufen. Wenn Sie diese Herausforderung annehmen und erfolgreich sind, müssen Sie sich auf einen hohen Preis gefasst machen: mehr als 50 Euro pro Kilogramm!

Die beste Lösung ist daher, Ihren eigenen Yuzu-Strauch zu pflanzen!

Bevor Sie loslegen, werfen wir einen Blick auf die Verwendung, den Geschmack und die Vorzüge der Früchte sowie auf den Anbau unter unseren klimatischen Bedingungen.

Yuzu – was ist das?

Der Begriff Yuzu bezeichnet sowohl die Früchte, die Yuzu-Zitronen, als auch den kleinen Baum, an dem sie wachsen.

Diese japanische Zitrone (Citrus junos, Familie der Rautengewächse) wächst als großer Strauch mit stark bedornten Zweigen und immergrünem Laub. Sie soll aus der Hybridisierung der Wildmandarine mit Citrus ichangensis, der Ichang-Zitrone, hervorgegangen sein.

Von ihren Eltern hat die Yuzu eine kräftige Wuchsform und eine gute Winterhärte bis etwa -10 bis -12 °C geerbt. Das ist für eine Zitrusfrucht ungewöhnlich und ermöglicht den Anbau unter unseren klimatischen Bedingungen.

Die Yuzu-Frucht wird zwar oft mit einer Zitrone verglichen, ähnelt aber eher einer großen Mandarine. Sie ist etwa tennisballgroß und von einer dicken, leicht unebenen Schale umgeben, die zunächst grün und bei Reife orangegelb ist. Das Fruchtfleisch enthält viele Samen und liefert eher wenig Saft.

Japanische Zitrone

Die Früchte der Yuzu-Zitrone – Fotos: Seahill, Edsel Little

Wie schmeckt Yuzu? Wie lässt sie sich in der Küche verwenden?

Yuzu hat einen einzigartigen, intensiven Geschmack. Die sehr säuerliche Note vereint auf raffinierte Weise Grapefruit, Mandarine und Limette und wird durch würzige Aromen der Goldmelisse ergänzt.

In der Küche passt Yuzu sowohl zu herzhaften als auch zu süßen Speisen:

  • Die Schale der Yuzu wird als Würze für Fisch und Meeresfrüchte verwendet. Sie aromatisiert außerdem Butter und verleiht einer Schokoladentorte eine originelle Note.
  • Der Yuzu-Saft eignet sich zum Marinieren von Fleisch und Fisch sowie zur Zubereitung kostbarer Sorbets. In der Patisserie verfeinert er fruchtige Mousses und Cremes wie den hervorragenden Yuzu Curd.

Ist Yuzu gesund?

Wie alle Zitrusfrüchte ist Yuzu für ihren hohen Vitamin-C-Gehalt bekannt. Sie wirkt anregend und soll die Abwehrkräfte stärken. Außerdem werden ihr entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben.

Wussten Sie übrigens, dass in Japan der Volksglaube besteht, man solle zur Wintersonnenwende Yuzu-Bäder nehmen, um sich das ganze Jahr über vor Erkältungen zu schützen?

Sehen Sie selbst – das sieht nach viel Spaß aus!

Kann man Yuzu im Garten anbauen?

Bevor Sie jedoch in einem Yuzu-Bad entspannen können, müssen Sie zunächst Yuzu anbauen – und wie bereits erwähnt, ist das in Deutschland durchaus möglich.

Obwohl Yuzu winterhart ist, bevorzugt sie warme und geschützte Standorte. Der Anbau im Freiland empfiehlt sich daher vor allem in milden Regionen oder in der sogenannten „Olivenbaumzone“ im Mittelmeerraum. In allen anderen Regionen empfehlen wir, den Strauch in einen großen Topf zu pflanzen und ihn bei angekündigter strenger Kälte an einen kühlen, geschützten Ort zu stellen.

Der japanische Zitronenbaum wächst kräftig, in den ersten Jahren jedoch etwas langsam. Meist trägt er ab einem Alter von vier Jahren Früchte. Die Ernte erfolgt im Herbst, von September bis Dezember.

Das erfordert zwar etwas Geduld, wird aber mit einer Ernte köstlicher, seltener und außergewöhnlicher Früchte belohnt!

Vor einigen Jahren noch wenig bekannt, erlebt Yuzu oder „Yuzu-Zitrone“ derzeit einen regelrechten Boom. Kein Wunder, denn diese kleine aromatische japanische Zitrone ist in der asiatischen Küche unverzichtbar und wird inzwischen von den besten Köchen und Konditoren verwendet. Wie so oft bei Gemüse und Obst aus Japan ist es jedoch fast unmöglich, frische Früchte zu […]

Kennen Sie die Mexikanische Minigurke? Ich auch nicht … jedenfalls nicht, bis ich sie in den Neuheiten unserer großen Auswahl an Gemüsesaatgut entdeckte.

Was ist eine Mexikanische Minigurke?

Die Mexikanische Minigurke (Melothria scabra) ist eine Kletterpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. In Nordamerika ist sie auch als Einlegegurke oder „Mäusemelone“ (Mouse Melon) bekannt. Sie stammt aus Mittelamerika und Mexiko, wo sie als mehrjährige Pflanze kultiviert wird.

Da ich von Natur aus neugierig bin, säte ich meine erste Mexikanische Minigurke Ende März aus, um sie im Juni in den Garten zu pflanzen. Nach einem etwas holprigen Start (Hitzewelle und vergessene Wassergaben führen selten zu guten Ergebnissen) erholte sie sich schnell. Damit bestätigte sie ihren Ruf als leicht zu kultivierende Pflanze.

Mexikanische Minigurke – Melothria scabra

Mexikanische Minigurke: Auf eine winzige Blüte folgt eine niedliche kleine Frucht

Schnell klammerten sich ihre feinen, mit Ranken versehenen Triebe am Gitter fest. So bildete sich ein hübsches Gewirr aus gelappten Blättern. Dank eines relativ regenreichen Sommers entwickelte sich meine Mexikanische Minigurke ohne jede Pflege. Nicht einmal eine Spur von Mehltau war zu sehen! Zum Ende des Sommers beschert sie mir nun eine durchaus beachtliche Ernte.

Geschmacklich ist sie eine echte Überraschung: Diese niedliche Mini-Wassermelone hat wie angekündigt einen Gurkengeschmack mit einer leicht säuerlichen Note. Diese Kombination ist ausgesprochen angenehm. Sie wird mit Schale gegessen, die für einen ebenso angenehmen knackigen Biss sorgt.

… deshalb ist die Mexikanische Minigurke bei Kindern besonders beliebt!

Was können Sie mit Mexikanischen Minigurken zubereiten?

Lassen Sie sich nicht täuschen: Mexikanische Minigurken sind nicht nur für eine hungrige Armee von Playmobil-Figuren gedacht … Sie können sie auf verschiedene Arten essen und zubereiten.

Am einfachsten genießen Sie die Mexikanische Minigurke mit etwas Salz als Aperitif. Sie eignet sich auch zum Dekorieren von Cocktails wie Mojitos: Dann fühlt sich Ihre Zitronenscheibe nicht mehr so allein! Einige Mexikanische Minigurken in einem Salat mit Kirschtomaten oder zusammen mit Rettich sehen ebenfalls besonders hübsch aus. Liebhaber von Pickles kommen ebenfalls auf ihre Kosten, denn die Früchte lassen sich sehr einfach in Essig einlegen, ähnlich wie Einlegegurken.

Für ein großes Glas mit 500 g eingelegten Mexikanischen Minigurken bereite ich sie folgendermaßen zu:

  • Pflücken Sie die Mexikanischen Minigurken kurz vor der Vollreife. Sie sollten weder zu dünn noch zu dick sein.
  • Waschen Sie sie sorgfältig.
  • Bereiten Sie 400 ml Weißweinessig vor. Geben Sie 1 Teelöffel Salz, 4 Esslöffel Rohrzucker, 1 Esslöffel Minzblätter, 1 Esslöffel zuvor gewaschene und gehackte Dillblätter sowie Koriandersamen hinzu.
  • Geben Sie die Mexikanischen Minigurken in das Glas. Gießen Sie den Essig darüber und verschließen Sie das Glas.
  • Lagern Sie das Glas einen Monat lang im Kühlschrank. Danach können Sie die eingelegten Früchte genießen!

    Mexikanische Minigurken haltbar machen: einfach und schnell!

Und Sie? Haben Sie die Mexikanische Minigurke schon einmal angebaut? Wie bereiten Sie sie zu?

Kennen Sie die Mexikanische Minigurke? Ich auch nicht … jedenfalls nicht, bis ich sie in den Neuheiten unserer großen Auswahl an Gemüsesaatgut entdeckte. Was ist eine Mexikanische Minigurke? Die Mexikanische Minigurke (Melothria scabra) ist eine Kletterpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. In Nordamerika ist sie auch als Einlegegurke oder „Mäusemelone“ (Mouse Melon) bekannt. Sie stammt […]

Es gibt viele gute Gründe, einen Gemüsegarten anzulegen. Dazu gehört auch die Möglichkeit, außergewöhnliches Gemüse anzubauen, das im Handel nur schwer erhältlich ist. Dazu zählen asiatische Gemüsearten, aber auch Kräuter, die – sofern Sie nicht im 13. Arrondissement von Paris wohnen – auf den Marktständen nur selten zu finden sind.

Diese chinesischen, aber auch japanischen Gemüsearten sind manchmal ungewöhnlich, gedeihen unter unseren klimatischen Bedingungen jedoch oft sehr gut. Hier finden Sie eine kleine Auswahl, die Liebhaber der exotischen Küche ebenso begeistert wie Freunde traditioneller Gerichte.

1) Daikon oder Rettich

Der Daikon (Raphanus sativus longipinnatus) ist ein großer weißer Winterrettich. Als Verwandter des schwarzen Rettichs besitzt er ein mildes, saftiges Fleisch und lässt sich sehr gut lagern.

In der japanischen Küche wird er roh im Salat verzehrt, ähnlich wie geraspelte Möhren. Manchmal wird er eingelegt, gedämpft oder kurz angebraten. Da er entwässernd und harntreibend wirkt, gilt er häufig als besonders gesundes Lebensmittel.

Der Anbau im Gemüsegarten ist problemlos, wenn Sie den Boden vorher gründlich lockern.

2) Pak Choi oder Bok Choy

Der Pak Choi, auch als Bok Choy (Brassica rapa chinensis) bekannt, ist ein Chinakohl mit zarten Köpfen aus hellgrünen Blättern und weißen Blattstielen. Sein Geschmack erinnert zugleich an Chicorée, klassischen Kohl und Rübe.

Sie können ihn roh oder gegart zubereiten, kurz im Wok anbraten oder schmoren. Sein Geschmack harmoniert gut mit Ingwer und auch mit Shiitakepilzen, sofern Sie diese in Ihrer Nähe finden. In der Natur müssen Sie nicht danach suchen: Diese japanischen Pilze wachsen bei uns nicht wild.

3) Pe-Tsai oder Chinakohl

Der Pe-Tsai, auch Chinakohl genannt (Brassica rapa pekinensis) ist ein weiterer Chinakohl, der sich deutlich vom Pak Choi unterscheidet. Er ähnelt unseren klassischen Kopfkohlsorten etwas stärker und bildet schöne, dichte, längliche Köpfe. Seine glänzend grünen Blätter besitzen kräftige Blattadern.

Sie werden seinen milden, feinen Geschmack roh im Salat ebenso schätzen wie kurz im Wok mit knackigem Gemüse gegart. Dieser Chinakohl eignet sich auch für weniger exotische Rezepte und passt zu Würstchen sowie anderen Wurstwaren.

Im Gemüsegarten bauen Sie beide Kohlarten ähnlich wie klassische Kohlsorten an. Sie benötigen jedoch etwas mehr Wärme. Alles Wissenswerte zum Anbau erfahren Sie in unserem Ratgeber: Chinakohl erfolgreich anbauen.

Asiatische Gemüsearten: die Kohlarten

Pak Choi und Pe-Tsai: zwei sehr unterschiedliche asiatische Kohlarten

4) Knollenziest

Der Knollenziest (Stachys affinis) gehört zur Gruppe der mehrjährigen Gemüsearten. Diese rhizombildende Gemüsepflanze wird nicht wegen ihrer oberirdischen Pflanzenteile angebaut, sondern wegen ihrer Knollen. Ihre Form erinnert mich an die Wurzeln des Knolligen Glatthafers.

Der Knollenziest ist wegen seines feinen Geschmacks beliebt. Dieser liegt zwischen Artischocke und Topinambur. Außerdem wird er zu hohen Preisen verkauft, weil sich seine Ernte nicht mechanisieren lässt.

Im Garten gedeiht er am besten in einem recht nährstoffreichen, eher sandigen Boden. Da Sie die Knollen mit der Grabegabel ausheben müssen, wird die Ernte erleichtert. Achtung: Die Pflanzen ähneln etwas der Minze. Pflanzen Sie sie deshalb nicht in deren Nähe. So ersparen Sie sich das „Entwirren“ vor der Ernte!

Der Knollenziest wurde bereits im 19. Jahrhundert nach Frankreich eingeführt. Daher hatte er genügend Zeit, sich in unseren Küchen zu etablieren. Dort wird er meist auf französische Art zubereitet, ähnlich wie Kartoffeln: gebraten, frittiert oder als Püree.

Japanisches Gemüse: der Knollenziest

Knollenziest: ein asiatisches Wurzelgemüse

5) Mizuna oder Japanischer Senf

Der Mizuna (Brassica rapa nipposinica) gehört wie die Rucola zur großen Familie der Kreuzblütler. Er ist ein angenehmer Pflücksalat mit fein lacinierten Blättern. Dieses japanische Gemüse besitzt einen eher milden Geschmack mit einer pfeffrigen Note, die im Salat hervorragend zur Geltung kommt.

Im Garten lässt sich Mizuna sehr einfach anbauen. Sie können ihn von Mai bis September direkt ins Freiland oder unter geschütztem Anbau, etwa im Gewächshaus oder Frühbeet, aussäen. Er wächst schnell und treibt rasch wieder aus. Dadurch liefert er auch im Winter köstliche Blätter.

In der Küche wird Mizuna besonders gern im Salat verwendet. Er eignet sich aber auch als Grundlage für Pesto und zum Dekorieren sowie Begleiten unterschiedlichster asiatischer Gerichte. Gegart können Sie ihn ähnlich wie Spinat zubereiten: kurz angebraten oder als Suppe.

Asiatische Gemüsearten: Mizuna

Mizuna: ein japanischer Pflücksalat zum Entdecken!

Entdecken Sie alle unsere Tipps für den erfolgreichen Anbau von Mizuna.

6) Japanische Große Klette Takinogawa oder Gobo

Die Japanische Große Klette (Arctium lappa) ist eine große Pflanze, die wegen ihrer langen Wurzel angebaut wird. Form und Geschmack erinnern an Schwarzwurzel. Sie ist zweijährig, doch Sie müssen nicht lange auf die Ernte warten: Bereits drei Monate nach der Aussaat können Sie die Wurzel aus dem Boden holen.

Die vitaminreiche Klettenwurzel ist außerdem für ihre vielfältigen Eigenschaften bekannt, unter anderem für ihre entschlackende, antiseptische und pilzhemmende Wirkung.

Ich möchte Ihnen nichts vormachen: Die Klette ist im Gemüsegarten nicht einfach anzubauen. Sie stellt hohe Ansprüche an den Boden, der locker und tiefgründig sein sollte. Auch während der gesamten Kulturzeit benötigt sie regelmäßige und reichliche Wassergaben. Wenn Sie guten Boden und eine zuverlässige automatische Bewässerung haben, lohnt sich ein Versuch!

Die lange, braune Wurzel können Sie roh oder gegart verzehren. Dieses in Frankreich äußerst seltene Wurzelgemüse ist etwas faserig. Sie können es fein raspeln und im Salat verwenden oder in Streifen schneiden und anschließend anbraten.

Asiatisches Wurzelgemüse: die Klette

7) Zitronengras

Das Zitronengras (Cymbopogon citratus) dürfen Sie nicht mit Melisse oder Zitronenstrauch verwechseln. Es ist eine krautige Pflanze, die auch als Madagaskar-Zitronengras bekannt ist. Im Englischen heißt es „lemongrass“. Tatsächlich gehört es zu den Süßgräsern und verströmt einen köstlichen Zitronenduft. In ganz Südostasien ist es weit verbreitet. Wer es auf einer Reise nach Vietnam oder Thailand kennengelernt hat, bewahrt meist eine wunderbare Erinnerung daran.

Im Garten schätzt Zitronengras nährstoffreiche Böden, Wärme und ausreichend Wasser, besonders während der Wachstumszeit. Es ist frostempfindlich und nicht winterhart. Deshalb wird es häufig im Topf kultiviert und im Winter geschützt aufgestellt. In Regionen mit milden Wintern ist auch der Anbau im ungeheizten Gewächshaus möglich. Hier in der Bretagne hat sich das erfolgreich bewährt.

Übrigens gilt Zitronengras, sowohl als Pflanze als auch als ätherisches Öl, als Mittel, das Mücken fernhält.

In der Küche verwenden Sie die unteren Enden der Halme. Schälen Sie sie und schneiden Sie sie anschließend fein, um Saucen für helles Fleisch – etwa das berühmte „Zitronengras-Hähnchen“ –, Fisch, Brühen und Marinaden zu aromatisieren. Zitronengras harmoniert sehr gut mit Ingwer, Curry und Kokosmilch.

[caption id="attachment_25685" align="aligncenter" width="800"]Asiatisches Küchenkraut: das Zitronengras Zitronengras: ein aromatisches Gewächs, das Sie auf eine kulinarische Reise mitnimmt!

Diese Liste asiatischer Gemüsearten ist natürlich nicht vollständig. Wenn Sie neugierig sind, exotische Aromen schätzen und Freude am Reisen haben – und sei es nur auf kulinarische Weise –, lade ich Sie ein, unsere Auswahl „Aromen aus aller Welt“ zu entdecken. Sie umfasst eine schöne Auswahl an Obst, Gemüse und Kräutern von allen fünf Kontinenten, die Sie in Ihrem Garten anbauen können.

Es gibt viele gute Gründe, einen Gemüsegarten anzulegen. Dazu gehört auch die Möglichkeit, außergewöhnliches Gemüse anzubauen, das im Handel nur schwer erhältlich ist. Dazu zählen asiatische Gemüsearten, aber auch Kräuter, die – sofern Sie nicht im 13. Arrondissement von Paris wohnen – auf den Marktständen nur selten zu finden sind. Diese chinesischen, aber auch japanischen […]

Die Aussaat von Bohnen erfolgt bei uns immer relativ spät, meist im Juni. Zum einen plane ich den Termin so, dass die ersten Ernten mit unserer Rückkehr aus dem Urlaub zusammenfallen … (Aussaattermin + etwa 60 Tage). Zum anderen muss ich erst die Rankhilfen aufstellen, an denen die Pflanzen emporwachsen.

Denn ich bevorzuge Stangenbohnen mit kletterndem Wuchs gegenüber Zwergbohnen, die zwar schnell ausgesät und leicht zu kultivieren sind. Warum mache ich mir dann so viel Arbeit? Weil Stangenbohnen natürlich noch weitere Vorteile haben!

Stangenbohnen: eine dekorative Kultur

Der erste Grund, warum ich Stangenbohnen anbaue, ist die Optik! Unser Gemüsegarten ist von der Terrasse aus sichtbar. Das ist sehr praktisch, um beim Plaudern mit denjenigen auf den Liegestühlen kurz mit der Hacke zu arbeiten. Deshalb sollte er auch dekorativ sein. Hohe Bambusstäbe oder Bewehrungsstäbe, die als Tipi oder Indianerzelt aufgestellt werden, schaffen sofort schöne vertikale Linien. Sobald die Bohnen kräftig gewachsen sind, verschwindet das Gerüst unter dem üppigen Laub. So erhält der Garten eine gewisse Dschungelatmosphäre, die mir sehr gefällt. Und von der hübschen Blüte ganz zu schweigen!

Stangenbohnen, Rankhilfe als Tipi

Eine Aufstellung als Tipi – Quelle: Pinterest

Platzsparender Anbau

Der zweite Vorteil besteht darin, dass diese Kultur nur wenig Platz am Boden benötigt, da die Pflanzen in die Höhe wachsen. Wenn Sie sie in einer einzigen, nach Süden ausgerichteten Reihe anbauen, spenden Stangenbohnen außerdem wohltuenden Schatten für Gemüse wie Kopfsalat, das unter großer Hitze leidet.

Sie lassen sich auch in einem kleinen Garten sehr leicht kultivieren und sogar in Töpfen auf der Terrasse oder dem Balkon anbauen, da sich die Rankhilfen an einer Mauer oder einem Zaun abstützen lassen.

Reiche Ernten

Der dritte Vorteil ist der hohe Ertrag dieser Bohnengruppe. Im Verhältnis zum benötigten Platz am Boden erzielen sie beachtliche Erträge von durchschnittlich 2 bis 2,5 kg pro m2 (gegenüber nur 1 bis 1,5 kg pro m2 bei Zwergbohnen).

Einfachere Ernte

Die einfache Ernte ist der vierte Vorteil: Sie müssen sich nicht mehr bücken und auch nicht gebückt an der Reihe entlanggehen, um die Bohnen zu sammeln. Sie befinden sich in bequemer Reichweite. Zwar müssen Sie manchmal den Arm etwas ausstrecken, doch das ist kein unüberwindbares Hindernis. Das gilt sogar dann, wenn Ihre Stäbe drei Meter hoch sind. Und dafür gibt es einen guten Grund:

Besonders vielseitig!

Der letzte Vorteil der Stangenbohnen ist ihre Vielseitigkeit – nicht etwa beim Erklimmen der Rankhilfen, sondern hinsichtlich der Möglichkeit, sie spät zu ernten. Wie bereits erwähnt, lassen sich zahlreiche Sorten wie Melissa, Blauhilde, Phénomène sowohl als grüne Bohnen als auch als Körnerbohnen verwenden.

Stellen Sie die Trittleiter wieder weg, denn das Prinzip ist einfach: Ernten Sie die jungen Schoten, die Sie erreichen können, und genießen Sie sie im Ganzen. Die hoch oben wachsenden Schoten lassen Sie ausreifen. Am Ende der Saison bauen Sie das Gerüst ab und sammeln alles ein, was noch übrig ist, um die Bohnen als frische oder getrocknete Körner zu essen.

Beachten Sie außerdem, dass Stangenbohnen auch zwischen Blütenstauden wachsen können. Sie lassen sich sogar mitten in den Rasen pflanzen und verbinden das Nützliche mit dem Angenehmen, indem sie sich in ein Spielhaus für kleine Kinder verwandeln.

Stangenbohnen

Zwei fantasievolle Gerüste – Quelle: Pinterest

Die Aussaat von Bohnen erfolgt bei uns immer relativ spät, meist im Juni. Zum einen plane ich den Termin so, dass die ersten Ernten mit unserer Rückkehr aus dem Urlaub zusammenfallen … (Aussaattermin + etwa 60 Tage). Zum anderen muss ich erst die Rankhilfen aufstellen, an denen die Pflanzen emporwachsen. Denn ich bevorzuge Stangenbohnen mit […]

Seinen Garten zu bewirtschaften, ist eine politische Handlung. Das behaupte nicht ich, sondern Pierre Rabhi.

Und wo Politik im Spiel ist, geht es häufig um Lehrmeinungen, Mehrheiten, Opposition und Protestbewegungen.

Sie fragen sich jetzt sicher, was mich wohl gestochen hat oder was ich morgens in meinen Kaffee getan habe! Keine Sorge: Heute spreche ich tatsächlich über die Kultur, den Rückschnitt und die Erziehung von Tomaten. Sie sind ein perfektes Beispiel für ein Thema, das unter Gärtnern für Uneinigkeit sorgt.

Seit Jahrzehnten gilt nämlich: Tomaten werden mit eiserner Hand im Samthandschuh behandelt, gründlich aufgebunden, konsequent erzogen und ausgegeizt. Es ist eine Tradition mit strengen Regeln: Die Pflanzen stehen stramm an unnachgiebigen Stäben, während die „Geiztriebe“ systematisch und ohne Gnade entfernt werden. Ordnung und Methode.

Alles wäre einfach geblieben, wenn nicht eine neue Generation von Gärtnern auf den Plan getreten wäre. Diese Menschen widersetzen sich den gängigen Regeln und stellen infrage, was sie für gärtnerische Mythen halten. Vor allem sind sie neugierig oder unerschrocken genug, alternative Methoden wie den Tomatenanbau im Käfig, am Boden, frei wachsend, ohne Rückschnitt und sogar ohne Bewässerung auszuprobieren.

Unfruchtbarer Protest, gefährliche Nachlässigkeit oder der Beginn der Anarchie? (Sagen Sie mir, wie Sie Ihre Tomaten anbauen, und ich sage Ihnen, wen Sie wählen …)

Bevor wir jedoch Meinungsforschungsinstitute beauftragen, sehen wir uns diese nicht gerade konventionellen Methoden an.

Tomaten im Käfig oder: überwachte Freiheit

Einsperren, um zu befreien – das klingt zunächst etwas widersprüchlich. Tatsächlich handelt es sich eher um eine überwachte Freiheit.

Bei dieser Anbaumethode kultivieren Sie die Tomaten ohne Rückschnitt. Sie umgeben die Pflanzen mit einem Gitterkäfig, der ihnen Halt gibt und ihr üppiges Wachstum begrenzt. Diese Käfige bieten zwei entscheidende Vorteile: Sie befreien Sie sowohl von der Sklavenarbeit der Geiztriebsuche als auch vom täglichen Gießen. Möglich macht das ein Wasservorrat im Inneren des Käfigs. Für den Bau haben wir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung vorbereitet: So bauen Sie einen Tomatenkäfig.

Auch die Tomaten profitieren von dieser Methode: Da Sie sie nicht zurückschneiden, entstehen keine Schnittwunden und damit weniger Krankheiten. Die früher entfernten Seitentriebe bilden Blüten, aus denen Früchte entstehen. So fallen die Ernten üppiger aus als bei der klassischen Erziehung.

Tomatenanbau im Käfig – Foto: „Le sens de l'humus

Tomaten ohne Stütze und Rückschnitt: Unabhängigkeit, ganz einfach

Das Prinzip ist denkbar einfach und eignet sich hervorragend für faule Gärtner: Sie müssen die Pflanze nur einpflanzen – vorzugsweise liegend, denn das ist ihre bevorzugte Position – und sie einfach wachsen lassen!

Tomaten breiten sich von Natur aus am Boden aus. Die einzige Einschränkung: Schützen Sie sie mit einer dicken Mulchschicht vor der Feuchtigkeit des Bodens. Verwenden Sie dafür trockenes Material wie Stroh oder trockenes Gras, oder stellen Sie Obstkisten unter die Pflanzen. Wie Kürbisse breiten sich Ihre Tomaten großzügig aus. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sie müssen nichts weiter tun, als zu ernten. Diese Methode braucht allerdings viel Platz. Außerdem dürfen keine Mäuse, Wühlmäuse oder Schermäuse in der Nähe sein, die sich nur zu gern an den Tomaten bedienen würden.

Übrigens können Sie Tomaten auch auf klassische Weise ohne Stütze anbauen. Wählen Sie dafür Sorten mit begrenzter Wuchsform, die je nach Windstärke einen mehr oder weniger „selbsttragenden“ Busch bilden. Das gilt für die Buschtomate (… eine unerbittliche Logik), aber auch für Zwerg- und Kirschtomaten wie Totem oder Gold Nugget.

Und Tomaten ohne Bewässerung? Eine revolutionäre Alternativbewegung

Die Veränderung beginnt jetzt – und am besten drehen wir zuerst die Wasserhähne zu! Denn Tomaten ohne Wasser anzubauen, ist möglich. Pascal Poot beweist es, indem er mehr als 450 Sorten anbaut und niemals gießt. Dafür braucht es jedoch kein Wundermittel, sondern einen langwierigen Prozess. Über mehrere Samengenerationen „lernen“ die Gemüse, mit sehr wenig auszukommen. Als soziale Grundsicherung erhalten sie lediglich eine einfache Gabe Kompost.

Sehen Sie selbst:

Und Sie: Sind Sie eher für die Aufrechterhaltung der Ordnung und die obligatorische Entfernung der Blattachseln (der Tomaten, versteht sich)? Oder setzen Sie sich eher für die massenhafte Beschlagnahmung von Stäben und Gartenscheren ein?

Ich gebe es zu: Bei mir zu Hause sind wir eher der Typ gute Schüler, denen es an Konsequenz fehlt. In den ersten Wochen entfernen wir die Geiztriebe. Danach lassen wir uns mit Freude von einem unkontrollierbaren Dschungel überwuchern, der stolz ein Schild zu schwenken scheint: „Es lebe die freie Tomate!“

Seinen Garten zu bewirtschaften, ist eine politische Handlung. Das behaupte nicht ich, sondern Pierre Rabhi. Und wo Politik im Spiel ist, geht es häufig um Lehrmeinungen, Mehrheiten, Opposition und Protestbewegungen. Sie fragen sich jetzt sicher, was mich wohl gestochen hat oder was ich morgens in meinen Kaffee getan habe! Keine Sorge: Heute spreche ich tatsächlich […]

In einem Garten werden Kräuter sehr häufig an einem einzigen Ort versammelt. Das ist praktisch für die Ernte, doch Sie können die Sache auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Die Blüten und Blätter mancher Kräuter sind so dekorativ, dass sie sich wunderbar in Staudenbeete einfügen.

Die Auswahl ist groß: Minze, Fenchel, Rosmarin, Garten-Melde, Schnittlauch, Ysop, Dost, Salbei, Thymian, Lavendel, Sauerampfer und vieles mehr. Diese Liste ist natürlich nicht vollständig. Ich möchte Ihnen einige meiner Lieblingskräuter und bevorzugten Kombinationen vorstellen.

1) Purpur: verkörperte Eleganz

Purpurfarbenes Laub verleiht dem Garten Eleganz und Originalität. Besonders hervorzuheben sind:

  • die rote Garten-Melde (Atriplex hortensis rubra). Sie eignet sich ebenso gut für Salate wie für das Staudenbeet, in dem sie einen fantasievollen Akzent setzt. Im Garten sorgt sie für lebhafte Farbwiederholungen im Staudenbeet.
Kraut mit auffälligem Laub
Eine sublime Kombination: purpurfarbene Garten-Melde, Dill, Schmuckkörbchen und Mohn – Quelle: Sarah Price Landscapes

2) Gelb und Gold – perfekt, um Eintönigkeit zu durchbrechen

Ich mag die lebendige Wirkung gelben Laubs sehr. Im Frühjahr wirken manche Sorten sogar beinahe fluoreszierend, wie der goldene Dost oder Origanum vulgare ‘Aureum’.

Notez que, bien que le Dost soit originaire du bassin méditerranéen, mon jardin des Ardennes accueille aussi bien l’espèce type que la variété dorée. Elles poussent à merveille, malgré un sol argileux et mal drainé qui met quelque peu leur résistance à l’épreuve. Elles s’étendent même librement depuis des années. Les voies de la nature sont impénétrables ! J’ajouterais que leurs fleurs sont visitées par de nombreux petits papillons.

Dans la même catégorie, citons le thym, Thymus citriodorus ‘Aureus’. Ses minuscules feuilles dorées sont un enchantement, auquel s’ajoute un délicieux parfum citronné.

3) Les panachures lumineuses

Parmi les plantes au feuillage panaché, on remarque la belle présence de l’Origanum vulgare ‘County Cream’ et du Thymus microphylla ‘Variegata’, dont le feuillage est bordé de crème.

Thymus microphylla ‘Variegata’ und sein charmantes, fein cremefarben berandetes Laub

Wenn Sie Gelb bevorzugen, wird Sie Thymus citriodorus ‘Variegated’ mit seinen kleinen Blättern begeistern. Auch einige Salbei-Sorten sind attraktiv, darunter ‘Icterina’ mit grünen, gelb gerandeten und panaschierten Blättern. Wünschen Sie sich mehr Farbe und Kontrast? Dann greifen Sie zum Salbei ‘Tricolor’ mit grün, rosa und weiß berandetem Laub oder zur Mentha suaveolens ‘Variegata’ mit einer schönen weißen Panaschierung auf grünem Grund.

Salvia tricolor im Staudenbeet

Ich weiß, Minze hat keinen besonders guten Ruf, und sie ins Staudenbeet zu pflanzen, könnte riskant erscheinen. Sie gilt als wuchernd, doch eigentlich ist sie nur eine Reisende. Mit ihrem Bündel ausgestattet, zieht sie zwischen den Pflanzen umher, und junge Triebe erscheinen dort, wo Platz ist. Mit anderen Worten: Wenn sie Konkurrenz hat, zeigt sie sich fügsamer. In dieser Familie ist die Auswahl groß, insbesondere bei den Düften der Blätter: Ähren-Minze, marokkanische Minze, Pfefferminze, Schokoladenminze, Goldmelisse, gekräuselte Minze, Zitronenminze und viele weitere. Verzichten Sie nicht darauf!

Im Garten harmonieren Rose und Minze gut miteinander

4) Graue Töne – perfekt, um andere Pflanzen hervorzuheben

Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) zeichnet sich durch sein feines, silbrig schimmerndes Laub aus. Die Sorte ‘Edward Bowles’ bietet eine elegante grau-grüne Kombination und cremeweiße Blüten. Sie harmoniert wunderbar mit Katzenminze, Federgras, weißer Garbe und einigen Exemplaren von Allium sphaerocephalon. Die Blüten des Heiligenkrauts sind zudem besonders bienenfreundlich. Die Horste lassen sich problemlos zu Kugeln schneiden und geben dem Garten Struktur.

5) Dekorative Pflanzen für einen Hauch von Leichtigkeit

Im Leben wie im Staudenbeet braucht man immer ein wenig Leichtigkeit. Grüner Fenchel (Foeniculum vulgare) oder die Bronzefenchel-Sorte (Foeniculum vulgare ‘Giant Bronze’) bilden einen schönen „Wispernebel“. Ihre luftige Gestalt lockert üppige Blütenkompositionen auf. Hier wächst der Fenchel zusammen mit der Rose ‘Prieuré de Saint-Côme’, der Dahlie ‘Twinings after Eight’ und Tagetes minuta.

Probieren Sie ihn doch einmal mit der Lysimachia purpurea ‘Beaujolais’ und der oben erwähnten purpurfarbenen Garten-Melde. Auch diese Kombination ist einfach himmlisch.

Achten Sie dennoch darauf, die Pflanzen passend zu den Bedingungen auszuwählen, die Sie ihnen bieten können. Thymian wird in einem lehmigen, schlecht drainierten Boden ebenso wenig lange durchhalten wie Schnittlauch und Petersilie, die sich in trockenem Boden nur schwer entwickeln. Achten Sie außerdem auf den Standort! Denken Sie zuletzt daran, dass einige dieser Kräuter einjährig sind, sich aber wie die Garten-Melde selbst aussäen.

Und Sie? Kultivieren Sie einige dieser schönen Kräuter mit ungewöhnlichem Laub oder außergewöhnlich gefärbten Blütenständen ? Welche sind Ihre Favoriten?

In einem Garten werden Kräuter sehr häufig an einem einzigen Ort versammelt. Das ist praktisch für die Ernte, doch Sie können die Sache auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Die Blüten und Blätter mancher Kräuter sind so dekorativ, dass sie sich wunderbar in Staudenbeete einfügen. Die Auswahl ist groß: Minze, Fenchel, Rosmarin, Garten-Melde, Schnittlauch, Ysop, […]