Seit mehreren Jahrtausenden wird Safran im Mittelmeerraum kultiviert. Zunächst eroberte er unsere Küchen, bevor er auch in unseren Gärten Einzug hielt. Dieses noch seltene und kostbare Gewürz, das aus den Blüten von Crocus sativus gewonnen wird, erfordert ein wenig Geduld und etwas Geschick. Produzieren Sie Ihren eigenen Safran und sparen Sie Geld, indem Sie diese Tipps befolgen.

Safran kultivieren
Die Zwiebeln des Echten Safrans werden mitten im Sommer gepflanzt, idealerweise zwischen Juli und August. Er gehört zu den wenigen Pflanzen, die auch während einer Hitzeperiode in die Erde gesetzt werden können, ohne dass Sie sich um das Anwachsen sorgen müssen. Je nach Region wird er etwas unterschiedlich gepflanzt:
- In milden oder warmen Regionen (kontinentales oder mediterranes Klima) pflanzen Sie die Zwiebeln in Gruppen von 3 bis 4 Stück und 15 bis 20 cm tief. Die größere Pflanztiefe schützt die Zwiebeln vor allem vor Hitze und Trockenheit. Wählen Sie einen durchlässigen Boden in südlicher oder westlicher Ausrichtung.
- In kalten oder feuchten Regionen (ozeanisches oder gemäßigt ozeanisches Klima) pflanzen Sie die Zwiebeln 10 bis 15 cm tief. Bei zu großer Pflanztiefe kann die Zwiebel faulen, bei zu geringer Pflanztiefe kann sie erfrieren. Pflanzen Sie sie an einen sonnigen Standort in einen sehr gut drainierten Boden auf eine Kiesschicht oder Sandschicht, da überschüssiges Wasser die Zwiebel zum Faulen bringen kann.
Zusammengefasst: Pflanzen Sie Crocus sativus an einen vollsonnigen, nach Süden ausgerichteten Standort, 15 cm tief in einen sehr gut drainierten Boden.
Gut zu wissen: Die wichtigsten Erzeugerländer sind der Iran (80 Tonnen), Pakistan (20 Tonnen) und Griechenland (10 Tonnen). Frankreich produziert dagegen schätzungsweise nur 25 bis 50 kg.

Im Vergleich zu anderen Krokus-Arten besitzt Crocus sativus einen umgekehrten Vegetationsrhythmus. Er blüht im Oktober und zieht im Frühjahr ein, während die anderen Krokus-Arten im April blühen und im Sommer einziehen.
Die Ernte erfolgt im Herbst, zwischen Oktober und November. Die Narben sind „reif“, sobald sie aus der Blüte herausragen. Pflücken Sie die Blüten am späten Vormittag, wenn die Luftfeuchtigkeit niedrig ist. Zupfen Sie die Narben heraus und lassen Sie sie entweder in der Sonne oder höchstens 30 Minuten lang in einem lauwarmen Backofen bei maximal 60 °C trocknen. Bewahren Sie die kostbaren Narben in einem kleinen luftdicht verschlossenen Gefäß auf.
Warum ist Safran so teuer?
Die Safranernte ist ein vollständig von Hand ausgeführter und äußerst aufwendiger Prozess. Jede Blüte von Crocus sativus enthält nur drei rote Narben, die in den frühen Morgenstunden sorgfältig von Hand entfernt werden müssen, damit ihre Qualität erhalten bleibt. Der Ertrag ist sehr gering: Für 1 kg getrockneten Safran benötigt man etwa 150.000 Blüten. Das erklärt, warum dieses Gewürz oft als „rotes Gold“ bezeichnet wird.
Der Preis für Safran kann auf dem Markt bis zu 30.000 Euro pro Kilogramm erreichen, also 30 € pro Gramm. Er hängt von mehreren Kriterien ab: der Qualität der Narben (Größe, Farbe, Aroma), der begrenzten Produktion, da Safran nur unter bestimmten klimatischen Bedingungen wächst, sowie der Herkunft. Safran aus dem Iran, Spanien oder Kaschmir gilt als besonders hochwertig. Diese Kombination aus geringem Ertrag, hohem Arbeitsaufwand und unterschiedlicher Qualität macht Safran zu einem der teuersten Gewürze der Welt.
Welchen Ertrag können Sie beim Anbau im Garten erwarten?

Seien wir ehrlich: Der Safranertrag im Garten bleibt relativ bescheiden. Für eine kleine Kultur benötigen Sie etwa 50 bis 100 Safranzwiebeln der Größe 8+. 100 Zwiebeln können im ersten Jahr zwischen 0,5 und 1 g getrockneten Safran hervorbringen.
Nach drei Jahren können Sie mit etwa 300 Blüten und damit 3 g Safran rechnen. Die Zwiebeln können Jahr für Jahr im Boden bleiben und vermehren sich auf natürliche Weise.
Auf einer größeren Fläche können Sie mehrere Hundert oder Tausend Zwiebeln pflanzen und dadurch die Produktion steigern. Doch auch auf einer kleinen Fläche kann sich der Safrananbau wirtschaftlich lohnen, da bereits eine geringe Menge ausreicht, um ein im Handel sehr teures Gewürz zu ersetzen.
Safran im Garten anbauen: Auf der Suche nach dem roten Gold?
Übertreiben wir nicht! Je nach Ihrem Safranverbrauch kann der Anbau im eigenen Garten mittelfristig dennoch zu erheblichen Einsparungen führen.
Der Anbau des eigenen Safrans erfordert zunächst eine überschaubare Investition, die Sie dennoch genau kalkulieren sollten. Zu den anfänglichen Kosten gehört der Kauf der Zwiebeln, die je nach Qualität und Sorte zwischen 0,20 und 1 Euro pro Zwiebel kosten können. Bei Promesse de Fleurs können Sie Safrankrokus bereits ab 0,36 € pro Zwiebel kaufen; 100 Zwiebeln kosten somit 36 €. Hinzu kommen einige grundlegende Gartengeräte wie Spaten und Handschuhe sowie der Zeitaufwand für das Pflanzen, die Pflege und die Ernte, obwohl Safran relativ anspruchslos ist.
Im ersten Jahr macht sich die Investition daher noch nicht bezahlt: Das im ersten Erntejahr gewonnene Gramm Safran, das einem Wert von etwa 30 € entspricht, deckt die anfängliche Investition von rund 40 Euro noch nicht ab. Deshalb müssen Sie mindestens bis zum zweiten Jahr warten, bevor Sie sagen können: Der Anbau meines eigenen Safrans lohnt sich!
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