Es ist dunkel, kalt und grau … Im Januar machen wir Gärtner ein trauriges Gesicht und drehen im Wohnzimmer unsere Runden. Ein Blick aus dem Fenster genügt, um uns den Mut zu nehmen. Denn ja, alles ist noch da: Für Pflanzen- und Grünliebhaber ist es schwer, die Hände nicht mehr in die Erde oder die Nase in die Blütenblätter einer Rose zu stecken … Also lassen wir die Härte des Winters beiseite, fassen wir uns ein Herz und legen wir los! Ein kleiner Rundgang durch den Garten (warm eingemummelt) erinnert uns daran, warum wir so leidenschaftliche Gärtner sind …
Hier hat eine Azalee, die sich von der milden Witterung der vergangenen Wochen etwas aus dem Rhythmus bringen ließ, beschlossen, ihrer Zeit voraus zu sein: Eine einzelne Blüte wagt sich in die Kälte und könnte das noch bereuen … Weiter hinten hält sich noch eine nie aufgeblühte Rosenknospe ein wenig länger. Und die Christrosen, die sich von der Kälte etwas weniger einschüchtern lassen, sind fest entschlossen, ganz allein für das Schauspiel zu sorgen. Genießen wir es, denn wenn der Schnee kommt, werden sie weniger prächtig aussehen …
Dort scheinen die Früchte eines Zierapfels noch fest am Baum zu hängen. Die Vögel lieben sie und sie werden ihnen als Abendessen dienen. Auch die Rosen haben noch nicht das letzte Wort gesprochen: Die Hagebutten der Bereiften Rose (Rosa glauca oder rubrifolia) oder der Rosa rugosa rubra, aber auch die Hagebutten von Zuchtrosen (vorausgesetzt, Sie entfernen deren verblühte Blüten nicht), sind sehr dekorativ und bringen Farbe in die winterliche Gartenruhe.



Die farbenfrohen Früchte der Rosen, Hagebutten genannt, bleiben bis tief in den Winter hinein dekorativ
Und siehe da! Einige Stauden beginnen bereits, aktiv zu werden: Hier eine Bergenie und dort eine Fetthenne … Die ersten Zwiebelpflanzen erwachen, während der Garten tatsächlich lange vor uns aus dem Winterschlaf kommt. Fast könnte man ausrufen: „Bald ist Frühling!“ Und da stehen wir nun mit roter Nase und eiskalten Händen, aber einem Lächeln auf den Lippen – glücklich darüber, dass wir immer wieder aufs Neue entdecken, was der Garten uns zu bieten hat, Saison für Saison.



Die Blüten der Schneeglöckchen erscheinen im Januar unabhängig vom Wetter – ganz gleich, ob es schneit oder wie in diesem Jahr mild bleibt!
Meine Empfehlungen, damit Sie diesen Januar genießen können:
- Trinken Sie reichlich Tee und machen Sie es sich gemütlich warm: Wenn ich die Pflanzen schon nicht im Garten bewundern kann, hole ich sie einfach in meine Küche;
- Halten Sie die Augen weit offen, auch (und gerade) mitten in der Stadt: Oft überraschen mich farbenfrohe Blüten oben auf einer kleinen Mauer oder an einer Fensterecke;
- Füttern Sie die Vögel: Für unsere Mitbewohner im Garten ist der Winter deutlich härter als für uns, und sie verdienen unsere Unterstützung;
- Beobachten Sie, wie die ersten Schneeglöckchen ihre Köpfe aus der Erde strecken, und staunen Sie darüber, dass die Natur auch diesmal ihren Termin nicht vergisst;
Und Sie werden sehen: Der Frühling ist schneller da, als Sie denken …
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