Die Aussaat von Bohnen erfolgt bei uns immer relativ spät, meist im Juni. Zum einen plane ich den Termin so, dass die ersten Ernten mit unserer Rückkehr aus dem Urlaub zusammenfallen … (Aussaattermin + etwa 60 Tage). Zum anderen muss ich erst die Rankhilfen aufstellen, an denen die Pflanzen emporwachsen.

Denn ich bevorzuge Stangenbohnen mit kletterndem Wuchs gegenüber Zwergbohnen, die zwar schnell ausgesät und leicht zu kultivieren sind. Warum mache ich mir dann so viel Arbeit? Weil Stangenbohnen natürlich noch weitere Vorteile haben!

Stangenbohnen: eine dekorative Kultur

Der erste Grund, warum ich Stangenbohnen anbaue, ist die Optik! Unser Gemüsegarten ist von der Terrasse aus sichtbar. Das ist sehr praktisch, um beim Plaudern mit denjenigen auf den Liegestühlen kurz mit der Hacke zu arbeiten. Deshalb sollte er auch dekorativ sein. Hohe Bambusstäbe oder Bewehrungsstäbe, die als Tipi oder Indianerzelt aufgestellt werden, schaffen sofort schöne vertikale Linien. Sobald die Bohnen kräftig gewachsen sind, verschwindet das Gerüst unter dem üppigen Laub. So erhält der Garten eine gewisse Dschungelatmosphäre, die mir sehr gefällt. Und von der hübschen Blüte ganz zu schweigen!

Stangenbohnen, Rankhilfe als Tipi

Eine Aufstellung als Tipi – Quelle: Pinterest

Platzsparender Anbau

Der zweite Vorteil besteht darin, dass diese Kultur nur wenig Platz am Boden benötigt, da die Pflanzen in die Höhe wachsen. Wenn Sie sie in einer einzigen, nach Süden ausgerichteten Reihe anbauen, spenden Stangenbohnen außerdem wohltuenden Schatten für Gemüse wie Kopfsalat, das unter großer Hitze leidet.

Sie lassen sich auch in einem kleinen Garten sehr leicht kultivieren und sogar in Töpfen auf der Terrasse oder dem Balkon anbauen, da sich die Rankhilfen an einer Mauer oder einem Zaun abstützen lassen.

Reiche Ernten

Der dritte Vorteil ist der hohe Ertrag dieser Bohnengruppe. Im Verhältnis zum benötigten Platz am Boden erzielen sie beachtliche Erträge von durchschnittlich 2 bis 2,5 kg pro m2 (gegenüber nur 1 bis 1,5 kg pro m2 bei Zwergbohnen).

Einfachere Ernte

Die einfache Ernte ist der vierte Vorteil: Sie müssen sich nicht mehr bücken und auch nicht gebückt an der Reihe entlanggehen, um die Bohnen zu sammeln. Sie befinden sich in bequemer Reichweite. Zwar müssen Sie manchmal den Arm etwas ausstrecken, doch das ist kein unüberwindbares Hindernis. Das gilt sogar dann, wenn Ihre Stäbe drei Meter hoch sind. Und dafür gibt es einen guten Grund:

Besonders vielseitig!

Der letzte Vorteil der Stangenbohnen ist ihre Vielseitigkeit – nicht etwa beim Erklimmen der Rankhilfen, sondern hinsichtlich der Möglichkeit, sie spät zu ernten. Wie bereits erwähnt, lassen sich zahlreiche Sorten wie Melissa, Blauhilde, Phénomène sowohl als grüne Bohnen als auch als Körnerbohnen verwenden.

Stellen Sie die Trittleiter wieder weg, denn das Prinzip ist einfach: Ernten Sie die jungen Schoten, die Sie erreichen können, und genießen Sie sie im Ganzen. Die hoch oben wachsenden Schoten lassen Sie ausreifen. Am Ende der Saison bauen Sie das Gerüst ab und sammeln alles ein, was noch übrig ist, um die Bohnen als frische oder getrocknete Körner zu essen.

Beachten Sie außerdem, dass Stangenbohnen auch zwischen Blütenstauden wachsen können. Sie lassen sich sogar mitten in den Rasen pflanzen und verbinden das Nützliche mit dem Angenehmen, indem sie sich in ein Spielhaus für kleine Kinder verwandeln.

Stangenbohnen

Zwei fantasievolle Gerüste – Quelle: Pinterest