10 Stauden für späte Frühjahrsblüte

10 Stauden für späte Frühjahrsblüte

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Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Alexandra 7 min.

Viele Stauden blühen spät im Frühjahr: Tipps zu Standort, Blüte und Pflege sowie Ideen für farbige Beete mit Farnen und Funkien.

Schwierigkeit

Akelei

Akeleien oder Aquilegia sind zauberhafte Stauden mit einer zarten Blüte, meist im Mai und Juni oder zu Beginn des Sommers. Es gibt sehr viele Arten mit Blüten in einer reichen Farbpalette: Gelb, Blau, Rot, Purpur, Rosa, Weiß … Sie können einfarbig oder zweifarbig sein, beispielsweise weiß nuanciert. Die Blüten sind meist einfach, manche Sorten haben jedoch gefüllte Blüten, die dann wie kleine Pompons aussehen. Auch ihre fein geteilten Blätter sind sehr attraktiv. Die Zartheit ihrer Blüten und ihres Laubs lässt auf eine empfindliche Pflanze schließen … doch Akeleien sind wahre Alleskönner! Sie sind anspruchslos, wachsen in Sonne ebenso wie im Schatten und sind sehr winterhart und robust. Daher eignen sie sich für viele Standorte. Und als wäre das nicht genug, säen sie sich häufig spontan aus und können sich einbürgern! Die Akelei ist eine ideale Pflanze für Gartenanfänger.

Die purpurvioletten Blüten der Akelei 'Winky Purple White'

Die zarte, purpurfarbene Blüte der Akelei ‘Winky Purple White’

Knoblauch

Knoblauch besticht durch kugelförmige Blütenstände, oft in Violett, Blau oder Purpur, die je nach Sorte unterschiedlich groß sind. Die Blütezeit reicht von April bis Juli. Für eine Blüte im späten Frühjahr, im Mai und Juni, empfehlen wir besonders Allium ‘Purple Sensation’ mit schönen purpurfarbenen Kugeln, Allium ‘Mount Everest’ mit weißen Blüten, ideal für dekorative, klare Gärten, oder Allium christophii, dessen Blüten perfekt gezeichnete, große Sterne bilden, die sich zu riesigen Kugeln vereinen. Sie können auch Allium caeruleum wählen, das kleine blaue Kugeln bildet. Knoblauch gehört zu den leicht zu kultivierenden Zwiebelpflanzen und verträgt arme, steinige Böden. Vor allem Staunässe setzt ihm zu, daher braucht er einen gut drainierten Boden. Die Zwiebeln werden im Herbst 10 bis 15 cm tief gepflanzt.

Die Blüte von Allium 'Purple Sensation' mit kugelförmigen Dolden

Die kugelförmigen Dolden von Allium ‘Purple Sensation’ (Foto: Agnieszka Kwiecień, Nova)

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Die Herzblume

Tränendes Herz (Dicentra spectabilis): romantische Staude mit herzförmigen Blüten im Mai/Juni. Für Schatten, nicht für Trockenheit.

Der Orientalische Mohn

Mit seinen großen, zerknittert wirkenden Blüten setzt der Orientalische Mohn eindrucksvolle Akzente im Beet. Seine Blüten sind oft rosa, orange, korallenfarben, pflaumenfarben oder rot – in zarten Pastelltönen oder leuchtenden Farben. Häufig schmücken sehr schöne schwarze Flecken die Blütenmitte und heben die Blüte wirkungsvoll hervor! Diese Staude hat größere Blüten als andere Mohnarten. Sie eignet sich ideal für naturnahe Gärten, Cottage-Gärten und romantische Gärten. Trotz ihres zarten, zerbrechlichen Aussehens ist sie äußerst robust und sehr winterhart (zwischen –20 und –30 °C). Sie gedeiht in voller Sonne und in gut drainierendem Boden. Obwohl sie langsam anwächst, wird sie recht alt! Diese pflegeleichte Pflanze braucht kaum Aufmerksamkeit. An einem passenden Standort sät sie sich im Garten sogar manchmal spontan aus!

Die Blüte des Orientalischen Mohns

Die zarten Blüten mit ihren leichten Blütenblättern des Orientalischen Mohns ‘Prince of Orange’ (Foto cultivar413)

Die Etagen-Primel

Anders als andere Primeln zeichnet sich die Japanische Primel (Primula japonica) durch ihre hohen Blütenstiele aus, an deren Spitze sich quirlständige, rosafarbene oder weiße Blüten entfalten. Ihre am Boden rosettenförmig angeordneten Blätter sind oval und von einem schönen Hellgrün. Wir empfehlen die Sorten ‘Miller’s Crimson’ mit recht dunklen, purpurrosa Blüten oder ‘Alba’ mit weißen Blüten. Sie ist eine Schatten- oder Halbschattenpflanze, die in frischem, humusreichem Boden wächst. Außerdem bevorzugt sie leicht saure Böden. Im Garten können Sie sie mit Herzblumen, Schaumblüte, Farnen und Funkien kombinieren …

Die quirlständigen weißen Blüten der Japanischen Primel 'Alba'

Die elegante weiße Blüte von Primula japonica ‘Alba’

Asiatische Ranunkeln

Asiatische Ranunkeln, auch Floristen-Ranunkeln genannt, haben sehr runde Blüten mit zahlreichen, dicht übereinanderliegenden Blütenblättern. Ihre leuchtenden Farben und die große Farbpalette begeistern: Gelb, Orange, Rot, Rosa, Grün, Weiß … Ihre Form erinnert ein wenig an Rosenblüten. Sie können bis zu 6 Wochen blühen und eignen sich ideal als Schnittblumen für Blumensträuße! In der Vase halten sie außerdem lange. Asiatische Ranunkeln entwickeln sich aus einer unterirdischen Knolle, wobei jede Knolle bis zu zehn Blüten hervorbringen kann. Im Garten können Sie sie ins Beet, an den Beetrand oder in einen Topf pflanzen. Sie benötigen einen fruchtbaren, drainierenden, kalkarmen Boden sowie einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie sind pflegeleicht, allerdings recht frostempfindlich (bis –10 °C).

Die farbenprächtigen Blüten einer Asiatischen Ranunkel!

Die üppige Blüte der Ranunkel Ranunculus asiaticus Tecolote Giant® ‘Café’ (Foto cultivar413)

Kurzkronige Trollblume

Die Trollblume blüht leuchtend gelb oder orange mit kugeligen Knospen, die an Hahnenfußblüten erinnern. Sie gehört ebenfalls zur Familie der Hahnenfußgewächse. Ihre Blütezeit liegt meist im späten Frühjahr, im Mai und Juni, kann sich aber manchmal bis zum Spätsommer hinziehen. Die Blüten haben einen Durchmesser von 3 bis 5 cm. Außerdem besitzt sie hübsche, stark eingeschnittene, handförmige Blätter. In Frankreich kommt eine Art wild vor: die Trollius europaeus, die in Bergregionen wächst. Die Blüten sitzen an der Spitze langer Blütenstiele und wirken dadurch leicht und luftig. Eine ideale Pflanze für einen naturnahen Garten! Der Boden sollte frisch bis feucht bleiben; daher eignet sie sich perfekt für die Teichbepflanzung. Pflanzen Sie sie an einen halbschattigen Standort oder in die milde Sonne.

Die gelbe Blüte der Europäischen Trollblume

Die gelben Blüten von Trollius europaeus (Foto peganum)

Das Salomonssiegel

Die Weißwurz, auch Polygonatum genannt, ist eine Unterholzpflanze mit bogig überhängenden Stängeln, unter denen zarte, hängende weiße Glöckchen erscheinen. Im Sommer folgen dekorative Früchte: kugelige, schwarzblaue Beeren. Sie besitzt außerdem wunderschöne, ovale Blätter in kräftigem Grün, die sehr regelmäßig am Stängel angeordnet sind. Einige Sorten wie Polygonatum falcatum ‘Variegatum’ sind panaschiert. Die Weißwurz ist sommergrün: Ihr Laub verschwindet im Herbst durch die Kälte und treibt im Frühjahr erneut aus. Ihre Blüten und ihr Laub erinnern etwas an Maiglöckchen, obwohl sie größer wird. Wie das Maiglöckchen breitet sich auch Polygonatum über Rhizome aus und kann schöne Bestände bilden. Wir schätzen ihren natürlichen, wilden Charakter! In Frankreich findet man sie in Wäldern. Im Garten gedeiht sie perfekt im Schatten von Bäumen und Sträuchern, zusammen mit Farnen, Waldmeister, Brunnera und Funkie …

Die zarten Glöckchenblüten der Weißwurz

Die Blätter und Glöckchenblüten von Polygonatum multiflorum

Krautige Pfingstrosen

Man schätzt Päonien für ihre großen, romantischen Blüten in wunderschönen Rosatönen: von Roséweiß bis Dunkelrot oder Purpur, teils auch Lachsfarben. Die Blüten bestehen oft aus zahlreichen, ineinander verschachtelten und leicht zerknitterten Blütenblättern, die ihnen eine gerüschte Optik verleihen. Es gibt auch Päonien mit einfachen Blüten, in deren Mitte ein Büschel Staubblätter sichtbar ist. Pfingstrosen aus Paeonia lactiflora blühen im späten Frühjahr, im Mai und Juni, während Strauchpäonien etwas früher, im April und Mai, blühen. Ihre Blüten messen gewöhnlich 7 bis 20 cm im Durchmesser. Auch ihr hübsch gegliedertes Laub mit Fiederblättchen ist beliebt. Es ist sommergrün und verschwindet im Herbst durch die Kälte. Päonien wachsen zunächst recht langsam und brauchen einige Zeit bis zur ersten Blüte, werden aber sehr alt! Sie gedeihen in voller Sonne ohne starke Hitze oder im Halbschatten. Ihr Boden sollte tiefgründig, nährstoffreich, frisch, aber gut durchlässig und eher kalkhaltig sein. Auch schwere Böden vertragen sie gut.

Die großen, zerknitterten Blüten einer Pfingstrose

Die üppige Blüte der Päonie Paeonia lactiflora ‘Monsieur Jules Elie’

Die Färberhülse

Baptisia, auch Indigolupine genannt, ist eine üppige Staude mit langen, aufrechten Ähren aus Blüten im späten Frühjahr. Meist leuchten sie in intensivem Tiefblau, können aber auch gelb, schokoladenbraun, purpur oder weiß sein. Auch das attraktive, dreiteilig gefiederte Laub, das an Kleeblätter erinnert, ist sehenswert. Nach der Blüte bildet Baptisia dekorative Schoten. Die imposante Staude wird 1 bis 1,50 m hoch. Ideal, um Beeten mehr Volumen zu verleihen! Im Garten gedeiht sie in voller Sonne und eher trockenem Boden. Leicht zu kultivieren, anspruchslos und langlebig, verträgt sie magere Böden, Kälte und Trockenheit und ist kaum krankheitsanfällig. Daher benötigt sie fast keine Pflege!

Die Schmetterlingsblüten der Indigolupine

Die blauen Blüten von Baptisia australis (Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz)

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