10 trockenheitsverträgliche Stauden für Gärten ohne Bewässerung
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Sommer für Sommer herrschen Dürre und Hitze, oft mit Wasserverbot.
Doch viele winterharte Stauden, Bodendecker und Gräser blühen auch ohne Bewässerung.
Mittagsblume, die Mittagsblume
Das aus Südafrika und Madagaskar stammende Delosperma liebt Wärme, Sonne und trockene Böden. Die Sorte ‘Wheels of Wonder Orange‘ ist von Juni bis September buchstäblich mit kleinen, leuchtend orangefarbenen Zungenblüten übersät. Dieser sukkulente Bodendecker eignet sich ideal für Steingärten, sehr trockene Böden und Mauerkronen. Dank seiner kriechenden, leicht bewurzelnden Triebe bedeckt er rasch eine große Fläche. Diese Mittagsblume fühlt sich am Fuß von Ziest, Spornblume oder Fetthenne (siehe unten) sehr wohl. Vorsicht: Temperaturen unter -10 °C verträgt sie nicht.
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Eine Dürre überstehenWoll-Ziest mit großen, samtweichen Blättern...
Der liebevolle Beiname von Stachys byzantina „Woll-Ziest“ oder „Heil-Ziest“ kommt bei der Sorte ‘Big Ears‘ noch stärker zur Geltung. Der Name bedeutet auf Deutsch wörtlich „große Ohren“ und bezieht sich auf die Größe ihrer hübschen, flauschigen, silbrigen Blätter. Stachys liebt die Sonne: Je trockener der Boden, desto silbriger wird das Laub. Auch wenn manche die Blüte eher unscheinbar finden, sind die aufrechten Blütenstängel mit einigen rosafarbenen Blüten in Etagen durchaus charmant. Dieser Bodendecker ist außerdem sehr winterhart und … gegen fast alles andere. Das Einzige, was er nicht mag, sind nasse Füße. Kurz gesagt: Falls Sie ihn noch nicht entdeckt haben, ist diese Staude dringend für den Steingarten, das sonnige Beet oder eine Beeteinfassung zu empfehlen …
Herbst-Fetthenne: Freude für Gärtner und Tiere...
Die Fetthenne blüht spät, zwischen August und Oktober. Ein Segen für die letzten Schmetterlinge der Saison und einige Bienen am Ende ihres Lebens. Die Sorte ‘Matrona’ bildet elegante Blütenstände aus unzähligen winzigen, sternförmigen rosa Blüten. Ihr Laub färbt sich im Herbst purpurrot, und die trockenen Stängel können den ganzen Winter über stehen bleiben. Das ist dekorativ und nützlich für einige Vögel, die sich an den Samen laben. Fetthennen lieben trockene, sonnige bis sehr heiße Standorte und sind sehr winterhart. Nur winterliche Nässe fürchten sie.
Rote Spornblume, die überall wächst...
Die Rote Spornblume (Centranthus ruber) blüht von Juni bis Oktober prächtig rot. Die Blüten sind sehr nektarreich und locken viele Schmetterlinge an. Diese Pflanze gelingt immer, da sie überall wächst. Sie bevorzugt jedoch magere, trockene Böden und siedelt sich erfolgreich an jeder noch so kleinen freien Stelle im Beet oder einfach in einer Fuge im Mauerwerk an. Sie breitet sich so leicht im Garten aus, dass sie gelegentlich kleine Ausflüge auf die Straße oder in Nachbargärten unternimmt. Das ist nicht weiter schlimm: Die Rote Spornblume ist so schön, dass es Ihnen niemand übelnehmen wird …
Palisaden-Wolfsmilch: hart im Nehmen
Mitunter über einen Meter breite Horste bildend, ist die Euphorbia Characias oder Palisaden-Wolfsmilch aus vielen Gründen interessant. Sie ist sehr trockenheitsverträglich, wächst auch an schwierigen Standorten (etwa auf einer Mauer) und zeigt ganzjährig immergrünes, blaugrünes Laub. Als botanische Kuriosität erfreut diese Wolfsmilch von Juni bis September mit einer sehr schönen gelbgrünen „Blüte“. Besonders gut kommt die Palisaden-Wolfsmilch zusammen mit Fetthenne, Brandkraut, Thymian oder Lavendel in einem mediterran gestalteten Beet zur Geltung.
Erigeron karvinskianus: Karwinskis Feinstrahl...
Erigeron karvinskianus, das Berufkraut: Blüte März–Oktober, Pause bei Trockenheit. Anspruchslos, versamt es sich, breitet sich per Rhizom aus und bleibt bis -5 °C immergrün.
Blau-Schwingel, das Blaue Schillergras...
Die Sorte ‘Elijah Blue’ ist noch widerstandsfähiger und langlebiger als die Wildart. Dieses Gras liebt magere Böden, ist sehr winterhart und trockenheitsverträglich. Es bildet kleine Horste mit attraktivem stahlblauem Laub, das im Spätfrühling durch einige silberne Ährchen ergänzt wird. Das pflegeleichte Gras findet seinen Platz im Steingarten, im sonnigen Beet, als Bodendecker, am Beetrand, im Topf oder als Alternative zu einem nicht betretenen Rasen. Sein bläuliches Laub bildet einen herrlichen Kontrast zu gelben Blüten wie etwa denen der Garbe ‘Moonshine’.
Federgras tenuifolia, eine Engelshaar-Fontäne...
Diese bezaubernde Ziergras ist bekannt. Stipa tenuifolia wird wegen seines zarten, im Wind schwingenden Laubs auch Engelhaar genannt. Ob in einer „wilden“ Wiese oder einem strengen, modernen Garten: Es zählt zu den robustesten Ziergräsern und gedeiht auf magerem, trockenem Boden ebenso wie bei Kälte und Hitze. Schon im Folgejahr bildet es schöne Horste, die mit Wind und Sonne spielen, und sät sich gern selbst aus. Im Garten passt es zu luftigen Blühstauden wie Argentinischem Eisenkraut, Prachtkerze, Aster, Kornrade und Bartfaden.
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