6 rote Päonien
Rot wie eine Päonie...
Inhaltsverzeichnis
Pfingstrosen gibt es in vielen Farben. Rotblühende setzen besondere Akzente im Frühlingsbeet. Während rosa Pfingstrosen romantisch wirken, wärmen rote Pfingstrosen den Garten sofort auf.
Viele rote Pfingstrosen sind botanischen Ursprungs, doch auch unter Strauch- und Stauden-Hybriden finden sich leuchtend rote Sorten – von Rosarot und Klatsch-Mohnrot bis Purpurrot. Daher sagt man: „rot wie eine Pfingstrose“!
Hier finden Sie 6 Pfingstrosen für rote Gärten sowie Tipps zum Pflanzen und Kombinieren.
Die Netzblatt-Pfingstrose
Beginnen wir mit einer ganz besonderen Päonie. Die Netzblatt-Pfingstrose oder Paeonia tenuifolia ist eine botanische Staude. Sie wird nur 40 bis 50 cm hoch und stammt aus dem Balkan sowie aus Westrussland. Ihr extrem filigranes Laub aus fadenförmigen Fiederblättchen verleiht ihr eine unvergleichliche Leichtigkeit. Dieses sehr dichte und dekorative Laub macht ihren besonderen Reiz aus, doch auch ihre zwar sehr kurzlebige rote Blüte zieht alle Blicke auf sich. Zunächst sind es die kugeligen Blütenknospen, die das Laub wunderschön beleben. Die einfachen, schalenförmigen Blüten sind mit 5 cm Durchmesser zwar eher klein, doch diese botanische Päonie, die auch unter dem Namen Sommer-Teufelsauge bekannt ist, wird für ihr intensives Scharlachrot geschätzt. Das Blütenzentrum bildet einen schönen Kontrast zu den goldenen Staubblättern. Paeonia tenuifolia blüht früh, bereits ab Mitte April.
Setzen Sie diese außergewöhnliche Päonie mit einigen weißen und roten Tulpen in ein Beet und schaffen Sie eine frische Szenerie, zum Beispiel mit der frühen roten gefüllten Tulpe ‘Largo’ in einem ähnlichen Rot und Fosteriana-Tulpen ‘Purissima Design’.
Hinweis: Paeonia tenuifolia ‘Plena’ ist die gefüllt blühende Form mit noch feinerem Laub. Von der Netzblatt-Pfingstrose gibt es auch eine rosafarbene Variante: Paeonia tenuifolia ‘Rosea’ mit etwas hellerem Laub.

Paeonia tenuifolia
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Päonien: Pflanzen, Rückschnitt und PflegeChinesische Pfingstrose 'Diana Parks'
Die Chinesische Pfingstrose ‘Diana Parks’ ist eine glühende Schönheit. 1942 in den USA gezüchtet, sorgt sie im Garten noch immer für Aufsehen. Ihre großen, dicht gefüllten Blüten leuchten in intensivem Klatschmohnrot. Mit den unteren, abgerundeten Blütenblättern, die wie abgesetzt auf der Blütenmitte wirken, bildet sie einen schönen Kranz. Das Blütenzentrum besteht aus einem großen Pompon aus feineren, spitzen Blütenblättern ohne Staubblätter. Mit einer Höhe von 75 bis 95 cm gilt diese Päonie als früh blühend, da sie in der zweiten Aprilhälfte blüht. Ihre letzte Stärke: der Duft! Pflanzen Sie sie an einen sonnigen Standort, geschützt vor kalten Winden, in einen humusreichen, sehr gut durchlässigen Boden. Dank ihrer großen Blüten eignet sie sich hervorragend als Schnittblume für Sträuße.
Einige gleichzeitig blühende Akeleien leisten ihr Gesellschaft und lassen sie in voller Pracht erstrahlen!

Paeonia lactiflora ‘Diana Parks’ (© FD Richards)
Die Chinesische Pfingstrose 'Rubra Plena'
Die Pfingstrose ‘Rubra Plena’ zählt zu den rötesten und ältesten Pfingstrosen. Die wunderschöne krautige Staude sorgt im Frühjahr für eine prachtvolle Fülle üppiger Blüten. Ab April lassen die großen Knospen das tiefe Rot erahnen, bevor sich die gefüllten Blüten öffnen und manchmal bis Juni als große Pompons in karmesinroter Farbe erscheinen, die zum Ende der Blütezeit allmählich in Fuchsienrosa übergeht. Die Blüten erreichen einen Durchmesser von 15 cm. Das frischgrüne Laub umgibt den bis zu 70 cm hohen Horst, der breiter wächst, und bleibt auch nach der Blüte dekorativ. Die Pfingstrose ‘Rubra Plena’ benötigt für eine üppige Blüte einen sonnigen bis leicht halbschattigen Standort. Vergessen Sie nicht, eine Stütze vorzusehen, und pflanzen Sie sie in nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Sie ist im ganzen Land winterhart.
Kombinieren Sie sie mit Sterndolde für einen bezaubernden Effekt!

Paeonia officinalis ‘Plena Rubra’ (© Stefan Bamira)
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Päonien richtig wählenBotanische Päonien: Paeonia officinalis, humilis
Hier sind zwei weitere rote Pfingstrosen europäischer Herkunft, deren einfache Blüten ein wenig an die Netzblatt-Pfingstrose erinnern. Diese ist in ihrem natürlichen Lebensraum (Südeuropa) vom Aussterben bedroht.
Noch kleiner als Paeonia tenuifolia wird Paeonia officinalis etwa 30 bis 40 cm hoch und bildet ebenfalls solitäre, leuchtend rote, stark duftende Blüten mit einem Durchmesser von 10 bis 12 cm. Das Zentrum bildet ein Büschel goldgelber Staubblätter. Sie blüht im Mai, manchmal auch im Juni. Ihr Laub ist tief eingeschnitten und auf der Unterseite teilweise behaart. Wir lieben sie für ihre wilde Ausstrahlung, die sich deutlich von der Raffinesse der zahlreichen Hybriden unterscheidet, aus denen sie hervorgegangen ist. Sie ist außerdem eine bienenfreundliche Pflanze, die in naturnahen Gärten, aber auch im Heilpflanzen- oder Cottage-Garten gepflanzt werden kann. Geben Sie ihr einen durchlässigen, nährstoffreichen Boden (eine Kompostgabe im Herbst ist sinnvoll), der frisch bleibt. Sie gedeiht an einem sonnigen Standort oder im hellen Halbschatten. Mohn und Farne sind schöne Begleiter für diese wilde Schönheit.

Paeonia officinalis
Die Paeonia humilis wächst ebenfalls wild im Süden Europas, an felsigen Hängen, woher ihr Beiname als Berg-Pfingstrose stammt. Diese Pfingstrose eignet sich daher für warme und trockene Klimate, da sie Trockenheit besser verträgt als andere Pfingstrosen. Ihre Blüten sind kräftig kirschrot, manchmal purpurrot. Auch sie bildet einen schönen Kontrast zu den gelben Staubblättern in der Blütenmitte. Sie ist ebenso klein wie ihre Verwandte, die Pfingstrose, und kommt in einem sonnigen Steingarten wunderbar zur Geltung, zum Beispiel zusammen mit einigen Lavendeln oder Gamander.

Paeonia humilis
Die Strauch-Pfingstrose 'Shima Nishiki'
Den Abschluss dieser kleinen Auswahl roter Päonien bildet ein sehr origineller Kultivar, der nicht nur Rot, sondern auch Weiß und Rosa zeigt! ‘Shima Nishiki’ ist eine japanische Päonie für Liebhaber außergewöhnlicher Päonien und zum Ergänzen einer Sammlung. Diese farbenprächtige Strauch-Pfingstrose trägt im April große, mindestens 15 cm breite, halbgefüllte Blüten. Eine pflanzliche Rarität, die zwar auch einfarbig blühen kann, sich jedoch meist dreifarbig panaschiert oder zweifarbig rot-weiß und dabei ausgesprochen prachtvoll im zeitigen Frühjahr zeigt. Ihr tief eingeschnittenes Laub ist von schönem Bronzegrün. Die Päonie ‘Shima Nishiki’ wird 1,20 bis 1,50 m hoch und nach einigen Jahren ebenso breit. Sie findet daher im Hintergrund eines Beets neben anderen weißen Päonien, roten und rosafarbenen Sorten Platz – oder idealerweise einzeln, um diesen einzigartigen Anblick zu genießen.
Hinweis: Päonien der Art suffruticosa benötigen besondere Pflege: In Regionen mit lang anhaltenden, häufigen Frösten sollten sie vor Morgensonne geschützt werden. Die Veredelungsstelle muss etwa 10 cm tief eingegraben werden. Sie bevorzugen einen durchlässigen, lehmigen Boden, idealerweise leicht sauer.

Paeonia suffruticosa ‘Shima Nishiki’ (© FD Richards)
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