7 exotische Stauden für einen üppigen Garten

7 exotische Stauden für einen üppigen Garten

Pflanzen für Fernweh im Garten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 18. Januar 2026  durch Marion 7 min.

Für Urlaubsgefühl: Exotische Pflanzen bringen üppiges Grün, Farben und Düfte. 7 Stauden für Garten, Terrasse und Balkon – viele im Topf kultivierbar, manche frostverträglich.

Schwierigkeit

Inkalilie ‘Majestics Chinon’

Beginnen wir diese Auswahl mit der Inkalilie ‘Majestics Chinon’. Inkalilien sind für ihre farbenfrohe Blüte bekannt, die sofort exotisches Flair in den Garten bringt.

Diese Sorte blüht den ganzen Sommer von Juni bis zum ersten Frost. Sie bildet leuchtend rote Blüten mit kleineren Blütenblättern in der Mitte, die goldgelb gefleckt und braun gestreift sind. Diese Muster verleihen den exotischen Blüten, die alle Blicke auf sich ziehen, ihren besonderen Charme.

Es handelt sich um eine hoch wachsende Inkalilie, die 80 bis 90 cm Höhe erreicht. Sie bildet eine dichte Staude aus glänzenden, blaugrünen Blättern, die im Winter einziehen.

Kräftig und blühfreudig ist sie eine perfekte Staude, um dem Garten eine warme Note zu verleihen.

Diese bis -15 °C winterharte Inkalilie gedeiht an einem sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Standort. Geben Sie ihr einen fruchtbaren, aber gut durchlässigen und frisch bleibenden Boden. Im Beet oder Kübel kommt sie neben Montbretien wunderbar zur Geltung.

Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Inkalilie, Alstroemeria: pflanzen, kultivieren und pflegen

Alstroemerienblüte

Asclepias tuberosa – Knollige Seidenpflanze

Asclepias gelten bereits als exotische Schönheiten. Unsere Knollige Seidenpflanze bildet den ganzen Sommer über Dolden mit sternförmigen, leuchtend zinnoberorangen Blüten. Ihr zweiter Name „Schmetterlingskraut“ erklärt sich durch die sehr nektarreichen Blüten, die zahlreiche Insekten anlocken.

Das elliptische, hübsch blaugrüne Laub bringt die warmen Blüten perfekt zur Geltung. In milden Wintern ohne starken oder anhaltenden Frost bleibt es erhalten.

Die Pflanze wird bis zu 80 cm hoch und 50 cm breit.

Ihre Zierqualitäten enden damit nicht: Diese Staude fruchtet im Winter. Dann zeigt sie silbrig glänzende Samenhaare, die an Wattekugeln erinnern und die kalte Jahreszeit beleben.

Trotz ihres Aussehens ist diese Staude recht winterhart und verträgt Fröste unter -15 °C. Sie ist leicht zu kultivieren und wenig krankheitsanfällig. Für eine üppige Blüte braucht sie lediglich Sonne und Wärme. Pflanzen Sie sie in gut drainierten, auch trockenen Boden.

Setzen Sie sie in einen Steingarten, neben Fetthenne und Hauswurz.

Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Asclepias: säen, pflanzen und pflegen

Blüte von Asclepias tuberosa

Goldkolben stenocephala 'The Rocket' – Goldkolben

Der Goldkolben ‘The Rocket’ ist eine große, dekorative Staude, die während ihrer Blüte im Garten garantiert alle Blicke auf sich zieht. Den ganzen Sommer über bildet sie lange, violettschwarze Stängel, an deren Spitze pyramidenförmige Blütentrauben sitzen, die in leuchtendem Goldgelb erstrahlen. Die Blüte duftet leicht.

Die Pflanze bildet zudem eine schöne, dunkelgrüne Belaubung, die auf der Unterseite fast schwarz und üppig aussehend ist. Die Blätter sind spitz, derb und gezähnt. Einige erreichen eine Länge von bis zu 35 cm.

Mit einer Höhe von 1,80 m und einer Breite von 1 m ist diese beeindruckende Staude recht ausladend.

Dieser Goldkolben bringt Struktur und exotisches Flair in den Garten. Geben Sie ihm an einem frischen, schattigen bis feuchten Standort ausreichend Platz. Er ist sehr frosthart und verträgt Temperaturen unter -20 °C.

Pflanzen Sie ihn zum Beispiel an den Rand eines Teichs, neben Gelbe Sumpf-Schwertlilie und Astilben.

Für seine herausragenden Eigenschaften wurde ‘The Rocket’ mit dem renommierten « Award of Garden Merit » der Royal Horticultural Society ausgezeichnet.

Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Goldkolben: pflanzen, kultivieren und pflegen

gelbe Blüten des Goldkolbens

Kniphofia rooperi – zart orangegelbe Fackellilie

Die Kniphofia rooperi ist eine Staude mit einer ebenso außergewöhnlichen wie beeindruckenden Blüte. Sie sorgt vom Spätsommer bis zum Frühherbst mit ihren rundlichen Blütenständen in Traubenform, die von kräftigen Stielen getragen werden, für ein spektakuläres Schauspiel. Diese zeigen an der Blütenähre einen Farbverlauf von Rot zu Orangegelb und bringen Licht und Exotik. Die bienenfreundliche Blüte ist bei bestäubenden Insekten sehr beliebt.

Das Laub ist immergrün und bleibt somit zu jeder Jahreszeit erhalten. Es bildet eine Rosette und erinnert an das Laub von Sukkulenten. Die langen Blätter sind an der Basis breit und laufen spitz zu, wodurch sie einen zusätzlichen dekorativen Akzent setzen.

Diese Kniphofia erreicht eine Höhe von 1,50 m und eine Breite von 70 cm.

Strukturbildend, winterhart und anspruchslos, ist diese Staude mit exotischer Wuchsform einfach zu kultivieren. Geben Sie ihr einen fruchtbaren, gut durchlässigen und stets frischen Boden, auch wenn er lehmig ist. Kombinieren Sie sie mit Gräsern wie Chinaschilf, um Leichtigkeit zu verleihen und eine natürlichere Pflanzung zu gestalten.

Beachten Sie jedoch, dass Sie 2 bis 3 Jahre warten müssen, bevor Sie die ersten Blüten genießen können.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: Kniphofia, Fackellilie: pflanzen, kultivieren und pflegen

Blüte von Kniphofia

Colocasia x esculenta 'Sangria' – Pfeilblatt

Sie gehören zu den unverzichtbaren Blattschmuckpflanzen, wenn von exotisch anmutenden Szenen die Rede ist: die Zehrwurz!

‚Sangria‘ bietet üppiges, spektakuläres und zugleich farbenprächtiges Laub. Die Blätter sind smaragdgrün, blau und mitunter purpur geadert und bilden einen schönen Kontrast zu den roten Blattstielen. Sie erinnern ein wenig an Rhabarberblätter. Die „Kaladien“ verdanken ihren Namen der herzförmigen Gestalt und der beeindruckenden Größe ihrer Blätter: Hier können sie 60 cm Länge und 40 cm Breite erreichen.

Für die Gesamtgröße dieser Staude sollten Sie mit 1,30 m Höhe und 90 cm Breite rechnen.

Diese Sorte ist winterhärter als manche ihrer Verwandten und verträgt bei geschütztem Wurzelstock Frost bis -15 °C. In raueren Regionen ist eine Kultur im großen Kübel möglich – oder einfach, um dieses majestätische Laub zu Hause zu genießen.

Die Pflanze stellt an die Kultur einige Ansprüche und erfordert etwas Erfahrung. Pflanzen Sie sie an einem sonnigen bis halbschattigen Standort in nährstoffreichen, stets frischen Boden. Neben Canna mit farbenprächtiger Blüte kommt sie wunderbar zur Geltung. Sie vermehrt sich durch die Bildung von Knollen, die im Freiland geschützt werden sollten, damit die Pflanze dauerhaft erhalten bleibt.

Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Zehrwurz: Pflanzen, kultivieren und pflegen

Blätter der Zehrwurz

Cypripedium 'Lucy Pinkepank': Hybrid-Gartenorchidee

Diese Hybridorchidee bezaubert mit Blüten, die es an Schönheit mit den schönsten exotischen botanischen Arten aufnehmen können! ‚Lucy Pinkepank‘ blüht im späten Frühjahr, zwischen Mai und Juni, etwa 15 Tage lang. Sie bildet große Blüten aus langen, zugespitzten, gedrehten, fuchsienrot gestreiften Kelchblättern. Diese sitzen über einem markanten pantoffelförmigen Blütenblatt, das weiß mit fuchsienroten Nuancen und roten Flecken gefärbt ist. Ein wahres Kunstwerk! Diese charakteristische Form brachte der Pflanze ihren Beinamen „Frauenschuh“ ein. Jede Blüte erreicht etwa 12 cm.

Das Laub erscheint im Frühjahr. Es besteht aus hellgrünen, elliptischen Blättern mit ausgeprägten Blattadern.

Diese Staude entwickelt sich aus einem fleischigen Wurzelstock, der 70 cm hoch und 35 cm breit wird.

Die winterharte und kräftige Züchtung (vom Menschen entwickelt) übersteht Temperaturen unter -25 °C und gedeiht sowohl im Garten als auch im Topf. Für eine erfolgreiche Kultur wählen Sie einen halbschattigen oder lichtgedämpften Standort mit magerem, gut durchlässigem und kalkfreiem Boden. Die Orchidee benötigt ein frisches bis feuchtes, aber niemals nasses Substrat.

Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Gartenorchideen: pflanzen, kultivieren und pflegen

Blüten einer Erdorchidee

Phormium x tenax 'Jester' – Neuseelandflachs

Neuseelandflachs ist eine immergrüne Staude, die für ihr exotisch wirkendes, oft farbenfrohes Laub geschätzt wird. Dies gilt auch für die Sorte ‘Jester’. Sie unterscheidet sich durch ihre mehrfarbigen Nuancen: ein erstaunliches Kupferrosa mit bronzroten Tönen, hellgrün berandet. Ihre bandförmigen Blätter sind schmal und nur 4 bis 5 cm breit. Sie können jedoch bis zu 1,20 Meter lang werden. Die biegsamen, gebogenen Blätter verleihen der Pflanze ein kaskadenartiges Erscheinungsbild.

Im späten Frühjahr oder frühen Sommer ragen hohe Blütenstiele über das Laub hinaus und schmücken die Pflanze mit Ähren röhrenförmiger Blüten in Creme- bis Grüntönen. Die Blüte erfreut zahlreiche Insekten.

Die schnell wachsende Pflanze bildet leicht einen üppigen Horst von 1 Meter Höhe und 80 cm Breite.

Sie eignet sich ideal für Gärten in mildem Klima, etwa in Meeresnähe, da sie nur bis etwa -7 °C winterhart ist. Sie lässt sich jedoch auch im Topf kultivieren und bringt Exotik sowie dekorative Struktur auf Terrasse oder Balkon.

Für eine gute Entwicklung benötigt dieses Phormium einen sonnigen Standort und einen nährstoffreichen, frisch bleibenden Boden. Zusammen mit Bambus entsteht eine moderne Gestaltung. Die Pflanze breitet sich über ihre nicht ausläuferbildenden Rhizome aus.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: Phormium, Neuseelandflachs: Pflanzung, Rückschnitt und Pflege

farbenfrohes Phormium

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Asclepias tuberosa