7 Sträucher, die Kälte und Trockenheit trotzen

7 Sträucher, die Kälte und Trockenheit trotzen

Pflanzen, die harte Winter und Trockenheit vertragen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 14. Dezember 2025  durch Marion 6 min.

7 robuste Sträucher: trockenheitsverträglich und frosthart – für Gärten mit Wassermangel, starker Hitze und kalten Wintern.

Schwierigkeit

Weißdorn: anspruchsloser Strauch mit üppiger Frühlingsblüte

Der Weißdorn, auch Eingriffliger Weißdorn genannt (Crataegus monogyna), ist ein schöner Strauch, der für seine lange und üppige Frühjahrsblüte geschätzt wird. Zwischen April und Juni ist der Strauch nahezu vollständig mit einer Fülle kleiner, einfacher Blüten bedeckt. Ihre Farbe ist zart rosig-weiß und wird durch ein Büschel purpurrosa Staubblätter mit rosapurpurnen Antheren betont. Die Blüten sind zudem angenehm duftend und bienenfreundlich.

Auf diese leuchtende Blüte folgt im Herbst ein sehr dekorativer Fruchtbehang aus roten Beeren, die bei Vögeln sehr beliebt sind.

Die dornigen Zweige dieses Strauchs tragen gezähnte, glänzend hellgrüne Blätter mit weißer Unterseite. Das sommergrüne Laub fällt im Herbst ab.

Der stattliche Weißdorn kann eine Höhe von 4 bis 10 Metern erreichen. Er ist daher eher für große Flächen geeignet, als Hecke oder Solitär gepflanzt. Der pflegeleichte Strauch gedeiht in Sonne oder Halbschatten und in allen gut drainierten Böden, auch in kalkhaltigen. Er ist anspruchslos, verträgt trockene Böden und Hitze, zeigt sich aber auch sehr frosthart und übersteht Temperaturen bis etwa -30 °C.

Mehr erfahren: Weißdorn, Crataegus: Pflanzung, Rückschnitt und Pflege

Weißdorn

Crataegus monogyna

Europäische Perückensträucher: erstaunliche Blüte und wechselndes buntes Laub

Die Perückensträucher oder Cotinus verdanken ihren Namen ihrer beeindruckenden, gefiedert wirkenden Blüte, die sofort ins Auge fällt. Sie sorgt den ganzen Sommer bis zum Frühherbst für ein Schauspiel im Garten. Doch auch das Laub dieses sommergrünen Strauchs kann sich sehen lassen: Es ist purpurfarben (‚Royal Purple‘, ‚Winecraft Black‘), grün (Wildart, ‚Red Spirit‘), bläulich (‚Old Fashioned‘) oder goldgelb (‚Golden Lady‘). Oft verändert es sich im Laufe der Jahreszeiten.

Kaum ein Strauch ist anspruchsloser: Er verträgt jeden trockenen bis sehr trockenen Boden, auch kalkhaltigen. Zudem toleriert er Wind und Stadtluft. Und als wäre das nicht genug, ist er bis unter -20 °C winterhart. Pflanzen Sie Cotinus coggygria in Sonne oder Halbschatten auf durchlässigen Boden, damit er im Winter nicht zu viel Wasser aufnimmt.

Große Sorten eignen sich für eine freiwachsende Hecke, den Hintergrund eines Beets oder als Solitär. Kleinere Sorten können problemlos im Kübel wachsen, müssen bei längerer Trockenheit jedoch unbedingt gegossen werden (das Substrat trocknet schneller aus und die Pflanze kann kein Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen).

Mehr erfahren: Perückenstrauch: Pflanzen, schneiden und pflegen

Strauch für trockene Standorte

Cotinus coggyria ‚Royal Purple‘, ‚Old Fashioned‘, ‚Winecraft Black‘ und ‚Golden Lady‘

Photinia x fraseri: winterharte, immergrüne Sträucher

Der Photinia gehört dank seiner einfachen Kultur und seines schönen, oft farbenprächtigen immergrünen Laubs zu den Stars unserer Hecken. So auch ‘Devil’s Dream’ mit rotem Laub oder die Zwergsorte ‘Little Fenna’, deren leuchtend rosa Laub grün wird. Diese Sorten zählen zu den winterhärtesten und vertragen etwa -18 °C, wenn sie vor kalten, trockenen Winden geschützt stehen.

Im Frühjahr erscheinen große Dolden kleiner cremefarbener Blüten, deren Duft bestäubende Insekten anlockt.

Ihre geringe Größe – ‘Little Fenna’ bleibt unter 1 m, ‘Devil’s Dream’ erreicht 2 m – macht sie im Garten, im Beet oder als Hecke besonders attraktiv. Ihr Laub bleibt zu jeder Jahreszeit schön.

Pflanzen Sie sie an einen sonnigen Standort in leichten, gut drainierten und humusreichen Boden. Nur zu schwere und stark kalkhaltige Böden bereiten ihnen Probleme. Gut eingewurzelt, zeigen sich diese Sträucher trockenheitsverträglich.

Mehr erfahren: Photinia: pflanzen, schneiden und pflegen

Strauch für trockene Standorte

Photinia fraseri ‘Little Fenna’ und ‘Devil’s Dream’

Schlehe: ein schöner, robuster Strauch

Die Prunus spinosa oder Schlehe gehört zu den hitze- und frostbeständigen Sträuchern.

Wir kennen Prunus vor allem wegen der schönen frühen Blüte im zeitigen Frühjahr. Diese Art bildet dabei keine Ausnahme: Von März bis April erscheinen zarte, reinweiße Blüten mit goldgelben Antheren. Die Blüte entfaltet sich an noch blattlosen Zweigen. Anschließend schmückt sich der Strauch mit Schlehen, kleinen essbaren, bei Vögeln beliebten schwarzen Früchten.

Dieser dornige Strauch bringt schnell eine ländliche, ursprüngliche Note in jeden Garten. Seine buschige Wuchsform erreicht etwa 3 bis 4 m in Höhe und Breite. Er eignet sich perfekt für eine schützende oder naturnahe Hecke, die dank des sommergrünen Laubs im Winter Licht hindurchlässt.

Als Sonnenstrauch ist die Schlehe robust, verträgt trockene Böden und ist bis über -20 °C winterhart. Nach dem Anwachsen braucht sie keine Bewässerung mehr. Pflanzen Sie sie vorzugsweise in kalkhaltigen Lehmboden. Sie gedeiht aber auch in steinigeren Böden, in denen sie sich lediglich langsamer entwickelt.

Mehr erfahren: Zierkirschen pflanzen, schneiden und pflegen

Strauch für trockene Standorte

Prunus spinosa

Späte Zwergmispel: Immergrün und pflegeleicht

Der Cotoneaster lacteus oder Späte Zwergmispel überzeugt mit zahlreichen dekorativen Vorzügen. Er besitzt zunächst immergrünes, sattgrünes Laub, das das ganze Jahr über attraktiv bleibt. Im späten Frühjahr erfreut er uns mit einer hübschen weißrosa Blüte in Rispen, die leicht duftet und sehr bienenfreundlich ist. Darauf folgen kleine rote Beeren, die bei Vögeln beliebt sind.

Diese wüchsige Art ist sehr tolerant. Sie verträgt auch ausgeprägte Trockenheit sowie Fröste von etwa -18 °C bis -20 °C.

Sein schnelles Wachstum und seine Schnittverträglichkeit machen ihn ideal für Sichtschutz- oder Abgrenzungshecken. Er lässt sich aber auch problemlos als freiwachsende Hecke, im Hintergrund eines Beets oder als Solitär kultivieren. Er verleiht dem Garten einen natürlichen, ländlichen Charakter oder wirkt bei regelmäßigem Schnitt gepflegt. Im Alter erreicht er etwa 3 m in alle Richtungen.

Anspruchslos wächst er an jedem Standort, in jedem Boden und bei jeder Standortlage. So lassen sich auch halbschattige oder schattige Bereiche begrünen, die nicht immer leicht zu bepflanzen sind.

Mehr erfahren: Zwergmispel: pflanzen, schneiden und pflegen

Strauch für trockene Standorte

Cotoneaster lacteus

Europäischer Stechginster: sonnige Blüte für armen, drainierenden Boden

Der Europäische Stechginster (Ulex europaeus) ist auch unter den Namen „dorniger Besenginster“ oder „Landier“ bekannt. In sonnigen Küstenregionen findet man ihn sehr leicht in freier Natur. Anspruchslos gedeiht er in durchlässigen, selbst armen, sandigen oder trockenen Böden.

Dieser buschige Strauch wird 1 bis 2 Meter hoch und ebenso breit. Seine scharfen Dornen machen ihn ideal für undurchdringliche Schutzhecken. Er kann auch im Steingarten gepflanzt werden.

Die lange Blütezeit erstreckt sich von Februar bis Juni. Sie besteht aus kleinen, leuchtend gelben Schmetterlingsblüten, die den Strauch in eine strahlende Sonnenkugel verwandeln. Die Blüten verströmen einen süßen Duft nach Mandel oder bei sehr sonnigem Standort nach Kokosnuss. Nach der Blüte erscheinen kleine, schotenförmige Früchte in Braun bis Dunkelviolett.

Der Europäische Stechginster gedeiht in voller Sonne an einem warmen Standort. Er ist unempfindlich gegenüber Krankheiten, frosthart bis etwa -20 °C und natürlich trockenheitsverträglich, sodass er keine Pflege benötigt.

Wichtig: Der Europäische Stechginster verträgt kein Umpflanzen. Wählen Sie seinen endgültigen Standort daher von Anfang an sorgfältig aus.

Strauch für trockene Standorte

Ulex europaeus

Bastard Blasenstrauch: winterharter, genügsamer Strauch

Der Bastard Blasenstrauch oder Colutea arborescens ist ein idealer Strauch für schwierige Standorte. Er wächst natürlich in mediterranen Garriguen, aber auch in höheren Lagen. Diese robuste Pflanze verträgt daher selbst härteste Bedingungen : arme, steinige, kalkhaltige, brachliegende oder karge Böden sowie sommerliche Trockenheit und Frost bis -18 °C bis -20 °C.

Seine Blüte in warmen Farben vereint Gelb, Orange und Braun. Je nach Region setzt sie vom späten Frühjahr bis zum Frühsommer ein. Dann zeigt unser Strauch bienenfreundliche Blütenbüschel aus Schmetterlingsblüten. Seine ungewöhnliche Frucht besteht aus durchscheinenden, luftgefüllten Schoten, die zunächst grünlich-gelb sind und sich später braunrot färben. Sie setzen einen hübschen dekorativen Akzent.

Das Laub besteht aus kleinen, runden, in Fiederblättchen gegliederten Blättern. Es ist sommergrün.

Der schnell wachsende Strauch mit buschiger Wuchsform erreicht etwa 2 m Höhe und 1 m Breite. Pflanzen Sie ihn in eine Hecke oder schmücken Sie damit Steingarten und Böschung.

Robust und anspruchslos wächst er problemlos in voller Sonne und benötigt kaum Pflege. Ist er gut eingewachsen, reicht Regenwasser für seinen Wasserbedarf aus.

Eine Besonderheit für Insektenfreunde: Er ist die einzige Wirtspflanze, in deren Schoten die Eier eines hübschen, leider bedrohten blauen Schmetterlings abgelegt werden: des Blasenstrauch-Bläulings.

Bastard Blasenstrauch

Colutea arborescens

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Colutea arborescens