7 Tipps: Mit Kindern einen Garten anlegen

7 Tipps: Mit Kindern einen Garten anlegen

Gartenleidenschaft spielerisch lernen und teilen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. Dezember 2025  durch Ingrid 6 min.

Wer gern mit den Händen in der Erde gärtnert, möchte diese Leidenschaft sicher an seine Kinder oder Enkel weitergeben. Das gilt umso mehr, wenn Sie selbst Ihre Kindheit im Garten verbracht haben. Vielleicht hat auch ein Familienmitglied sein Wissen an Sie weitergegeben, als Sie noch jung waren? Kinder können es kaum erwarten: Sie wühlen mit ihren kleinen Händen in der Erde, beobachten Insekten und probieren mit Augen und Mund die Früchte und das Gemüse aus dem Garten (und manchmal sogar Rasen oder Erde – gegen unseren Willen). Doch wie vermitteln Sie Ihr Wissen spielerisch? Wo fangen Sie an?

Entdecken Sie unsere Tipps und Tricks für den Start eines Gartens mit Kindern!

Einen Garten mit Kindern anlegen

Gärtnern mit Kindern soll vor allem Spaß machen

Schwierigkeit

Einen Raum für Ihr Kind schaffen

Zu Beginnlegen Sie für Ihr Kind eine kleine Gartenfläche an, auf der es das Gärtnern ausprobieren kann. So gräbt es nicht überall Löcher, etwa zwischen Ihren Salatreihen oder im Petunienbeet. Je nach Alter beziehen Sie es möglichst weit in die Gestaltung ein und erklären ihm, dass dies SEIN Garten ist. Sie werden sehen, wie sein Gesicht strahlt und es sich plötzlich über diese neue Verantwortung freut.

Sie können den kleinen Garten zum Beispiel mit Holzbrettern abgrenzen oder mit einer Einfassung aus geflochtenen Zweigen. Die Fläche sollte klein genug sein, damit nicht zu viel Arbeit anfällt und Ihr Kind nicht zu schnell den Mut verliert. Ich empfehle, mit einem 1 × 1 m großen Quadrat zu beginnen und es bei Bedarf oder mit zunehmendem Alter Ihres Kindes zu vergrößern.

Sie können ihm auch andere kleine Bereiche im Garten widmen, etwa ein Bohnentipi oder eine Weidenhütte.

→ Weitere Beispiele für Einfassungen im Garten

Gärtnern mit Kindern

Ein Kind in seiner kleinen Gartenecke

Die richtige Ausstattung

Gärtnern soll vor allem Spaß machen! Akzeptieren Sie also, dass Ihr Kind wahrscheinlich von Kopf bis Fuß mit Erde bedeckt sein wird. Lassen Sie es passende Kleidung tragen, vorzugsweise flexible, bequeme Kleidung, die schmutzig werden darf. Außerdem können Sie es mit altersgerechten Stiefeln und Gartenhandschuhen ausstatten. Auch das Tasten gehört zum Lernen dazu. Lassen Sie Ihr Kind deshalb ruhig barfuß mit den Zehen im Rasen experimentieren.

Geben Sie Ihrem Kind altersgerechte Gartengeräte. Für die Kleinsten, meist unter 3 bis 4 Jahren, eignen sich Kunststoffgeräte besser, da sie leichter und weniger gefährlich in der Handhabung sind. So bekommen Eimer, Gießkanne und Sandschaufel eine neue Aufgabe!

Wenn Ihr Kind älter als 4 Jahre ist, können Sie ihm nach und nach „echte“ Arbeitsgeräte (Hacke, Spaten, Rechen usw.) schenken, die zu seiner Körpergröße passen.

Ab 9–10 Jahren können Sie ihm stolz Ihre eigenen Gartengeräte anvertrauen, mit einer kleinen Träne im Augenwinkel. Schließlich wachsen nicht nur Gemüse schnell!

→ Entdecken Sie unser Sortiment an Gartengeräten für Kinder

Die richtige Ausstattung zum Gärtnern mit Kindern

Stiefel, Kleidung und eine Schaufel zum richtigen Erlernen des Gärtnerns

Workshops veranstalten

Beziehen Sie Ihren kleinen Gärtner in jeden Handgriff ein, den Sie ihm in kleinen Garten-Workshops beibringen. Je nach Alter sollten diese Workshops sehr kurz sein, denn Kleinkinder können ihre Aufmerksamkeit nicht länger als eine Viertelstunde fokussieren. Und auch ältere Kinder haben keine Freude daran, eine Stunde lang den Rasen umzugraben.

Erklären Sie Ihrem Kind diese Handgriffe. Warum entfernt man den Rasen? Warum müssen Pflanzen gegossen werden? Warum sollte ich meine Werkzeuge geschützt unterstellen? Vermitteln Sie Ihrem Kind also Ihr Wissen! In diesem Alter sind Kinder neugierig und wissbegierig. Scheuen Sie sich auch nicht, die Erklärung eines Handgriffs mehrmals zu wiederholen.

Gestalten Sie kleine, kreative Gartenaktionen, zum Beispiel ein Insektenhotel bauen, im Herbst ein Blättermandala legen, Tontöpfe bemalen, Tomaten pflanzen, Samen säen, ein Herbarium anlegen, bunte Schilder für jede Pflanzensorte gestalten, Nützlinge im Garten beobachten und entdecken und vieles mehr. Wenn Ihnen die Ideen ausgehen, leihen Sie sich ruhig Bücher aus der Bibliothek aus! Dort finden Sie sicher mehrere kindgerechte Bücher über das Leben im Garten, die Funktionsweise von Pflanzen, Naturaktivitäten oder die berühmte Geschichte von der Raupe Nimmersatt.

Gartenaktionen mit Kindern

Salatpflanzen im Garten vereinzeln und pikieren

Schnell wachsende Pflanzen und Gemüse säen

Samen zu säen und das Pflanzenwachstum zu beobachten, begeistert Kinder. So lernen sie den Lebenszyklus von Pflanzen. Da ihnen Zeitvorstellungen schwerfallen, wählt man schnell wachsende Einjährige oder Gemüse für Anzuchttopf oder Freiland. Manche Rettich-Sorten sind 21 Tage nach der Aussaat erntereif. Auch Bohnen und Erbsen lassen sich direkt ins Beet oder in Anzuchttöpfe säen. Als Einjährige eignen sich essbare Blüten wie Ringelblume, Große Kapuzinerkresse, Studentenblume und Sonnenblume.

Aussaat – Samen mit Kindern

Einfache, schnell wachsende Aussaat für Kinder

Beobachten Sie Insekten

Insekten beobachten: Kinder lernen Schmetterlinge, Bestäuber und Nützlinge kennen – und verlieren die Angst vor harmlosen Arten.

Essen aus eigenem Anbau

Nachdem Ihr Kind die Erde berührt, Insekten beobachtet, gesät und seine Samen erwartet hat, ist es Zeit, an den Früchten und am Gemüse aus dem eigenen Garten zu riechen und sie anschließend zu probieren. Begleiten Sie Ihr Kind bei seiner ersten Ernte. Zeigen Sie ihm zum Beispiel, wie man Erdbeeren pflückt, ohne sie (zu sehr) zu zerdrücken, oder wie man an den Blättern der Radieschen zieht, um sie aus der Erde zu holen. Beerenobst wie Himbeeren oder Rote Johannisbeeren, aber auch Kirschtomaten lassen sich meist leicht selbstständig ernten. Bringen Sie Ihrem Kind bei, reifes Obst und Gemüse zu erkennen. Anschließend zeigen Sie ihm, wie man das geerntete Obst wäscht, bevor es ans Probieren und Entdecken der verschiedenen Aromen geht.

Ab dem Alter von sechs bis sieben Jahren gibt es außerdem viele Rezepte, die Sie gemeinsam mit Kindern zubereiten können, zum Beispiel Himbeermarmelade oder Minzsirup.

Kind und Gemüsegarten

Vom Pflücken bis auf den Teller ist für Kinder alles eine Entdeckung

Vergessen Sie die Sicherheitsregeln nicht

So können Sie stolz zusehen, wie Ihr Kind die Natur entdeckt und gärtnern lernt. Beachten Sie dabei einige Sicherheitsregeln:

  • Kleine Kinder nie unbeaufsichtigt im Garten lassen.
  • Erklären Sie, dass manche Werkzeuge vorsichtig zu handhaben sind.
  • Legen Sie gemeinsam Regeln fest: Wo darf das Kind laufen, was berühren und pflücken?
  • Vorsicht bei giftigen Sträuchern mit Früchten und Stauden. Sichern oder entfernen Sie gefährliche Pflanzen und Früchte, oder klären Sie Ihr Kind über die Risiken auf. Kinder unter sechs Jahren verstehen Verneinungen noch nicht. Sagen Sie daher nicht: „Iss das nicht, es ist giftig“, sondern: „Diese Pflanze ist gefährlich und kann dir wehtun.“ Passen Sie Ihre Worte an das Alter an.
  • Teiche abgrenzen und sichern.
  • Chemikalien und Dünger für Kinder unzugänglich aufbewahren.

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