9 Kletterpflanzen mit früher Blüte

9 Kletterpflanzen mit früher Blüte

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Inhaltsverzeichnis

Geändert der 9. Dezember 2025  durch Gwenaëlle 8 min.

Ab März bringen Frühjahrs-Kletterpflanzen Garten und Rankgerüste zum Leuchten – mit Clematis, Blauregen, Jasmin und Raritäten. Entdecken Sie die schönsten.

Schwierigkeit

Die Purpurerbse

Hardenbergia violacea: Australische Kletterpflanze mit mauvefarbenen Blütentrauben und immergrünen Blättern, nur bis -3 °C winterhart.

Immergrüne Waldrebe

Die Armands Waldreben sind wahre Wunderwerke im zeitigen Frühjahr und gehören zu den ersten Waldreben, die blühen. Die Wildart wurde 1900 in China von Pater Armand David entdeckt, daher auch ihr häufig verwendeter Name Armands Waldrebe. Ihren Ursprüngen verdankt sie eine gute Winterhärte und sie gehört zu den wenigen immergrünen Waldreben. Die kräftigen Blätter bestehen aus drei glänzend dunkelgrünen Fiederblättchen, von denen eines bis zu 15 cm lang wird. Die neuen Triebe treiben purpurgrün aus. 

Die Armands Waldrebe fällt durch ihre spektakuläre Blüte ab März auf: weiße bis zartrosafarbene Blüten erscheinen in Trauben. Mit einer Höhe von 4 bis 6 m und einer Breite von 3 m eignet sie sich hervorragend zum Begrünen gut besonnter Mauern und Rankgitter. Ihr Duft ist unterschiedlich intensiv und erinnert an Orangenblüten.

⇒ Zu den empfehlenswerten Kultivaren zählt Clematis armandii ‘Apple Blossom’ mit außergewöhnlicher Blüte. Die rosafarbenen Blüten öffnen sich zu hübschen Schalen (5–6 cm). Sie ist sehr winterhart. Auch ‘Snowdrift’ mit größeren Blüten (8 cm) besticht durch ihre länglichen, reinweißen Kelchblätter.

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Clematis armandii ‘Apple Blossom’ und ‘Snowdrift’

Die Waldrebe macropetala

Dies ist eine besonders hübsche frühe Waldrebe – mit bezaubernder Blütenform und exquisiter blauer Farbe. Ihr kleiner lateinischer Name könnte vermuten lassen, dass es sich um eine großblumige Waldrebe handelt, doch weit gefehlt: Die geneigten, glockenförmigen Blüten messen 5 bis 8 cm im Durchmesser. Ihr besonderer Charme liegt vor allem in der sanften Farbe zwischen Blau und Lavendel. Die Blüten erscheinen gleichzeitig mit oder kurz vor dem Laub. Im Inneren zeigen die Blüten cremefarbene Staminodien (Staubblätter).

Die bereits ab März, in kälteren Regionen ab April sehr blühfreudige Clematis macropelata verwandelt ihre Blüten in gefiederte Fruchtstände, die lange im Winter dekorativ bleiben. Diese botanische Waldrebe besitzt hübsches hellgrünes Laub und eine schlanke Wuchsform. Sie wird bis zu 3 m hoch. Völlig winterhart, kann sie überall in Deutschland gepflanzt werden. Lassen Sie sie über den Boden wachsen, an einem Baum emporranken oder an einer niedrigen Mauer beziehungsweise einer Pergola klettern – im Topf oder im Freiland, an einem sonnigen oder halbschattigen Standort.

ähnelt ein wenig Clematis alpina, die kurz nach ihr blüht.

⇒ Die Wildform Clematis macropelata ist bereits ausgesprochen anmutig. Lassen Sie sich auch vom Charme der Clematis macropelata ‘Markham’s Pink’ verführen, einer wunderschönen rosafarbenen, kräftigeren Sorte, von ‘Maidwell Hall’ mit dunkelblauen bis indigoblauen Blüten oder von Clematis macropetala ‘Purple Dream’ mit großen, gefüllten rosapurpurfarbenen Blüten. 

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Clematis macropelata (© Wikimedia Commons, Magnus Manske und Wilrooij)

Der Primel-Jasmin

Weniger bekannt als der Winter-Jasmin, dem er ähnelt und der von Dezember bis April blüht, verdient auch der Primel-Jasmin in milden Regionen einen Platz im Garten, da er etwas weniger winterhart ist.

Dieser schöne Jasmin zeigt eine gelbe Blütenpracht aus unzähligen, mit 3,5 bis 5 cm größeren Blüten als Jasminum nudiflorum. Die oft halbgefüllten Blüten sind leuchtend gelb, zur Mitte hin etwas dunkler. Mitunter blüht er bei warmen Temperaturen im Herbst erneut. Jasminum mesneyi bleibt mit einer Höhe von oft 2 m etwas niedriger als Jasminum nudiflorum. Sein ebenfalls immergrünes Laub ist breiter.

Auch er fällt in einem gelben Blütenwasserfall herab und verleiht dem Garten eine schöne Silhouette – oder auch dem Topf, wenn Sie in einer Region mit strengen Wintern leben.

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Jasminum primulinum oder mesneyi

Jasminum polyanthum

Seltsamerweise als Winterjasmin bezeichnet, blüht der Jasminum polyanthum jedoch eher im zeitigen Frühjahr: je nach Region ab März, bis in den Mai und sogar bis zum Sommer.
Dieser prächtige Jasmin ist über und über mit weißen, sternförmigen Blüten bedeckt, die in der Knospe mauve-rosa gefärbt, sehr zart und herrlich duftend sind. In Regionen mit mildem Klima und an einem gut geschützten Standort, etwa an einer Mauer, blüht er früher und üppiger. Neben Sonne braucht er diesen Schutz, um reich und lange zu blühen. Denn Jasminum polyanthum gilt zu Recht als wenig winterhart und leidet bereits ab -4 °C. Sein lanzettliches Laub bleibt in milden Wintern immergrün, in günstigen Regionen halbimmergrün und andernorts laubabwerfend.

Diese Kletterpflanze erreicht problemlos eine Höhe von 5 bis 6 m und eine Breite von mindestens 2 m. Sie eignet sich perfekt, um eine große Pergola zu bedecken oder an sonnigen Mauern und Rankgittern emporzuwachsen. Auch eine Kultur im Topf ist möglich, allerdings entwickelt sie dort ihre unglaubliche Blütenfülle weniger üppig.

⇒ Lesen Sie auch: Winterjasmin im Garten oder Topf kultivieren

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Jasminum polyanthum

die Fingerblättrige Akebie

Die Akebie ist eine bezaubernde Kletterpflanze für den Vorfrühling. Sie begeistert mit ungewöhnlichen Blüten ab März/April und wächst schattiger als die meisten Kletterpflanzen. Die im Englischen Schokoladenwein genannte Akebia quinata bildet bis zu 8–10 m lange Lianen, die möglichst nicht geschnitten werden sollten – ideal für eilige Gärtner.

Sie unterscheidet sich von anderen Frühlingskletterpflanzen durch zahlreiche kleine, dreiblättrige Blüten in hängenden Trauben, bei der Wildart in weinroter Farbe. Die duftende Blüte erinnert an Vanille und Orangenblüte und ist zudem nektarreich. Der lateinische Name quinata bezieht sich auf das aus fünf ovalen, in milden Regionen immergrünen Blättern bestehende Laub. Eine weitere Besonderheit dieser im Vorfrühling sehr dekorativen Kletterpflanze: Weibliche Pflanzen entwickeln nach heißen Sommern aus ihren Blüten erstaunliche, längliche violette Früchte. Außerdem ist sie nicht besonders frostempfindlich, bis -15 °C winterhart und stellt an den Boden nur geringe Ansprüche.
Setzen Sie diese elegante Kletterpflanze an eine Mauer oder ein Rankgerüst oder nutzen Sie sie, um einen unansehnlichen Maschendrahtzaun zu verbergen.

⇒ Die bezaubernde Sorte ‘Cream Form’ trägt cremeweiße Blüten mit violetten Staubblättern, während die Sorte ‘Alba’ vollständig weiße Blüten hat. Die Akebia x pentaphylla (Hybrid aus Akebia quinata und Akebia trifoliata) ist eine weitere schöne Akebie mit größeren, dunkleren Blüten und kräftigem Wuchs.

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Akebia quinata, Akebia ‘Silver Bells’ und Akebia quinata ‘Cream Form’ (© Wikimedia Commons)

Holboellia

Noch nicht sehr verbreitet: Hier ist eine weitere Kletterpflanze aus der Familie der Lardizabalaceae, nahe mit den Akebien verwandt und ihnen etwas ähnlich.

Die Holboellia wächst windend und schnell im lichten Schatten und eignet sich daher für wenig sonnige Standorte. Ihr Laub ist länger als das der Akebie, und ihre Blüte mit glockenförmigen Blüten ebenso anmutig – sowohl bei Holboellia latifolia mit rosa weiblichen und weißen männlichen Blüten als auch bei Holboellia coriacea mit unscheinbaren, grünlich weißen, aber stark duftenden Blüten (die männlichen Blüten sind violett).
Diese schönen Lianen gelten als etwas frostempfindlich, vertragen jedoch leichte Fröste, solange diese nicht wiederholt auftreten und die Pflanze vor kalten Winden geschützt ist. Ihr sehr dekoratives Laub bleibt meist bis -15 °C erhalten. Die bis zu 5–6 m hohe Holboellia ist mit ihrem dichten, bedeckenden Laub auch nach der Blüte äußerst attraktiv.

⇒ Holboellia latifolia blüht etwas früher als die Art coriacea.

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Oben Holboellia latifolia, unten links Holboellia angustifolia und rechts Holboellia coriacea (© Peganum)

Chinesische Glyzinie oder Chinesischer Blauregen

Ein Frühling ohne Blauregen wäre für alle, die eine Rankhilfe und ausreichend Platz für seinen windenden Wuchs haben, deutlich weniger reizvoll (er kann bis zu 10 m und mehr klettern und sich ausbreiten).

Während Blauregen im April fast überall spektakulär blüht, ist der Chinesische Blauregen oder Wisteria sinensis etwas früher dran; in milden Regionen blühen manche Exemplare bereits Ende März. Für romantisches Flair sorgen zahlreiche 15 bis 30 cm lange Trauben hellblauer bis blauvioletter Blüten, die auf dem noch kahlen Holz leuchten.

Bis zur prachtvollen Entfaltung vergehen mehrere Jahre. Doch sobald sie eingewachsen sind, sind Chinesische Blauregen wegen ihrer Schönheit, langen Blütezeit, Winterhärte, betörenden Duftes und remontierenden Blüte im Sommer unersetzlich. Auch ihr gefiedertes Laub ist attraktiv: Es treibt bronzefarben aus und bleibt im Herbst mit seiner gelben Färbung lange erhalten.

Achten Sie darauf, den Chinesischen Blauregen an einer ausreichend stabilen Rankhilfe emporwachsen zu lassen, denn er wächst unglaublich kräftig und kann selbst die stabilsten Materialien zusammendrücken oder verbiegen. Dieser chinesische Blauregen verträgt außerdem kalkhaltigen Boden nicht besonders gut, da sich sein Laub dann gelb verfärbt. Er bevorzugt einen gut drainierten, frischen und nährstoffreichen Boden, der sauer bis neutral ist.

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Wisteria sinensis (© Bri Weldon)

Banks-Rose

Beenden wir dieses Festival der früh blühenden Kletterpflanzen mit der unverschämten Schönheit der berühmten Banks-Rose, auch Rosa banksiae. Diese mäßig winterharte Rambler-Rose beginnt bereits im April zu blühen, deutlich früher als andere Rosen.

Die spektakuläre Wildart bedeckt sich buchstäblich mit kleinen, 3 cm großen Blüten, die wie Pompons in Büscheln zusammenstehen und in den ersten Frühlingstagen in einem frischen Hellgelb leuchten.
Die aus China stammende Lady-Banks-Rose ist dornenlos und kann bis über 10 m hoch wachsen und sich 3 bis 6 m ausbreiten. Die kräftige Liane wächst schnell an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Natürlich ist sie wie die meisten Rambler-Rosen nicht remontierend und duftet nicht, erweist sich jedoch als sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten, städtische Umweltverschmutzung und salzhaltige Gischt sowie nach dem Anwachsen gegen Trockenheit.

⇒ Entdecken Sie auch die rosafarbene Sorte der botanischen Art, Rosa banksiae ‘Rosea’, und ihre weiße Form ‘Alba Plena’

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Rosa banksiae zu Beginn der Blüte Ende März

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