Arnika: Ernte, Wirkung und Anwendung

Arnika: Ernte, Wirkung und Anwendung

Tipps zu Ernte und Zubereitung

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 4. Dezember 2025  durch Servane 4 min.

Arnika, auf Latein Arnica montana, ist eine mehrjährige Pflanze europäischen Ursprungs, die, wie ihr Name schon sagt, in Bergregionen wächst. Diese zur Familie der Korbblütler gehörende Pflanze ist bei Anhängern der Pflanzenheilkunde sehr bekannt, insbesondere wegen der zahlreichen in Apotheken erhältlichen homöopathischen Präparate auf Arnika-Basis.

Arnika macht sich hervorragend im Ziergarten, im Beet oder Steingarten oder in einem Heilpflanzengarten. Ihre hübschen gelben Blüten bringen Ihren kleinen grünen Rückzugsort zum Leuchten. Außerdem lockt sie dank ihrer Bienenfreundlichkeit Bestäuber an. Ihr Anbau bleibt jedoch recht anspruchsvoll.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Arnika zu Hause wegen ihrer heilenden Eigenschaften verwenden können.

Arnika in Bergregionen

Arnica montana

Frühling, Sommer Schwierigkeit

Beschreibung

Gebirgspflanze der Heiden: Arnika ist eine hübsche, blühende Staude von etwa 40 cm Höhe. Das Sammeln der Wildpflanze ist in manchen Regionen zum Schutz der Bestände reglementiert. Die seltene, geschützte Pflanze geht zurück – teils, weil sie sehr beliebt und daher begehrt ist, teils wegen Klimawandel und Trockenheit. Sie können den Anbau zu Hause versuchen, sofern der Boden eher sauer ist. Arnika gedeiht auf eher mageren Böden und bevorzugt sonnige Standorte. Achten Sie auch auf Mehltau, für den sie recht anfällig ist. Weitere Tipps finden Sie in unserem Ratgeber Arnika: Anbau, Aussaat, Wirkung.

Die margeritenähnlichen Blüten der Arnika stehen in Blütenkörbchen aus Zungen- und Röhrenblüten in schönem Orangegelb. Sie erinnern an die stärker orangefarbenen Blüten der Ringelblume, Calendula officinalis, oder an die gelberen Blüten der Gämswurz.

Die ovalen, behaarten Blätter sind größtenteils an der Basis rosettig angeordnet, während weitere Blätter gegenständig am Stängel sitzen.

arnica description botanique

Gelbe Blüten und Blätter von Arnica montana

Ernten und Trocknen

In der Pflanzenheilkunde werden die Blütenkörbchen verwendet. Sie sollten daher während der Blüte von Mai bis August gesammelt werden.

Ernten Sie vorzugsweise morgens bei trockenem Wetter, damit der Feuchtigkeitsgehalt der Pflanzen möglichst gering ist. Wählen Sie frisch geöffnete Blütenkörbchen, um möglichst viele Wirkstoffe zu erhalten. Zum Pflücken genügt die Hand; alternativ können Sie eine Floristenschere verwenden.

Zum Trocknen legen Sie die Blüten auf ein Tuch an einen schattigen, gut belüfteten Ort, damit die Sonnenstrahlen die Pflanze nicht beschädigen. An heißen, trockenen Sommertagen lässt sich der Trocknungsvorgang beschleunigen. Breiten Sie dazu die Blütenkörbchen auf einem Tablett aus und decken Sie sie mit einem Tuch ab, um sie vor direkter Sonne zu schützen.

Trocknen von Arnikablüten

Getrocknete Arnikablüten

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Vorteile

Arnika kann blaue Flecken, Hämatome und Entzündungen lindern. Äußerlich hilft sie bei leichten Verbrennungen. Nicht auf Wunden anwenden, nie einnehmen: giftig!

Verwendung

Viele Arnica-Zubereitungen lassen sich selbst herstellen, manche sind jedoch einfacher als andere. Die Dosierungen dienen nur als Richtwerte. Fragen Sie immer medizinisches Fachpersonal.

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Arnika-Aufguss

Der Aufguss: einfach und schnell

Wie bereits erwähnt, darf Arnika nicht eingenommen werden. Wenn wir hier also von einem Aufguss sprechen, ist damit keinesfalls ein trinkbarer Tee gemeint. Verwenden Sie 10 bis 15 g getrocknete Blüten pro Liter kochendes Wasser. Lassen Sie den Aufguss 15 Minuten ziehen und filtern Sie ihn anschließend. Bereiten Sie jedoch keine großen Mengen zu, denn der Aufguss ist nicht haltbar. Er wird äußerlich angewendet, insbesondere als Umschlag bei Blutergüssen und Prellungen.

Die Tinktur: lange haltbar

Lassen Sie 100 g getrocknete Blüten etwa zehn Tage lang in 500 ml 60-prozentigem Alkohol mazerieren und filtern Sie die Flüssigkeit anschließend. Die Tinktur ist mehrere Monate lichtgeschützt haltbar. Sie muss immer verdünnt angewendet werden.

Der Ölauszug: einfach, aber langwierig

Dabei wird die Pflanze in Öl eingelegt, um ihre Wirkstoffe zu lösen. Füllen Sie ein Glas mit getrockneten Blüten und bedecken Sie diese mit Pflanzenöl. Verschließen Sie das Glas und lassen Sie es mindestens einen Monat stehen, bevor Sie den Auszug filtern. Bewahren Sie den Ölauszug lichtgeschützt auf. Das gewonnene Öl kann auf der Haut angewendet werden.

Der Balsam: aufwendiger, aber sehr praktisch

Der Balsam wird aus Arnika-Ölauszug und Wachs hergestellt. Vermischen Sie das geschmolzene Wachs mit dem Ölauszug, bis der Balsam fest wird.

Anwendungshinweise

Natürlich heißt nicht harmlos: Arnica ist innerlich giftig. Nicht einnehmen (außer homöopathischen Globuli) oder auf offene Wunden auftragen.

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Arnika: Vorteile und Anwendungen