Bodendeckergräser: schöner, pflegeleichter Garten

Bodendeckergräser: schöner, pflegeleichter Garten

Ihre Vorteile, unsere Pflanztipps und Auswahl

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 25. Januar 2026  durch Ingrid 6 min.

Bodendeckergräser wachsen niedrig oder teppichartig: Sie begrünen auch Böschungen und Lücken. Tipps zu Standort, Pflege und passenden Arten.

Schwierigkeit

Vorteile von Bodendeckergräsern

Sie wünschen sich einen pflegeleichten, klimaresilienten Garten? Bodendeckergräser bieten viele Vorteile:

  • Sie bilden eine dichte Decke und unterdrücken Unkraut. Eingewachsen brauchen sie wenig Wasser und Pflege.
  • Sie speichern Feuchtigkeit und verbessern die Bodenstruktur, besonders an wind- und regenreichen Standorten. An Böschungen und Ufern bremsen sie dank ihres Wurzelsystems die Bodenerosion.
  • Ihr Laub bietet vielfältige Farben und Strukturen für Beete, Rabatten und das Unterholz.
  • Es gibt verschiedene Sorten für Sonne, Schatten, trockene oder feuchte Böden – passend für fast jeden Garten.
Bodendeckergräser

Zoysia tenuifolia erinnert an hügelige Grasbüschel

Bodendeckergras für den Garten wählen?

Bei der Wahl des idealen Bodendeckergrases sollten Sie die Bedingungen in Ihrem Garten berücksichtigen. Diese Kriterien helfen Ihnen:

  • Die Bodenart: Sandig, lehmig, kalkhaltig oder schluffig? Ist der Boden trocken oder dauerhaft feucht? Jede Pflanze bevorzugt eine oder mehrere Bodenarten. Manche Gräser, etwa Carex morrowii ‘Ice Dance’, sind besonders anspruchslos. Mehr über Ihren Boden erfahren Sie in unserem Artikel „Bodenart bestimmen: lehmig, sandig, schluffig“.
  • Der Standort: Manche Gräser bevorzugen volle Sonne, während andere im Schatten oder Halbschatten besser gedeihen.
  • Die Verwendung: Suchen Sie Bodendecker für eine große Fläche, eine Beetbegrenzung, ein Beet, das Unterholz unter Bäumen oder einen Hang? Auch hier eignen sich manche Arten besser als andere.
  • Das Wachstumstempo: Für eine schnelle Begrünung eignen sich Arten wie Seggen. Wenn Sie langsam anwachsende Pflanzen bevorzugen, ist vielleicht ein Schlangenbart das Richtige.

Auf unserer Website finden Sie diese Angaben in der Übersicht zu jeder Pflanze. Entdecken Sie auch unser Sortiment an niedrigen Ziergräsern.

Unsere Auswahl: Bodendeckergräser

Es gibt zahlreiche Sorten bodendeckender Gräser. Die Wahl ist oft Geschmackssache – unter Berücksichtigung der oben genannten Kriterien. Hier eine kleine Auswahl interessanter Sorten:

Für sonnige und trockene Standorte

  • Blau-Schwingel ‘Elijah Blue’ (Festuca glauca ‘Elijah Blue’)
    Dieser kleine Schwingel passt sich perfekt an magere Böden an, verträgt Trockenheit und ist gut winterhart (bis -18 °C). Mit seinem immergrünen, silberblauen Laub bildet er ein kleines, struppiges Polster, das ariden oder steinigen Gärten eine moderne Note und Farbe verleiht.
  • Japanisches Zoysia-Gras (Zoysia tenuifolia)
    Dieses Gras breitet sich mit feinem Laub langsam aus und bildet einen dichten, immergrünen Teppich, der an einen hügeligen Rasen erinnert, jedoch deutlich weniger Pflege benötigt. Es kann den Rasen sogar in Gärten ersetzen, in denen dieser nur schwer wächst. Das Gras eignet sich perfekt für trockene, drainierende Böden, verträgt Sommerhitze, volle Sonne und Halbschatten und bleibt dabei elegant.
  • Bärenfell-Schwingel (Festuca gautieri)
    Der Bärenfell-Schwingel ist eine hervorragende Alternative für steinige Bereiche oder trockene Böden. Mit seinem leuchtend grünen Laub und den niedrigen, dichten Polstern bietet er eine praktische und dekorative Lösung für Beeteinfassungen und sonnige Böschungen.

Für schattige und kühle Standorte

  • Japan-Segge ‘Ice Dance’ (Carex morrowii ‘Ice Dance’)
    Mit ihrem grün-weiß panaschierten Laub bringt diese Segge Licht in schattige Gartenbereiche. Sie ist immergrün und bildet einen dichten, widerstandsfähigen Teppich – perfekt für Unterholz oder schattige Beeteinfassungen. Sie gedeiht in nährstoffreichen ebenso wie in leicht feuchten Böden und belebt mit ihrem hellen Erscheinungsbild oft vernachlässigte Bereiche.
  • Schnee-Marbel (Luzula nivea)
    Die Schnee-Marbel ist ein beliebter Bodendecker mit feinem, von weißen Haaren gesäumtem Laub und zarten weißen Blütenständen, die im Frühsommer an Schneeflocken erinnern. Sie eignet sich perfekt für Unterholz und montanes Klima, wirkt natürlich und edel und breitet sich im Schatten oder Halbschatten leicht aus.

Für feuchte oder schlecht drainierte Böden

  • Steife Segge ‘Aurea’ (Carex elata ‘Aurea’)
    Dieses Gras fällt durch sein leuchtend gelbes, grün gerandetes Laub auf. Es gedeiht in feuchten Böden, auch am Teichrand oder in schlecht drainierten Bereichen. Die gut winterharte Pflanze verträgt sogar eine Überflutung mit 10 cm Wasser.
  • Hakonechloa macra ‘Aureola’
    Dieses elegante, geschmeidige Gras eignet sich perfekt für moderne oder japanische Gärten an halbschattigen oder schattigen Standorten. Sein goldenes, leicht grün gestreiftes Laub fällt anmutig kaskadenförmig herab und verleiht dem Garten eine einzigartige Struktur. Ideal für Böschungen, Wegränder oder feuchte Beete.

Bodendeckergräser pflanzen und pflegen?

Bodenvorbereitung

  • Vor dem Pflanzen jäten Sie die Fläche gründlich, um Konkurrenz durch Unkraut zu vermeiden.
  • Anschließend lockern Sie den Boden mit einem Spaten etwa 20 cm tief.
  • Ist Ihr Boden sehr schwer (lehmig) oder nährstoffarm, arbeiten Sie etwas Kompost ein, um seine Struktur und Fruchtbarkeit zu verbessern. Nutzen Sie die Gelegenheit, auch die Drainage zu optimieren und Staunässe zu vermeiden, indem Sie Kies, Bims oder groben Sand einarbeiten.

Pflanzabstand

Für eine dichte und gleichmäßige Begrünung müssen Sie beim Pflanzen auf den richtigen Abstand achten. Pflanzen Sie die Gräser in regelmäßigen Abständen entsprechend den Empfehlungen für die jeweilige Sorte (je nach Sorte meist 30 bis 50 cm).

Pflanzung

  • Stellen Sie die Anzuchttöpfe vor dem Pflanzen 10 bis 15 Minuten in einen Eimer Wasser, damit die Wurzeln gut durchfeuchtet werden.
  • Heben Sie Pflanzlöcher aus, die etwa doppelt so groß wie die Wurzelballen sind.
  • Setzen Sie jeden Wurzelballen in die Mitte des Lochs und passen Sie die Pflanztiefe so an, dass seine Oberfläche auf Bodenniveau liegt. Füllen Sie das Loch anschließend mit dem Aushub (oder einer Mischung aus Boden, Kompost und Blumenerde) und drücken Sie die Erde rund um die Pflanze vorsichtig an, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.
  • Nach dem Pflanzen wässern Sie reichlich, damit die Wurzeln guten Bodenkontakt bekommen.

Gießen

Gießen Sie in den ersten Wochen nach der Pflanzung regelmäßig, besonders bei trockenem Wetter, und halten Sie den Boden feucht, aber nicht nass. Sobald die Gräser gut eingewachsen sind, erweisen sie sich oft als sehr robust und benötigen wenig Wasser, insbesondere Sorten für trockene Böden. Bei anhaltender Trockenheit sollten Sie sie dennoch im Blick behalten.

Pflege das ganze Jahr über

Bodendeckergräser gelten als pflegeleicht. Ein Mindestmaß an Pflege ist jedoch nötig, damit sie schön und gesund bleiben:

  • Entfernen Sie im Spätwinter abgestorbene, vergilbte oder beschädigte Blätter, damit frisches Laub nachwachsen kann. Einige Sorten, insbesondere sommergrüne, profitieren auch von einem Rückschnitt wenige Zentimeter über dem Boden, damit Platz für den neuen Frühjahrsaustrieb entsteht.
  • Düngung: Obwohl sie wenig Nährstoffe benötigen, kann eine leichte Gabe von Kompost oder organischem Dünger im Frühjahr das Wachstum fördern, besonders auf nährstoffarmen Böden.
  • Ausbreitung begrenzen: Einige Sorten können mit der Zeit wuchern. Teilen Sie die Horste bei Bedarf alle 2 bis 3 Jahre, um ihre Ausbreitung zu kontrollieren und sie zu verjüngen.

Unkraut vorbeugen

Kontrollieren Sie während der Anwachsphase regelmäßig, ob unerwünschte Kräuter in noch nicht bewachsenen Bereichen aufkommen. Sobald die Gräser eine dichte Fläche gebildet haben, wird ihr Aufkommen auf natürliche Weise begrenzt.

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