Chinesische oder Reichblütige Glyzinie erkennen
Nach Blüte, Wuchsform oder Duft
Inhaltsverzeichnis
Glyzinen (Wisteria) sind beliebte Kletterpflanzen mit langen, üppigen und duftenden Blütentrauben, die stabile Rankhilfen in wahre Blütenkaskaden verwandeln. Ihre Wuchskraft ist legendär: Die gewählten Konstruktionen müssen auch sehr kräftige Zweige tragen.
Glyzinen sind unverzichtbar im romantischen Garten und passen gut zu Rosen. Mit einer geeigneten Rankhilfe begrünen sie mühelos Lauben, Pergolen und andere wenig ansehnliche Bauten wie Mauern oder Gartenhäuser.
Die aus Asien stammende Glyzine gibt es in mehreren Sorten. Meist unterscheidet man vor allem Chinesische Glyzinie und Reichblütige Glyzinie. Welche Merkmale haben sie, und wie lassen sie sich zur richtigen Auswahl unterscheiden? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Glyzinen mit ihrer Blütenfülle gehören zu den schönsten Frühlingsboten
Die zwei wichtigsten Blauregen-Arten: Chinesische oder Japanische Glyzinie
Alle Glyzinien gehören wie Bohnen, Linsen und Ackerbohnen zur Familie der Schmetterlingsblütler. Besonders bekannt sind die Chinesische Glyzinie (Wisteria sinensis), eine der am weitesten verbreiteten Arten, und die Reichblütige Glyzinie (Wisteria floribunda). Erwähnt sei auch die Amerikanische Glyzinie (Wisteria frutescens), obwohl diese Art in Kultur deutlich seltener ist.
Jede dieser Arten hat zahlreiche Kultivare (Sorten) und Hybriden (Kreuzungen) hervorgebracht, darunter Wisteria venusta, auch Seidige Glyzinie genannt.

Eine Gemeinsamkeit der Glyzinien ist ihre Fruchtbildung in Form von Schoten, typisch für Schmetterlingsblütler
Lesen Sie auch
Blauregen: Wie Sie ihn pflanzen, schneiden und pflegenBlauregen nach Blütencuntegn
Blauregen bilden schöne Blütentrauben in verschiedenen Farben: Blau (von Violett bis Mauve), Rosa oder Weiß.
Für eine rosa Blüte wählen Sie zum Beispiel Wisteria floribunda ‘Lipstick’. Für ein zartes Violettblau eignet sich Wisteria floribunda ‘Macrobotrys’. Für eine intensivere Farbe und gefüllte Blüten wählen Sie Wisteria sinensis ‘Flore Pleno’.
Bei der Chinesischen Glyzinie können die recht schweren, gedrungenen Blütentrauben bis zu 30 cm lang werden. Bei der Amerikanischen Glyzinie sind sie kleiner und oft weniger als 20 cm lang.
Die Japanische Glyzinie beeindruckt dagegen mit spektakulären Blütentrauben, die über 50 cm lang werden können. Sie sind deutlich länger und schmaler.

Links eine Chinesische Glyzinie mit kürzeren, gedrungenen Blütenständen, rechts eine Japanische Glyzinie mit schmalerer, sehr langer Blüte
Blauregen nach Duft
Chinesische Blauregen zählen zu den Duftintensivsten und können den Raum mit ihren floralen Noten erfüllen. Zu den besonders duftenden Sorten gehört die Wisteria sinensis ‘Alba’, deren Trauben weißer Blüten einen Honigduft verströmen. Erwähnt sei auch Wisteria sinensis ‘Caroline’ mit blumigen, süßen und lieblichen Duftnoten.
Weniger verbreitet ist der Kentucky-Blauregen (Wisteria macrostachya ‘Clara Mack’), der ebenfalls einen sehr intensiven Traubenduft verströmt.
Für einen intensiveren Duft ist ein sonniger Standort erforderlich.
Der Chinesische Blauregen duftet hingegen dezenter.

Wisteria sinensis ‘Alba’
Lesen Sie auch
Blauregen auswählen: KaufratgeberBlauregen nach Blütezeit
Glyzinien blühen meist im späten Frühjahr, zwischen April und Juni, etwa vier Wochen lang.
Chinesischer Blauregen blüht meist früher als Japanischer Blauregen, oft schon im ersten Jahr. Danach blüht er etwas früher. Zu den frühesten Sorten zählt der Chinesische Blauregen Wisteria sinensis ‘Prolific’ mit seinen lavendelfarbenen, weiß panaschierten Blütentrauben, die zwischen April und Mai erscheinen. Auch der Chinesische Blauregen ‘Blue Line’ blüht im mittleren Frühjahr üppig und dann erneut im Juli und August. Chinesischer Blauregen hat vor allem eine Besonderheit: Er blüht remontierend, also mehrmals im Frühjahr und Sommer, während Japanischer Blauregen nur einmal im Frühjahr blüht. Die zweite Blüte ist kürzer und weniger üppig, aber dennoch interessant.
Auch Amerikanischer Blauregen blüht im Frühjahr üppig und danach im Sommer und Herbst vereinzelt, wenn er geschnitten wird.
Japanischer Blauregen braucht länger zum Anwachsen: Mitunter muss man bis zu drei Jahre auf die ersten Blütentrauben warten. Seine Blüte ist etwas kürzer und später (im späten Frühjahr).

Japanischer Blauregen blüht meist im Mai oder Anfang Juni, später als sein chinesischer Verwandter
Blauregen nach Wuchsform
Die Chinesische Glyzinie ist für ihr schnelles Wachstum bekannt und begrünt Gartenstrukturen rasch in der Höhe. Sie lässt sich auch zum kleinen Baum erziehen und bildet dann eine schöne, locker überhängende Wuchsform. Ausgewachsen erreicht sie meist 10 bis 15 Meter.

Die Chinesische Glyzinie lässt sich auch als kleiner Trauerbaum auf Stamm ziehen
Erwähnenswert ist auch eine Hybrid-Sorte, deren Eltern die Chinesische und die Reichblütige Glyzinie sind: die stattliche Duft-Blauregen (Wisteria formosa). Diese beeindruckende Pflanze kann bis zu 15 Meter hoch und 10 Meter breit werden.
Reichblütige Glyzinien wachsen meist etwas weniger üppig. Für die Kultur im Topf oder in kleinen Gärten empfehlen wir sie daher. Sie erreichen meist etwa 8 Meter Höhe. Zu den schwächer wachsenden Sorten zählt Wisteria venusta ‘Grande Diva Cecilia’ (3 Meter in alle Richtungen). Sie bildet üppige, zweifarbige Trauben in Blauviolett und Weiß. Auch der Reichblütige Blauregen Wisteria venusta ‘Rosea’ (5 Meter hoch und 3 Meter breit) ist empfehlenswert. Seine Blüte ist rosa mit mauvefarbenem Schimmer.
Der Amerikanische Blauregen wächst ebenfalls deutlich schwächer und bleibt kompakt: Er wird höchstens 4 Meter hoch und 2 bis 3 Meter breit.
Ein weiterer feiner Unterschied zwischen den beiden Arten: Die windenden Triebe der Chinesischen Glyzinie drehen sich nach links, während sich die windenden Triebe der Reichblütigen Glyzinie nach rechts drehen.
Blauregen nach Winterhärte
Chinesische Glyzinie: winterhart bis ca. -15 °C. Kalte Regionen: Japanische Glyzinie unter -20 °C.
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare