Chrysanthemen neu entdecken: Blumen des Herbstes

Chrysanthemen neu entdecken: Blumen des Herbstes

Sie verdienen einen festen Platz im Garten!

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 12. Januar 2026  durch Alexandra 7 min.

Chrysanthemen sind bezaubernde Stauden, die wegen ihres Friedhofsimages oft unterschätzt werden, aber im Garten absolut ihren Platz verdienen. Meist bilden sie dichte, kompakte, rundliche Horste, die sich je nach Sorte von August oder September bis Oktober oder November mit Blüten bedecken. Diese erscheinen in leuchtenden, warmen Farben: Gelb, Orange, Rot, Rosa, Fuchsie, Weiß … Ideal, um ein Herbstbeet zum Strahlen zu bringen. Oft sind die Blüten üppig gefüllt und pomponförmig, doch es gibt auch einfache Blüten mit Blütenblättern in einer oder wenigen Reihen und sichtbarer gelber Mitte. Entdecken Sie Chrysanthemen neu und geben Sie ihnen einen Platz in Ihrem Garten!

Alles über ihre Kultur erfahren Sie in unserem ausführlichen Merkblatt: „Chrysantheme: Pflanzung, Pflege, Rückschnitt“

Schwierigkeit

Geschichte und Symbolik

Chrysanthemen stammen aus Asien und stehen für Glück und Langlebigkeit. In Japan sind sie heilig, in Frankreich schmücken sie oft Gräber.

Unglaubliche Vielfalt

Eine große Farbpalette:

Chrysanthemen gibt es in einer großen Vielfalt leuchtender, warmer Farben – von leidenschaftlichem Rot über strahlendes Weiß und sonniges Gelb bis hin zu zartem Rosa.

Chrysanthemen mit orangefarbenen, hellgelben und roten Blüten

Chrysanthemen gibt es in einer großen Farbpalette, oft in warmen, leuchtenden Tönen. Hier die Sorten ‘Mary Stocker’, ‘Poésie’ und ‘Duchess of Edinburgh’

Vielfältige Blütenformen:

Botanische Arten bilden einfache Blüten mit nur einer Reihe von Blütenblättern um eine gelbe Mitte, während gärtnerische Sorten meist dicht gefüllte Blüten mit sehr vielen Blütenblättern haben. Manche erinnern an Pompons und tragen daher auch den Beinamen Gänseblümchen.

Die Blütenformen der Chrysanthemen sind ebenso vielfältig wie ihre Farben. Von einfachen Blüten mit zarten Blütenblättern über gefüllte, pomponartige Sorten bis hin zu eingerollten Blütenblättern – jede Form wirkt anders. Chrysanthemum indicum bezaubert mit zerzausten Blütenblättern, während Chrysanthemum morifolium durch elegante Schlichtheit besticht.

Die verschiedenen Blütenformen der Chrysanthemen

Eine Chrysantheme mit einfachen Blüten, ‘Clara Curtis’, und eine Sorte mit gefüllten Blüten, ‘Orchid Helen’

Zwergige, mittelgroße und hohe Chrysanthemen

Die Vielfalt der Chrysanthemen zeigt sich auch in ihrer Größe. Zwergsorten finden leicht vorne im Beet, am Beetrand oder als blühende Topfpflanze Platz, während mittelgroße Sorten sehr vielseitig sind. Die höchsten Chrysanthemen eignen sich perfekt, um einem Beet mehr Volumen zu verleihen, sollten aber nicht in Töpfe gepflanzt werden.

Chrysanthemen pflanzen und pflegen?

Wo pflanzt man Chrysanthemen?

Chrysanthemen gedeihen in der Sonne und kommen mit fast jedem Bodentyp zurecht. Sie bevorzugen jedoch nährstoffreiche, leichte, neutrale bis leicht saure Böden. Wichtig ist vor allem, dass der Boden gut drainierend ist, denn schwere, feuchte Böden im Winter können ihre Wurzeln zum Faulen bringen. Natürlich eignen sie sich auch sehr gut für die Topfkultur.

Wann und wie pflanzt man sie?

Sie können Chrysanthemen im Frühjahr (von März bis Mai) oder im Herbst (von September bis November) pflanzen. Vermeiden Sie Frostperioden und große Hitze.

Wir empfehlen einen Abstand von 30 bis 50 cm zwischen den Jungpflanzen.

  • Heben Sie zunächst ein Pflanzloch aus, das etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen ist
  • Geben Sie etwas mit gut verrottetem Kompost vermischte Erde auf den Grund
  • Nehmen Sie die Chrysantheme aus ihrem Topf und setzen Sie sie in die Mitte des Pflanzlochs
  • Füllen Sie das Loch mit einer Mischung aus Erde und Kompost auf und drücken Sie die Erde leicht an
  • Gießen Sie die Pflanze anschließend.
  • Chrysanthemenblüte

    Die wunderschönen, cremeweißen bis blassgelben, gefüllten Blüten der Chrysantheme ‘Poésie’ 

Wie pflegt man Chrysanthemen?

Chrysanthemen sind einfach zu kultivieren und benötigen nur wenig Pflege. Regelmäßiges Gießen tut ihnen dennoch gut: Gießen Sie ein- bis zweimal pro Woche, wenn der Boden trocken ist. Richten Sie den Wasserstrahl auf den Pflanzenfuß und den Boden und vermeiden Sie, das Laub zu benetzen. Warten Sie, bis das Substrat abgetrocknet ist, bevor Sie erneut gießen, da zu viel Feuchtigkeit die Wurzeln faulen lassen kann.

Chrysanthemen mögen nährstoffreiche, fruchtbare Böden, die ein üppiges Wachstum und eine reiche Blüte fördern. Geben Sie im Frühjahr oder Herbst etwas gut verrotteten Kompost an den Pflanzenfuß. Während der Wachstumsphase können Sie kaliumreichen Flüssigdünger verwenden, den Sie mit dem Gießwasser verdünnen.

Die höchsten Sorten müssen eventuell gestützt werden, besonders an windigen Standorten.

In Regionen mit mildem Klima können Chrysanthemen den Winter über im Beet bleiben: Schützen Sie sie einfach mit einer dicken Mulchschicht aus Laub oder Stroh. Sie können auch Wintervlies verwenden. In kälteren Regionen holen Sie die Chrysanthemen an einen frostfreien, geschützten Ort. Ab dem Mai können Sie sie wieder ins Freie stellen.

Wir empfehlen, Chrysanthemenhorste alle zwei bis drei Jahre zu teilen. Dadurch erhalten Sie nicht nur neue Jungpflanzen, sondern verjüngen auch die Horste, die sonst mit der Zeit erschöpfen und weniger blühen könnten.

Beim Austrieb (März bis April) schneiden Sie die trockenen Stängel mit einer Gartenschere bodennah ab. Damit Ihre Chrysanthemen üppig blühen und eine kompakte, buschige Wuchsform entwickeln, empfehlen wir, sie im Frühjahr etwa Mitte Mai zu pinzieren, indem Sie die Spitzen der jungen Triebe abschneiden. Entfernen Sie während der Blüte regelmäßig verwelkte Blüten, um die Pflanze zur Bildung neuer Blüten anzuregen.

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