Englische Heide im Topf kultivieren?
Pflanzung und Pflege: unsere Tipps
Inhaltsverzeichnis
Englische Heide im Topf: Tipps zu Standort, Pflanzung und Pflege. Sie gedeiht auch auf Balkon und Terrasse und lässt sich bei Frost leicht schützen.
Welche Englische Heide wählen?
Heiden wachsen im Allgemeinen langsam und bleiben klein: Dadurch eignen sie sich von Natur aus gut für die Kultur im Topf oder Balkonkasten.
Winterheide, Sommerheide oder Baum-Heide: Fast alle Sorten lassen sich im Topf kultivieren, wenn Sie bei der Pflanzung ein wenig auf die richtige Pflege achten.
Wählen Sie beispielsweise rundliche Sorten mit kompakter Wuchsform, etwa die Schnee-Heide Erica carnea ‘Jenny Porter’ (30 cm in Höhe und Breite) oder Erica darleyensis ‘Eva Gold’ (40 cm in Höhe und Breite).
Im Balkonkasten kommen auch Sorten mit ausgebreiteter Wuchsform gut zur Geltung. Wählen Sie zwischen der Winterheide Erica darleyensis ‘Ghost Hills’, der Heide ‘White Perfection’ (etwa 40 cm hoch und 70 cm breit) oder der kleinen Erica carnea ‘December Red’ (25 cm hoch und 40 cm breit).
Die etwas größeren, aber ebenfalls bestens für die Kultur im Kübel geeigneten Sorten der Baum-Heide bringen mehr Volumen in den Garten. Dazu gehört die Baum-Heide Erica nana ‘Limoncello’ mit ihren ungewöhnlichen gelben Blüten (50 cm hoch und 40 cm breit) oder die Kap-Heide Erica verticillata (90 cm hoch und 80 cm breit).
Vermeiden Sie dagegen die größten Sorten der Baum-Heide, etwa die Weihnachts-Baum-Heide Erica canaliculata, die 1,50 m in Höhe und Breite erreicht, oder die Baum-Heide ‘Great Star Le Vasterival’ mit 1,50 m Höhe und 2 m Breite. Wenn Sie sie trotzdem im Topf kultivieren möchten, sollten Sie deutlich größere Gefäße als für andere Heidesorten einplanen.

Erica ‘Eva Gold’, Erica darleyensis ‘Ghost Hills’, Erica darleyensis ‘December Red’ und Erica ‘Great Star Le Vasterival’
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Englische Heide: Pflanzen, Rückschnitt und PflegeWann Englische Heide im Topf pflanzen?
Englische Heide kann grundsätzlich das ganze Jahr über im Topf gepflanzt werden. Vermeiden Sie jedoch extreme Trockenperioden im Hochsommer sowie winterlichen Frost. Am besten eignen sich Frühjahr oder Herbst, damit Ihre Englische Heide sanft anwächst.

Englische Heide im Topf mit Lavendel und Calocephalus
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Englische Heide im Topf pflanzen
Das Gefäß
Wählen Sie ein Gefäß mit bereits vorhandenen Abzugslöchern, damit Gieß- und Regenwasser gut abfließen kann und die Wurzeln nicht faulen. Wählen Sie einen Topf, eine Schale, einen Blumenkasten oder ein Pflanzgefäß mit einer Tiefe von mindestens 30 bis 40 cm. Die Breite sollte an die Ausbreitung der gewählten Sorte angepasst werden. Bevorzugen Sie Gefäße aus Terrakotta, denn das poröse Material sorgt für eine bessere Belüftung des Substrats.
Das Substrat
Für die Pflanzung Ihrer Englischen Heide im Topf mischen Sie:
- 2/3 Moorbeeterde
- 1/3 hochwertige Pflanzerde, Blumenerde für Blumenkästen und Töpfe oder leichte, kalkfreie Gartenerde
- eine Handvoll Sand zur Verbesserung des Wasserabzugs (optional)
Die Pflanzung
Einige Minuten vor der Pflanzung Ihrer Englischen Heide im Topf, stellen Sie den Wurzelballen in einen Eimer oder eine Schüssel mit Wasser, damit sich die Wurzeln wieder mit Wasser vollsaugen können.
- Bringen Sie am Boden des Gefäßes eine etwa 5 cm dicke Schicht aus drainierendem Material ein (Blähton, Kies, Terrakottascherben, Bimsstein, …).
- Setzen Sie die Englische Heide in die Mitte des Gefäßes und füllen Sie das gemischte Substrat ein.
- Drücken Sie das Substrat mit den Händen an und füllen Sie weiteres Substrat ein, bis der gesamte Wurzelballen gut bedeckt ist.
- Gießen Sie reichlich.
- Mulchen Sie, um die Verdunstung zu begrenzen, vorzugsweise mit Kiefernrinde.
Ein Untersetzer unter dem Gefäß ist nicht zwingend erforderlich. Im Gegenteil: Er kann sogar Staunässe begünstigen und sich für Englische Heiden als schädlich erweisen, da sie einen gut drainierten Standort benötigen.
Wenn Sie mehrere Englische Heiden in dasselbe Gefäß pflanzen möchten, halten Sie zwischen den Pflanzen einen Pflanzabstand von etwa 30 bis 40 cm ein. Passen Sie diesen Abstand an die Ausbreitung der gewählten Sorten an.
Der Standort
Stellen Sie Englische Heide im Topf an einen sonnigen oder halbschattigen Standort. Schützen Sie sie jedoch vor brennender Sonne, kalten, austrocknenden Winden und starkem Regen.
Englische Heiden sind zudem unempfindlich gegenüber städtischer Luftverschmutzung: Sie können problemlos in einem Stadtgarten gepflanzt werden. Auch für Küstengärten sind sie bestens geeignet, da sie salzhaltige Gischt gut vertragen.

Kleinere Englische Heiden lassen sich problemlos in einen Blumenkasten pflanzen
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Englische Heide: Rückschnitt – wann und wie?Englische Heide im Topf pflegen
Englische Heide im Topf zu kultivieren, ist einfach und erfordert keine besonderen technischen Maßnahmen. Die Pflanze braucht jedoch etwas mehr Aufmerksamkeit als ein im Freiland kultiviertes Exemplar, da das Substrat Wasser durch Verdunstung verliert und seine Nährstoffe deutlich schneller abnimmt.
Das Gießen
Im Topf muss regelmäßig gegossen werden, etwa einmal pro Woche. Gießen Sie, sobald das Substrat in den oberen Zentimetern trocken ist. Bei großer Hitze sollte die Häufigkeit erhöht werden.
Verwenden Sie vorzugsweise Regenwasser statt Leitungswasser, das oft zu kalkhaltig ist.
Die Düngung
Englische Heiden sind nicht für ihren großen Appetit bekannt. Sie wachsen in nährstoffarmen, leichten, oft sogar sandigen Böden. Eine Düngung ist für ihr gutes Wachstum daher nicht notwendig. Ein zu nährstoffreicher Boden kann die Blüte sogar beeinträchtigen.
Da das Substrat im Topf mit der Zeit nährstoffärmer wird, können Sie im Frühjahr einfach eine Handvoll gut verrotteten Kompost untermischen, indem Sie ihn oberflächlich mit dem übrigen Substrat vermengen. Eine Mulchschicht aus Kiefernrinde liefert der Pflanze meist ausreichend Nährstoffe, während sie sich nach und nach zersetzt.
Der Rückschnitt
Englische Heiden wachsen langsam. Ein regelmäßiger starker Rückschnitt ist daher nicht nötig.
Am Ende der Blütezeit (je nach Sorte im Frühjahr oder Herbst) entfernen Sie die verblühten Blüten einfach mit einer sauberen und gut geschärften Schere.
Stärker wachsende Baum-Heiden können nach einigen Jahren zurückgeschnitten werden, um eine harmonische Form zu bewahren und Totholz zu entfernen. Der Rückschnitt sollte jedoch stets behutsam erfolgen. Ein zu starker Rückschnitt kann die künftige Blüte beeinträchtigen. Sie können die Pflanzen auch problemlos ohne Rückschnitt wachsen lassen.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel: Englische Heide schneiden: wann und wie?
Das Umtopfen
Da Englische Heiden bekanntlich eher langsam wachsen, ist ein Umtopfen meist erst nach 2 bis 3 Jahren erforderlich. Topfen Sie um, wenn die Pflanzen in ihrem Gefäß zu wenig Platz haben oder Wurzeln aus den Abzugslöchern herauswachsen. Idealerweise erfolgt dies im Frühjahr oder Herbst.
Krankheiten
Englische Heiden sind nicht besonders anfällig für Parasiten und Krankheiten.
An der Pflanze können Blattläuse auftreten. Bei schwachem Befall lassen sie sich einfach mit einem Wasserstrahl entfernen. Bei stärkerem Befall sprühen Sie am Tagesende eine Mischung aus Schmierseife und Wasser (1 Esslöffel auf 1 Liter Wasser verdünnt) auf die Blätter. Dieses Mittel wirkt als natürliches Abwehrmittel.
Bei zu schwerem Substrat oder mangelnder Drainage kann die Englische Heide auch von einem Pilz (Phytophthora cinnamomi) befallen werden, der Stamm- und Wurzelfäule verursacht. Verwenden Sie vorbeugend beim Rückschnitt stets gut desinfizierte Schneidwerkzeuge, um die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen. Bei Symptomen entfernen Sie die betroffenen Pflanzenteile sofort. Verbessern Sie die Drainage des Bodens. Wenn Sie mehrere Englische Heiden in einem Gefäß kultivieren, achten Sie darauf, dass die Pflanzen nicht zu dicht stehen und ausreichend Platz für eine gute natürliche Belüftung haben.
Weitere Informationen zu dieser Krankheit, die Englische Heide im Topf befallen kann, finden Sie in unserem Ratgeber: Phytophthora: erkennen, vorbeugen, bekämpfen
Wenn Sie mehr über Pilzkrankheiten im Allgemeinen erfahren möchten, lesen Sie auch unseren entsprechenden Artikel: Alles über Pilzkrankheiten
Die Überwinterung
Die Winterhärte der Englischen Heide variiert je nach Kultivar, doch im Allgemeinen verträgt sie Fröste bis etwa -20 °C. Sie kann den Winter daher draußen verbringen, vorzugsweise geschützt vor kalten Winden.
Baum-Heiden sind dagegen weniger winterhart und vertragen meist nur -5 bis -10 °C. Außer in Regionen mit milden Wintern, etwa im Mittelmeerraum oder an der Atlantikküste, empfehlen wir, die Pflanze bei starkem Frost geschützt in einem frostfreien Raum unterzubringen.

Einige Englische Heiden können draußen überwintern
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