Fächertanne: Warum fasziniert dieser Baum?
Schöner Baum mit starker Symbolik, stets beliebt
Inhaltsverzeichnis
Nur wenige Pflanzen faszinieren so sehr – durch ihre besondere Schönheit und Symbolik. Der Ginkgo biloba ist ein Baum, den auch Einsteiger kennen und schätzen. Entdecken Sie hier seine Geheimnisse und Vorzüge neu.
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Eine botanische Rarität
Botanisch den Nadelgehölzen nah, zeigt der sommergrüne Ginkgo eine farnähnliche Fortpflanzung – schwer einzuordnen.

Ein völlig einzigartiger Baum, der trotz seines Aussehens zur großen Familie der Nadelgehölze zählt
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Fächertanne: Pflanzung, Pflege, NutzungEine fesselnde Geschichte
Die Fächertanne hat eine ganz besondere Geschichte. Sie ist das letzte noch auf der Erde lebende Mitglied ihrer Familie, der ältesten in der Botanik: der Ginkgoaceae. Heute hat sie daher keine lebenden nahen Verwandten mehr. Sie soll vor etwa 190 Millionen Jahren im Jura entstanden sein, noch lange vor dem Auftreten der Dinosaurier, weshalb sie als „lebendes Fossil“ bezeichnet wird (auch wenn diese Bezeichnung genau genommen falsch ist, da ein Fossil per Definition tot ist).
Später erhielt sie den Namen „Fächerblattbaum“ – angeblich in Anspielung auf die für damalige Verhältnisse völlig überhöhten Preise, die ein französischer Botaniker für einige Jungpflanzen bezahlt hatte. Der Beiname verweist jedoch auch auf die goldgelbe Färbung des Laubs im Herbst, das beim Abfallen einen wahrhaft leuchtenden Teppich bildet.
Dieser aus Südostchina stammende Baum gelangte 1730 nach Europa, zunächst in die Niederlande und dort in den Botanischen Garten Utrecht. Erst 1778 kam das erste Exemplar in den Jardin des Plantes von Montpellier. Später wurde ein Steckling entnommen und 1795 in den Jardin des Plantes von Paris gebracht. Die beiden Fächerblattbäume erfreuen sich übrigens bis heute bester Gesundheit.

Die goldenen Farben des Fächerblattbaums gehören zu den schönsten des Spätherbstes
Außergewöhnliche Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit
Die Fächertanne gilt als Symbol der Widerstandsfähigkeit. Als perfektes Beispiel für Resilienz verfügt sie über genetische Besonderheiten, die ihr das Überleben unter extremen Bedingungen ermöglichen. So sollen mehrere Exemplare die Explosion der Atombombe in Hiroshima 1945 überlebt haben. Sie waren somit in der Lage, die enorme Hitze und die hohe Strahlung zu ertragen und wenige Monate nach dem Bombenabwurf wieder auszutreiben. Daher gelten sie als stille Zeugen dieser schrecklichen Zeit, zeigen aber auch die Regenerationsfähigkeit von Lebewesen nach einer Katastrophe.
Die natürliche Widerstandsfähigkeit des Fächerblattbaums macht ihn zudem unempfindlich gegenüber allen bisher bekannten Krankheiten und Schädlingen. Er ist sehr winterhart und verträgt Frost bis etwa -30 °C, außerdem übersteht er Trockenheit, sobald er gut eingewurzelt ist. Auch Luftverschmutzung verträgt dieser Baum problemlos, und an seine Kulturbedingungen stellt er nur geringe Ansprüche. Nur extreme Wetterereignisse oder menschliches Eingreifen scheinen ihn zerstören zu können.
Der Baum ist außerdem ein Symbol für Langlebigkeit. Er gilt als unsterblich, da er eine beeindruckende Lebenserwartung von über 1.000 Jahren erreichen kann. Genetisch soll der Baum kein Programm zur Alterung besitzen, keinen Rückgang seiner Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten zeigen und konstant wachsen. So bleibt er sein sehr langes Leben hindurch ein „junger Baum“. Selbst die Keimrate der Samen sehr alter Exemplare soll der jüngerer Bäume entsprechen, sodass sie sich ihr Leben lang fortpflanzen können. Einige Fächerblattbäume in China sollen sogar über 3.000 Jahre alt sein. Nur wenige Bäume können ein solch ehrwürdiges Alter erreichen. Einige Exemplare zählen daher zu den uralten Bäumen, die seit mehreren Jahrhunderten bestehen – wie auch andere majestätische Arten, etwa der Bergmammutbaum, der Ölbaum, manche Kiefer, die Zitterpappel oder die Stiel-Eiche. Dennoch gibt es kaum noch wild wachsende Fächerblattbäume: Fast alle heute bewunderten Exemplare werden kultiviert.

Die Fächertanne ist eng mit Asien verbunden
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Ginkgo biloba kaufen: EinkaufsratgeberOriginelle Ästhetik
Vor allem durch sein dekoratives Laub hebt sich die Ginkgo biloba von allen anderen Bäumen ab. Auffällig sind die einzigartig fächerförmigen, zweilappigen Blätter (daher der Name „biloba“) mit langem Blattstiel. Sie stehen zu dritt oder viert an den Zweigen.

Das zweilappige Laub des Ginkgos ist absolut einzigartig!
Was die Farben betrifft, sind die Blätter zunächst grün und nehmen im Herbst wunderschöne Goldtöne an, bevor sie abfallen.

Ein goldener Blätterregen …
Das Ginkgoblatt ist das Symbol der Stadt Tokio, die es seit 1989 in ihr Logo integriert. Doch auch in unseren Innenräumen findet es sich wieder: In den vergangenen Jahren wurde es zum Motiv zahlreicher Dekorationsobjekte.
Die Ginkgo biloba wird auch wegen ihrer schönen graubraunen Rinde geschätzt, die mit der Zeit aufspringt und Risse bekommt. Ihr Holz ist außerdem im Möbelbau und für Skulpturen beliebt. An den Stämmen älterer Bäume sind manchmal „Chi Chis“ zu sehen: Auswüchse, die an Brüste oder Brustwarzen erinnern und als Glücksbringer gelten.
Während große Ginkgo biloba meist einzeln oder im Hintergrund eines Beets gepflanzt werden, lassen sich kleinere Sorten (‘Baldi’, ‘Troll’) problemlos im Topf kultivieren. Der Ginkgo eignet sich auch hervorragend für die Bonsaikunst.
Ob in einem exotisch, japanisch, modern oder naturnah inspirierten Garten: Die majestätische Ginkgo biloba fügt sich in jede Gestaltung ein.

Wolkenförmig geschnittene Ginkgos wie riesige Bonsais am Wuhou-Gedenktempel in Chengdu (China)
Besonderer Geruch bei manchen Exemplaren
Ginkgo: Männliche Exemplare wählen, denn weibliche Bäume bilden übelriechende Früchte mit Buttersäure, die im Herbst zu Boden fallen.
Medizinische Eigenschaften
Ginkgo biloba ist für seine Heilwirkung bekannt und seit der Antike Teil der chinesischen Medizin. Blätter und Früchte liefern Wirkstoffe gegen altersbedingte kognitive Beschwerden.

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