Flamingoblume kultivieren

Flamingoblume kultivieren

Unser Ratgeber zu dieser prächtigen Zimmerpflanze

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 12. Januar 2026  durch Leïla 4 min.

Die Flamingoblume ist aus unseren Wohnungen nicht mehr wegzudenken. Bekannt für glänzende Blätter und farbenfrohe Blütenscheiden, erlebt sie seit einigen Jahren ein Comeback mit Arten, die durch beeindruckende, herzförmige oder längliche Blätter bestechen – oft nervig oder samtig. Die aus den tropischen Regionen Südamerikas stammende Zimmerpflanze begeistert mit ihrer exotischen Erscheinung. Die Blüten, die oft mit den Blütenscheiden verwechselt werden, können unterschiedliche Farben haben: von leuchtendem Rot über zartes Rosa bis hin zu Reinweiß und Grün.

Um die Schönheit und Gesundheit der Flamingoblume zu erhalten, ist es wichtig, ihre besonderen Ansprüche an Topf, Substrat, Standort und Pflege zu kennen. Entdecken Sie unsere Tipps zur Kultivierung und Pflege dieser Pflanze und fördern Sie so optimales Wachstum und eine üppige Blüte.

rote Blütenscheiden

Die bekannteste Flamingoblume, seit Jahrzehnten im Handel, mit farbenfrohen Blütenscheiden

Schwierigkeit

Welchen Topf wählen?

Ideale Topfgröße

Die Flamingoblume bevorzugt einen begrenzten Wurzelraum. Ein zu großer Topf kann daher zu Staunässe führen und Wurzelfäule begünstigen. Ideal ist ein mittelgroßer Topf, der den Wurzeln ausreichend Platz bietet, aber nicht zu geräumig ist. Wählen Sie grundsätzlich einen Topf, der etwas größer als der Wurzelballen der Pflanze ist.

Empfohlene Materialien

Für die Flamingoblume werden häufig Tontöpfe bevorzugt, da sie porös sind und für eine bessere Belüftung des Bodens sowie einen guten Wasserabfluss sorgen. Dadurch sinkt das Risiko von Staunässe. Auch Kunststofftöpfe können verwendet werden, sofern sie über Abzugslöcher verfügen. Achten Sie darauf, dass das Wasser aus dem Topf leicht abfließen kann, damit sich keine Feuchtigkeit staut und die Wurzeln faulen.

Welches Substrat?

Die Flamingoblume braucht ein gut drainierendes, organisch reiches Substrat. Wir empfehlen eine Mischung aus gleichen Teilen Blumenerde, Perlite und Torf. Die Blumenerde kann durch Kokosfaser ersetzt werden. In diesem Fall sollte der Perlite-Anteil auf 20 % der Gesamtmenge gesenkt und 10 % Wurmkompost hinzugefügt werden. Perlite verbessert die Drainage, während Torf die nötige Feuchtigkeit speichert und zugleich die Luftzirkulation um die Wurzeln ermöglicht. Sie können außerdem 10 % Aktivkohle hinzufügen. Für die Flamingoblume ist ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert ideal. Wenn Sie keinen Zugang zu den anderen Materialien haben, können Sie auch eine einfachere Mischung aus 50 % Blumenerde und 50 % Perlite verwenden.

Flamingoblume: So gelingt die Kultur

Hier gehört Anthurium crystallinum, bei Liebhabern sehr begehrt, zu den derzeit angesagten Arten. Sie zeichnen sich durch besonders schönes Laub aus

Pflanzung und Standort

Wie pflanzt man eine Flamingoblume?

  • Füllen Sie zunächst den Topfboden mit einer Schicht Kies oder Blähton , um die Drainage zu verbessern.
  • Geben Sie anschließend das vorbereitete Substrat hinein und lassen Sie ausreichend Platz für die Pflanze.
  • Setzen Sie die Flamingoblume vorsichtig in den Topf. Achten Sie darauf, dass die Pflanzenbasis auf Höhe der Substratoberfläche liegt.
  • Füllen Sie den Topf mit Substrat um die Wurzeln auf und drücken Sie es leicht an, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.
  • Nun müssen Sie nur noch gießen.

Wo sollte sie stehen?

Die Flamingoblume gedeiht an einem hellen Standort, jedoch ohne direkte Sonne, die ihre Blätter verbrennen könnte. Indirektes Licht, etwa durch einen Vorhang gefiltert, ist ideal. Ein Platz an einem Ost- oder Westfenster wird meist empfohlen.

Außerdem schätzt die Flamingoblume eine konstante Raumtemperatur ohne kalte oder warme Zugluft. Eine Temperatur zwischen 18 und 25 °C ist für diese Zimmerpflanze ideal. Stellen Sie sie nicht in die Nähe von Wärmequellen wie Heizkörpern oder Klimaanlagen.

Flamingoblume pflanzen

Pflanzen Sie die Flamingoblume in einen eher kleinen Topf

Pflege

Gießen

Die Flamingoblume bevorzugt ein leicht feuchtes Substrat, Staunässe ist jedoch unbedingt zu vermeiden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Das Substrat darf niemals völlig durchnässt sein. Gießen Sie die Pflanze, sobald die Oberfläche des Substrats in den ersten Zentimetern abzutrocknen beginnt, und verwenden Sie zimmerwarmes Wasser. Lassen Sie das Wasser vollständig durch die Abzugslöcher des Topfes ablaufen, damit sich keine Nässe staut. Lassen Sie kein Wasser im Untersetzer oder Übertopf stehen. Im Winter sollten Sie die Häufigkeit des Gießens reduzieren, da die Pflanze in eine Ruhephase eintritt.

Die aus tropischen Regionen stammende Flamingoblume bevorzugt eine hohe Luftfeuchtigkeit von über 60 %. In trockenen Innenräumen kann ein Luftbefeuchter hilfreich sein. Auch das regelmäßige Besprühen der Blätter mit kalkarmem Wasser kann dazu beitragen, die Luftfeuchtigkeit auf einem geeigneten Niveau zu halten. Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit wächst die Pflanze schlechter und die Blätter werden braun.

Düngen

Während der Wachstumsperiode von März bis September düngen Sie die Flamingoblume einmal monatlich mit einem ausgewogenen Flüssigdünger für Zimmerpflanzen. Im Herbst und Winter sollten Sie die Düngung reduzieren, wenn sich das Wachstum der Pflanze verlangsamt.

Umtopfen

Die Flamingoblume sollte alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden oder sobald Sie feststellen, dass die Wurzeln nicht mehr genügend Platz haben. Das Umtopfen bietet zudem die Gelegenheit, das Substrat zu erneuern, was der Pflanze zugutekommt. Wählen Sie dabei einen nur wenig größeren Topf und gehen Sie vorsichtig mit den Wurzeln um, um Schäden zu vermeiden.

→ Lesen Sie auch unseren Artikel „Ihre Flamingoblume blüht nicht mehr? Denken Sie ans Umtopfen!“.

Blatt der Flamingoblume

Ein weiteres schönes Blatt der Flamingoblume: die Art Anthurium radicans

Krankheiten und Parasiten

Flamingoblume: Krankheiten und Schädlinge erkennen und vorbeugen. Drainierendes Substrat, wenig Wasser und gute Luftzirkulation schützen vor Wurzelfäule.

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