Gartenwicke im Topf kultivieren?

Gartenwicke im Topf kultivieren?

Tipps für Pflanzung und Pflege: Pflanzen auch ohne Garten genießen.

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 4. Dezember 2025  durch Marion 6 min.

Gartenwicken (Lathyrus) verschönern den Sommer mit ihren bunten, schmetterlingsähnlichen Blüten.

Ob einjährig oder mehrjährig, kletternd oder buschig: Sie passen in jeden Garten und sind an sonnigen Standorten leicht zu kultivieren. Für kleine Flächen, Terrasse oder Balkon lassen sich manche Gartenwicken problemlos im Topf ziehen. Verwenden Sie sie zum Beispiel in einem hübschen hängenden Blumentopf oder in einem großen Kübel, um Geländer und Rankgitter elegant zu begrünen.

Hier finden Sie unsere Tipps zu Pflanzung und Pflege für eine einfache Kultur von Gartenwicken im Topf.

Gartenwicken im Topf kultivieren

Die Gartenwicke: eine unverzichtbare Pflanze für einen blütenreichen Sommer!

Winter, Frühling, Herbst Schwierigkeit

Welche Gartenwicken-Sorten wählen?

Gartenwicken sind pflegeleicht und lassen sich problemlos in Gefäßen kultivieren: im Topf, Balkonkasten, Pflanzgefäß oder Kübel. Wählen Sie einfach kompakte Sorten. Vermeiden Sie mehrjährige Gartenwicken, da sie zu wüchsig und ausladend sind, sowie Sorten, die höher als 1,80 m werden.

Natürlich können Sie auch Zwerg-Gartenwicken wählen, die sich ideal für sommerliche Topfbepflanzungen, Balkonkästen oder Ampeln eignen. Die Sorte ‘Cupid Pink’ wird nur 20 cm hoch und 45 cm breit. Ihre zweifarbigen Blüten duften und blühen in Hell- und Kräftigrosa. Sie können auch eine Mischung aus Gartenwicken wie ‘Bijou varié’ ausprobieren. Sie bringt duftende Blüten in Creme, Rosa, Rot und Purpur hervor.

Weniger bekannt sind buschige Sorten, die etwa 70 bis 80 cm hoch werden. Auch sie gedeihen problemlos im Topf.

Bei den größeren einjährigen Sorten haben Sie schließlich die Qual der Wahl:

  • ‘Zorjia Rose’ (1,75 m hoch und 40 cm breit) bildet rosaviolette Blüten;
  • ‘Miss Willmott’ (1,80 m hoch und 30 cm breit) bezaubert mit intensivem Lachsrosa;
  • ‘Blue Ripple’ (1,80 m hoch und 30 cm breit) blüht zweifarbig in Hellblau und Weiß;
  • ‘Apricot Sprite’ (1,80 m hoch und 30 cm breit) erfreut mit einer schönen rosorangefarbenen Blüte;
  • ‘Blue Velvet’ (1,80 m hoch und 30 cm breit) beeindruckt mit ihrem ungewöhnlichen Schwarz überhauchten Blauviolett.

Sie können sich auch für eine Mischung verschiedener Blütenfarben entscheiden, etwa ‘Elegant Ladies’ mit pastellfarbenen Gartenwicken oder ‘Heirloom Mixed’ mit kleinblütigen, kräftig gefärbten und intensiv duftenden Kultivaren.

Kletternde Sorten können in Ampeln kultiviert werden und bilden dort lange, herabhängende Blütengirlanden. Oder sie begrünen jede Rankhilfe, an der sich ihre windenden Ranken emporarbeiten können.

Wann Gartenwicken im Topf pflanzen?

Gartenwicken gehören zu den einjährigen Pflanzen, die meist als Samen erhältlich sind. Der Aussaatzeitpunkt hängt davon ab, wo die Samen bis zur Keimung stehen:

  • im unbeheizten Gewächshaus säen Sie im Oktober und November, um kräftige Pflanzen und eine frühere Blüte zu erzielen;
  • in einem beheizten Raum säen Sie ab März;
  • im Freiland warten Sie, bis die Temperaturen milder sind (etwa über 10–12 °C) und keine Frostgefahr mehr besteht (je nach Region zwischen März und Mai).
Gartenwicken im Topf kultivieren

Im Freiland werden Gartenwicken zwischen März und Mai ausgesät

Wenn Sie Gartenwicken in einer anderen Form kaufen, etwa als Miniballen, pflanzen Sie sie möglichst schnell um, damit die Wurzeln nicht austrocknen. Schützen Sie sie weiterhin vor Frost.

DéEntdecken Sie andere Wicken-Samen

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Ab EUR 2.10 Samen

Gartenwicke im Topf pflanzen

Das Gefäß

Für die Kultur von Gartenwicken im Topf wählen Sie:

  • für Zwerg- und Buschsorten ein Gefäß mit 30 bis 40 cm Tiefe und ebenso viel Breite;
  • für Kletterpflanzen ein tieferes als breites Gefäß mit mindestens 50 bis 60 cm Breite;
  • einen größeren Blumenkasten oder Kübel, wenn Sie die Gartenwicke mit anderen Pflanzen kombinieren möchten.

Das Gefäß muss unbedingt ein Abzugsloch haben, damit überschüssiges Gieß- und Regenwasser abfließen kann.

Bevorzugen Sie Gefäße aus Ton oder Terrakotta, da ihr poröses Material für eine bessere Belüftung des Substrats sorgt, oder verwenden Sie Holzkübel.

Gartenwicken im Topf kultivieren

Das Gefäß muss ausreichend groß für die Gartenwicken sein

Das Substrat

Gartenwicken bevorzugen humusreiche, organische und zugleich gut drainierte Böden, damit keine Staunässe entsteht.

Mischen Sie:

Die Aussaat

Weichen Sie die Samen am Tag vor der Aussaat in einer Schale mit lauwarmem Wasser ein, um die äußere Samenschale aufzuweichen und die Keimung zu erleichtern.

  1. Geben Sie eine etwa 3 bis 5 cm dicke Drainageschicht auf den Gefäßboden (Blähton, Kies, Terrakottascherben …)
  2. Füllen Sie das Gefäß mit dem Substratgemisch auf
  3. Säen Sie die Gartenwicken-Samen mit 15 cm Abstand aus
  4. Drücken Sie sie mit dem Finger 2 bis 3 cm tief in die Erde.
  5. Bedecken Sie sie mit einer dünnen Schicht Blumenerde
  6. Gießen Sie fein oder verwenden Sie eine Sprühflasche
  7. Halten Sie das Substrat bis zur Keimung feucht.

Weitere ausführliche Tipps von Virginie finden Sie in der passenden Anleitung: „Gartenwicken erfolgreich aussäen“.

Sobald die Keimlinge mehr als zwei Blattpaare haben und etwa 15 bis 20 cm hoch sind, können Sie die Verzweigung fördern, indem Sie die Triebspitzen auskneifen.

Die Rankhilfe

Für Kletterpflanzen stellen Sie ein Rankgitter oder Pflanzenstützen (als Reihe oder Tipi) auf, wenn keine natürliche Stütze vorhanden ist.

Auch wenn sie sich mit ihren Ranken selbst festhalten, können Sie die jungen Triebe anfangs anleiten, damit sie richtig an der Rankhilfe emporwachsen.

Der Standort

Stellen Sie Ihre Gartenwicken im Topf ins Freie, sobald keine Spätfröste mehr zu erwarten sind.

Platzieren Sie sie an einem sonnigen, vor Zugluft geschützten Standort.

In Regionen mit heißen Sommern im Süden Frankreichs ist ein halbschattiger Standort möglich, allerdings kann die Blüte weniger üppig ausfallen.

Beachten Sie, dass Sorten mit roten oder purpurfarbenen Blüten bei sehr intensiver Sonne verblassen können. Wählen Sie für diese daher einen halbschattigen Standort.

Gartenwicken im Topf kultivieren

Stellen Sie die Gartenwicken an einen sonnigen Standort – im Gefäß Ihrer Wahl!

Gartenwicken im Topf pflegen

Gartenwicken sind einfach zu kultivieren und pflegeleicht. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Blüte jedoch den ganzen Sommer über fördern.

Bewässerung

Gartenwicken bevorzugen frische Böden, die feucht bleiben, ohne durchweicht zu sein. Gießen Sie daher regelmäßig, sobald das Substrat an der Oberfläche trocken ist.

Bei heißem, trockenem Sommerwetter sollten Sie häufiger gießen, damit die Blüte üppig bleibt.

Bei Abwesenheit lässt sich problemlos ein automatisches Bewässerungssystem für Töpfe installieren.

Denken Sie außerdem daran, den Fuß Ihrer Jungpflanzen mit Mulch abzudecken, um die Verdunstung zu verringern und Feuchtigkeit sowie Frische länger zu bewahren.

Düngung

Um die Blüte während des ganzen Sommers zu fördern, verwenden Sie einen Spezialdünger für Blühpflanzen. Diese Dünger enthalten wenig Stickstoff, damit die Blattbildung nicht angeregt wird, aber reichlich Phosphor und Kalium zur Förderung der Blütenknospenbildung.

Verwenden Sie entweder Düngestäbchen (geringer dosiert, aber mit Langzeitwirkung) oder Flüssigdünger (hoch dosiert für eine sofortige, kurz andauernde Wirkung).

Befolgen Sie stets die Anwendungshinweise des Herstellers auf dem Produkt.

Rückschnitt

Entfernen Sie verblühte Blüten nach und nach, um die Bildung neuer Knospen zu fördern. Lassen Sie nur einige Blüten stehen, die sich zu Schoten entwickeln, wenn Sie Samen für die Aussaat im folgenden Jahr gewinnen möchten.

Einjährige Sorten im Topf benötigen keinen weiteren Pflegeschnitt.

Schädlinge und Krankheiten

Wenn die Aussaat unter zu kühlen und feuchten Bedingungen erfolgte, können die Sämlinge von der Umfallkrankheit befallen werden, die durch einen Pilz verursacht wird. In diesem Fall ist leider eine neue Aussaat in frischem Substrat erforderlich. Stellen Sie die Sämlinge anschließend an einen wärmeren Standort.

Junge Pflanzen können Schnecken zum Opfer fallen. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, um die unerwünschten Gäste schnell zu entfernen.

Bei einem Blattlausbefall kneifen Sie die Spitzen der betroffenen Triebe ab. Dadurch wird zusätzlich die Verzweigung angeregt. Bei starkem Befall verwenden Sie eine Mischung aus Schmierseife und Wasser (1 Esslöffel auf 1 Liter lauwarmes Wasser verdünnt), die Sie am späten Nachmittag auf die befallenen Pflanzenteile sprühen.

Auch Pilzkrankheiten können auftreten. Bei kühlem, regnerischem Frühling sollten Sie auf Falschen Mehltau achten (gelbe Flecken auf dem Laub und ein weißer Belag auf der Blattunterseite). Bei Trockenheit kann Echter Mehltau auftreten (mehlig-weißer Belag auf dem Laub). Vermeiden Sie beim Gießen grundsätzlich, das Laub zu benetzen. Entfernen Sie kranke Pflanzenteile so schnell wie möglich. Falls nötig, wenden Sie zusätzlich ein Fungizid an, zum Beispiel Schachtelhalmbrühe. Lesen Sie dazu unsere Anleitung: „Wie stellt man Schachtelhalmbrühe her?“.

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Wicken im Topf, Kübel oder Blumenkasten