Ginster wählen: Tipps?

Ginster wählen: Tipps?

Kaufratgeber: So finden Sie die ideale Sorte

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 30. November 2025  durch Marion 6 min.

Ginster: Duftende Blüte im Frühling oder Sommer. Trockenheitsfest, ideal für sonnige Beete. Kaufratgeber zur passenden Sorte.

Schwierigkeit

Je nach Blütenfarbe

Gelbe Ginster

Wohl die verbreitetsten Sorten: Gelbe Ginster bringen mit ihrer üppigen, leuchtenden Blüte Sonne in den Garten.

Gelb zeigt sich in vielen Nuancen, zum Beispiel:

  • Besenginster (Cytisus scoparius) ‘Golden Sunlight’ oder ‘Luna’ erstrahlen in Goldgelb, der typischen Ginsterfarbe;
  • noch feuriger zeigt sich ‘Apricot Gem’ in Goldgelb mit orange-roten Nuancen;
  • der Flügel-Ginster (Genista sagittalis) bevorzugt ein leuchtendes Zitronengelb;
  • der Teneriffa-Ginster setzt dagegen auf leicht orangefarbenes Gelb.
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Cytisus scoparius und Genista sagittalis

Rote Ginster

Ebenso strahlend ziehen Ginster mit roten Blüten alle Blicke auf sich.

Lassen Sie sich von Cytisus (x) praecox ‘Hollandia’ mit Blüten in Kirschrot, Rosa und Cremeweiß verführen.

Der Besenginster ‘Boskoop Ruby’ zeigt sich in schönem Rubinrot, während ‘Roter Favorit’ auf kontrastreiches Karminrot mit goldgelben Akzenten setzt.

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Cytisus (x) praecox ‘Hollandia’ und Besenginster ‘Boskoop Ruby’

Rosa Ginster

Auch rosa Ginster blüht in mehreren Farbtönen, von zart bis leuchtend.

Für einen zarten Farbakzent sorgt ‘Moyclare Pink’ mit Blüten in Mauve-Rosa und Creme.

Der Purpur-Zwergginster (Chamaecytisus purpureus) bildet, wie sein Name andeutet, purpurrosa Blüten in Nuancen von Hellrosa bis Violett.

Cytisus procumbens ‘Zeelandia’ bevorzugt eine Mischung aus Fliederrosa und Creme, während C. scoparius ‘Burkwoodii’ uns mit dunklem, ockerfarben nuanciertem Rosa erfreut.

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Cytisus scoparius ‘Moyclare Pink’ und Cytisus procumbens ‘Zeelandia’

Mehrfarbiger Ginster

Neben seiner bereits großen Farbpalette bietet Ginster auch atemberaubende mehrfarbige Sorten, die dem Garten einen spritzigen Akzent verleihen.

Cytisus scoparius ‘La Coquette’ bezaubert mit kleinen Schmetterlingsblüten in Gelb, Orange und Rosa; ‘Lena’ setzt auf Rostorange mit Goldgelb; ‘Andreanus’ bildet kontrastreiche gelbe und rote Blüten, während ‘Palette’ eine Blüte in Rot, Orange, Flieder und Pfirsich zeigt. Eine echte Farbexplosion!

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Cytisus scoparius ‘La Coquette’ und ‘Lena’

Weitere Farben entdecken

Weniger verbreitet, aber ebenso interessant: Entdecken Sie zarten weißen Ginster (Cytisus praeco ‘Albus’ und C. kewensis) oder den warmen Ginster mit orangefarbener Blüte (C. scoparius ‘Goldfinch’).

Je nach Blütenform

Ginster erkennt man an seinen schmetterlingsförmigen Blüten, wie bei Erbsen. Sie bestehen aus 4 Blütenblättern, von denen eines größer ist und sich wie ein Banner über den anderen erhebt, während es sich sanft schließt.

Doch wie so oft im Pflanzenreich gibt es auch hier Ausnahmen. Ein Beispiel ist Genista tinctoria ‘Plena’, eine Sorte mit gefüllten Blüten und zahlreichen Blütenblättern, die zur Blütezeit echte goldgelbe Trauben bilden.

Der Marokkanische Ginster (Cytisus battandieri) verdankt seinen Namen der besonderen Form seiner duftenden Blüten, die an die exotische Frucht Ananas erinnern.

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Genista tinctoria ‘Plena’ und Cytisus battandieri

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Je nach Duft

Ginsterblüten duften oft: je nach Sorte zart oder intensiv.

Der Ginster von Teneriffa verströmt Moschusnoten, die bestäubende Insekten anlocken.

Der Genista pilosa ‘Vancouver Gold’ duftet subtil nach Honig und Blüten.

Der fast betörende Duft des Spanischen Ginsters Spartium junceum fällt mit seinen süßen, blumigen Noten sofort auf. Bei warmem, windstillem Wetter wird er noch intensiver.

Noch origineller duftet der bereits erwähnte Marokkanische Ginster nach köstlichen exotischen Früchten.

Je nach Blütezeit

Ginster blüht vom Frühling bis in den Sommer, mit einem Höhepunkt zwischen Mai und Juni.

Am frühesten blüht Cytisus, etwa der passend benannte Elfenbeinginster (Cytisus praecox ‘Albus’ oder ‘Allgold’), mit Blüte von März bis April.

Zu Sommerbeginn übernimmt Genista die Blüte. Zu den Spätblühern zählt Cytisus scoparius, der zwischen Juni und Juli blüht.

Einige Sorten bieten bei mildem Klima sogar eine remontierende Blüte und bilden im Frühherbst, im September und Oktober, erneut Blüten. Dies gilt für den Färber-Ginster und für ‘Porlock’.

Nach seinem Laub

Ginster ist meist sommergrün und verliert sein Laub im Herbst und Winter.

‚Porlock‘ bildet eine Ausnahme: Seine dreiblättrigen Blätter mit 3 Fiederblättchen, die kleinen Kleeblättern ähneln, sind bei mildem Winter halbimmergrün (bis etwa -5 °C).

Der Teneriffa-Ginster ist ein weiterer immergrüner Kultivar und behält sein Laub das ganze Jahr. Er zählt jedoch zu den frostempfindlichen Sorten (winterhart bis -6,5 °C).

Auch der Flügel-Ginster bildet eine Ausnahme, da er immergrün und winterhart ist.

Unser Marokkanischer Ginster besticht durch seidig silbrig-graugrünes Laub, während seine Artgenossen eher klassisch grünes Laub tragen.

Je nach Wuchsform und Verwendung

Ginster unterscheiden sich in Größe und Wuchsform. Stark verzweigt und buschig, können sie eine flach anliegende oder aufrechte Silhouette bilden. Die kleinsten Sorten werden im ausgewachsenen Zustand kaum 20 cm hoch, während die größten problemlos 4 m erreichen.

Bodendecker und Zwergsorten

Die kleinen, kriechenden Ginstersorten sind breiter als hoch. Sie bilden echte, farbenfrohe Pflanzenteppiche. Dazu zählen natürlich der Niederliegende Geißklee Cytisus decumbens (20 cm hoch und 1 m breit), der Purpurrote Geißklee (45 cm hoch und 70 cm breit) sowie der Stein-Ginster (60 cm hoch und 90 cm breit).

Die kleinen Sorten wiederum bilden bezaubernde Büsche, die kaum 1 m Höhe erreichen. Dazu gehören etwa ‘Palette’ (1 m in alle Richtungen), ‘Golden Sunlight’ (1 m hoch und 1,30 m breit) oder ‘Plena’, die Zwergform des Färber-Ginsters (30 cm hoch und 50 cm breit).

Diese Kultivare eignen sich ideal zur Begrünung einer Beeteinfassung, zur Aufhellung eines Steingartens, für den Vordergrund eines Beets oder oberhalb einer Mauer. Sie sind auch eine gute Bepflanzung am Fuß lichtdurchlässiger Bäume oder Sträucher. Im Südwesten wächst Ginster beispielsweise natürlicherweise in großer Zahl am Fuß von See-Kiefern.

Diese Ginster eignen sich auch hervorragend für die Kultur im Gefäß, im Topf oder Balkonkasten. So können Sie sie auf dem Balkon, der Terrasse oder in einem kleinen Garten genießen.

Strauchige Sorten

Diese Sorten sind größer und aufrecht wachsend. Sie finden ihren Platz im Hintergrund eines Beets, in einer Strauchhecke, als Solitär oder in einem großen Kübel.

Einige bilden schöne, kompakte, ebenso hohe wie breite Büsche (‘Apricot Gem’, ’Goldfinch’, ‘Andreanus’, …).

Die meisten dieser Sorten werden 1,50 bis 2 m hoch, doch manche Kultivare erreichen größere Maße. Dazu gehört der Spanische Ginster mit 2,50 m Höhe im ausgewachsenen Zustand sowie der beeindruckende Marokkanische Ginster, der 4 m hoch und 3 m breit wird.

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Cytisus decumbens und ‘Andreanus’

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

Neben ihrem Zierwert werden einige Sorten wegen ihrer natürlichen Eigenschaften genutzt.

Der Färber-Ginster wurde, wie sein Name bereits andeutet, wegen seiner färbenden Eigenschaften verwendet.

Der Edelginster ist dagegen als Heilpflanze beliebt, um bestimmte Beschwerden auf natürliche Weise zu behandeln. Sein Name geht auf die frühere Verwendung seiner entblätterten Zweige zur Herstellung von Besen zurück.

→ Entdecken Sie, welchen Ginster Sie für eine Hecke pflanzen 

Je nach Kulturbedingungen

Aufgrund ihrer Herkunft bevorzugen die meisten Ginsterarten milde bis warme Klimate sowie Sonne oder lichten Schatten. An den Boden stellen sie geringe Ansprüche, bevorzugen jedoch magere, gut durchlässige, neutrale oder saure Böden. Einige Kultivare sind anpassungsfähiger.

Winterhärte

Die Winterhärte von Ginster reicht etwa von -6 °C bis -25 °C.

In Regionen mit strengen Wintern sollten Sie Edelginster wählen, die winterhärteste Art der Gattung. Er verträgt Temperaturen bis -25 °C. Auch der Niederliegende Geißklee ist bis -29 °C winterhart.

Sorten mit mittlerer Winterhärte wie Ananas-Ginster oder Hybrid-Ginster ‘Porlock’ eignen sich dagegen für Regionen, in denen die Temperaturen nicht unter -12 °C fallen. Der Teneriffa-Ginster zählt zu den frostempfindlichsten und ist nur bis etwa -6 °C winterhart.

Boden-pH

Spanischer Ginster gehört zu den kalktolerantesten Arten. Er wächst natürlicherweise sowohl auf sauren Böden (Korsika) als auch auf stark kalkhaltigen Böden (Provence).

Färber-Ginster und Edelginster sind hinsichtlich des Bodens recht tolerant: Sie vertragen Kalk, jedoch nicht im Übermaß.

Weitere Bedingungen

Färber-Ginster ist gut winterhart, verträgt jedoch trockene Böden schlechter als andere Ginsterarten. Vermeiden Sie ihn in südlichen Regionen mit besonders heißen, trockenen Sommern.

An der Küste sollten Sie Spanischen Ginster wählen, der salzhaltige Gischt gut verträgt.

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