Gunnera kombinieren

Gunnera kombinieren

Riesenrhabarber im Beet wirkungsvoll kombinieren?

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 30. Oktober 2025  durch Gwenaëlle 6 min.

Gunnera (Mammutblatt) im Garten: Tipps zu Standort, Boden und Begleitpflanzen für die imposante Riesenstaude – auch in kleinen Gärten.

Schwierigkeit

Im üppigen Tropenbeet

Skulptural und mit ihren für eine Staude außergewöhnlichen Maßen von 2 m Höhe und ebenso viel Breite allen Superlativen trotzend, zeigt die Riesenrhabarber aus Brasilien ihre starke Persönlichkeit am besten in üppigen, exotischen Großbeeten! In dieser Dschungelkulisse, in der es unmöglich ist, mit dem Mammutblatt zu konkurrieren, setzt man besser auf Pflanzen mit kontrastierendem Blattwerk, Wuchs oder Farben.

Wenn Sie viel Platz haben, ist eine vertikale Ebene sinnvoll: Palmen, die feuchten Boden mögen, sind willkommen, etwa Sabals oder die robusten Trachycarpus fortunei. Auch ein Dicksonia antarctica bringt eine schöne, fein gefiederte Struktur ein, die sich vor den großen Blättern des Gunnera manicata abzeichnet. Auch ein Tetrapanax kommt infrage und sorgt für viel Exotik – vorausgesetzt, es steht sehr viel Platz zur Verfügung, sonst konkurrieren diese beiden Riesen zu stark miteinander …
Bei den Sträuchern ist es ebenfalls eine Platzfrage. Denken Sie an das Blattwerk panaschierter Aukuben , die in exotischer Umgebung immer eine starke Wirkung haben, oder an Engelstrompeten mit ihren wunderschönen, ungewöhnlichen Blüten.

Unter den kontrastierenden Stauden bieten sich natürlich alle Farne für feuchten Boden an, von denen Sie ruhig viele pflanzen können, ebenso Funkien, Funkien, großblättrige Bananen und weitere.
Setzen Sie exotisch wirkende Blüten in warmen Farben ein, etwa Kaffernlilien, Schmetterlingsingwer oder auch Taglilien. Alternativ betonen Sie einfach das Weiß und die Frische von Aronstab, ohne weitere Farben hinzuzufügen.

Für eine deutlich minimalistischere und ebenso wirkungsvolle Gestaltung begleiten massenhaft gepflanzte Farfugien das Gunnera manicata auf eindrucksvolle Weise. Ihre glänzenden Blätter sorgen für einen starken Kontrast und bilden im Herbst zu seinen Füßen einen goldgelben Teppich.

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Gunnera manicata kombiniert mit einer Zwerg-Palmettopalme, einer Banane, Hedychium coccineum ‘Tara’, Farfugien und Aronstab

Der Star im Teich

Sumpfpflanze, der Gunnera braucht feuchte Standorte und dauerhaft frische Böden, um üppig zu wachsen. Besonders gut kommt er an einem Gewässer zur Geltung – an einem Teich, Bachlauf oder großen Becken, wo er von einem passenden Umfeld für seine üppige Entwicklung profitiert. Begleitpflanzen sollten Sie sparsam einsetzen, denn der Gunnera steht in dieser Umgebung klar im Mittelpunkt.

Zwei Möglichkeiten bieten sich an: Legen Sie ein kleines Becken an, in dem Sie den Gunnera eingefasst halten können, und umgeben Sie ihn mit einigen Schachtelhalmen (Equisetum japonicum) und Unterwasserpflanzen wie Iris pseudoacorus, einer Gruppe Riesen-Aronstab (Zantedeschia aethiopica ‘Himalaya’) oder einigen Ligularia dentata, wenn Sie eine leuchtende Blüte integrieren möchten.

An einem Teich oder ausreichend großen Gewässer können Sie einige imposante, dekorative oder farbenfrohe Pflanzen wählen: Seerosen und die Blüten der Gelben Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudoacorus) ergänzen das Bild harmonisch, während untergetauchte Thalia dealbata ihre markanten Blätter und die mauve Sommerblüte beisteuern. Pflanzen Sie außerdem einige Canna mit purpurfarbenem Laub, um auch im Blattwerk für Farbkontraste zu sorgen, etwa die prachtvolle Canna ‘Durban’, oder gruppenweise gepflanzten Wasserdost für einen schönen Farbfleck im Sommer und eine natürlichere Atmosphäre. Schließlich setzen Juncus effusus ‘Spiralis’ mit ihren spiralförmigen Halmen einen originellen Akzent – im kleinen oder mittelgroßen Becken.

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In der Mitte der Gunnera als Blickfang im Wassergarten, umgeben von Thalia, Canna ‘Durban’, Gelber Sumpf-Schwertlilie und Seerosen

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Im Blattschmuckbeet

Wenn im Garten ausreichend Platz vorhanden ist, wirkt der Riesenrhabarber in einem reinen Blattbeet besonders eindrucksvoll, in dem Blattformen, -farben und -texturen im Mittelpunkt stehen. Über viele Monate verleiht er dem Beet eine unbestreitbare majestätische Ausstrahlung. Der überdimensionierte, rau und geprägte Blätter tragende Riesenrhabarber ist jedoch sommergrün: In vielen Regionen verschwinden seine großen Blätter in der kalten Jahreszeit oder ziehen sich zurück. Ihn als wichtigstes Strukturelement eines solchen Beetes einzusetzen, setzt daher voraus, ihn mit ebenso außergewöhnlichen Pflanzen zu umgeben – und dabei einige immergrüne Arten einzuplanen.

In dieser Gestaltung sollten Sie zunächst an ein weiteres, deutlich höheres Element denken: etwa einen Baumfarn mit originellem, schwärzlich gefärbtem Stamm wie Cyathea medullaris oder eine Palme mit handförmigen Blättern, etwa Sabal, beziehungsweise mit gefiederten Blättern wie Archontophoenix alexandrae. Als kontrastreiches Strukturelement kann sich eine Banane sehr gut zu Ihrem imposanten Riesenrhabarber gesellen. Auch eine nahe Bambusgruppe Bambus sorgt für einen ausgesprochen exotischen Effekt.

Zahlreiche Stauden können sich ganz natürlich einfügen, etwa Zantedeschia aethiopica, großblättrige Petasites japonicus, Rodgersia in Bronze- oder dunklen Farbtönen wie ‘Irish Bronze’ sowie leuchtende Goldkolben in voller Sommerblüte. Auch blühende Pflanzen lassen sich integrieren, sofern Sie sie sparsam einsetzen und helle, aufeinander abgestimmte Farbtöne wählen, etwa Weiß oder Gelb.

Einige Gräser für frische Böden und Stauden mit linearem Laub wirken in einem solchen Blattbeet besonders schön und sorgen für eine schlankere Optik: Carex comans ‘Milk Chocolate’ mit seinen orangefarbenen Herbstreflexen, die sehr natürlich wirkende Carex pendula, das winterharte Cyperus longus oder Miscanthus sinensis ‘Gracillimus’

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In einem großen Blattbeet mit Goldkolben zu seinen Füßen sowie Bambus, Cyathea medullaris und Bananen rund um den Riesenrhabarber

In einer wilden Szene

Wenn einige Bäume dem Gunnera wohltuenden Schatten spenden, ist es – besonders südlich der Loire – ein prächtiger Blickfang in einer wild wirkenden Gartenszene. Es harmoniert mit natürlich wirkenden, locker oder aufrecht wachsenden Pflanzen von üppiger Größe und schafft ein opulentes, dekoratives und zugleich exotisches Bild.

Wählen Sie Pflanzen aus Wald- oder Bergregionen, etwa Angelica sylvestris, exotisch wirkende Sträucher wie Aralia, immergrüne Farne oder imposante Farne wie den Riesenfarn Osmunda regalis. Persicaria bringt einen langen, dezenten Farbakzent. Ergänzen Sie die Pflanzung mit passenden Sträuchern wie Hydrangea aspera oder einer üppigen Hydrangea heteromalla. So entsteht ein ausgesprochen natürlich wirkendes Bild. Auch ein dekorativer Baumfarn passt hierher, ebenso sommergrüne Azaleen, Astilben und Bodendecker aus Anemopsis californica und Asarum.

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Angelica sylvestris, Asplenium scolopendrium, Hydrangea aspera villosa (© Leonora Enking), Asarum und Azaleen begleiten ein Gunnera

Als Bodendecker für Beet- und Steingartenrand

Das mag angesichts der überdimensionierten Größe der bekanntesten Art, Gunnera manicata, unwahrscheinlich erscheinen. Doch die Gattung Gunnera umfasst auch eine weniger bekannte, zwergwüchsige, teppichbildende Art, die sich hervorragend als Bodendecker eignet: Gunnera magellanica.

Mit dieser ungewöhnlichen, dicht wachsenden Staude, die wie eine Gunnera im Miniaturformat wirkt (sie wird nicht höher als 15 cm), können Sie reizvolle, frische Pflanzungen für feuchte Beete, als Einfassung oder im halbschattigen Steingarten gestalten.

Wählen Sie etwas höhere Stauden oder Gräser mit linearem Laub oder zarten Blüten, die sich über diesen glänzend grünen Teppich erheben, um eine klar abgesetzte Pflanzenschicht zu schaffen: Seggen, die frische Böden mögen (etwa Carex morrowii oder Carex elata ‘Aurea’), Funkien oder, für eine höhere Ebene, Rheum palmatum. Kombinieren Sie Ihre Gunnera magellanica außerdem mit Uferstauden wie Sisyrinchium. Sie beleben den Standort mit hübschen bläulichen oder cremefarbenen Blüten. Auch frühjahrsblühende Trollius und einige Horste von Scirpus cernuus passen gut dazu.

Ein Teppich aus Pfriemen-Mastkraut neben der üppigen Gunnera-Gruppe sorgt für einen schönen Texturkontrast, ebenso wie Sagina subulata oder ein Maskarenengras (Zoysia tenuifolia).

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Gunnera magellanica mit Soleirolia und Farnen, Trollblumen, einer Japan-Segge und einigen Funkien

Mehr über Riesenrhabarber erfahren

Sehen Sie sich das Video von Michaël und Olivier über den Riesenrhabarber an!

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