Gute Lauberde herstellen: Anleitung
Zusammensetzung, Verwendung und Tipps
Inhaltsverzeichnis
Im Herbst fällt viel Laub an. Nicht wegwerfen: Es ist kostenloser Mulch und wird mit etwas Geduld zu hochwertiger Lauberde. Tipps zur Herstellung.
Was ist Lauberde?
Blumenerde aus Laub verbessert die Bodenstruktur, ist humusreich und leicht sauer (pH 6–6,5). Reife: 9 Monate bis 2 Jahre, nährstoffärmer als Kompost.
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Wie wählt man eine gute Blumenerde aus?Wofür ist Lauberde gut?
Lauberde eignet sich:
- zum Einarbeiten in Beet- und Gemüsebeeterde sowie unter Hecken,
- zum Mischen mit Gartenerde, anschließend gesiebt für Aussaat, Umtopfen oder Stecklinge.
Reine Lauberde ist ein hervorragendes Kultursubstrat. Sie ist saurer als herkömmliche Blumenerde und ideal für säureliebende Pflanzen: Kamelie, Alpenrose, Englische Heide, Heidelbeere usw.

Verwendung:
- pur für die Aussaat in Schalen von Pflanzen zum Auspflanzen in Garten oder Gemüsebeet sowie für Stecklinge,
- mit gut gereiftem Kompost gemischt (90 % Lauberde, 10 % Kompost) zum Pikieren in Anzuchttöpfe vor dem Auspflanzen,
- mit reifem Kompost gemischt (2/3 Lauberde, 1/3 Kompost) zum Umtopfen von Kübelpflanzen (Grünpflanzen, Balkon-Storchschnabel usw.),
- im Beet zur Verbesserung der Bodenstruktur durch Bildung von stabilem Humus.
Blumenerde aus Laub herstellen?
Für Ihre Lauberde benötigen Sie:
- fallendes Laub: Eiche, Birke, Hasel, Zierkirschbaum … Zerkleinern Sie unbedingt Blätter mit einem festen Blattstiel, etwa von Amberbaum, Platane oder Amerikanischem Tulpenbaum. Vermeiden Sie jedoch tanninreiche Blätter (Esskastanie, Walnuss) oder mischen Sie sie nur sparsam unter.
- einen Komposter, ein Silo aus Holzpfosten und Hühnerdraht oder ersatzweise eine einfache schattige Ecke am Ende des Gartens. Vögel und Hühner (falls vorhanden) wühlen jedoch gern im Haufen und verteilen das Laub.
So gehen Sie vor:
- Sammeln Sie im Herbst an einem bedeckten, feuchten und windstillen Tag das Laub!
Verwenden Sie dafür einen Rasenrechen, der sich auf kiesbedeckten Wegen besonders bewährt. Harken Sie das Laub auf dem Rasen zu Haufen und fahren Sie anschließend mit hoch eingestelltem Rasenmäher darüber. Das Laub wird im Fangkorb zusammen mit etwas Gras zerkleinert. Dieses liefert Stickstoff und sorgt für ein gutes Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis. - Geben Sie zunächst eine etwa 20 bis 30 cm dicke Laubschicht in den Behälter oder an die Stelle, an der Sie Ihre Lauberde herstellen möchten.

- Fügen Sie etwas Rasenschnitt, Brennnesseln oder Beinwell hinzu (frisch oder als wenig verdünnten Pflanzenauszug). Sie wirken als natürliche Kompostbeschleuniger. Sie können auch Geflügelmist oder Stallmist untermischen.
- Geben Sie vorkompostierten Pferdemist und Kompost hinzu oder ersatzweise Gartenerde.
- Schichten Sie erneut Laub, Rasenschnitt und so weiter auf.
- Setzen Sie den Haufen im Frühjahr, also nach 6 Monaten, mit einer Grabegabel um.
- Gießen Sie, wenn das Wetter trocken ist, auch im Winter (außer bei Frost).
- Die Lauberde braucht noch ein bis zwei Jahre, um vollständig zu verrotten.

Mein Tipp:
Verwenden Sie vorsichtshalber kein Laub von Rosen oder Obstbäumen, da es Krankheitserreger enthalten kann. Die beim Kompostieren erreichten Temperaturen können zu niedrig sein und nicht lange genug anhalten, um alle Spuren von Krankheitserregern abzutöten.
Die Lauberde muss ständig mit dem Boden in Kontakt bleiben, damit sie mit den an der Zersetzung beteiligten Bodenlebewesen in Kontakt steht.
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