Idealen Pfefferbaum wählen: kompletter Kaufratgeber

Idealen Pfefferbaum wählen: kompletter Kaufratgeber

Die besten Pfefferpflanzen für den Garten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. Januar 2026  durch Pascale 5 min.

Der Szechuanpfeffer (Zanthoxylum) ist ein kleiner Baum, auch Szechuanpfefferbaum genannt, meist asiatischer Herkunft, der sehr aromatische Beeren hervorbringt. Diese Beeren werden gemeinhin, aber fälschlicherweise als Pfeffer bezeichnet und verströmen würzige Aromen. Doch es ist die getrocknete und gemahlene Schale der Beere, die gekochten Gerichten ihr volles Aroma verleiht, während der schwarze Samen sehr hart ist. Traditionell werden die Beeren des Szechuanpfeffers in der Gewürzmischung „Fünf Gewürze“ verwendet. Der Strauch ist meist ausgesprochen dekorativ, vor allem durch sein Laub mit fein zerteilten, ovalen, schmalen und länglichen Fiederblättchen, das sich im Herbst prächtig goldgelb färbt. Die eher unauffällige Blüte erscheint im späten Frühjahr. Die Ernte der Beeren erfolgt zwischen Spätsommer und Frühherbst.

Dieser Szechuanpfeffer gehört wie die Zitrusfrüchte zur Familie der Rautengewächse. Daher lässt sich in seinen Beeren ein zitroniger Duft erkennen. Echter Pfeffer stammt dagegen von Piper nigrum, einer Kletterpflanze aus der Familie der Pfeffergewächse.

Es gibt mehrere Zanthoxylum-Arten. Um die richtige Wahl zwischen Arten und Sorten mit essbaren Beeren und stärker zierenden Formen zu treffen, lesen Sie unseren ausführlichen Kaufratgeber. Er hilft Ihnen, den für Ihre Ansprüche passenden Szechuanpfeffer zu finden.

Weitere Informationen: Szechuanpfeffer, Zanthoxylum: pflanzen, kultivieren und ernten

Schwierigkeit

Für den Geschmack seiner Beeren

Logischerweise ist der wichtigste Grund für den Kauf und die Pflanzung eines Szechuanpfeffers (Zanthoxylum) die Ernte der Beeren. Deren aromatische Fruchtschale, die bei Reife bronzerosa bis rosarot ist, wird getrocknet und zum Würzen verwendet. Die schwarzen, harten und glänzenden Samen schmecken dagegen sehr bitter. Die Fruchtschale besitzt ein mehr oder weniger ausgeprägtes Zitrusaroma, das je nach Art und Sorte von Mittelmeer-Mandarine über Zitrone und Pampelmuse bis Orange reicht. Auf der Zunge hinterlassen diese Beeren oft ein taubes, prickelndes Gefühl.

Wenn Sie einen Szechuanpfeffer vor allem wegen des Beerengeschmacks kultivieren möchten, ist Zanthoxylum piperitum sicherlich am besten geeignet. Dieser Szechuanpfeffer bildet rote Beeren mit einem zugleich scharfen, anisartigen und zitronigen Geschmack. Geerntet wird, sobald die rote Fruchtschale aufspringt und den schwarzen Samen freigibt. Nach einer Nacht des Trocknens würzen die Schalen Suppen sowie Gerichte mit Schweinefleisch, Ente oder Huhn. Die Beeren dieser Art werden im Oktober geerntet. Außerdem bildet sie einen großen, bis zu 4 m hohen und 3 m breiten Strauch mit ebenfalls sehr aromatischem Laub.

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Zanthoxylum piperitum ist die Art des Szechuanpfeffers mit den aromatischsten Beeren

Zanthoxylum schinifolium, auch Japanischer Pfeffer oder dornige Amerikanische Stachelesche mit Mastixblättern genannt, bildet die Sansho-Beeren. Dieser „Bergpfeffer“ schmeckt im Mund sehr frisch und erinnert an Melisse, ergänzt durch Noten von Minze und Unterholz. Neben ihrer scharfen, pfeffrigen und würzigen Note können diese Beeren auch die Zunge betäuben. In Japan werden sie häufig verwendet, unter anderem zum Würzen roher oder gegarter Fischgerichte, von Schalentieren und Fleisch. Dank ihres feinen Zitrusaromas passt dieser „Pfeffer“ auch in Obstsalate oder Schokoladendesserts.

Bei diesen beiden Szechuanpfeffer-Arten müssen Sie mindestens 3 bis 4 Jahre bis zur Fruchtbildung warten.

Eine weitere Szechuanpfeffer-Art bildet außergewöhnliche Beeren. Es handelt sich um Zanthoxylum armatum, dessen Beerenhüllen den Timut-Pfeffer liefern, der ein äußerst intensives Zitrusaroma, insbesondere von Pampelmuse, besitzt.

Für schöne Strauchform und attraktives Laub

Wenn die Ernte der würzigen und aromatischen Beeren zu den wichtigsten Vorzügen des Szechuanpfeffers zählt, ist der Strauch auch wegen seiner schönen Wuchsform interessant. Er wird 3 bis 6 m hoch und 2 bis 3 m breit. Zanthoxylum ist ein sommergrüner Strauch, der aufgrund seiner Winterhärte in unseren Breiten leicht zu kultivieren ist. Besonders sein Laub macht den Reiz des Szechuanpfeffers aus. Die wechselständigen Blätter sind in zahlreiche, eher schmale und längliche Fiederblättchen geteilt, die am Rand gezähnt sind. Als unpaarig gefiederte Blätter tragen sie stets eine ungerade Anzahl an Fiederblättchen. Wie die Beeren sind auch sie sehr aromatisch.

Auch optisch stechen einige Zanthoxylum-Arten hervor. An erster Stelle steht Zanthoxylum piperitum ‘Black Magic’. Wie der Name vermuten lässt, zeichnet sich dieser erst kürzlich gezüchtete Hybrid durch purpurviolettes, fast schokoladenbraunes bis tiefschwarzes, glänzendes und besonders aromatisches Laub aus. Diese sehr dekorative Sorte bildet tiefschwarze junge Triebe mit metallischen Reflexen. Im Sommer wird das Laub grün und färbt sich im Herbst orangerot. Dieser Szechuanpfeffer besticht außerdem durch seine buschige, ausgebreitete und eher unregelmäßige Wuchsform sowie durch sehr feines Laub. Mit 3 m Höhe und Breite eignet er sich auch für die Kultur im Topf auf einem großen Balkon oder einer Terrasse. Feinschmecker könnten das Fehlen von Beeren bedauern, die dieser Hybrid nicht bildet. Seine Blätter und Knospen sind jedoch essbar und werden als Beilage zu Salaten oder Fisch verwendet.

Der Amerikanische Szechuanpfeffer (Zanthoxylum americanum) stammt aus dem Osten Nordamerikas und ist ebenfalls eine sommergrüne Szechuanpfeffer-Art. Seine ovalen bis elliptischen Blätter bestehen aus 5 bis 11 Fiederblättchen. Oberseits sind sie dunkelgrün, unterseits heller. Zudem sind sie auf der Unterseite wie die jungen Zweige flaumig behaart. Im Herbst färben sich die Blätter hübsch goldgelb. Der mehrstämmige, stark verzweigte Strauch ist an seiner breiten Silhouette zu erkennen.

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Zanthoxylum piperitum ‘Black Magic’ und Zanthoxylum americanum sind sehr dekorative Arten

Auch Zanthoxylum simulans ist mit seiner außergewöhnlichen warzenförmigen Rinde sehr dekorativ. Die feinen Dornen bedecken Stamm und Zweige. Mit der Zeit werden sie dicker und ihre Spitzen stumpfer. Durch ihre charakteristische Form bilden diese Dornen recht dekorative Auswüchse.

Wegen seiner Winterhärte

Amerikanischer Pfefferbaum (Zanthoxylum americanum): winterhart bis -25 °C. Koreanischer Pfefferbaum (Zanthoxylum coreanum) verträgt bis -20 °C und starke Dornen.

Für die Einbindung in eine Schutzhecke

Der Szechuanpfeffer findet problemlos als Solitär im Rasen Platz. Seine elegante Wuchsform, der Fruchtbehang mit kleinen roten Beeren und sein goldgelbes Herbstlaub kommen dort wunderbar zur Geltung. Wegen der recht scharfen Dornen in jungen Jahren sollte Zanthoxylum jedoch nicht an einem häufig von kleinen Kindern oder Haustieren genutzten Durchgang gepflanzt werden. Daher ist eine Pflanzung als freiwachsende, wehrhafte Hecke eine interessante Lösung.

Für diesen Zweck scheint der Amerikanische Szechuanpfeffer (Zanthoxylum americanum) am besten geeignet, da er stark bedornt ist. Diese Art trägt unter jeder Knospe zwei Dornen, die mit der Zeit stumpf werden und eine Art Warze bilden. Diese eindrucksvollen Dornen bieten einen besonders guten Schutz vor dem Eindringen wilder Tiere oder unbefugter Personen.

Eine weitere geeignete Art für eine Hecke ist zweifellos Zanthoxylum simulans. Dieser Szechuanpfeffer ist mit besonders eindrucksvollen Dornen bewehrt. Die kräftigen Dornen verleihen ihm nach dem Laubfall im Winter einen besonderen Reiz, erschweren jedoch mitunter die Ernte der Beeren! Der Koreanische Szechuanpfeffer trägt dagegen rote Dornen.

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Die mit der Zeit stumpf werdenden Dornen machen den Szechuanpfeffer zur idealen wehrhaften Heckenpflanze

Diese beiden Szechuanpfeffer können mit anderen dornigen Sträuchern wie der Berberitze (Berberis), der Bitterorange (Poncirus trifoliata), der Schlehe (Prunus spinosa), dem Feuerdorn (Pyracantha) oder der Zierquitte (Chaenomeles) gepflanzt werden.

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