Im Winter blühende Sträucher

Im Winter blühende Sträucher

Die schönsten Winterblüher-Sträucher

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 20. November 2025  durch Gwenaëlle 8 min.

Winterblühende Sträucher bringen Farbe in die kalte Jahreszeit. Kamelie, Heideröschen, Beales Mahonie und Winterblüte blühen von Dezember bis März, oft duftend und immergrün.

Schwierigkeit

Beales Mahonie

Mahonie: Winterblüher mit leuchtend gelben Blüten, immergrünem Blattwerk und geringer Pflege. Tipps zu Standort, Arten und Wuchsform.

Edgeworthia chrysantha

Ein poetisch anmutender Strauch: der Papier-Maulbeerbaum oder Edgeworthia Chrysantha, ein schöner Strauch mit je nach Sorte gelber bis orangefarbener Blüte. Der klein bleibende Strauch wird etwa 1,50 m hoch und blüht im Februar oder März. Die Blüten stehen in kugeligen, hängenden Dolden und erinnern an zart gefärbte Pompons – eine echte Schönheit! Besonders auffällig sind sie, weil der Strauch zu dieser Zeit noch unbelaubt ist. In den übrigen Monaten bleibt die Edgeworthia mit ihrer schönen runden Wuchsform, dem zarten Laub und der ansprechenden Verzweigung dekorativ – im Winter sogar nach dem Laubfall. An einem halbschattigen oder sonnigen Standort in leicht saurer Erde pflanzen.

→ Gwenaëlles Tipp: Der Strauch bezaubert im japanisch gestalteten Garten, passt aber überall hin – ins Strauchbeet ebenso wie zu Moorbeetpflanzen, die den Frühling einläuten!

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Edgeworthia chrysantha, die Art, und rechts der Kultivar ‘Red Dragon’

Der Bodnant-Schneeball

Bodnant-Winterschneeball: Duftende rosa Blüten von Dezember bis März. Frosthart, für Sonne bis Halbschatten, Beet oder Hecke.

Die Armblütige Scheinhasel

Noch nicht sehr verbreitet in unseren Gärten, ist die Corylopsis pauciflora oder Chinesische Scheinhasel ein wunderbarer Strauch, der winterliche Gärten zum Leuchten bringt. Der kleine, sommergrüne Strauch wächst gedrungen und stark ausgebreitet (unter 2 m hoch, mit einer Breite von 1,80 bis 3 m). Er blüht relativ spät im März – doch welch eine Freude, wenn er sich mit kleinen, blassgelben, in hängenden Trauben angeordneten Blüten bedeckt! Die buttergelbe Farbe wird durch goldgelbe Staubblätter betont. Die kleinen gelben Lampions duften zart. Auch die Silhouette des Corylopsis pauciflora ist dank seiner zahlreichen, weit ausladenden Verzweigungen interessant; einige Zweige wachsen nahezu waagerecht. Im Frühjahr erscheinen ovale, zugespitzte und fein gezähnte Blätter, die Haselblättern ähneln und sich im Herbst gelb färben. Die Chinesische Scheinhasel benötigt einen sonnigen Standort und bevorzugt leicht sauren, frischen Boden. Sie wächst eher langsam.

→ Gwenaëlles Tipp: Corylopsis pauciflora ist ein guter Begleiter für die Zaubernuss oder für einen Stachyurus praecox. Dieser ähnelt ihm durch seine ebenso poetische Blüte, trägt jedoch herabhängende Perlen, wird etwas höher und entwickelt im Herbst eine schöne Blattfärbung.

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Corylopsis pauciflora

Zaubernuss

Zaubernüsse gehören mit ihrer außergewöhnlichen, ausgefranst wirkenden Blüte an noch kahlen Zweigen zu den Stars des Winters. Diese Sträucher bringen mitten im Winter erstaunliche Farben in den Garten: gelbe Blüten bei Hamamelis mollis, ’Pallida’ und ‘Arnold Promise’, orangefarbene bei ‘Jelena’ und ‘Aphrodite’, rosafarbene bei ‘Ruby Glow’ und ‘Rubin’, rote bei ‘Diane’ und ‘Fox Lady’, purpurfarbene bei ‘Washington Park’Ein wahres Fest warmer Farben entfaltet sich im Garten ab Dezember bei den frühesten Sorten, vor allem aber im Januar und Februar. Es handelt sich um kleine Sträucher, die 2 bis 3 m hoch werden und oft noch breiter wachsen, denn ihre Wuchsform ist in der Jugend aufrecht und wird mit den Jahren ausladend. Alle Zaubernüsse sind winterhart. Für eine üppige Blüte benötigen sie einen sonnigen Standort sowie sauren, gut durchlässigen und frischen Boden.

→ Gwenaëlles Tipp: Zaubernüsse leiden unter Trockenperioden und sollten daher im Süden Frankreichs gemieden und Gärten mit dauerhaft frischem Boden vorbehalten werden. Als Solitär oder im Beet sind sie wunderschön! 

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Hamamelis ‘Feuerbauzer’ oben links, Hamamelis mollis oben rechts und unten Herbstlaub sowie die Blüte von ‘Diane’ (© Sylvia Sassen)

Englische Heiden

Als Untersträucher gelten Erica carnea und Erica x darleyensis als winterhart, immergrün und winterblühend. Vollständiger Ratgeber: Heide pflanzen, schneiden und pflegen

Duftender Seidelbast

Zu den duftendsten Wintersträuchern zählen Daphne odora. Doch sie begeistern nicht nur mit ihrem Duft: Die immergrünen Sträucher blühen von Januar bis März besonders lang und üppig. Ihre rosa Blüten erscheinen in hellen bis kräftigen Tönen und verströmen einen betörenden, zitronig-blumigen Duft. Manche Daphne odora tragen mehr oder weniger stark berandetes Laub, etwa ‘Aureomarginata’ mit feinem cremefarbenem Rand oder ‘Mariani’ mit breiterer Zeichnung. Alle bilden einen buschigen, rundlichen Strauch (bis 1,50 m bei Reife). Sie wachsen langsam und werden nur etwa zehn Jahre alt. Als schatten- und halbschattenliebende Sträucher eignen sie sich hervorragend für den Garten, da sie Sonne nicht vertragen. Geben Sie ihnen einen sauren, frischen, humusreichen und gut drainierten Boden.

→ Gwenaëlles Tipp: Pflanzen Sie Daphne odora an einen viel genutzten Weg oder den Hauseingang, damit Sie ihren intensiven Duft genießen können – im kleinen Garten oder im Topf auf der Terrasse. Wählen Sie den Standort sorgfältig, denn ein Umsetzen vertragen sie nicht gut.

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Daphne odora Aureomarginata und Daphne Marianni

Die Winterblüte Chimonanthus praecox

Noch viel zu wenig bekannt: Chimonanthus praecox ist ein bemerkenswerter, winterblühender Strauch. Seine gelben Blütenblätter und purpurfarbenen Staubblätter kontrastieren reizvoll mit den Tepalen. Auch die Blütenform ist bezaubernd: Kleine, wachsartige, hängende Glöckchen erscheinen am kahlen Holz und verströmen einen köstlichen Duft nach Honig und Gewürzen. Die Winterblüte wird etwa 2,50 m hoch und 2 m breit. Ihr sommergrünes Laub färbt sich im Herbst gelb. Pflanzen Sie sie in Sonne oder Halbschatten in frische, durchlässige Erde.

→ Gwenaëlles Tipp: Obwohl winterhart, braucht Chimonanthus praecox einen vor kalten Winden geschützten Standort, damit er reich blüht. Als Solitär, im Strauchbeet oder im Hintergrund eines Beets ist er besonders schön.

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Chimonanthus praecox

Japanische Kamelien

Japanische Kamelien gehören zu einer artenreichen Gattung mit zahlreichen Sorten und Hybriden und entwickeln einige der größten Blüten unter den Winterblühern. Sie blühen in vielen Farben: weiß, rosa, rot oder panaschiert, gefüllt oder einfach, verschachtelt oder päonienförmig … Je nach Kultivar und Region erscheinen die Blüten zwischen Dezember und April. Diese Sträucher tragen dunkles, glänzendes, immergrünes Laub. Als Moorbeetpflanzen benötigen sie unbedingt einen sauren, humusreichen Boden. Sie sind frostempfindlich und besonders schneegeschädigt. Kamelien sind Schattensträucher; Nord- und Ostlagen sind günstig. Einige Feldkamelien haben eine weniger strenge Wuchsform als klassische Kamelien. 

→ Gwenaëlles Tipp: Kamelien wurzeln tief. Überlegen Sie daher gut, wo Sie sie pflanzen. Wählen Sie Ihre Kamelie in Blüte aus, um Farbüberraschungen zu vermeiden.

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Kamelien bieten eine große Vielfalt an Farben und Blütenformen

→ Erfahren Sie mehr über Kamelien in unserem ausführlichen Ratgeber

Schleimbeere

Dieser ungewöhnliche Name bezeichnet eine Gattung kleiner, immergrüner Sträucher, die im Schattengarten sehr nützlich sind und ihn mit der weißen Blüte erhellen. Sarcococca blühen zwischen Januar und März in den Blattachseln entlang der Zweige, die je nach Sorte entweder aufrecht oder sehr biegsam wachsen. Ihre Blüten duften besonders intensiv und sind bei manchen Sorten rosa überhaucht. Aus den Blüten entwickeln sich schwarze, fleischige Beeren. Als Verwandte des Buchsbaums besitzen Sarcococca glänzendes, längliches, derbes Laub. Je nach Sorte werden sie zwischen 0,50 cm und 1,50 m hoch.

→ Gwenaëlles Tipp: Dieser Strauch eignet sich perfekt für trockenen Schatten. Pflanzen Sie ihn in ein schattiges Beet oder unter sommergrüne Bäume im Unterholz, denn Wurzelkonkurrenz macht ihm nichts aus.

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Sarcococca confusa

Die Wohlriechende Heckenkirsche

Noch ein duftender Strauch, der es in puncto Duft vielleicht mit den Heideröschen aufnehmen kann: Sein Aroma ist noch aus mehreren Metern Entfernung wahrnehmbar! Das Lonicera fragrantissima ist ein besonderes Geißblatt: Es blüht mitten im Winter, von Januar bis Februar, und bildet einen stark verzweigten, bogigen, ausgebreiteten Strauch. Ab Januar schmückt es sich mit unzähligen kleinen, weißlich bis gelben Blüten. Eine duftende Wolke zieht in den Garten ein … 

→ Gwenaëlles Tipp: Mit seiner sehr ausladenden Wuchsform braucht der Lonicera fragrantissima viel Platz – im naturnahen Garten kommt er wunderbar zur Geltung.

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Lonicera fragrantissima

Aber noch mehr...

Die Sal-Weide (Salix caprea) mit weichen Kätzchen, der Lorbeer-Schneeball (Viburnum tinus), frühblühende Zierquitten, Spalier-Becherkätzchen (Garrya elliptica), Kornelkirsche (Cornus mas) und Akazien: Entdecken Sie winterblühende Sträucher und wählen Sie Ihren Favoriten!

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Sträucher, die im Winter blühen