Kaladie im Haus: Krankheiten und Schädlinge erkennen
Kaladien natürlich vorbeugen und behandeln
Inhaltsverzeichnis
Kaladie: Krankheiten und Schädlinge erkennen – von Knollenfäule bis Spinnmilben – und mit den besten Lösungen gesund erhalten.
Häufige Krankheiten und Probleme der Kaladie
Die Kaladie ist eine robuste Pflanze, doch manche Kulturfehler oder ungünstige Bedingungen können ihre Entwicklung beeinträchtigen. Hier finden Sie die häufigsten Krankheiten und Wachstumsstörungen sowie passende Lösungen.
Knollenfäule
Sie zeigt sich an einer weichen, schwärzlichen Knolle mit unangenehmem Geruch. Eine betroffene Pflanze treibt möglicherweise gar nicht aus oder geht kurz nach der Pflanzung schnell ein.
Ursachen sind zu viel Feuchtigkeit im Substrat, eine unzureichende Drainage und/oder zu häufiges Gießen. Auch zu niedrige Temperaturen zum Pflanzzeitpunkt können den Austrieb der Knolle verhindern und Fäulnis begünstigen.
Lösungen:
- Vor der Pflanzung prüfen, ob die Knolle fest und frei von weichen Stellen ist.
- Ein gut drainierendes, mit Perlite angereichertes Substrat sowie einen Topf mit Abzugslöchern verwenden.
- Mäßig gießen und die Erde zwischen den Wassergaben an der Oberfläche leicht abtrocknen lassen.
- Knollen erst pflanzen, wenn die Temperatur über 20 °C liegt.
→ Stellen Sie Ihre Töpfe ruhig in ein Mini-Gewächshaus: Dort sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit höher, während der Gießbedarf und damit das Risiko von Gießfehlern sinken.
Zu kleine Blätter und blasse Farben
Eine Kaladie mit kleinen, blassen Blättern hat oft zu wenig Licht oder wichtige Nährstoffe – etwa durch eine unzureichende Düngung oder ein nährstoffarmes Substrat.
Lösungen:
- Die Pflanze an einen sehr hellen Standort möglichst nahe am Fenster stellen, jedoch ohne direkte Sonne, die das Laub verbrennen könnte.
- Während der Wachstumsphase alle 4 bis 6 Wochen mit einem phosphorreichen Dünger düngen.
- Eine hochwertige, organisch reichhaltige Blumenerde verwenden, um eine gute Entwicklung zu fördern.
Schwaches oder ausbleibendes Wachstum
Wenn die Kaladie gar nicht oder nur sehr langsam wächst, deutet dies oft auf nicht optimale Bedingungen hin. Eine zu niedrige Temperatur verlangsamt ihre Entwicklung, während Nährstoffmangel die Bildung neuer Blätter begrenzen kann.
Lösungen:
- Vor allem im Frühling und Sommer eine konstante Temperatur von 20–25 °C halten.
- Prüfen, ob die Düngung regelmäßig erfolgt und auf den Bedarf der Pflanze abgestimmt ist.
Eingerollte Blätter
Wenn sich die Blätter der Kaladie nach innen einrollen, deutet dies oft auf zu trockene Raumluft oder temperaturbedingten Stress hin. Dieses Problem tritt in Innenräumen, besonders während der Heizperiode, häufig auf. Die Kaladie gedeiht bei einer Luftfeuchtigkeit von 50 bis 70 %.
Lösungen:
- Die Luftfeuchtigkeit erhöhen, indem Sie einen Luftbefeuchter in der Nähe aufstellen.
- Oder die Blätter regelmäßig mit kalkarmem Wasser besprühen, jedoch nicht übermäßig, um Pilzkrankheiten zu vermeiden.
- Eine konstante Temperatur ohne Zugluft von über 18 °C, idealerweise über 20 °C, sicherstellen.
→ Achtung: Einige Kultivare mit dünnen, empfindlichen Blättern vertragen das Besprühen nicht. Je nach Wasserqualität können dadurch weitere Probleme oder Blattflecken entstehen. Ideal ist ein Luftbefeuchter.
Blattflecken
Braune oder schwarze Flecken auf den Blättern der Kaladie können durch Pilze verursacht werden, die bei zu viel Feuchtigkeit oder schlechter Luftzirkulation auftreten. Unbehandelt können sich die Flecken ausbreiten und zum allmählichen Vertrocknen des Laubs führen.
Lösungen:
- Befallene Blätter entfernen, um eine Ausbreitung zu begrenzen.
- Die Pflanze nicht von oben gießen und die Blätter beim Gießen nicht benetzen.
- Die Pflanze an einen gut belüfteten Standort stellen, um die Luftzirkulation zu verbessern.
Mehltau
Mehltau ist an einem weißen Belag auf den Blättern zu erkennen, der wie pudrige Flecken aussieht. Er tritt in feuchter, beengter Umgebung mit schlechter Luftzirkulation auf.
Lösungen:
- Befallene Blätter entfernen.
- Eine Behandlung mit Schwefel, Natron oder Milch anwenden.
Lesen Sie unseren Ratgeber zu Behandlungen gegen Mehltau.
Weitere häufige Probleme
Auch bei der Kaladie treten bestimmte Wachstumsstörungen häufig auf. Sie lassen sich meist durch einige einfache Anpassungen beheben:
- Gelbe Blätter: oft durch zu viel Wasser oder den Eintritt in die Dormanz im Herbst verursacht – in diesem Fall völlig normal. Passen Sie die Wassergaben an und prüfen Sie die Drainage des Substrats.
- Weiche Blätter: weisen entweder auf Wassermangel oder zu viel Feuchtigkeit hin, wodurch die Wurzeln geschwächt wurden. Prüfen Sie die Drainage des Substrats und passen Sie die Wassergaben an.
- Braune Blattränder: Anzeichen für zu trockene Luft oder eine Ansammlung von Mineralsalzen durch Leitungswasser. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit und gießen Sie mit kalkarmem Wasser.

Die Blätter der Kaladie sind dünn und können empfindlich sein
Lesen Sie auch
Kaladie, Pfeilblatt: Pflanzen und PflegeWichtige Schädlinge der Kaladie
Die Kaladie mit ihrem zarten, farbenfrohen Blattwerk kann von verschiedenen Parasiten befallen werden, die die Pflanze schwächen und ihr Aussehen beeinträchtigen. Diese Schädlinge entwickeln sich meist unter bestimmten Bedingungen, etwa bei zu trockener Luft oder übermäßiger Feuchtigkeit. Durch regelmäßige Kontrollen lassen sich Befälle frühzeitig erkennen und behandeln, bevor sie problematisch werden.
Rote Spinnmilben
Rote Spinnmilben sind mikroskopisch kleine Spinnentiere, die sich vor allem bei trockener, warmer Raumluft stark vermehren. Sie saugen den Pflanzensaft aus dem Blattwerk, wodurch sich die Blätter gelb verfärben und blass wirken. Bei starkem Befall sind auch feine Gespinste unter den Blättern zu erkennen.
Maßnahmen:
- Die Pflanze abduschen.
- Die Luftfeuchtigkeit erhöhen, indem Sie die Pflanze besprühen oder einen Luftbefeuchter verwenden.
- Die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen, um die Spinnmilben zu entfernen.
- Bei starkem Befall ein natürliches Akarizid auf Basis von Schmierseife oder Nützlingen anwenden.
→ Entdecken Sie unsere Tipps zur Behandlung in unserem Artikel über Rote Spinnmilben.
Blattläuse
Blattläuse sind kleine Insekten, die sich an jungen Trieben und unter den Blättern sammeln. Sie ernähren sich vom Pflanzensaft, wodurch sich die Blätter kräuseln und das Wachstum verlangsamt wird. Häufig hinterlassen sie eine klebrige Substanz, den Honigtau, der die Entwicklung von Rußtau begünstigen kann.
Maßnahmen:
- Die Pflanze abduschen.
- Die Blätter mit Wasser besprühen, dem Schmierseife zugesetzt wurde, um die Blattläuse zu entfernen.
→ Lesen Sie unseren Ratgeber mit allen wichtigen Informationen über Blattläuse.
Schildläuse
Schildläuse sind an kleinen weißen, watteartigen Ansammlungen an den Trieben und unter den Blättern zu erkennen. Sie schwächen die Pflanze, indem sie Pflanzensaft saugen, was zu einer Gelbfärbung und einer allgemeinen Schwächung des Blattwerks führen kann.
Maßnahmen:
- Schildläuse von Hand mit einem in 70 %igem Alkohol getränkten Wattestäbchen entfernen.
- Eine Behandlung mit in Wasser verdünnter Schmierseife sowie Alkohol und Rapsöl anwenden.
- Die Pflanze regelmäßig kontrollieren und befallene Exemplare isolieren, um eine Ausbreitung zu verhindern.
→ Lesen Sie unseren Artikel über Behandlungen bei Schildlausbefall.
Trauermücken
Trauermücken, oft auch Blumenerdefliegen genannt, sind kleine schwarze Insekten, die um das Substrat schwirren. Das eigentliche Problem sind ihre Larven, die sich von den Wurzeln ernähren und die Pflanze schwächen, besonders wenn sie noch jung ist.
Trauermücken entwickeln sich, wenn die Blumenerde dauerhaft feucht bleibt.
Maßnahmen:
- Das Substrat zwischen den Wassergaben leicht antrocknen lassen, um die Entwicklung der Larven zu verhindern.
- Gelbe Leimfallen aufstellen, um die erwachsenen Tiere zu fangen.
- Das Substrat mit Tongranulat oder kleinen Steinchen abdecken.
- Bei starkem Befall eine biologische Behandlung mit Nematoden anwenden.
→ Entdecken Sie alle unsere Tipps in unserem Artikel über Trauermücken.

Die leuchtende Farbe der Leimtafeln lockt die Fliegen an, die daran kleben bleiben

Trauermücken lassen sich mit gelben Leimstreifen fangen, doch auch die Larven müssen behandelt werden
Vorbeugung gegen Parasiten
Eine gute Vorbeugung ist entscheidend, um das Auftreten dieser Schädlinge zu verhindern. Hier einige wichtige Maßnahmen:
- Für ein ausgeglichenes Feuchtigkeitsniveau sorgen: Zu trockene Luft begünstigt Rote Spinnmilben, während übermäßiges Gießen Trauermücken anzieht.
- Die Blätter regelmäßig kontrollieren, insbesondere ihre Unterseiten, um Befälle frühzeitig zu erkennen.
- Die Pflanze häufig reinigen und die Blätter mit einem feuchten Tuch abwischen.
- Neue Pflanzen isolieren, bevor Sie sie für einige Tage in Ihre Sammlung integrieren, um das Einschleppen von Parasiten zu verhindern. Kontrollieren Sie sie sorgfältig.
- Jede befallene Pflanze aus Ihrer Sammlung in einem separaten Raum unter Quarantäne stellen, bis sie gründlich behandelt wurde.
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