Köcherblümchen: Krankheiten & Schädlinge – Tipps
Erkennen und richtig behandeln
Inhaltsverzeichnis
Cuphea stammen aus Lateinamerika, von Mexiko bis Peru, sind hier aber noch wenig bekannt. Über 200 frostempfindliche Arten werden bei uns meist als einjährige Pflanzen für Balkonkästen und Terrassen kultiviert. Andere wachsen als Untersträucher, etwa Cuphea ignea, das Köcherblümchen, das bei uns oft im Topf blüht.
Obwohl sie kaum krankheitsanfällig sind, können Cuphea bei ungünstigen Kulturbedingungen Krankheiten entwickeln. Entdecken Sie sie in diesem Beitrag.

Krankheiten des Köcherblümchens
Drei Krankheiten treten bei Köcherblümchen häufig auf:
Wurzelfäule
Bei diesen lang blühenden Sommerpflanzen kommt das häufig vor, weil man sie gern zu sehr verwöhnt, damit sie übervoll mit Blüten sind! Köcherblümchen mögen frisches Substrat, dürfen aber nicht übergossen werden. Zu viel Feuchtigkeit führt unweigerlich zu Wurzelfäule. Verursacher ist Phytophthora.
Symptome: Die Blätter werden gelb und welken, die Wurzeln sind schwarz oder weich, zudem ist Halsfäule sichtbar (der untere Stängelbereich direkt auf Höhe der Erde oder des Bodens).
Vorbeugung: Vermeiden Sie übermäßiges Gießen und verwenden Sie bei der Kübelkultur Töpfe mit Abzugslöchern.
Maßnahmen: Stellen Sie das Gießen ein und beginnen Sie erst wieder damit, wenn das Substrat in den oberen 2 cm abgetrocknet ist. Prüfen Sie, ob das Substrat in Ihrem Pflanzgefäß oder Topf gut drainierend ist (mit einer Mischung aus Sand oder feinem Kies). Vermeiden Sie außerdem Staunässe, wenn Sie die Pflanzen auf einen Untersetzer stellen (was seit der Ausbreitung der Tigermücke in Frankreich nicht mehr empfohlen wird).
Mehltau
Mehltau tritt auf, wenn Feuchtigkeit und Wärme zusammentreffen. Auch das Köcherblümchen kann betroffen sein, besonders bei der Kultur im Gewächshaus neben anderen Pflanzen oder in gewittrigen Sommern.
Symptome: Auf den Blättern zeigen sich typische weiße, pudrige Flecken; manchmal verformen sie das Laub.
Vorbeugung: Eine gute Luftzirkulation (Lüften der Gewächshausfenster), der Verzicht auf Überkopfbewässerung und ein vollsonniger Standort werden dringend empfohlen.
Maßnahmen: Schwefel- oder natronhaltige Fungizide helfen bei einem Befall. Mehr zu weiteren möglichen Maßnahmen erfahren Sie in unserem Beitrag: Mehltau oder die Weißfleckenkrankheit.
Grauschimmel
Botrytis tritt auf, wenn bestimmte klimatische Bedingungen zusammentreffen: eine hohe Luftfeuchtigkeit und sinkende Temperaturen mitten im Sommer oder eine über mehrere Wochen anhaltende Kühle.
Maßnahmen: Entfernen Sie in diesem Fall die befallenen Blätter (sie sind braun oder im schlimmsten Fall nekrotisch) und achten Sie auf eine gute Belüftung. Stellen Sie das Köcherblümchen nicht neben andere Pflanzen.
Lesen Sie auch
Köcherblümchen: Pflanzen, Pflege & Kultur im Topf ou GartenHäufige Parasiten an Köcherblümchen
Nur wenige Insekten oder andere Schädlinge scheinen sich für Köcherblümchen zu interessieren. Beim Anbau im Gewächshaus oder auf einem geschützten Balkon sollten Sie sich dennoch vor einigen Parasiten hüten, die sie befallen können. Dazu zählen vor allem:
Schnecken
Zu viel Feuchtigkeit oder unkontrolliertes Gießen im Gewächshaus oder auf dem Balkon fördern den Heißhunger von Schnecken. Sie fressen gern die Blätter, wenn sich unter der feinen Verzweigung zusätzliche Feuchtigkeit und Kühle halten.
Dagegen gibt es mehrere Möglichkeiten, etwa Eierschalen oder Lavagranulat, das sehr gut wirkt. Wir fassen sie in Schnecken: 7 wirksame und natürliche Methoden zusammen.

Weiße Fliegen
Meist ist die Gewächshaus-Weiße Fliege (Trialeurodes vaporariorum) für das Verkümmern verantwortlich, wenn nicht zu starkes Gießen die Ursache ist.
Symptome: Beim Schütteln der Pflanze fliegen Wolken kleiner weißer Insekten auf. Die Blätter des Köcherblümchens werden durch Honigtau klebrig, wodurch Ameisen angelockt und Rußtaupilze begünstigt werden.
Manchmal sind auch eine Gelbfärbung und eine allgemeine Schwächung der Pflanze zu beobachten.
Behandlung: Verwenden Sie Neemöl, eine Insektizidseife oder besorgen Sie sich gelbe Leimtafeln.
Bei starkem Befall oder noch besser vorbeugend können natürliche Gegenspieler wie Marienkäferlarven oder Florfliegen eingesetzt werden.

Blattläuse
Blattläuse sind selten, können aber unter den feinen Blättern der Köcherblümchen auftreten. Die Blätter werden klebrig und manchmal gekräuselt, da die Blattläuse den von ihnen ausgeschiedenen Honigtau absondern. Die Köcherblümchen befallenden Blattläuse sind meist hellgrün (Aphis gossypii und Myzus persicae).
Der Grund: Die Luft ist zu trocken.
Die Lösung: Gegen Blattläuse helfen immer dieselben Maßnahmen. Schwarze Seife und Abspülen mit einem Wasserstrahl, um sie zu entfernen. Wie bei Weißen Fliegen sind Florfliegenlarven vorbeugend sinnvoll, wenn das Problem wiederkehrt. Siehe unseren Beitrag Blattläuse erkennen und bekämpfen.

Rote Spinnmilben
Bei zu trockener Luft können sie sich ebenfalls unter den Blättern des Köcherblümchens ansiedeln. Rote Spinnmilben sind an ihrer roten Farbe und den winzigen Gespinsten leicht zu erkennen.
Symptome: Die Blätter werden gelb, unter den Blättern sind feine Gespinste zu sehen.
Die Lösung: Erhöhen Sie einfach die Luftfeuchtigkeit in der Nähe der Pflanze: Stellen Sie einen mit Tongranulat und etwas Wasser gefüllten Untersetzer darunter und/oder besprühen Sie die Pflanze mit Regenwasser, um die Spinnmilben zu vertreiben.

Rote Spinnmilben spinnen Gespinste und saugen Pflanzensaft aus den Blättern
Zusammengefasst
Neben diesen Schädlingen und einigen häufigen Krankheiten kann das Köcherblümchen bei Trockenheit seine Blätter abwerfen. In diesem Fall sollten Sie es natürlich gründlich gießen (siehe Gießen von Topfpflanzen).
Werden die Temperaturen für diese Südamerikanerin zu niedrig, holen Sie den Topf an einen wärmeren Ort: vor dem ersten Frost an einen hellen, kühlen Platz im Haus (10–15 °C) oder in einen frostfreien Unterstand (Gewächshaus, Wintergarten), sofern die Temperaturen über 5 °C bleiben.
Generell verringern bei jeder Cuphea-Art (C. ignea, C. micropetala, C. lanceolata, C. minianta, C. hyssopifolia) ein gut drainierter Boden, maßvolles Gießen und gute Belüftung das Risiko von Krankheiten und Parasiten bei dieser pflegeleichten Pflanze erheblich.
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