Korbmarante: Krankheiten, Probleme & Parasiten

Korbmarante: Krankheiten, Probleme & Parasiten

Erkennen, behandeln, vorbeugen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 15. Juni 2025  durch Leïla 6 min.

Korbmarante: Krankheiten, Blattflecken, braune Blätter und Schädlingsbefall erkennen und mit passender Pflege, Luftfeuchte und Bewässerung beheben.

Schwierigkeit

Häufige Krankheiten und Probleme der Korbmarante

Wurzelfäule

Diese Krankheit wird vor allem durch zu häufiges Gießen oder ein schlecht drainierendes Substrat verursacht, das verhindert, dass Sauerstoff zu den Wurzeln gelangt. Stehen die Wurzeln dauerhaft im Wasser, beginnen sie abzusterben und können wichtige Nährstoffe nicht mehr aufnehmen.

Die ersten Symptome zeigen sich oft am Laub: Die Blätter vergilben, werden weich und hängen herab. Bei einer Kontrolle können die Wurzeln dunkelbraun oder schwarz, manchmal schleimig sein und unangenehm riechen.

So beugen Sie dem Problem vor:

  • Verwenden Sie unbedingt ein gut drainierendes, für Korbmaranten geeignetes Substrat. Ideal ist hochwertige, leichte Blumenerde für Zimmerpflanzen auf Torfbasis, versetzt mit Kokosnuss und Perlite.
  • Ein Topf mit Abzugslöchern ist unverzichtbar, damit überschüssiges Wasser nach dem Gießen ablaufen kann.
  • Leeren Sie Untersetzer oder Übertopf von stehendem Wasser.

Wird die Fäulnis entdeckt, müssen Sie schnell handeln: Topfen Sie die Pflanze nach dem Entfernen der befallenen Wurzeln mit einem desinfizierten Werkzeug in trockenes Substrat um.

Blattflecken

Blattflecken werden meist durch eine bakterielle oder pilzliche Infektion verursacht, die durch übermäßige Feuchtigkeit und eine schlechte Luftzirkulation begünstigt wird. Je nach dem beteiligten Pathogen können die Flecken unterschiedlich gefärbt sein:

  • Braune bis schwarze Flecken, oft von einem gelben Hof umgeben, weisen auf eine bakterielle Infektion hin.
  • Graue bis schwarze, manchmal leicht pudrige Flecken deuten auf einen Pilzbefall hin.

Übermäßige Feuchtigkeit, insbesondere wenn nach dem Besprühen Wasser auf den Blättern stehen bleibt, begünstigt die Entwicklung dieser Krankheiten.

Um eine Ausbreitung einzudämmen, müssen befallene Blätter abgeschnitten und entsorgt werden (lassen Sie sie nicht auf der Blumenerde liegen, da sie andere Pflanzenteile infizieren könnten).

Eine gute Luftzirkulation ist wichtig, um diesen Infektionen vorzubeugen: Stellen Sie die Korbmarante an einen luftigen Standort, jedoch ohne kalte Zugluft, die die Pflanze schwächen könnte.

Eingerollte Blätter

Die Korbmarante reagiert besonders empfindlich auf Feuchtigkeitsschwankungen und veränderte Kulturbedingungen. Rollen sich die Blätter ein, deutet dies häufig auf zu geringe Luftfeuchtigkeit oder Wasserstress hin. Diese Reaktion ist ein natürlicher Schutzmechanismus, um den Wasserverlust zu begrenzen.

Die wichtigsten Ursachen sind:

  • Zu trockene Luft, etwa durch Heizung im Winter oder eine Klimaanlage.
  • Zu wenig Wasser, wodurch die Pflanze nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird.
  • Ein Temperaturschock, etwa durch den abrupten Wechsel von einem feuchten an einen trockeneren Standort.

Um das Problem zu beheben, erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit, indem Sie das Laub regelmäßig mit kalkarmem Wasser besprühen oder einen Luftbefeuchter in der Nähe aufstellen.

Beim Gießen bevorzugt die Korbmarante ein stets leicht feuchtes, aber niemals nasses Substrat. Verwenden Sie möglichst gefiltertes Wasser oder Regenwasser, da sehr kalkhaltiges Leitungswasser die Pflanze langfristig schädigen kann.

Braune Blattränder

Ein weiteres häufiges Problem bei der Korbmarante ist die Bräunung der Blattspitzen. Dafür kommen mehrere Umweltfaktoren infrage:

  • Zu mineralreiches Gießwasser: Kalk und Chlor im Leitungswasser können Blattverbrennungen verursachen.
  • Zu geringe Luftfeuchtigkeit: Als tropische Pflanze reagiert die Korbmarante auf trockene Luft mit vertrocknenden Blatträndern.
  • Zu viel Licht: Die Korbmarante bevorzugt mäßige Helligkeit. Direkte Sonne sollten Sie unbedingt vermeiden.

Um dem vorzubeugen, gießen Sie die Pflanze mit gefiltertem, entmineralisiertem oder Regenwasser. Auch ein Luftbefeuchter kann die Luftfeuchtigkeit erhöhen und der Pflanze guttun.

beschädigte Blätter der Korbmarante, braune Ränder

Die Korbmarante entwickelt relativ häufig beschädigte Blätter mit braunen Rändern

Schädlinge an Korbmarante

Schädlinge gehören zu den häufigsten Problemen bei Korbmaranten, besonders wenn die Bedingungen nicht optimal sind. Zu trockene Luft, mangelnde Pflege oder ein schlecht drainiertes Substrat können ihr Auftreten begünstigen. Mehrere Insekten und Milben befallen diese Pflanze und ernähren sich von ihrem Pflanzensaft. Dadurch wird sie insgesamt geschwächt und das Laub geschädigt.

Spinnmilben

Diese mikroskopisch kleinen Milben treten vor allem bei zu trockener Luft auf. Sie siedeln sich auf der Blattunterseite an und verursachen Verfärbungen sowie eine zunehmende Gelbfärbung des Laubs. Bei starkem Befall sind feine Gespinste zwischen den Stängeln und auf den Blattunterseiten sichtbar.

Geringe Luftfeuchtigkeit und mangelnde Belüftung begünstigen ihre Vermehrung, besonders im Winter bei laufender Heizung.

Lösungen:

  • Duschen Sie das Laub zunächst direkt im Badezimmer gründlich mit Wasser ab
  • Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit, indem Sie Wasser auf das Laub sprühen oder einen Luftbefeuchter verwenden
  • Reinigen Sie die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch, um ihre Ausbreitung einzudämmen
  • Bei Befall eine Lösung aus Schwarzer Seife und ätherischem Rosmarinöl anwenden
  • Nützlinge wie Phytoseiulus persimilis, eine Raubmilbe der Spinnmilben, einsetzen

→ Lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über Spinnmilben, um mehr über die Behandlung zu erfahren.

Wollläuse

Wollläuse sind kleine, weiße Insekten, die von einer Wachsschicht bedeckt sind und sich an Stängeln sowie auf Blattunterseiten festsetzen. Sie schwächen die Pflanze, indem sie ihren Pflanzensaft saugen, was eine Gelbfärbung und ein verlangsamtes Wachstum verursacht. Ihr Auftreten führt oft zu Honigtau, einer klebrigen Substanz, die die Entwicklung von Rußtau begünstigen kann. Mit bloßem Auge sind sie als kleine, weiße, watteartige Ansammlungen sichtbar.

Lösungen:

  • Isolieren Sie die Pflanze, um eine Ausbreitung zu verhindern.
  • Entfernen Sie die Wollläuse mit einem in 70-prozentigem Alkohol getränkten Wattestäbchen.
  • Für eine natürliche Behandlung eine Lösung aus verdünnter Schwarzer Seife, 1 Teelöffel desselben Alkohols und Rapsöl anwenden.

→ Lesen Sie unseren Artikel über Wollläuse, um mehr zu erfahren.

Thripse

Thripse sind sehr kleine, oft schwarze oder braune Insekten, die sich vom Pflanzensaft ernähren. Sie hinterlassen silbrige oder durchscheinende Spuren auf den Blättern, die sich schließlich verformen. Ihr schneller Fortpflanzungszyklus macht sie zu einem schwer zu bekämpfenden Schädling. Durch die fortschreitende Schwächung können sie erhebliche Schäden verursachen und zum Absterben der Pflanze führen.

Trockene, warme Luft begünstigt ihre Entwicklung, und eine bereits geschwächte Pflanze ist anfälliger.

Lösungen:

  • Isolieren Sie die Pflanze, sobald die ersten Symptome auftreten.
  • Sprühen Sie eine Mischung auf Neemölbasis auf, um ihre Ausbreitung einzudämmen.
  • Setzen Sie natürliche Nützlinge wie die Raubwanze Orius laevigatus ein, die sich von Thripsen ernährt.
  • Bringen Sie blaue Leimtafeln an, um die Thripspopulation zu überwachen und zu reduzieren.

→ Lesen Sie unser Merkblatt, um in unserem Artikel alles über Thripse zu erfahren.

Blattläuse

Blattläuse befallen vor allem die jungen Triebe der Korbmarante, an denen sie sich in Kolonien sammeln. Sie schwächen die Pflanze, indem sie ihren Pflanzensaft saugen, was zu verformten Blättern und verlangsamtem Wachstum führt. Ihr Auftreten verursacht außerdem einen klebrigen Belag, der die Entstehung von Rußtau begünstigt.

Eine Überdüngung mit Stickstoff regt das Pflanzenwachstum an und kann dadurch Blattläuse anlocken. Eine geschwächte Pflanze ist ebenfalls anfälliger für Befall.

Lösungen:

  • Waschen Sie die Pflanze mit einem lauwarmen Wasserstrahl ab, um die Blattläuse von Hand zu entfernen.
  • Sprühen Sie eine Mischung aus Wasser und Schwarzer Seife als natürliche Behandlung auf.
  • Bei starkem Befall ein biologisches Insektizid auf Pyrethrumbasis anwenden.

→ Lesen Sie unseren Artikel über Blattläuse an Zimmerpflanzen mit unseren Behandlungstipps.

grüne Blattläuse als Schädlinge auf einem Blatt

Blattläuse können die Korbmarante schwächen. Sie sind mit bloßem Auge sichtbar und sitzen an den Stängeln sowie auf den Blattunterseiten

Korbmarante richtig pflegen: Krankheiten vermeiden

Korbmarante liebt hohe Luftfeuchte: kalkfrei sprühen, Substrat feucht halten. Zugluft meiden; hell und indirekt stellen, sonst leidet das Wachstum.

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