Krankheiten und Parasiten bei Ziergräsern
Erkennen, behandeln, vorbeugen
Inhaltsverzeichnis
Ziergräser sind pflegeleicht, üppig, kaum anfällig für Pilzkrankheiten und Parasiten. Erfahren Sie, wie Sie Probleme erkennen, behandeln und vorbeugen.
Gräser: robuste Stauden von Natur aus
Viele Ziergräser wachsen in unseren Gärten. Die meisten sind sehr resistent gegen Krankheiten und Parasiten.
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Unverwüstliche ZiergräserRost
Rost gehört zu den häufigsten Krankheiten und ist eine der wenigen, die mehrjährige Gräser befallen. Verursacht wird er durch Pilze der Gattung Puccinia, Puccinia striiformis und Puccinia graminis, die sich vor allem bei feuchten Bedingungen und mäßig warmen bis warmen Temperaturen entwickeln. Unbehandelt kann Rost die Pflanze stark schwächen. Er beeinträchtigt ihre Photosynthese.
Nicht alle Gräser sind anfällig. Rost tritt vor allem bei Hirse und Glanzgras auf.
Erkennung
Rost zeigt sich durch kleine rostfarbene Flecken auf den Blättern mehrjähriger Gräser. Diese Flecken können in Größe und Form variieren, sind jedoch meist rund oder oval. Mit fortschreitender Krankheit können sie zusammenfließen und größere rostfarbene Verfärbungen auf den Blättern bilden, was zu einem langsameren Wachstum führt.
Ein typisches Anzeichen für Rost sind kleine rostfarbene Pusteln auf der Blattunterseite. Diese Pusteln enthalten Pilzsporen, die durch Wind oder Spritzwasser verbreitet werden und so die Ausbreitung der Krankheit fördern.

Typische Symptome von Rost
Natürliche Behandlung
Hier einige natürliche Möglichkeiten zur Bekämpfung von Rost:
- Befallene Pflanzenteile zurückschneiden: Sobald Sie Blätter mit Rostsymptomen erkennen, schneiden Sie sie ab und entfernen Sie sie, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Desinfizieren Sie Ihre Schneidwerkzeuge zwischen den einzelnen Schnitten, damit keine anderen Pflanzenteile infiziert werden.
- Schachtelhalmbrühe spritzen: Schachtelhalmbrühe wirkt bei regelmäßiger Anwendung alle 15 Tage, gegebenenfalls in Kombination mit Brennnesseljauche.
- Fungizide neutralisieren den Rost. Verwenden Sie Mittel auf Kupferbasis wie Bordeauxbrühe oder Schwefel.
Vorbeugung
Einige vorbeugende Maßnahmen bei anfälligen Arten können helfen:
- Vermeiden Sie übermäßige Feuchtigkeit: Zu häufiges Gießen oder anhaltende Feuchtigkeit begünstigen die Entwicklung von Rost. Gießen Sie Ihre Pflanzen angemessen und achten Sie auf einen gut durchlässigen Boden.
- Auf Bodenhöhe gießen: Vermeiden Sie, die Blätter mehrjähriger Gräser zu benetzen, da Feuchtigkeit auf den Blättern das Wachstum von Rost begünstigt. Gießen Sie stattdessen direkt auf den Boden.
- Sorgen Sie für eine bessere Luftzirkulation: Staunässe und stehende Luft begünstigen die Entwicklung von Rost. Pflanzen Sie Ihre mehrjährigen Gräser mit ausreichendem Abstand, damit die Luft gut zirkulieren kann.
- Stärken Sie die Pflanzengesundheit: Ein gesundes mehrjähriges Gras ist widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Geben Sie Ihren Pflanzen einen zur Art passenden Boden. Achten Sie auf die Drainage und den Nährstoffgehalt des Bodens, arbeiten Sie bei Bedarf Kompost ein und stellen Sie sicher, dass die Pflanzen ausreichend Sonnenlicht erhalten. Die im Abschnitt zur Behandlung genannten Schachtelhalmbrühen und Brennnesseljauchen können auch vorbeugend eingesetzt werden, da sie die Pflanzen stärken und widerstandsfähiger machen.
Weitere mögliche Krankheiten
Mehltau
Mehltau kann Ziergräser befallen, allerdings tritt er nur selten auf. Ist Ihr Ziergras betroffen, zeigen sich schwarze Punkte auf dem Laub. Er breitet sich bei warmer, stickiger und feuchter Luft sowie starken Temperaturschwankungen aus.
Sie können ihn mit natürlichen Mitteln auf Schwefel- oder Natronbasis oder mit Milch behandeln.
→ Lesen Sie Virginias Artikel über Mehltau, um natürliche Rezepte für Ihre Pflanze kennenzulernen.
Schneiden Sie befallene Pflanzenteile zurück und verbrennen Sie sie, damit der Pilz nicht überwintert.
Falscher Mehltau
Falscher Mehltau zeigt sich durch pudrig-weiße Flecken auf den Blättern von Ziergräsern. Zur Bekämpfung können Sie eine Mischung aus Wasser und Natron oder Bordeauxbrühe als natürliche Behandlung einsetzen.

Falscher Mehltau bildet einen weißen Belag auf den Blättern
Blattflecken
Blattflecken werden meist durch zu viel Feuchtigkeit verursacht. Vermeiden Sie übermäßiges Gießen und entfernen Sie bei Bedarf befallene Blätter, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Vorbeugung
Zur Vorbeugung tragen Maßnahmen wie eine gute Belüftung zwischen den Pflanzen, ein geeigneter Boden, ausreichende Düngung, angemessenes Gießen und das Spritzen mit Ackerschachtelhalm dazu bei, das Risiko von Pilzkrankheiten bei Ziergräsern zu senken.
Weitere Pilzkrankheiten befallen Rasen- oder Futtergräser, nicht jedoch Ziergräser.
Lesen Sie auch
Gräser zurückschneidenParasiten
Wenn Sie Papyrusstaude im Haus kultivieren, achten Sie auf Weiße Fliegen oder Spinnmilben. Diese Parasiten vermehren sich in trockener, warmer Luft.
Seggen können von Blattläusen befallen werden. Blattläuse ernähren sich vom Pflanzensaft der Gräser. Sie hinterlassen Honigtau, der weitere Schädlinge wie Ameisen anlocken kann. Erkennbar sind sie an ihrer geringen Größe und dunkelgrünen bis schwarzen Farbe. Verdünnte Schmierseife oder kräftige Wasserstrahlen können sie beseitigen.
Weitere Informationen zu diesen Parasiten finden Sie in den verwandten Links am Seitenende.

Eine grüne Blattlaus
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