Krankheiten und Parasiten der Banane
Erkennen, natürliche Lösungen und Vorbeugung
Inhaltsverzeichnis
Bananen sind krautig, selten krank oder parasitenbefallen. Pflegefehler schwächen sie. Krankheiten und Parasiten von Bananen natürlich erkennen und behandeln.
Rhizomfäule bei Bananen
Rhizomfäule ist die häufigste Erkrankung bei Bananen. Obwohl sie einen hohen Wasserbedarf haben, reagieren sie auch empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit, vor allem im Winter. Daher kann zu starkes Gießen in dieser Jahreszeit die Krankheit auslösen. Auch das Substrat für die Banane muss gut drainierend sein, damit sich kein Wasser staut.

Abgestorbene Bananenblätter ©Carl Campbell – Flickr
Rhizomfäule erkennen
Ist eine Banane von Rhizomfäule betroffen, beginnt ihr gesamtes Laub, auch die jüngsten Blätter, zu vergilben und wird weich. Auf die Gelbfärbung folgt ein starker Blattfall. Denn die Blätter verfärben sich beim Trocknen von Gelb zu Braun, bevor sie abfallen. Die Rhizome werden weich und schwarz. Dieses Symptom lässt sich jedoch erst im Frühjahr beim Umtopfen der Banane feststellen.
Vorbeugung und natürliche Lösungen
- Gießen Sie im Winter weniger, also von November bis Februar.
- Stellen sich erste Krankheitszeichen ein, stellen Sie das Gießen vollständig ein. Wird die Banane im Topf kultiviert, stellen Sie sie an einen warmen Ort, damit das Substrat schneller verdunstet. Denken Sie auch daran, dass der Untersetzer nach jedem Gießen geleert werden muss.
- Topfen Sie die Banane im folgenden Frühjahr um und entfernen Sie dabei befallene Rhizome.
Ringförmige Blattnekrose an Bananenblättern
Die ringförmige Blattnekrose der Banane tritt vor allem bei Pflanzen im Gewächshaus oder Wintergarten auf. Zwar kann ein mechanischer Stoß die Ursache sein, doch die sengenden Sonnenstrahlen, die durch die Scheiben dringen, sind meist allein verantwortlich.
Ringförmige Blattnekrose erkennen
Sonnenbrand verursacht hier gelbe oder braune Flecken auf den Blättern der Banane.
Vorbeugung und natürliche Lösungen
- Keine Panik: Das Phänomen ist für die Banane nicht tödlich. Stellen Sie die Pflanze einfach an einen leicht schattigen Standort.
Hinweis: Auch mangelnde Belüftung kommt bei Bananen im Gewächshaus oder Wintergarten häufig vor. Die Pflanze wächst dann übermäßig und ungewöhnlich stark in die Länge. Sorgen Sie in der warmen Jahreszeit daher dafür, dass Ihre Bananen im Topf von Außenluft profitieren.
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Nährstoffmangel bei Bananen
Die Banane ist eine stark zehrende Pflanze, die während der warmen Jahreszeit regelmäßig gedüngt werden muss. Andernfalls kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

Gelbe Blätter der Banane ©Boudewijn – Flickr
Nährstoffmangel bei der Banane erkennen
Neben dem Verfaulen der Rhizome kann eine Gelbfärbung der Blätter auch darauf hindeuten, dass Ihre Banane unter einem Mangel an Mineralstoffen leidet. Dieser Mangel zeigt sich im Sommer auch durch ein verlangsamtes Wachstum der Pflanze.
Vorbeugung und natürliche Lösungen
- Düngen Sie das Substrat der Banane regelmäßig zwischen April und Ende September.
Lesen Sie auch
Banane im Topf: Pflanzung und PflegeWollläuse
Unter unseren klimatischen Bedingungen gehören Wollläuse zu den häufigsten Parasiten an Bananen. Diese stechend-saugenden Insekten ernähren sich vom Pflanzensaft und können das Laub bisweilen regelrecht ersticken.
Wollläuse erkennen
Wollläuse sind an ihrem flauschigen Aussehen leicht zu erkennen. Auf der Blattunterseite der Banane zeigen sich dann kleine weißliche Ansammlungen.

Wolllaus
Vorbeugung und natürliche Lösungen
- Solange sie noch nicht zu zahlreich sind, können Sie Wollläuse einfach von Hand mit einem feuchten Tuch entfernen.
- Bei starkem Befall sprühen Sie eine Lösung aus Schmierseife, Wasser, Pflanzenöl und Alkohol auf die Blätter der Pflanze.
Blattläuse und Banane
Ein weiteres bei Gärtnern bekanntes stechend-saugendes Insekt ist die Blattlaus. Sie siedelt sich in Kolonien im „Zigarrenblatt“ der Banane an, also im Herzen der Pflanze. Auch sie ernährt sich nach dem Anstechen besonders empfindlicher Stellen vom Pflanzensaft der Banane. Die Verletzungen schwächen die Pflanze und machen sie anfälliger für Krankheiten.
Gut zu wissen: Die Bananenblattlaus, Pentalonia nigronervosa, überträgt das Bunchy-Top-Virus, eine Viruserkrankung, die Bananen in Französisch-Polynesien befällt.

Pentalonia nigronervosa ©alessandradalia – iNaturalist
Blattlaus erkennen
Die Blattlaus ist ein winziges Insekt mit schwarzer Färbung. Sie bewegt sich in großen Kolonien, die mit bloßem Auge leicht erkennbar sind. Ihr Honigtau lockt meist auch Ameisen an.
Vorbeugung und natürliche Lösungen
- Schmierseife ist ein sehr wirksames Kontaktinsektizid, um die Blätter von Blattläusen zu befreien. Zugleich tötet das Mittel die Larven dieses Insekts ab.
Spinnmilben und Banane
Auch werden Angriffe durch rote oder gelbe Spinnmilben meist bei Pflanzen im Haus und in warmer, trockener Umgebung festgestellt. Bei der Banane sind sie jedoch sehr selten.
Spinnmilben erkennen
Spinnmilben erkennt man meist an den Gespinsten, die sie im Inneren der Blattstiele anlegen.
Vorbeugung und natürliche Lösungen
- Feuchte Luft hemmt die Vermehrung von Spinnmilben deutlich. Besprühen Sie daher das Laub Ihrer Banane regelmäßig mit etwas Wasser, um sie zu schützen.
- Bei starkem Befall besprühen Sie die Blätter mit in Wasser verdünntem Rosmarinöl. Auch Knoblauchbrühe ist sehr wirksam gegen Spinnmilben.
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