Krankheiten und Parasiten der Zwergmispel

Krankheiten und Parasiten der Zwergmispel

Erkennen und natürlich behandeln

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 12. Januar 2026  durch Angélique 4 min.

Der Cotoneaster: winterhart, pflegeleicht, beerentragend. Krankheiten und Parasiten erkennen, vorbeugen und natürlich behandeln.

Schwierigkeit

Feuerbrand: eine ernste Bedrohung

Die Zwergmispel ist anfällig für Feuerbrand, eine schwere Krankheit, die durch das Bakterium Erwinia amylovora verursacht wird und bestimmte Pflanzen aus der Familie der Rosengewächse befällt, zu denen auch Zwergmispeln gehören. Diese Krankheit ist besonders gefährlich, da sie sich schnell auf andere Pflanzen im Garten ausbreiten und erhebliche Schäden verursachen kann.

Symptome

Feuerbrand zeigt sich durch verschiedene Symptome. Die Blätter welken und werden braun, Zweige, Triebe und Blüten wirken verbrannt oder geschwärzt. Auch ein zähflüssiger, weißlicher Ausfluss kann auf der Rinde festgestellt werden.

Vorbeugung

Da diese Krankheit für den Strauch tödlich sein kann, ist Vorbeugen besser als Heilen. Zur Vorbeugung gehört, die für den Rückschnitt verwendeten Werkzeuge im Garten vor ihrer Benutzung gründlich zu desinfizieren und übermäßige Feuchtigkeit zu vermeiden. Auch die regelmäßige Kontrolle des Strauchs, um Feuerbrandsymptome frühzeitig zu erkennen und schnell zu handeln, ist eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung.

Behandlung

Leider gibt es keine heilende Behandlung. Alle vom Feuerbrand befallenen Teile der Zwergmispel müssen sehr weit zurückgeschnitten, entfernt und durch Verbrennen vernichtet werden. Ist der Strauch stark befallen, sollte er vollständig ausgegraben und vernichtet werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das Auftreten von Feuerbrand muss dem Rathaus oder dem regionalen Pflanzenschutzdienst gemeldet werden.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: „Feuerbrand: Vorbeugen und diese Krankheit bekämpfen“

Feuerbrand

Für Feuerbrand typische Welke und Braunfärbung der Blätter

Blattläuse

Blattläuse sind kleine Pflanzensaft saugende Insekten, die junge Triebe und Blätter befallen. Sie treten im Frühling und Sommer auf. Sie können die Pflanze schwächen und Krankheiten begünstigen.

Symptome

Kleine grüne oder braune Blattläuse auf jungen Blättern, Trieben und Stängeln sind leicht zu erkennen. Sie sitzen oft auf der Blattunterseite. Auch Ameisen können von diesen Blattlauskolonien angelockt werden. Durch den Befall verformen sich Blätter und Triebe und werden mit Honigtau, einer klebrigen Substanz, überzogen. Auf dem Honigtau kann zudem ein schwarzer Belag entstehen. Dabei handelt es sich um Rußtau, eine Pilzkrankheit, die durch einen Pilz verursacht wird. Sie beeinträchtigt die Photosynthese der Pflanze.

Vorbeugung

Um einem Blattlausbefall vorzubeugen, können Sie natürliche Feinde dieser Insekten wie Marienkäfer einsetzen, die sich von ihnen ernähren. Außerdem sollten Sie Stickstoffdünger sparsam verwenden, da sie die Entwicklung von Blattläusen fördern.

Behandlung

Zu den natürlichen Methoden gegen Blattläuse gehört eine Mischung aus Schmierseife und Wasser, die Sie auf befallene Stängel, Blätter und Triebe sprühen. Lösen Sie 15 bis 30 g Schmierseife in einem Liter Wasser auf. Wiederholen Sie die Behandlung regelmäßig und bei Bedarf, um die Blattläuse wirksam zu beseitigen.
Zuvor können Sie die Blattläuse mit einem getränkten Wattebausch von Hand entfernen oder die Stängel und Blätter des Strauchs mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: „Blattläuse erkennen und bekämpfen“.

Schädlinge an Cotoneaster

Blattläuse, die im Garten häufig vorkommen

Schildläuse

Schildläuse sind kleine stechende und saugende Insekten, die Blätter, junge Triebe, Stängel und Zweige von Pflanzen befallen. Da sie unbeweglich sind, werden sie leicht übersehen. Ihr Panzer schützt sie vor Pflanzenschutzmitteln. Es gibt verschiedene Arten von Schildläusen, etwa die Wolllaus mit weißer Wachsschale und die Napfschildlaus mit brauner oder schwarzer Schale. Diese Parasiten saugen den Pflanzensaft und schwächen dadurch wie Blattläuse den befallenen Strauch.

Symptome

Die 1 bis 6 mm langen Insekten erscheinen als kleine weiße oder schwarze Schalen oder als mehliger Belag. Wenn Sie die Rinde mit dem Fingernagel abkratzen, lösen sich die kleinen Schilde leicht vom Zweig. Auch gelbe Blätter und klebriger Honigtau, auf dem sich Rußtau bilden kann, sind mögliche Symptome eines Schildlausbefalls.

Vorbeugung

Da sich Schildläuse in geschützter, warmer und feuchter Umgebung entwickeln, ist eine gute Durchlüftung der Zwergmispel eine wirksame Vorbeugung. Sie können auch die natürlichen Feinde der Schildläuse fördern, darunter bestimmte Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen.

Behandlung

Mehrere natürliche Behandlungsmethoden sind möglich. Sie können ein Wattestäbchen mit 90-prozentigem Alkohol oder Seifenwasser tränken und damit die Schildläuse von Trieben, Blättern und Zweigen entfernen. Alternativ lassen sie sich mit einem nicht zu scharfen Messer abkratzen und anschließend verbrennen. Eine weitere Methode: Eine Lösung aus Schmierseife, Alkohol, Öl und Wasser auf die befallenen Pflanzenteile sprühen. Für die Zubereitung mischen Sie in einem Sprühgerät:
– 1 Teelöffel flüssige Schmierseife
– 1 Teelöffel Brennspiritus
– 1 Teelöffel Pflanzenöl, zum Beispiel Rapsöl.
Sprühen Sie zweimal im Abstand von 30 Minuten und wiederholen Sie die Behandlung alle 8 Tage, bis die Schildläuse verschwunden sind.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: Schildläuse: Erkennen und bekämpfen.

Weitere, seltenere Krankheiten und Parasiten können eine Zwergmispel befallen, etwa die Halsgalle, Wurzelfäule und blattfressende Raupen.

Ergänzend empfehlen wir unseren Ratgeber: Die wichtigsten Pflanzenschädlinge und Krankheiten erkennen sowie unseren ausführlichen Ratgeber zur Pflanzung und Pflege der Zwergmispel.

Schildläuse als Pflanzenschädlinge

Schildläuse leicht zu erkennen

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kranker Zwergmispel