Lässt sich „Unkraut“ kompostieren?
Und wenn ja: Wie geht das?
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„Unkraut“ gibt es nicht. Sagen wir lieber, dass manche Gärtner bestimmte Pflanzen an bestimmten Stellen nicht mögen (das kommt vor!). In diesem Fall spricht man eher von Beikräutern. Zu den Beikräutern zählen Wildpflanzen, die im Garten nützlich sind (Biodiversität, Nahrung und Schutz für Tiere, Bioindikatoren …), sowie Kultur- oder Wildpflanzen, die dort, wo sie im Gemüsebeet oder anderswo wachsen, nichts zu suchen haben (invasiv, überwuchernd oder einfach unansehnlich). Wie können diese Beikräuter oder „Unkräuter“, nachdem sie kurzerhand ausgerissen wurden, noch zum Gleichgewicht im Garten beitragen? Natürlich durch Kompostieren! Denn all diese Grünabfälle sind reich an Wasser, Nährstoffen und Mineralien. Es wäre schade, darauf zu verzichten. Wir werden sie also recyceln.
→ Sehen wir uns an, wie Sie Beikräuter kompostieren und welche Fehler Sie vermeiden sollten!

Einige Beikräuter können kompostiert werden, statt sie wegzuwerfen
Unkraut kompostieren: Wo liegt das Problem?
Wer blühende Unkräuter in den Kompost gibt und der Haufen nicht heiß genug wird, verteilt mit dem fertigen Kompost wahrscheinlich auch deren Samen. Sie können sogar direkt im Kompost keimen.
Noch schlimmer: Manche Pflanzenteile können im Kompost wieder austreiben, etwa Wurzeln der Batate oder Kartoffelschalen. Diese Küchenabfälle verwandeln einen einfachen Komposthaufen mitunter in ein Kartoffelbeet (was manchmal sogar praktisch ist …).
Kurz gesagt: Nicht alles darf unbedacht auf den Kompost. Vor allem dann nicht, wenn er zu wenig belüftet oder feucht ist oder kein gutes Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis aufweist. All dies sorgt dafür, dass der Kompost sich ausreichend erhitzt und Schadstoffe sowie Unkrautsamen abgetötet werden.
→ Hier finden Sie alle Tipps von Ingrid für gelungenen Kompost.

Vorsicht vor der Verteilung von Unkrautsamen im Kompost!
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10 gute Gründe, Unkraut wachsen zu lassenWie lassen sich diese Probleme vermeiden?
Frisches „Unkraut“ ist wie alle Pflanzen wasserreich und eignet sich daher ideal, um die Erwärmung im Kompost zu beschleunigen. Drei Unkrautarten sollten Sie jedoch meiden, falls der Kompost nicht die nötige Temperatur erreicht. Daher gilt:
- Vermeiden Sie möglichst Pflanzen mit Samenständen; Blütenstängel können Sie jedoch zurückschneiden.
- Vermeiden Sie Pflanzen, deren Wurzeln, Stängel oder andere Teile schnell Wurzeln bilden und so den Komposter überwuchern können: Brennnesselwurzeln, Batate, Kartoffel, Immergrün, Labkraut …
- Vermeiden Sie kranke Pflanzen.
Trockenes „Unkraut“ sollte dennoch nicht vergessen werden – vor allem bei Pflanzen, die in einem Komposthaufen Wurzeln schlagen können. Wenn Sie diese einige Tage in der Sonne trocknen, besteht keine Gefahr mehr. Das gilt etwa für Pflanzen mit langen, ausläuferbildenden Wurzeln wie Batate.
Erreicht Ihr Komposthaufen im Inneren eine Temperatur von 50 °C, können Sie die drei zu meidenden Unkrautarten (Pflanzen mit Samen, wuchernde und kranke Pflanzen) direkt in die Mitte des Haufens geben.

Vermeiden Sie Pflanzen mit Samen, bestimmte Unkräuter mit ausläuferbildenden Wurzeln wie Batate sowie kranke Pflanzen
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