Lotus, Seerose oder Seerose? Nicht mehr verwechseln!
Tipps zum Unterscheiden
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Hornklee, Seerose oder Nymphaea? Da kann man leicht den Überblick verlieren! Diese drei aquatischen Pflanzen gehören verschiedenen botanischen Gattungen an, werden jedoch oft verwechselt und meist alle als Seerosen bezeichnet. Tatsächlich ähneln sie sich mit ihren großen, runden Blättern und majestätischen Blüten, zumal alle drei in Teichen und Weihern vorkommen. Dennoch unterscheiden sie sich deutlich – sowohl in ihrer Morphologie als auch biologisch. Entdecken Sie die Unterschiede und lernen Sie, sie zu unterscheiden!
Warum werden diese drei Pflanzen so oft verwechselt?
Die Verwechslung von Hornklee, Seerose und Seerose ist häufig und lässt sich durch mehrere visuelle, sprachliche und kulturelle Faktoren erklären. Zunächst teilen diese drei Pflanzen denselben Lebensraum: Sie wachsen alle in ruhigen Gewässern wie Teichen, Seen oder dekorativen Wasserbecken. Ihr allgemeines Erscheinungsbild – große runde Blätter, auffällige Blüten und ein Wachstum an der Wasseroberfläche – verstärkt diese Ähnlichkeit. Aus der Ferne kann ein unerfahrener Beobachter leicht glauben, es handle sich um dieselbe Pflanze.
Außerdem trägt die französische Sprache zur Verwirrung bei, da sie das Wort „nénuphar“ manchmal als Sammelbegriff für jede große Wasserpflanze mit schwimmenden Blüten verwendet. In vielen Zusammenhängen ist von einer „rosa Seerose“ oder „weißen Seerose“ die Rede, obwohl tatsächlich eine Seerose oder sogar ein Hornklee gemeint ist. Diese ungenaue Verwendung verwischt die botanischen Unterschiede.
Auch die Populärkultur und künstlerische Darstellungen spielen eine Rolle. In der kollektiven Vorstellung werden die Blüten von Hornklee und Seerose oft gleichgesetzt, etwa in Illustrationen, Filmen oder dekorativen Mustern. Der Hornklee wird zudem manchmal mit Merkmalen dargestellt, die eigentlich zur Seerose gehören, insbesondere mit schwimmenden Blüten. Das verstärkt die falschen Vorstellungen.
Schließlich ist die botanische Klassifikation für die breite Öffentlichkeit nicht immer leicht zugänglich. Die Unterschiede zwischen Nelumbo, Nymphaea und Nuphar sind nicht jedem bekannt. Ohne klare Erklärung können diese Gattungen leicht miteinander vermischt werden. Dieses Zusammenspiel visueller, sprachlicher und kultureller Faktoren trägt wesentlich zur Verwirrung bei, obwohl jede Pflanze eigene Merkmale besitzt, wie eine genauere Betrachtung zeigt.

Die Seerose wird sehr häufig als „Seerose“ bezeichnet
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Die Blätter der Indischen Lotosblume sind wasserabweisend: Wasser perlt an der Oberfläche ab und gleitet darüber, ohne sie zu benetzen.
Die Blüten der Indischen Lotosblume sind häufig rosa oder weiß und sitzen ebenfalls an langen Blütenstielen, die sie aufrecht über das Wasser halten. Sie sind groß, messen gewöhnlich 15 bis 30 cm im Durchmesser und haben eine Schalenform. Nach der Blüte bildet die Lotosblume eine einzigartige, gießkannenapfelförmige Frucht, in der ihre Samen liegen. Diese besondere Form, verbunden mit ihrer Höhe und majestätischen Erscheinung, macht die Lotosblume leicht erkennbar, sobald man die Unterschiede kennt.

Die Blüte der Indischen Lotosblume, Nelumbo nucifera
Die Seerose (Nymphaea sp.)
Die Seerose aus der Gattung Nymphaea ist wohl die am weitesten verbreitete aquatische Pflanze in Zierteichen. Wegen der Schönheit ihrer Blüten und ihrer großen Vielfalt an Farben wird sie oft mit dem Lotos verwechselt, da beide scheinbar einige Gemeinsamkeiten haben. Dennoch besitzt die Seerose eigene charakteristische Merkmale. Ihre runden, schwimmenden Blätter weisen eine Kerbe auf, die sie von den Blättern des Lotos unterscheidet. Sie liegen auf der Wasseroberfläche und ragen nicht wie die Blätter des Nelumbo empor. Die Blüten schwimmen ebenfalls auf dem Wasser oder ragen je nach Art leicht darüber hinaus. Sie können eine große Farbpalette von Weiß über Gelb, Rosa und Rot bis hin zu Blau zeigen. Sie sind meist groß und erreichen 7 bis 15 cm Durchmesser, manchmal auch mehr. Ihre Form erinnert an eine sternförmige Rosette mit feinen, länglichen Blütenblättern. Die Frucht der Seerose ist eine Kapsel, die sich unauffällig unter Wasser entwickelt.
Die in vielen Regionen der Welt heimische Seerose kommt auch in gemäßigten, tropischen und subtropischen Gebieten vor. Als kosmopolitische Pflanze hat sie Gartenliebhaber mit ihren dekorativen Eigenschaften erobert. Die Seerose wurde daher vielfach gekreuzt, wodurch unzählige Sorten entstanden sind, darunter auch einige mit panaschierten Blättern!

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Wie unterscheiden?
Hier eine Übersichtstabelle, damit Sie diese drei Pflanzen nicht mehr verwechseln!
| Deutscher Name | Indische Lotosblume | Seerose | Mummel |
|---|---|---|---|
| Lateinischer Name | Nelumbo nucifera | Nymphaea sp. | Nuphar sp. |
| Familie | Lotosgewächse | Seerosengewächse | Seerosengewächse |
| Herkunft | Asien (Tropen) | Weltweit verbreitet | Nördliche Hemisphäre (gemäßigte Zonen) |
| Blattstellung | Zunächst schwimmend, später über dem Wasser aufrecht | Schwimmend an der Wasseroberfläche | Schwimmend oder teils untergetaucht |
| Blätter | Rund und ganzrandig, wasserabweisend und hydrophob | Rund, an der Basis gespalten | Oval, oft an der Basis gespalten |
| Blütenstellung | Deutlich über dem Wasser aufrecht | Schwimmend oder leicht über dem Wasser | Aufrecht, aber weniger hoch, teils an der Oberfläche |
| Blütenform | Große, elegante Blüten (10 bis 20 Blütenblätter), symmetrisch. Zentraler Fruchtboden in Gießkannenform | Zahlreiche feine Blütenblätter (bis zu 40), zentrale Staubblätter, sternförmig oder schalenförmig | Kleinere Blüten, 4 bis 6 dicke, runde Kelchblätter (petalenähnlich) |
| Blütenfarbe | Meist weiß oder rosa, selten gelb oder cremefarben | Sehr vielfältig: weiß, gelb, rosa, rot, blau, mauve | Ausschließlich leuchtend gelb |
| Frucht | Wabenförmiger Fruchtboden (Gießkannenform) | Schwammige, untergetauchte Kapsel | Kugelige, aus dem Wasser ragende Kapsel |
| Kulturbedingungen | Benötigt ein tiefes Becken (mind. 50 cm), volle Sonne und warmes Wasser | Für kleine bis mittelgroße Becken geeignet, Sonne bis Halbschatten, verträgt kühleres Wasser | Für natürliche Gewässer geeignet, anspruchslos, ideal für naturnahe Teiche |

Links die Blüten und Blätter der Indischen Lotosblume, in der Mitte die der Seerose und rechts die der Mummel
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