Mädesüß: schöne und nützliche Heilpflanze
Wirkung und Anwendung
Inhaltsverzeichnis
Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria) im Garten: Blüte und Heilwirkung. Die Staude aus Feuchtwiesen wird traditionell als Tee genutzt.
Vorstellung des Mädesüß
Filipendula ulmaria, das Echte Mädesüß mit gesundheitlichen Vorzügen
Vor allem diese Art, das Filipendula ulmaria, wird zur Zubereitung von Aufgüssen, Abkochungen und Tees aus Mädesüß geerntet. Die Blüten sollen Salicylate enthalten, Verbindungen, die der Salicylsäure (Aspirin) nahestehen und für ihre schmerzlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt sind. Seit der Antike gehört diese Pflanze zu den traditionellen Gewächsen, die sowohl wegen ihrer dekorativen Eigenschaften als auch wegen ihrer medizinischen Bedeutung kultiviert werden.
Das winterharte, robuste und leicht zu kultivierende Mädesüß bildet im Sommer große, cremeweiße Blütenstände, die zart duften, sich im Wind wiegen und den Beeten Struktur verleihen. Das dunkelgrüne, tief eingeschnittene Laub bildet einen pflanzlichen Hintergrund, der die zarten Blüten betont und zugleich Schmetterlinge, Bienen und andere Bestäuber im Garten anzieht.

Blüten und Blätter von Filipendula ulmaria
Weitere Mädesüß-Arten für einen schönen Garten
Während Filipendula ulmaria für ihre Vorzüge in der Heilkunde am bekanntesten ist, begeistern andere Arten der Gattung Filipendula durch ihren dekorativen Wert. Sie bereichern Beete mit Struktur, Leichtigkeit und zarten Farben.
Zu den interessantesten zählen:
- Filipendula rubra ‘Venusta’, eine spektakuläre Mädesüß-Sorte, die bis zu 1,80 m hoch wird und große, zartrosa Blütenstände bildet – ideal für den Hintergrund im Beet.
- Filipendula purpurea, kompakter und mit fuchsiafarbenen Blüten ein farbenfroher Blickfang im Garten.
- Filipendula ulmaria ‘Plena’, die die medizinischen Vorzüge des klassischen Mädesüßes bewahrt und zugleich sehr dekorative, gefüllte Blüten in Schaumweiß hervorbringt.
Mit diesen Sorten lassen sich abwechslungsreiche, natürliche Pflanzbilder gestalten, in denen sich die Pflanzen harmonisch in den Ziergarten einfügen. Entdecken Sie auch unsere weiteren Mädesüß-Sorten. Mehr über die Kultur erfahren Sie in unserem Ratgeber: „Mädesüß pflanzen und pflegen“.

Filipendula rubra ‘Venusta’, Filipendula purpurea und Filipendula ulmaria ‘Plena’
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Blüten und Blütenstände des Mädesüß ernten
Verwendet werden beim Mädesüß die zarten, duftenden Blütenstände. Am besten ernten Sie bei trockenem Wetter zwischen Juni und Juli, sobald sich die Blüten zu öffnen beginnen. Dann ist ihr Gehalt an aromatischen Inhaltsstoffen am höchsten.
Die Blütenspitzen schneiden Sie mit einer Schere oder Gartenschere ab. Die Blüten können frisch oder getrocknet verwendet werden, etwa für Aufgüsse oder Auszüge.
Wie trocknet man Mädesüßblüten?
Um Mädesüßblüten haltbar zu machen, ist die Lufttrocknung die einfachste Methode.
- Ernten Sie die Blüten bei trockenem Wetter.
- Breiten Sie sie auf einem sauberen Tuch aus oder hängen Sie sie in kleinen Büscheln an einem trockenen, gut belüfteten, schattigen Ort auf.
- Das Trocknen dauert etwa eine Woche, bis sich die Blüten beim Berühren knusprig anfühlen.
- Getrocknete Blüten halten sich mehrere Monate in einem luftdicht verschlossenen Glas, geschützt vor Feuchtigkeit und Licht. So sind sie für Mädesüßtee bereit.

Ernte und Trocknen von Mädesüßblüten
Mädesüßtee zubereiten
Mädesüßtee ist die häufigste Anwendung. So bereiten Sie ihn zu:
- Verwenden Sie 2 bis 3 Gramm getrocknete Blüten, etwa einen Esslöffel, oder die doppelte Menge frischer Blüten.
- Übergießen Sie sie mit 250 ml heißem Wasser und lassen Sie den Aufguss 10 Minuten ziehen.
- Vor dem Trinken abseihen.
Dieser Aufguss wird traditionell zur gelegentlichen Anwendung geschätzt, die 5 bis 7 Tage in Folge nicht überschreiten sollte, um die Entwässerung zu fördern oder den Gelenkkomfort zu unterstützen. Vor der Anwendung empfiehlt sich ärztlicher Rat, insbesondere bei bestimmten Erkrankungen oder laufender Behandlung.
Die Blüten können auch mit anderen Pflanzen aus dem Garten zu Teemischungen kombiniert werden, etwa mit Minze, Melisse oder Gemeiner Schafgarbe. So sorgen Sie in Ihrem Gesundheitsgarten für Abwechslung.

Mädesüßtee
Welche Vorteile hat Mädesüß?
Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria) wird traditionell bei Schmerzen, Wasseransammlungen sowie Gelenk- und Muskelbeschwerden genutzt.
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Wie jede Heilpflanze sollte Mädesüß mit Vorsicht angewendet werden. Der hohe Salicylatgehalt macht es für Personen mit Allergie gegen Aspirin-Derivate oder unter Blutverdünnern ungeeignet.
Es ist außerdem kontraindiziert:
- Bei Kindern und Jugendlichen, außer nach ärztlicher Rücksprache.
- Während Schwangerschaft und Stillzeit.
- Bei Magengeschwüren oder schweren Verdauungsbeschwerden in der Vorgeschichte.
Vor einer regelmäßigen Anwendung von Mädesüßtee sollten Sie ärztlichen Rat einholen, insbesondere bei laufender Behandlung.
Mädesüßtee höchstens 5 bis 7 Tage als Kur anwenden, täglich 1 bis 3 Tassen. Er eignet sich für eine gelegentliche Anwendung.

Wussten Sie schon? Mädesüß als Aspirin-Ursprung
Mädesüß galt den Kelten als heilig. Aus seiner Wurzel gewannen Forscher Salicylsäure; daraus entstand Aspirin. Botanischer Name: Spiraea ulmaria.
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