Mauerblumen: So wird die Mauer bunt

Mauerblumen: So wird die Mauer bunt

Mauer bepflanzen: passende Pflanzen & Tipps

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 21. September 2025  durch Jean-Christophe 7 min.

Eine Trockenmauer ist ein dekoratives Gartenelement. Entdecken Sie passende Stauden und Sträucher für farbenfrohe Bepflanzungen und nützliche Tipps.

Mauer, Staude, Blüte

Schwierigkeit

Mauerkrone bepflanzen?

Nicht jede Mauer lässt sich gleich einfach bepflanzen. Bei einer Stützmauer ist das Pflanzen tatsächlich leichter, denn der Gärtner kann die von ihr zurückgehaltene Erde nutzen und Pflanzgruben anlegen. So kommt eine größere Auswahl an Pflanzen infrage, darunter auch Sträucher, die mehr Platz für ihre Wurzeln benötigen. Außerdem dienen die so platzierten Pflanzen als Geländer und beugen dadurch der Sturzgefahr vom Mauerrand vor.

Auch bei einer Trennmauer, die lediglich zwei Bereiche voneinander abgrenzt, gibt es Lösungen, auch wenn die Möglichkeiten naturgemäß begrenzter sind.

Mauerkrone mit Stauden bepflanzen

Stützmauerkrone bepflanzen

Für die Pflanzung gelten dieselben Grundsätze wie beim Bepflanzen eines Beets.

  1. Wässern Sie den Wurzelballen in reichlich Wasser, bis er vollständig durchfeuchtet ist.
  2. Heben Sie währenddessen ein Pflanzloch aus, das zwei- bis dreimal so groß ist wie der Anzuchttopf oder die Jungpflanze, in dem sich die Pflanze befindet.
  3. Mischen Sie die ausgehobene Erde mit Blumenerde und geben Sie etwa ein Drittel Kompost hinzu.
  4. Nehmen Sie die Jungpflanze aus dem Topf und setzen Sie sie ins Pflanzloch. Achten Sie darauf, dass der Hals der Pflanze (Übergang zwischen Wurzeln und Stamm oder Zweigen) auf Bodenhöhe liegt.
  5. Treten Sie die Erde fest an und gießen Sie reichlich. Für einen Strauch rechnen Sie mit etwa 10 Litern Wasser. Gießen Sie in mehreren Portionen und lassen Sie das Substrat das Wasser aufnehmen. Vermeiden Sie, dass Wasser überläuft und von der Mauer herabfließt.
  6. Mulchen Sie mit dem Material Ihrer Wahl. Ein mineralischer Mulch (Steine, Kies, Lavagestein, Schieferplättchen …) verbessert die Drainage am Pflanzenhals. Sie können aber auch organische Mulchstoffe verwenden (Laub, trockenes Schnittgut, Holzhäcksel …).

Welche Pflanzen eignen sich?

Ist Ihre kleine Mauer den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt, müssen die Pflanzen Trockenheit und Hitze vertragen, zumal dieser Standort besonders gut drainiert ist: Wasser versickert schnell im Boden und zwischen den Steinen. Vermeiden Sie außerdem Pflanzen mit starkem Wuchs oder kräftigen, ausläuferbildenden Wurzeln, die Ihre Mauer beschädigen und ihre Stabilität beeinträchtigen könnten. Für eine natürlichere Wirkung wählen Sie Pflanzen mit ausladender oder überhängender Silhouette, die die Mauer schmücken und elegant an ihr herabhängen. Für Abwechslung sorgen einige aufrecht wachsende Pflanzen.

Staude für Mauer und Steingarten

Felsengartenstauden: Arenaria montana (Foto: Wikimedia), Sedem reflexum ‘Angelina’ (Foto: Wikimedia), Iberis sempervirens ‘Absolutely Amethyst’

Wann pflanzen?

  • Die ideale Pflanzzeit ist meist der Herbst, zwischen September und November (außer bei Frost). So haben die Pflanzen Zeit, sich vor dem strengen Winter einzuwurzeln.
  • Auch eine Pflanzung im Frühjahr ist möglich, sollte aber früh erfolgen (etwa im März oder April), damit die Jungpflanzen genügend Zeit haben, ihr Wurzelsystem zu entwickeln. Das erhöht ihre Widerstandsfähigkeit gegen die sommerliche Trockenheit.

Das Anwachsen kann unsicher sein, und manchmal sind mehrere Versuche nötig. Doch das gehört zur Arbeit mit Lebendigem dazu – die Natur lehrt uns jeden Tag Demut und Geduld.

Trennmauer

Manche Mauern grenzen lediglich zwei Grundstücke oder Gartenbereiche voneinander ab. Bei einer gemeinschaftlichen Mauer dürfen Sie nicht nach Belieben handeln, da sie nur zur Hälfte Ihnen gehört. Steht die kleine Mauer auf Ihrem Grundstück und besteht sie aus Steinen, können Sie hier und da einen Stein aus der Mauerkrone entfernen, sofern die Stabilität des Bauwerks nicht beeinträchtigt wird. In den so entstehenden Pflanztaschen können Sie einige Stauden setzen; Sträucher sind hier selbstverständlich ungeeignet. Bei Bedarf können Sie seitlich kleine Steine wieder einsetzen, damit das Substrat an Ort und Stelle bleibt.

Wenn Sie keinen Stein entfernen können, spricht nichts dagegen, Töpfe auf der Mauerkrone aufzustellen und dort Ihre Stauden zu pflanzen. Beachten Sie jedoch die Gefahr, dass sie bei Wind herunterfallen! Für mehr Standfestigkeit wählen Sie breitere als hohe Gefäße und befestigen Sie die Töpfe im Zweifel auf der Mauerkrone. Achten Sie dabei auf ein Abflussloch.

Eine Wand vertikal begrünen?

Natursteinmauern

Trockenmauern oder mit Lehmmörtel verfugte Natursteinmauern lassen sich am einfachsten bepflanzen, da sie meist zahlreiche Fugen und Hohlräume als potenzielle Pflanzgefäße bieten.

  1. Suchen Sie die schönsten Pflanztaschen an der Mauerfront oder vergrößern Sie sie, indem Sie kleine Steine entfernen (wählen Sie die lockersten und gehen Sie vorsichtig vor).
  2. Füllen Sie die Pflanztaschen mit ausreichend festem Boden (zu leichte Blumenerde hält möglicherweise nicht) und befeuchten Sie ihn. Ein Ess- oder Teelöffel kann dabei sehr nützlich sein.
  3. Setzen Sie die Jungpflanze ein (der Wurzelballen sollte zuvor gut befeuchtet werden), füllen Sie rund um die Wurzeln auf und drücken Sie das Substrat fest. Legen Sie bei Bedarf kleine Steine zurück, damit das Substrat nicht herausfällt. Sobald sich die Wurzeln entwickelt haben, ist die Pflanze ausreichend verankert.
  4. Gießen Sie mit einer Sprühflasche, damit sich das Substrat nicht bewegt und die Pflanze nicht gelockert wird. Gießen Sie am besten früh morgens oder spät abends, damit das Wasser nicht wie ein Brennglas wirkt und die Blätter verbrennen.

–> Stehen Pflanzen oben auf der Mauer oder in benachbarten Pflanztaschen, säen sich einige großzügig in die freien Bereiche aus (Feinstrahlastern und Spornblumen sind darin wahre Meister!).

Trockenmauer bepflanzen

Bereits gemauerte Wände

Gemauerte Wände können Fugen aufweisen. Sind diese zu klein für bereits entwickelte Stauden, können Sie dort „Samenbomben“ platzieren. In seiner Anleitung erklärt Aurélien Ihnen, wie Sie diese „Bomben“ herstellen. Sie können sie mit Samen befüllen oder der Natur überlassen, welche Samen sie dort ablegt. Auch Pflanzen in der Nähe oder auf der Mauer können sich dort aussäen.

Mäuerchen mit Samenbombe bepflanzen

Samenbombe

Mauern im Bau

Wenn Sie die Möglichkeit haben, eine Trockenmauer zu bauen, sollten Sie darin Bereiche für die Aufnahme von Pflanzen einplanen. Lassen Sie einige größere Steine aus der Mauer hervorstehen und richten Sie sie so aus, dass sie mit der Mauer einen leicht geschlossenen Winkel bilden. So kann jeder Stein etwas Substrat und damit Leben aufnehmen…

Pflanzen in der Mauer pflegen und gießen?

Pflanzen auf der Mauerkrone

Bei einer Stützmauer gelten für das Gießen dieselben Regeln wie für eine Pflanzung im Freiland. Gießen Sie daher besser reichlich, aber selten, statt täglich ein wenig. So werden die Wurzeln angeregt, auf der Suche nach Feuchtigkeit in die Tiefe zu wachsen, anstatt oberflächennah zu bleiben und dadurch empfindlicher auf Trockenheit zu reagieren. Das Wasser, das oben auf der Mauer ausgebracht wird, sickert in den Boden, läuft aber auch an den Seiten hinab, wovon die senkrecht zwischen den Steinen wachsenden Pflanzen profitieren können.

Achten Sie darauf, Pflanzen auszuwählen, die zu Ihrer Region (Temperaturen im Jahresverlauf, Frostgefahr …) und zu Ihrem Boden passen (manche Pflanzen bevorzugen sauren Boden, andere kalkhaltigen Boden) sowie zum Standort (Sonne oder Schatten).

Pflanzen zwischen den Steinen

Die Zwischenräume der Steine bilden kleine Taschen, die den Pflanzen etwas Feuchtigkeit spenden. Diese Feuchtigkeit ist allerdings relativ, besonders wenn die Mauer den ganzen Tag in der prallen Sonne steht. Dann sollten Sie Ihre Schützlinge etwas unterstützen, damit sie gut wachsen und blühen. Bietet die Mauer viele Zwischenräume, kann ein sanfter Gießstrahl von oben das Wasser zwischen den Steinen versickern lassen und die darunter wachsenden Pflanzen versorgen. Achten Sie auf einen geringen Wasserdruck, damit die Pflanze nicht aus ihrem Platz gespült und der Boden nicht ausgelaugt wird.

Um einzelne Pflanzen gezielt zu unterstützen und ihnen Feuchtigkeit zuzuführen, besprühen Sie sie mit Wasser.

Gießen Sie am besten früh morgens oder spät abends. Tagsüber erwärmt sich der Stein sehr schnell, sodass das Wasser zu rasch verdunstet und Sie nur dieses kostbare Gut verschwenden würden.

Wenn Sie einzelne Pflanzen pflegen müssen, etwa verblühte Blüten entfernen, ziehen Sie nicht an den Stängeln. Da die Bewurzelung meist recht empfindlich ist, könnten Sie die Pflanze herausreißen. Verwenden Sie stattdessen eine gut geschärfte Gartenschere oder Schere.

Topfpflanzen auf der Mauerkrone

Töpfe auf einer Mauerkrone sind Sonne und Wind ausgesetzt – zwei austrocknenden Faktoren, zumal das Substratvolumen begrenzt ist. Um den Gießaufwand möglichst gering zu halten, wählen Sie genügsame Stauden (Fetthennen und Hauswurz sind hier wahre Meister). Die Zugabe eines Wasserspeichers wie Stockosorb kann ebenfalls eine große Hilfe sein. Bei warmem Wetter müssen Sie dennoch regelmäßig gießen, je nach gewählten Pflanzen sogar mehrmals pro Woche. Ist die Mauer zu hoch für einen direkten Zugang, verwenden Sie ein gebogenes Gießrohr. Und wie Sie inzwischen wissen, gießen Sie früh morgens oder spät abends, damit die Pflanzen das Wasser optimal aufnehmen.

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.

einen blühenden Mauer anlegen