Nandina domestica: dekorativer Himmelsbambus
Bunte, pflegeleichte Sträucher fürs ganze Jahr
Inhaltsverzeichnis
Himmelsbambus oder Nandina domestica sind dekorative Sträucher, die mit ganzjährigem Laub, Sommerblüte und auffälligen Früchten den Garten beleben.
Pflegeleicht und vielseitig, passen sie in viele Bereiche. Auch Anfängern empfehlen wir diese zuverlässigen Sträucher. Hier erfahren Sie, wie Sie sie passend zu Ihren Wünschen auswählen.
Himmelsbambus: Vorteile im Garten und Topf
Wenn wir Himmelsbambus schätzen, liegt das vor allem an seinen vielen dekorativen Vorzügen.
Zunächst einmal ist sein Laub immergrün, bleibt also zu jeder Jahreszeit sichtbar – auch im Winter, wenn viele andere Pflanzen kahl sind. Das bedeutet jedoch keineswegs Eintönigkeit: Der Himmelsbambus hat ein Laub, dessen Färbung sich im Laufe der Jahreszeiten verändert. Oft wechselt es von Rot zu Grün und leuchtet schließlich in Gelb, Orange oder Purpur. Kälte verstärkt die Farben des Himmelsbambus häufig noch. Diese Sträucher eignen sich daher ideal, um den Garten zu beleben und einen Kontrast zu immergrünen Blättern zu schaffen.
Auch die Blüte ist interessant, selbst wenn sie eher dezent ausfällt. Von Juli bis September erscheint sie in großen, lockeren, kegelförmigen Rispen von etwa 30 bis 40 cm Länge. Sie bestehen aus winzigen cremeweißen Blüten mit wachsartiger Textur und großen gelben Antheren. Diese Blüten verleihen dem Garten eine schöne, leichte und frische Note. Blühende Zweige können für Sträuße und Ikebana (japanische Blumensteckkunst) verwendet werden. In Asien gilt die Pflanze als heilig und wird zum Schmücken von Tempelaltären eingesetzt.
Auf diese Blüte folgen je nach Himmelsbambus-Sorte leuchtend rote Beeren, die einen großen Teil des Winters erhalten bleiben.
So sind Himmelsbambus-Sträucher das ganze Jahr über interessant, selbst wenn der Garten in Dormanz ruht und es ihm deutlich an Leben und Farbe fehlt.
Himmelsbambus ist vielseitig einsetzbar: im Beet, als Solitär, im lichten Steingarten, in einer frei wachsenden Hecke und sogar im Topf. Er bringt eine dekorative und/oder exotische Note in den Garten. Bedenken Sie auch, dass sich Himmelsbambus sehr gut in eine Sichtschutzhecke integrieren lässt, um neugierige Blicke auf ästhetische Weise fernzuhalten.
Neben seinen dekorativen Vorzügen erweist sich Himmelsbambus als pflegeleicht (siehe folgenden Abschnitt).
Schließlich sei erwähnt, dass dieser Strauch adstringierende und beruhigende Heilwirkungen besitzen soll und daher seit Jahrhunderten in der asiatischen Heilkunde verwendet wird.

Fruchtbildung und unter Kälteeinfluss errötende Farben, leichte Blüte, wunderschön austreibendes Laub: Der Himmelsbambus hat viele Vorzüge
Himmelsbambus mit Zierlaub kultivieren
Himmelsbambus ist pflegeleicht. Die Sträucher eignen sich bestens für Anfänger und benötigen nur wenig Pflege.
Himmelsbambus wächst im Halbschatten oder lichten Schatten. Er kommt problemlos mit normalem, auch magerem Boden zurecht. Ein tiefgründig gelockerter, humusreicherer Boden wird jedoch ebenso geschätzt. Das Substrat muss unbedingt durchlässig sein, damit Wasser ablaufen kann und keine Staunässe entsteht. Himmelsbambus bevorzugt sauren Boden und verträgt keinen hohen Kalkgehalt. Geben Sie daher bei Bedarf bei der Pflanzung Moorbeeterde in den Boden.
Nach dem Einwurzeln verträgt Himmelsbambus sommerliche Trockenheit, schätzt starke Hitze und pralle Sonne jedoch nicht. Er ist bis etwa -12 bis -15 °C winterhart und eignet sich damit für die meisten Regionen. Wählen Sie dennoch einen vor Kälte und austrocknenden Hauptwinden geschützten Standort.
Auch die Kultur im Topf ist möglich. So verschönern Sie Terrasse, Balkon oder Innenhof und können die attraktiven Pflanzen auch in Regionen mit sehr harten Wintern oder stark kalkhaltigem Boden genießen.
Himmelsbambus ist zudem unempfindlich gegenüber Luftverschmutzung und salzhaltiger Gischt – ideal für Stadt- und Küstengärten.
Bei der Pflege genügt Gießen bei Trockenheit, vor allem in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung. Im Topf müssen Sie regelmäßiger gießen, da Wasser schnell verdunstet. Bringen Sie eine Mulchschicht um den Himmelsbambus aus, damit die Feuchtigkeit länger erhalten bleibt und Sie die Gießabstände vergrößern können.
Vor dem Winter sollten Sie die Mulchschicht erneuern und dick auftragen (Laub, Stroh, Heu …), um die Sträucher besser vor Kälte zu schützen.
Am Ende des Winters müssen Sie nur noch kahle, schwache oder beschädigte Triebe bodennah zurückschneiden.
Himmelsbambus ist wenig anfällig für Schädlinge und Krankheiten.

Im Beet oder Topf steht Nandina domestica ideal im Halbschatten, damit er üppig blüht und fruchtet
Dekorativen Himmelsbambus richtig auswählen?
Auch wenn es nur eine einzige Art des Himmelsbambus (Nandina domestica) gibt, ist die Auswahl an Sorten groß. Rund 60 Sorten sind bekannt, die sich in ihrer Färbung und Wuchsform unterscheiden.
Nach Größe und Verwendung
Himmelsbambus erreicht durchschnittlich eine Höhe von 50 cm bis 2 m. Kleine Sorten eignen sich ideal für die Kultur im Topf, als Beetbegrenzung oder niedrige Hecke. Auch im Vordergrund eines Beetes setzen sie schöne Akzente. Dazu gehört ‘Fire Power’. Die Zwergsorte bildet eine hübsche, kompakte Kugel von 60 cm Höhe und Breite und besticht durch ihre leuchtenden Farben. Noch kleiner bleibt ‘Pretty Flamingo’ mit maximal 50 cm Höhe und Breite. ‘Lemon Lime’ ist eine weitere kompakte Sorte (70 cm Höhe und Breite). Sie zeichnet sich durch dichtes, buschiges Laub in leuchtenden Farbtönen von Chartreusegrün bis Limettengrün aus. Erwähnenswert ist auch ‘Blush Pink’ (75 cm Höhe und Breite) mit seiner intensiven Färbung.
Für einen dezent gestalteten Steingarten oder als hübschen Bodendecker eignen sich Sorten, die breiter als hoch wachsen, etwa ‘Sienna Sunrise’. Dieser Strauch wird 90 cm hoch und 1,20 m breit. Außerdem gefällt er uns mit seinem fein gegliederten Laub, das sich ständig verändert.
Für eine Hecke oder als Solitär sollten Sie zu etwas größeren Himmelsbambus-Sorten greifen. Dazu gehört die Wildform Nandina domestica, die 2 m hoch und 1,20 m breit wird.

Nandina domestica ‘Sienna Sunrise’
Nach Laubfarbe
Wie bereits erwähnt, zählt die Laubfarbe zu den wichtigsten dekorativen Vorzügen der Nandina. Häufig erscheinen sie in roten, grünen und purpurfarbenen Tönen.
‘Lemon Lime’ spielt dagegen mit Nuancen von Grün bis Gold, ebenso wie ‘Brightlight’ mit seinem zitronengrünen Laub.
Für warme Orangetöne wählen Sie ‘Gulf Stream’. Die Sorte zeigt zunächst ein schönes Bronzengrün, bevor sie sich orange-rot färbt. ‘Magical Sunrise’ überrascht im Frühjahr mit ziegelorangem Laub, einer eher seltenen Färbung. Später wird es klassischer grün und schließlich goldrot. Interessant ist die Sorte auch wegen ihrer runden Wuchsform und der bogig überhängenden Silhouette.
Für ein elegantes Purpurrot kultivieren Sie ‘Flirt’ oder ‘Plum Passion’.
Auch panaschierte Sorten dürfen nicht fehlen, denn sie sind stets etwas Besonderes. Dazu gehört ‘Twilight’. Ihre jungen Triebe erscheinen zunächst kupferrosa, bevor sie im Sommer hellgrün mit cremeweißer Panaschierung werden. Der kleine ‘Red light’ fällt ebenfalls durch sein zart panaschiertes Laub auf. Die erwachsenen Blätter sind bläulichgrün und cremeweiß gesprenkelt sowie gestreift.

Nandina domestica ‘Gulf Stream’ und die panaschierte Sorte ‘Twilight’
Nach Fruchtbildung
Wenn Sie die dekorativen Beeren des Himmelsbambus nutzen möchten, um im Winter für Farbtupfer zu sorgen, wählen Sie besonders fruchtbare Sorten. Dazu gehört ‘Richmond’, die als blühfreudiger als die Wildform gilt. Dieser Himmelsbambus bildet große Trauben glänzend roter Früchte, die wunderbar mit dem orange-roten Herbstlaub harmonieren.
Auch der Kultivar ‘Obsessed Seika’ erfreut mit dekorativem Fruchtschmuck. Die Früchte des Vorjahres hängen oft gleichzeitig mit der sommerlichen Blüte des laufenden Jahres am Strauch und bilden einen wunderschönen Kontrast.
Beachten Sie, dass mehrere Himmelsbambus-Sträucher im Garten die Fruchtbildung fördern.

Auch die Beerenfrüchte der Nandina erfreuen uns immer wieder!
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Himmelsbambus: schönste Sorten für den TopfHimmelsbambus mit dekorativem Laub kombinieren?
Der Himmelsbambus lässt sich im Garten vielseitig kombinieren. Er passt ebenso zu modernen Gestaltungskonzepten wie zu japanisch inspirierten oder exotischen Stilen.
Mehrere Sorten Himmelsbambus lassen sich problemlos miteinander kombinieren und schaffen zu jeder Jahreszeit eine farbenfrohe, dynamische Atmosphäre.
Sie können Nandina beispielsweise mit Moorbeetpflanzen wie Kamelien, Alpenrosen, Schattenglöckchen und Hortensien kombinieren.

Schattenglöckchen, Azalee, Hortensie: In Gesellschaft japanisch anmutender Sträucher macht der Himmelsbambus eine großartige Figur (hier die Sorte ‘Gulf Stream’)
Im modernen Garten gesellt sich der Himmelsbambus zu Gräsern wie Federborstengras oder Federgras. Liebesblumen setzen zusätzliche dekorative und florale Akzente.
In einer Blütenhecke kombinieren Sie Nandina mit Orangenblumen, Spiersträuchern oder Schönen Sternchensträuchern.
Für aufmunternde Fruchtakzente im Winter pflanzen Sie den Himmelsbambus zu Liebesperlensträuchern, Zwergmispeln oder Berberitzen.
Für eine schöne Herbstszene kombinieren Sie ihn mit Astern, Kleinköpfigem Knöterich, Japanischem Ahorn, Pfaffenhütchen oder Zaubernuss.
Jean-Christophe stellt Ihnen in Himmelsbambus: 5 Ideen für schöne Kombinationen noch weitere Gestaltungsideen vor.
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