Oleanderblüte
10 Fehler bei blühenden Sträuchern
Inhaltsverzeichnis
Der Oleander (Nerium oleander) ist ein charakteristischer, immergrüner Strauch des Mittelmeerraums, der für seine spektakuläre und lang anhaltende Blüte den ganzen Sommer über geschätzt wird. Die Blüten des Oleanders erscheinen in Rosa, Weiß, Gelb oder Rot. In milden Regionen winterhart, kann dieser immergrüne Strauch mit buschiger Wuchsform je nach Sorte bis zu 4 Meter hoch werden.
Er ist leicht zu kultivieren, sofern einige wichtige Regeln beachtet werden. Tatsächlich können bestimmte Pflegefehler die Blüte des Oleanders und sogar seine Gesundheit beeinträchtigen.
Warum blüht mein Oleander nicht? Diese Frage stellen sich viele Gärtner. Um sie zu beantworten, entdecken wir gemeinsam 10 Fehler, die Sie für eine üppige Blüte vermeiden sollten – ganz gleich, ob der Oleander im Freiland oder im Topf wächst.
→ Mehr erfahren Sie in unserem ausführlichen Steckbrief zum Oleander. Hören Sie außerdem unseren Podcast:
Oleander im Schatten pflanzen: Blüte gefährdet
Oleander blüht nicht? Lichtmangel ist oft die Ursache. Der mediterrane Strauch braucht Wärme und Sonne. Ideal: ein geschützter Südstandort.
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Ohne Kälteschutz leidet die Blüte
Der Oleander ist frostempfindlich. Diese typische Pflanze der Côte d’Azur verträgt bestenfalls selten Fröste unter -8 bis -10 °C – und auch nur, wenn sie gut eingewachsen ist. Ältere Exemplare können sich nach Frösten um -12 °C meist aus dem Wurzelstock regenerieren. Seine Achillesferse ist daher die geringe Winterhärte, besonders in den ersten Jahren, wenn er sehr kälteempfindlich ist. Die Kultur im Freiland ist Regionen mit nicht zu strengen Wintern vorbehalten, in denen die Temperaturen nicht unter -5 °C sinken. Andernorts kultivieren Sie den Oleander besser im Topf und überwintern ihn ab November bis Mai frostfrei im Gewächshaus, Wintergarten oder Kalthaus (bei 5–10 °C). Dann wird der Oleander deutlich weniger gegossen und nicht mehr gedüngt.
Im Garten profitiert er von einer guten Mulchschicht aus Laub (etwa 30 bis 40 cm) oder Flachsschäben, besonders in den ersten beiden Wintern an der Grenze seiner Winterhärte. Kündigt sich eine Kälteperiode an, empfehle ich, ihn mit ein oder zwei Lagen Wintervlies zu umhüllen, damit er gut durch den Winter kommt.
Ohne diese Vorsichtsmaßnahmen kann die Kälte die Blüte des Oleanders verzögern oder ganz verhindern, sogar im folgenden Jahr.

Vergessen Sie nicht, Ihren Oleander in den ersten Wintern zu schützen
→ Lesen Sie auch: Oleander im Topf oder Freiland überwintern
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Oleander im Topf kultivieren?Fehlende Drainage hemmt die Oleander-Blüte
Für üppige Oleander-Blüte: Strauch in tiefen, humusreichen, gut drainierenden Boden pflanzen. Staunässe vermeiden – sie fördert Wurzelkrankheiten.
Oleander: Unregelmäßiges Gießen mindert die Blüte
Auch wenn der Oleander vorübergehende Trockenheit gut verträgt, blüht er nur in einem ausreichend tief feuchten Boden üppig. Während der Wachstums- und Blütezeit sollte der Boden daher stets leicht feucht bleiben.
Regelmäßiges Gießen des Oleanders, besonders im Sommer, ist in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung notwendig, vor allem bei warmem, trockenem Wetter. So bildet er tief reichende Wurzeln und setzt reichlich Blüten an. Ich empfehle, ihn im Frühjahr und Sommer ein- bis zweimal pro Woche zu gießen und die Erde zwischen den Wassergaben abtrocknen zu lassen.
Oleander im Topf muss häufiger gegossen werden, da das Substrat schneller austrocknet: Lassen Sie die Blumenerde an der Oberfläche stets abtrocknen, bevor Sie erneut gießen.

Besonders bei einem Oleander im Topf ist richtiges Gießen wichtig
Zu viel Gießen mindert die Oleander-Blüte
Auch wenn der Oleander im Sommer regelmäßig gegossen werden muss, um üppig zu blühen, verträgt er vor allem eines nicht: zu viel Feuchtigkeit. Übermäßiges Gießen lässt das Laub vergilben – oft ein Zeichen für erstickte Wurzeln.
Zu viel Wasser kann Krankheiten wie Botrytis oder Grauschimmel begünstigen, die sich vor allem bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit entwickeln.
Gießen Sie den Oleander mäßig, aber regelmäßig, ohne die Wurzeln zu überfluten.
Im Winter sollten Sie die Abstände zwischen den Wassergaben vergrößern. Die Feuchtigkeit könnte sonst die Wurzeln zum Faulen bringen. Ebenso schadet dem Oleander das Besprühen des Laubs, da es Pilzkrankheiten begünstigen kann.
Gießen Sie die Pflanze immer am Fuß, ohne das Laub zu benetzen – am besten morgens oder am Abend. So bleibt der Wasserhaushalt ausgeglichen, ohne die Blüte des Oleanders zu beeinträchtigen.

Das Laub des Oleanders zeigt, wie viel Wasser die Pflanze benötigt. Hier ist das Laub gesund. Wird es gelb, ist Vorsicht vor übermäßigem Gießen geboten!
Oleander nicht düngen, begrenzt die Blüte
Für eine üppige Oleander-Blüte braucht die Pflanze ausreichend Nährstoffe. Im Freiland freut sie sich im Frühjahr über Kompost, der zugleich ihre Abwehrkräfte stärkt.
Im Topf oder Kübel sind Nährstoffe begrenzt, und die Pflanze zehrt das Substrat schneller aus. Für eine schöne Blüte geben Sie etwa alle 15 Tage Blühpflanzendünger verdünnt mit dem Gießwasser.

Im Freiland reichern Sie den Boden mit Kompost an
Starker Rückschnitt: weniger Oleanderblüten
Oleander schneiden: Starker Rückschnitt nur bei Frostschäden. Sonst vorsichtig vorgehen, da Blüten am einjährigen Holz entstehen. Achtung: giftiger Pflanzensaft.
Bei Frost nicht zurückschneiden
Sind einige Zweige Ihres Oleanders schwarz geworden? Auch das Laub wirkt welk? Trotz aller Vorsicht kann Ihr Oleander einer Frostperiode ausgesetzt gewesen sein. Das ist nicht unbedingt irreversibel! Sie müssen jedoch handeln und das Totholz entfernen. Schneiden Sie ab dem Frühjahr, etwa im März oder April, mit einer gut desinfizierten Gartenschere alle schwarzen Pflanzenteile und frostgeschädigten Blätter zurück. Warten Sie mit dem Rückschnitt erfrorener Partien immer bis zum Austrieb. Bei starken Schäden können Sie den Oleander im Frühjahr auch kräftig zurückschneiden. Seine Regenerationsfähigkeit aus dem Wurzelstock ist groß, sodass er wieder austreiben kann.
→ Olivier erklärt alles in: Meine Pflanze ist erfroren. Warum? Was tun?

Ein kräftiger Rückschnitt der erfrorenen Zweige wurde im Frühjahr an diesem Oleander im Topf durchgeführt
Krankheiten des Oleanders ignorieren
Oleander wird oft von Krankheiten, Parasiten und Schädlingen befallen. Kontrollieren Sie Blattwerk und Verzweigung regelmäßig, um Wollläuse, Blattläuse, Blattflecken und Spinnmilben früh zu erkennen. Auch auf Bakterienkrebs mit schwarzen, verformten Krebsstellen an jungen Trieben achten.
→ Mehr dazu in unserem Ratgeber: Krankheiten und Parasiten des Oleanders
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