Pflanzen, die Sie im Herbst nicht pflanzen sollten

Pflanzen, die Sie im Herbst nicht pflanzen sollten

Bevorzugte Frühjahrspflanzungen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 11. Januar 2026  durch Jean-Christophe 7 min.

Garten anlegen heißt pflanzen. Herbst und Frühling sind ideal. Je nach Region, Wetter, Boden und Pflanze ist der Frühling besser. Welche Pflanzen und warum?

Sommer, Herbst Schwierigkeit

Im Herbst oder Frühjahr pflanzen?

Herbst und Frühjahr sind die besten Pflanzzeiten.

  • Im Herbst ist der Boden von den Vormonaten gut erwärmt, und saisonale Niederschläge machen häufig zusätzliches Gießen überflüssig. Die Natur bereitet sich außerdem auf die Ruhephase vor, sodass auch unerwünschte Pflanzen weniger stark wachsen und weniger Unkraut gejätet werden muss. Die Pflanzen entwickeln in den folgenden Monaten ihr Wurzelsystem, wachsen jedoch kaum oder gar nicht und warten auf den Frühling, um wieder auszutreiben.
  • Im Frühjahr sind die strengen Winterfröste meist vorbei, der Boden erwärmt sich allmählich und die Jahreszeit kann feucht ausfallen. Die Pflanzen entwickeln kräftig ihr Laub, verfügen aber noch über ein begrenztes Wurzelsystem. Bei ausbleibenden Niederschlägen kann dadurch ein Ungleichgewicht entstehen. Regelmäßiges Gießen kann daher unerlässlich sein – ebenso das Entfernen von Unkraut, um Konkurrenz zu vermeiden. Für frostempfindliche Pflanzen bieten die warmen Monate jedoch die Möglichkeit, abzuhärten und den folgenden Winter zu überstehen.

In jedem Fall sollten Sie sorgfältig pflanzen (Ansprüche der Pflanze an Standort und Boden, Bodenvorbereitung, Mulchen …) und außerhalb frostiger Zeiten arbeiten!

wann pflanzen

Auch wenn der Herbst eine ideale Pflanzzeit ist, gilt das nicht für alle Pflanzen

Einjährige

Generell werden krautige Pflanzen in 3 Kategorien eingeteilt:

Die Stauden durchlaufen ihren Entwicklungs- und Lebenszyklus über mehrere Jahre und kehren regelmäßig an derselben Stelle wieder. Ihre oberirdischen Pflanzenteile können im Winter verschwinden, doch die Pflanzen befinden sich lediglich in Dormanz und warten auf den Frühling, um neues Laub, Blüten oder Früchte zu bilden.

Die zweijährigen Pflanzen entwickeln sich, wie ihr Name bereits sagt, über zwei Jahre. Im ersten Jahr bildet die Pflanze nur Laub und schmückt sich im darauffolgenden Jahr mit Blüten.

Die einjährigen Pflanzen haben per Definition einen auf ein Jahr begrenzten Lebenszyklus. Daher sollten Sie diese Pflanzen im Frühjahr säen, da sie Wärme und Feuchtigkeit zum Keimen und für eine gute Entwicklung benötigen. Nur einige als „winterhart“ bezeichnete Einjährige können im Herbst gesät werden, da sie kurze Kälteperioden überstehen. Außerdem blühen sie dann früher als bei einer Aussaat im Frühjahr. Dazu gehören beispielsweise Gartenwicken, Goldmohn oder Jungfer im Grünen. Vorsicht: Einige benötigen trotzdem eine Aussaat unter Schutz oder dürfen nur kurzen, nicht anhaltenden Kälteperioden ausgesetzt werden. Prüfen Sie die empfohlenen Aussaattermine je nach den Blumen, die Ihren Garten schmücken sollen.

Im Zweifel und bei den meisten einjährigen Blumen sollten Sie die Aussaat vorzugsweise im Frühjahr vornehmen. Einige müssen in einer Aussaatschale gesät, anschließend in Anzuchttöpfe pikiert und schrittweise abgehärtet werden, bevor sie ins Beet gesetzt werden können. Andere lassen sich direkt an Ort und Stelle säen, wo sie blühen sollen. Denken Sie daran, dass Spätfröste Ihre Arbeit zunichtemachen können, und säen Sie zu Saisonbeginn nicht zu früh. Einjährige Pflanzen als Mini-Wurzelballen oder im Anzuchttopf sind eine etwas teurere, aber interessante Alternative für Gärtner, die nicht säen möchten oder können. Lesen Sie den Artikel von Marion, der Ihnen zur Auswahl die jeweiligen Vor- und Nachteile einjähriger Pflanzen als Samen, Mini-Wurzelballen oder im Anzuchttopf vorstellt.

Einjährige Pflanzen

Einjährige Pflanzen wie die Jungfer im Grünen werden im Frühjahr gepflanzt

Sommer- und Herbstblüher-Zwiebeln

Wie einjährige Pflanzen sorgen sommerblühende Zwiebeln einfach für viel Farbe im Beet. Ihre Kultur ist zudem sehr unkompliziert: Sie müssen sie nur dort in die Erde setzen, wo sie blühen sollen, und dabei die auf der Packung angegebene Pflanztiefe beachten. Als Zwiebeln werden oft auch andere Speicherorgane mit ähnlichen Eigenschaften bezeichnet: Knollen (zum Beispiel bei Krokussen), Knollen im engeren Sinn (etwa bei Dahlien) oder Rhizome (wie bei Busch-Windröschen).

Bei Gartenanfängern kann außerdem Verwirrung entstehen, wenn von Frühlingszwiebeln die Rede ist. Gemeint sind Zwiebeln, deren Blüte im Frühjahr stattfindet, die aber im Herbst gepflanzt werden (Krokusse, Tulpen und Narzissen gehören zu den beliebtesten). Sommer- und herbstblühende Zwiebeln sollten dagegen im Frühjahr nach den letzten Frösten gepflanzt werden – das ist sinnvoller. Eine Frühjahrspflanzung gibt ihnen genügend Zeit, sich gut zu entwickeln, auch im Wurzelbereich, damit sie in der Saison üppig blühen und den folgenden Winter besser überstehen. Außerdem beenden diese Zwiebeln im Herbst ihren Wachstumszyklus, weshalb diese Jahreszeit für eine gute Anwachsphase wenig geeignet ist. Einige Zwiebeln werden je nach Art jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten gepflanzt: Die meisten Lilien kommen beispielsweise im Herbst in die Erde, während sich asiatische Arten besser für eine Frühjahrspflanzung eignen. Wichtig: Manche Zwiebeln müssen im Spätherbst ausgegraben und im Winter frostfrei gelagert werden, um im folgenden Frühjahr erneut gepflanzt zu werden.

spätblühende Zwiebeln

Sommer- und herbstblühende Zwiebeln werden im Frühjahr gepflanzt

Frostempfindliche Pflanzen

Nicht alle Pflanzen sind gleich winterhart, also in der Lage, winterliche Kälte zu überstehen. Manche halten Temperaturen bis -30 °C problemlos aus, andere gehen bereits bei -5 °C ein, und einige verschwinden sogar, sobald das Thermometer an die 0 °C herankommt. Gefrorener Boden versperrt den Wurzeln zudem den Zugang zu Wasser, sodass eine Pflanze mitten im Winter durchaus verdursten kann. Außerdem erstickt schwerer, lehmiger, kalter und durchnässter Boden leicht die Wurzeln, die schließlich faulen und zum Absterben der Pflanze führen. Eine Pflanzung im Frühjahr kann sie daher schonen, zumindest im ersten Jahr, bis sie sich einigermaßen etabliert haben. Das entbindet Gärtner jedoch nicht von Schutzmaßnahmen (Drainage verbessern, mulchen, Schutzvlies, frostfreie Überwinterung …), wenn die Pflanze genetisch nicht für die Temperaturen in unseren Gärten gerüstet ist.

Je nach Region können Sie also wie bei vielen anderen Pflanzen eine Pflanzung im Herbst versuchen, aber warten Sie bei empfindlicheren Pflanzen ruhig bis zum Frühjahr. Das gilt natürlich nicht für wurzelnackte Pflanzen, die sich in Vegetationsruhe befinden und normalerweise erst ab November erhältlich sind. Pflanzen aus exotischen, tropischen und teils auch mediterranen Regionen gehören logischerweise zu denen, bei denen Vorsicht geboten ist, besonders in Regionen mit kalten Wintern und schwerem Boden. Außerdem kann der Pflanzzeitpunkt den Blütezeitpunkt beeinflussen. Im Herbst gepflanzt, blüht eine Staude meist früher als bei einer Pflanzung im Frühjahr

Zu den Pflanzen, die Sie vorzugsweise im Frühjahr pflanzen sollten:

frostempfindliche Pflanzen

Die meisten Sträucher, Stauden und Bäume pflanzt man idealerweise im Herbst – mit Ausnahme frostempfindlicher Arten wie etwa Drillingsblume, Akazie oder immergrüner Liebesblume.

Gräser für warme Klimazonen

Ziergräser bringen Leichtigkeit und Bewegung ins Beet. Immergrün erfüllen sie diese Funktion das ganze Jahr über. Einige bleiben als winterzierende Gräser den ganzen Winter dekorativ, besonders wenn ihre strohfarbenen Halme mit Raureif überzogen sind. Manche Ziergräser stammen aus warmen Regionen und sollten im Frühjahr gepflanzt werden, auch wenn sie winterhart sein können. Die steigenden Temperaturen und die höhere Luftfeuchtigkeit fördern in dieser Jahreszeit ein optimales Wachstum. Je nach Klima müssen Sie möglicherweise bis zum Frühjahr warten, um den Pflanzen beste Startbedingungen zu bieten. Seien Sie nicht beunruhigt, wenn die gekauften Jungpflanzen abgestorben wirken: Die oberirdischen Teile sind lediglich vertrocknet oder verschwunden, während die Wurzeln den Austrieb in der kommenden Saison sichern.

Ziergräser

Das Blaugraue Präriegras gehört zu den Ziergräsern aus warmen Regionen

Aquatische Pflanzen

Ein Gartenteich, ob groß oder klein (vom weiten Teich bis zum einfachen Fass), verleiht Garten oder Terrasse eine besondere Atmosphäre. Schon seine Anwesenheit wirkt erfrischend – optisch und spürbar durch die Verdunstung des Wassers. Ein Teich bietet zudem Lebensraum für zahlreiche Tiere und bereichert so die Biodiversität. Aquatische, schwimmende und sauerstoffspendende Pflanzen schaffen ein ansprechendes Bild und fördern ein Gleichgewicht für klares, sauberes Wasser. Einige dieser Pflanzen überwintern im oder unter Wasser und verschwinden mitunter von der Oberfläche. Die beste Pflanzzeit ist dennoch das Frühjahr, ab April, wenn die Wassertemperatur mindestens 12 °C beträgt. Ihre Stauden befinden sich dann in der Wachstumsphase und profitieren von Wärme und Sonne, um sich rasch zu entwickeln und Ihnen die Gartengestaltung Ihrer Träume zu bieten.

aquatische Pflanze

Warten Sie, bis die Wassertemperatur mindestens 12 °C beträgt, bevor Sie die aquatischen Pflanzen einsetzen

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