Rasen ersetzen: Ideen & Lösungen

Rasen ersetzen: Ideen & Lösungen

Schluss mit lästigem Rasenmähen und hässlichem Rasen!

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 18. August 2026  durch Ingrid B. 5 min.

Rasen nervt viele Gärtner: Pflegeaufwand, häufiges Mähen und geringer ökologischer Wert sprechen für Alternativen und Bodendecker.

Schwierigkeit

Rasen ersetzen: breite Gräser- und Staudenbeete

Der naturalistische Garten liegt voll im Trend. Lassen Sie sich von den Gärten Piet Oudolfs oder dem Jardin Plume inspirieren und ersetzen Sie den Rasen durch sehr breite Beete aus Gräsern und Stauden. Diese üppigen Beete wirken ausgesprochen natürlich, sind pflegeleicht und verleihen dem Garten viel Griffel.

Staudenbeet als Rasenersatz

Für welche Gartenart und welche Bereiche?

Diese Lösung eignet sich ideal für kleine und mittelgroße Gärten und reduziert auch die Rasenfläche großer Gärten. Staudenbeete lassen sich sowohl im Schatten als auch in der Sonne anlegen – Sie müssen nur die passenden Pflanzen wählen. So bringen Sie wieder Farbe und Leben in den Garten! Die Umsetzung ist einfach: Nach dem Entfernen des Rasens wird der Boden gelockert und bepflanzt.

Welche Pflanzen?

Ziergräser wie Chinaschilf, Federborstengras und Segge, robuste Stauden wie Aster und Fetthenne, ergänzt durch Frühjahrsblüher-Zwiebeln – für attraktive Beete ab den ersten schönen Tagen.

Welche Pflege?

Wenn Sie in sorgfältig unkrautfreiem Boden pflanzen und großzügig mulchen, ist der Pflegeaufwand nahezu null. Sie müssen lediglich ein- bis zweimal jährlich die Beetränder abstechen und Stauden sowie Gräser im Frühjahr zurückschneiden.

  • Lesetipp: Olivers Artikel „10 typische Stauden für naturalistische Gärten“ sowie unsere Inspirationen „Naturalistischer Garten“, „Naturalistischer Sonnengarten“, „Naturalistische Wiese“

Rasen durch Bodendecker ersetzen

Bodendecker können alles: Sie besetzen Flächen und begrenzen so den Unkrautwuchs, säumen ein Beet und ersetzen Gras überall dort, wo es nicht nötig ist oder vor allem nicht betreten werden kann. In Gruppen gepflanzt, bedecken sie große Flächen und bilden schöne Pflanzenteppiche.

Für welchen Garten und welche Bereiche?

Bodendecker (Sträucher und Stauden) eignen sich ideal, um schwer zugängliche Bereiche wie Böschungen und vernachlässigte Flächen zu begrünen und zum Blühen zu bringen, aber auch den Fuß von Bäumen und Hecken …

Welche Pflanzen?

Zu den bekanntesten zählen Storchschnabel, Purpurglöckchen, der Kriechende Günsel, das Kleine Immergrün und Dickmännchen … Es gibt Bodendecker für jeden Standort und Bodentyp. Entscheidend für den Erfolg ist wie immer, die richtige Pflanze am richtigen Ort zu wählen!

Welche Pflege?

Keine oder kaum: Oft genügt es, das Laub einmal jährlich zurückzuschneiden und die Pflanzen bei Bedarf zu teilen.

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Rasen durch eine Naturwiese ersetzen – oder einen Punkgarten!

Haben Sie genug vom Mähen? Lassen Sie das Gras und den Klatsch-Mohn einfach wachsen! Diese Lösung mag Ihnen vielleicht ungewöhnlich erscheinen … doch sie funktioniert und ist ökologisch. Sie wird übrigens zunehmend von Gemeinden angewandt, die eine differenzierte Pflege öffentlicher Grünflächen praktizieren.

In der Praxis bedeutet dies, einen Teil des Gartens nicht mehr zu mähen und dort nur noch Wege anzulegen. Die übrige Wiese wird zweimal im Jahr gemäht: im Frühjahr und am Ende des Sommers.

Wiese statt Rasen

Für welche Gärten und Bereiche?

Natürlich können Sie das Gras überall wachsen lassen, doch in großen Gärten ist das Ergebnis meist ansprechender und für die Nachbarschaft akzeptabler. Ideal ist diese Lösung, wenn Sie über ein etwas zu großes Grundstück verfügen!

Welche Pflanzen?

Gräser und Wildblumen, die Ihr Boden von selbst hervorbringt, aber nicht nur. Denn obwohl wir stets empfehlen, den Boden vor einer Pflanzung gut vorzubereiten, sind viele Sträucher und Stauden robust genug, um mitten in einer Wiese zu wachsen. Sie können auch eine Blumenwiese säen. Dafür ist jedoch eine gute Bodenvorbereitung nötig, damit die Blüte länger anhält.

Welche Pflege?

Es wäre nicht ehrlich, diese Lösung als pflegefrei darzustellen, denn meist sind ein bis zwei Mähtermine pro Jahr oder das manuelle Entfernen von Gehölzen nötig, die sich unweigerlich ansiedeln. Außerdem brauchen Sie einen ausreichend robusten Rasenmäher, um hohes Gras zu mähen. Dennoch können Sie jederzeit einen Balkenmäher mieten oder Ziegen und Schafe zu einem kleinen Festmahl einladen!

Lesetipp zum Thema: „Kleine Abhandlung über den Punk-Garten: Verlernen lernen – Éric Lenoir“ und „Rasenmäher kaputt? Warum es sich lohnt, das Gras wachsen zu lassen“

Rasen durch Kies ersetzen

Kies kann ebenfalls eine Lösung sein. Besonders ästhetisch wirkt er in asiatisch oder mediterran gestalteten Gärten. Auch auf kleinen Flächen oder Parkplätzen ist er sehr praktisch. Dennoch sollten Sie wissen:

  • Die Anlage ist relativ aufwendig (Der Boden muss abgetragen und anschließend ein Geotextil sowie bei befahrbaren Flächen Rasengitterplatten verlegt werden.),
  • Ganz ohne Pflege geht es nicht (Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen werden sich Wildpflanzen ansiedeln).

Im Garten ist Kies dagegen eine ausgezeichnete Option, wenn Boden (trocken und mager) sowie Klima (warm) dafür geeignet sind. Unter diesen Bedingungen können Sie eine natürliche und elegante Gestaltung schaffen, ganz im Stil von Beth Chattos „Gravel Garden“, in dem geeignete Pflanzen problemlos wachsen.

Beth Chattos Gravel Garden

Für welche Gartenart und welche Bereiche?

Für Hobbygärtner und alle, die Zeit sparen möchten, eignet sich Kies für kleine Flächen: einen Hof oder kleinen Zen-Garten, einen Weg oder den Bereich rund ums Haus.

Welche Pflanzen?

Wenn Sie einen echten Kiesgarten anlegen möchten, sollten Sie trockenheitsverträgliche Pflanzen wählen, etwa Wolfsmilch, Federgras, Fetthenne und Argentinisches Eisenkraut.

Welche Pflege?

Wenn Sie den Kies fachgerecht anlegen, ist der Pflegeaufwand gering und beschränkt sich auf regelmäßiges Unkrautjäten, um spontane Aussaaten zu entfernen. In einem echten Kiesgarten ist die Pflege besonders interessant, denn dann geht es vor allem darum, spontane Aussaaten gezielt auszuwählen.

Rasen durch eine Holzterrasse oder Holzschnitzel ersetzen

In kleinen Gärten ist ein Rasen keineswegs unverzichtbar. Er kann durch Rasenersatzpflanzen sowie ganz oder teilweise durch eine große Holzterrasse oder eine gepflasterte Terrasse ersetzt werden, die möglichst von Pflanzen umgeben ist.

Eine weitere Möglichkeit, Gras zu entfernen, ist eine dicke Schicht Holzhäcksel auszubringen. Das eignet sich für viele Bereiche:

  • für Wege im Gemüsegarten oder Gartenpfade,
  • als Rasenersatz auf Kinderspielflächen (so müssen Sie um die Rutsche und andere Spielgeräte nicht mit dem Rasentrimmer arbeiten; außerdem dämpfen die Häcksel mögliche Stürze).

Der einzige Nachteil: Die Häcksel zersetzen sich mit der Zeit. Daher ist jährlich ein „Auffüllen“ nötig. Achten Sie außerdem auf eine grobe Körnung: Sie verrottet langsamer, und Katzen verwechseln sie seltener mit ihrer Streu!

Für welche Gärten und Bereiche?

Für kleine Gärten und Flächen wie Kinderspielplätze, Ess- oder Ruhebereiche.

Welcher Pflegeaufwand?

Bei Holz- und Pflasterterrassen kaum oder gar keiner; bei gemulchten Flächen jährlich Holzhäcksel nachfüllen.

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