Rosen kulinarisch verwenden
Essbare Rosenblütenblätter Ihrer Rosen ernten, aufbewahren und zubereiten
Inhaltsverzeichnis
Rosenblüten sind essbar: Welche Sorten eignen sich? Erfahren Sie, wann und wie Sie Blüten, Knospen und Hagebutten ernten und kulinarisch genießen.
Welche Rosen für essbare Blütenblätter?
In der Küche werden vor allem die Blütenblätter verwendet, doch auch Hagebutten lassen sich zu Gelee oder Marmelade verarbeiten. Beim Pflücken von Rosenblättern ist jedoch ein wichtiger Hinweis zu beachten: Unabhängig von der Sorte dürfen Sie die Rose keinesfalls mit Chemikalien, Insektiziden, Fungiziden oder Dünger behandeln. Im Zweifelsfall sollten Sie darauf verzichten!
Alle Rosen sind essbar
Grundsätzlich lassen sich alle Rosen zubereiten und essen, doch manche Blütenblätter schmecken besser als andere. Denn Rosenblatt ist nicht gleich Rosenblatt. Wie intensiv der Duft einer Rose ist, so unterschiedlich sind auch ihre Aromen: mehr oder weniger mild, mehr oder weniger ausgeprägt. Ein essbares Rosenblatt kann fruchtig schmecken, ein anderes eher würzig oder blumig. Je nach Rosensorte – und davon gibt es fast 40.000! – unterscheiden sich die Aromen im Mund.
Bestimmte Rosen sind besonders empfehlenswert
Dennoch zeichnen sich einige Rosen aus, wenn es um essbare Blüten geht. Wenn Sie den echten Rosengeschmack genießen möchten, bevorzugen Sie botanische Rosen, insbesondere Historische Rosen. Moderne, gekreuzte und selektierte Rosen lassen sich natürlich ebenfalls zubereiten, schmecken jedoch weniger intensiv.
Zu den besten Rosen mit besonders aromatischen Blütenblättern zählen:
- Die Damaszenerrose, die in der Parfümerie sehr geschätzt wird und an ihren meist überhängenden, gefüllten Blüten zu erkennen ist.

Die Damaszenerrose wird für den Duft und Geschmack ihrer Blüten sehr geschätzt
- Die Apothekerrose oder Historische Rose Gallica Officinalis, eine Buschrose, die üppig halbgefüllte Blüten hervorbringt.
- Die Rose Rugosa Hansa, besonders wuchsfreudig und mit großen, stark duftenden Blüten, sowie die Rose Rugosa ‘Frau Dagmar Hastrup’, leicht zu kultivieren und mit großen, blassrosa Hagebutten.
- Die Historische Rose Gros Provins Panaché, eine sehr robuste Strauchrose mit riesigen, duftenden, blassrosa Blüten, die weiß oder dunkelrosa panaschiert sind.
- Die Rosen Centifolia, Historische Rosen mit großen, sehr dicht gefüllten Blüten.

Die Blütenblätter der Rose Gallica Officinalis sind essbar
Lesen Sie auch
Rosenblütenblatt-GeleeWie und wann ernten?
Wie alle essbaren Blüten sollten Sie Rosenblütenblätter frühmorgens bei kühlen Temperaturen ernten.
- Blühende Rosen an der Blütenbasis schneiden, Blütenblätter abzupfen und Stempel sowie Staubblätter entfernen.
- Welke oder schwarze Blütenblätter aussortieren.
- Den weißen, bitteren Blütenblattansatz entfernen.
- Blütenblätter gründlich waschen und kleine Insekten entfernen.
- Mit Küchenpapier trocknen.
- Nach Wunsch zubereiten.
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Rosenblätter aufbewahren?
Am besten sofort verwenden; gekühlt halten sie 2 Tage. Blütenblätter und Knospen 3–4 Wochen warm, dunkel, luftig trocknen, dann luftdicht lagern.
Lesen Sie auch
Rosen: die besten Sorten und wie Sie sie kultivierenRose in der Küche verwenden?
Es gibt unzählige Möglichkeiten, essbare Rosenblütenblätter zuzubereiten. Sie können damit zunächst Salate und Rohkost, Desserts sowie Eis dekorieren und ihnen eine besondere Raffinesse verleihen. Die Blütenblätter lassen sich mit Zucker kandieren: Tauchen Sie sie einfach in Eiweiß, bestreuen Sie sie mit Puderzucker und geben Sie sie anschließend 3 Stunden bei 40 °C in den Backofen. Sie können damit auch Zucker aromatisieren.

Rosenblütenblätter schmecken köstlich als Sirup oder Sorbet sowie in Gelees, Konfitüren und Marmeladen. Sie verfeinern Essig und eignen sich, in Branntwein eingelegt, auch zur Herstellung eines köstlichen Likörs.
Rosenblütenblätter harmonieren sehr gut mit der Frische von Quark. Probieren Sie auch einmal indischen Rosen-Lassi, der oft mit Rosenwasser zubereitet wird, oder mit Rosen aromatisierte Butter auf Brioche oder Kuchen.
Zum Schluss verleihen getrocknete Knospen Tees und Aufgüssen ein angenehmes Aroma und eine dekorative Note.
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