Spaten, Grabspaten oder Grabegabel: Was passt für Ihren Garten?

Spaten, Grabspaten oder Grabegabel: Was passt für Ihren Garten?

Boden richtig bearbeiten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Virginie T. 5 min.

Ob Umgraben, Lockern, Krümeln oder Lochgraben: Gute Gartenarbeit beginnt mit dem passenden Werkzeug. Spaten, Grabgabel oder Grabspaten – welches Werkzeug eignet sich wofür? Die Wahl hängt von Boden und Zweck ab. Entdecken Sie unsere Tipps zu den wichtigsten Werkzeugen für die Bodenbearbeitung.

Schwierigkeit

Verschiedene Handgeräte zur Bodenbearbeitung

Der Spaten

Er gehört zu den ersten Werkzeugen, die ein Gärtner besitzen sollte. Mit dem Spaten lassen sich Pflanzlöcher ausheben, tiefe Bodenschichten umgraben und lockern, Wurzeln durchtrennen und Beetränder abstechen. Ein Spaten besteht in der Regel aus einem Holzstiel und einem flachen Blatt mit scharfen Kanten. Es gibt ihn in verschiedenen Größen und Gewichten, passend zu jeder Arbeitsweise und Körpergröße (der Stiel sollte lediglich über die Hüfthöhe hinausragen). Ob als Spaten mit T-Griff, der die Kraft vervielfacht und das Abstützen beim Einstechen in den Boden ermöglicht, mit einfachem Stiel, mit oder ohne Trittkante, aus Holz oder Verbundmaterial – wählen Sie das Modell, das am besten zu Ihnen passt!

Es gibt zwei interessante Varianten des klassischen Spatens: die Grabegabel und den Grabspaten.

Die Grabegabel

Die Grabegabel besitzt kein flaches Blatt, sondern drei, vier oder selten fünf gerade Zinken aus Stahl. Sie eignet sich deutlich besser als der Spaten zum Lockern schwerer, steiniger Böden und schont dabei die Bodenlebewesen sowie die Wurzeln der umliegenden Pflanzen. Mit ihr lässt sich der Boden lockern, ohne die Bodenschichten zu wenden. Meist wählt man eine Grabegabel mit einem etwas längeren Stiel als bei einem klassischen Spaten. Auch hier gibt es verschiedene Modelle mit einem Stahlblatt, mit T-Griff oder D-Griff, aus Holz oder Verbundmaterial.

Der Grabspaten

Der Grabspaten ist eine Art Spaten mit einem dünneren, schärferen und deutlich schmaleren Blatt. In sehr schweren, lehmigen Böden lässt er sich leichter einsetzen als ein Spaten, da er besser durch den Boden gleitet. Er ist auch der „Spaten der Baumschulen und Landschaftsgärtner“, die ihn zum Umpflanzen oder Ausgraben von Bäumen und Sträuchern verwenden. Anders als ein Spaten, bei dem der Stiel nur durch eine einfache Tülle befestigt ist, besitzt der Grabspaten auf der Rückseite des Blattes eine Verstärkungsrippe aus Stahl. Sie verleiht ihm zusätzliche Stabilität, hält das Blatt vom Boden fern und schützt es vor Feuchtigkeit. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem Grabspaten und einem Spaten. Der Stiel eines Grabspatens ist nahezu unzerbrechlich. Außerdem ist das Blatt auf beiden Seiten poliert, damit schwere Böden nicht daran haften. Für den intensiven Einsatz oder größere Arbeiten ist der Grabspaten die bessere Wahl.

Spaten, Grabspaten oder Grabegabel auswählen

Spaten, Grabegabel und Grabspaten

→ Weitere Details und Anwendungstipps finden Sie in Oliviers Ratgeber „Die wichtigsten Gartengeräte und ihre Funktionen“ sowie in seinem Artikel: „Wofür wird ein Grabspaten verwendet?“

Entdecken Sie unser Sortiment an Spaten, Grabspaten und Grabegabeln

Nach Bodenart wählen

Je nach Bodenbeschaffenheit – leicht und sandig, steinig oder lehmig, schwer und verdichtet – benötigen Sie ein anderes Werkzeug.

In lockerem, wenig haftendem, steinfreiem Boden

Ein guter Spaten mit scharfen Schneidkanten wie das Modell ‘Senlis’ eignet sich am besten zur tiefen Bodenbearbeitung leichter oder verdichteter, sandiger, aber steinfreier Böden.

In lehmigem, schwerem Boden

Wählen Sie den Grabspaten – ein stabiles, sehr scharfes Werkzeug, das schlanker und schneidender als ein Spaten ist. Er wurde für präzise und kraftvolle Arbeiten zur tiefen Bodenvorbereitung entwickelt. Besonders geeignet ist er für schwere, fette und klebrige Böden, etwa Lehmböden, um den Boden zu lockern und zu belüften oder Wurzeln zu durchtrennen.

In steinigem, schwerem und verdichtetem Boden

Das Umgraben steiniger Böden ist sehr schwierig. Die Grabegabel ergänzt den Spaten vielseitig und eignet sich zur tiefen Bearbeitung schwieriger, harter und/oder sehr steiniger Böden. Ihre langen, spitzen und stabilen Zinken dringen wie beim Modell mit Trittsteg ‘Novagrip Leborgne’ leicht zwischen den Steinen in den Boden ein.

DéEntdecken Sie andere Spaten, Schaufeln und Grabgabeln

Nach Verwendung wählen

Zum Wenden und Graben

Der Spaten mit seinen scharfen Kanten dient zum Wenden und Graben im Boden. Er eignet sich für leichte Böden und sandige Böden, an denen die Erde nicht am Spaten haftet. Bei schwerem Boden oder nach starken Regengüssen verwenden Sie besser einen Grabspaten, der leichter in die Erde eindringt. Der Grabspaten gleitet besser durch die Erde als der Spaten. Er eignet sich auch für Erdarbeiten, insbesondere zum Ausheben von Gräben für Drainagerohre oder zum Anlegen von Hecken.

Zum Lockern des Bodens

Die Grabegabel dient dazu, den Boden tiefgründig zu lockern, zu belüften und zu zerkrümeln, indem sie ihn einfach durch das Eindringen der Zinken aufbricht. So lässt sich der Boden lockern, ohne ihn zu wenden und damit das Bodenleben zu stören.

Zum Umpflanzen von Stauden und Sträuchern

Der Grabspaten ist ein besonders robustes Werkzeug, das sich zum Umpflanzen kleiner und großer Pflanzen sowie zum Ausgraben von Bäumen und Sträuchern eignet. Seine lange, schmale Klinge ist ideal zum Freilegen von Wurzelstöcken. Der Stiel hält auch dem Kippen und Anheben schwerer Lasten stand.

Zum Verbessern des Bodens

Zum Einarbeiten von Dünger und Bodenverbesserern wie Mist oder Kompost eignet sich die flache Seite des Spatens oder Grabspatens.

Zum Teilen von Stauden-Wurzelstöcken

Der Spaten dient zum Anheben, Wenden und Durchtrennen mit einem kräftigen Stoß und ist daher unverzichtbar zum Teilen von Stauden-Wurzelstöcken.

Eine Schaufel, Grabegabel oder Spaten auswählen: Welches Werkzeug für welchen Zweck?

Entscheidungen rund ums Gärtnern

Nach Ihrer Kraft

Wählen Sie ein Werkzeug, das zu Ihrer Kraft und zum erforderlichen Aufwand passt, damit die Arbeit möglichst leichtfällt. Entscheiden Sie sich für ein leichtes Werkzeug: Die Grabegabel ist zum Beispiel leichter als der Spaten. Je länger und breiter das Spatenblatt ist, desto mehr Kraft benötigen Sie, um es in die Erde zu stechen und diese anzuheben. Kaufen Sie kein Werkzeug, das Sie kaum heben können. Ein zu leichtes Werkzeug dringt dagegen nur schwer in schweren Boden ein.

Bedienkomfort

Die Länge des Stiels richtet sich nach Ihrer Körpergröße. Einige Werkzeuge sind mit einem Tritt ausgestattet. So können Sie Ihr Körpergewicht nutzen, um das Blatt oder die Zinken mühelos in die Erde zu drücken, ohne dabei Ihre Stiefel zu beschädigen. Ein langer Stiel schont zwar den Rücken, doch mit einem kürzeren Stiel lässt sich die Last beim Transport von einem Ort zum anderen sicherer handhaben. Finden Sie daher je nach Körpergröße und anstehenden Gartenarbeiten den besten Kompromiss.

Nach Nutzung und Gartengröße

Der Kauf eines Werkzeugs richtet sich nach seiner Nutzung und der Häufigkeit des Einsatzes. Bei einer Fläche von über 100 m² werden Sie Ihre Werkzeuge regelmäßig, vielleicht sogar intensiv nutzen. Wählen Sie daher hochwertige Werkzeuge, die wiederholten Torsions- und Hebelkräften standhalten, und pflegen Sie sie! Wenn Sie in der Stadt leben und über 20 m² Garten verfügen, müssen Sie nicht in teure Werkzeuge investieren. Entscheiden Sie sich für einfache, leicht zu handhabende Modelle. Werkzeuge mit kurzem Stiel sind wendiger und eignen sich für die Arbeit auf kleinen Flächen.

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.

Spaten, Grabegabel, Spatengabel: Was wählen?