Strauchblätter verfärben sich und fallen ab: Warum?

Strauchblätter verfärben sich und fallen ab: Warum?

Was sind die Gründe und was hilft dagegen?

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 18. Januar 2026  durch Alexandra 7 min.

Blätter verfärben sich und fallen ab: Ist der Strauch krank, von Parasiten befallen oder am Absterben? Ursachen und Lösungen für gesunde, belaubte Sträucher.

Schwierigkeit

Mein Strauch leidet unter Trockenstress

Sträucher leiden bei Trockenheit oder Staunässe: Prüfen Sie die Bodenfeuchte, gießen Sie passend und sorgen Sie für gute Drainage.

Mein Strauch hat Chlorose

Chlorose zeigt sich durch eine Verfärbung des Laubs infolge eines Nährstoffmangels. Meist handelt es sich um einen Eisenmangel (Eisenchlorose). Die Blätter werden zwischen den Blattadern gelb, während diese grün bleiben. Die Vergilbung tritt vor allem an den jüngsten Blättern an den Triebspitzen auf. Mit der Zeit können die Blätter nekrotisch werden und abfallen. Der Strauch wird geschwächt und sein Wachstum verlangsamt. Chlorose wird häufig durch einen zu hohen pH-Wert oder einen zu hohen Kalkgehalt im Boden verursacht. Kalk verhindert, dass der Strauch Eisen aufnehmen kann. Dieses Element ist jedoch für die Chlorophyllsynthese unverzichtbar – deshalb werden die Blätter gelb. Chlorose kann aber auch durch einen Überschuss an Phosphor oder Kalium, einen zu nassen oder zu verdichteten Boden oder das Gießen mit zu kalkhaltigem Wasser verursacht werden. Chlorose tritt häufig bei Moorbeetpflanzen (Alpenrosen, Kamelien, Hortensien …) auf, die in einem Boden mit zu hohem pH-Wert gepflanzt wurden. Dadurch kann der Strauch Eisen nicht aufnehmen. Sie kann aber auch Zitrusfrüchte, Erdbeeren sowie zahlreiche Sträucher und Zierpflanzen betreffen.

Um Chlorose vorzubeugen, ist es wichtig, Pflanzen zu wählen, die für Ihren Boden geeignet sind: Vermeiden Sie Moorbeetpflanzen, wenn Ihr Boden kalkhaltig ist. Ist Ihr Boden schwer und neigt dazu, Wasser zu speichern, sollten Sie bei der Pflanzung für eine gute Drainage sorgen (durch Zugabe von organischem Material, grobem Sand …). Regelmäßige Gaben von Kompost oder Stallmist versorgen Ihre Pflanzen auf natürliche Weise mit Nährstoffen und beugen Mangelerscheinungen vor. Wir empfehlen außerdem, mit Regenwasser zu gießen, da Leitungswasser für Ihre Pflanzen zu kalkhaltig sein kann. Sie können auch Mittel gegen Chlorose verwenden, insbesondere Eisenchelate, die auf das Laub gesprüht werden, sowie Brennnesseljauche: Sie ist reich an Eisen und Mineralstoffen und wirkt effektiv gegen Chlorose.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zur Eisenchlorose sowie in unseren Video-Tipps: „Wie lässt sich Chlorose bekämpfen?“

Chlorotische Hortensie

Chlorose ist leicht am vergilbten Laub zu erkennen, während die Blattadern grün bleiben.

Strauch krank oder von Parasiten befallen?

Krankheiten und Schädlinge können eine Verfärbung und den Abwurf der Blätter verursachen. Pilzkrankheiten können Flecken, Vergilbungen und vorzeitigen Blattfall auslösen. Deshalb ist es wichtig, sie zu erkennen und rechtzeitig einzugreifen. Zu ihnen zählt der Mehltau, der sich durch einen weißen Belag auf den Blättern zeigt. Diese können schließlich vertrocknen und abfallen. Rost verursacht dagegen orangefarbene Flecken auf den Blättern. Bei Rußtau überziehen sich die Blätter mit schwarzen, rußähnlichen Flecken. Auch Anthraknose, Sternrußtau und Entomosporiose können Ihre Sträucher befallen – ebenso bakterielle oder virale Krankheiten (Feuerbrand, Xyllela fastidiosa …).

Ihr Strauch kann auch von parasitären Insekten befallen werden, etwa von Thripsen. Diese kleinen Insekten stechen die Blätter an, um sich vom Pflanzensaft zu ernähren. Dadurch verfärben sich die Blätter und bekommen kleine silbrig-graue Flecken oder eine marmorierte Zeichnung. Mit der Zeit vertrocknen sie und fallen ab. Parasiten wie Blattläuse und Schildläuse können ebenfalls Rußtau auslösen, der sich auf dem von diesen Insekten abgesonderten Honigtau entwickelt. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig und sehen Sie auch auf der Blattunterseite nach: Dort verstecken sich häufig die Schädlinge oder ihre Eier.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: „Die wichtigsten Pflanzenschädlinge und Krankheiten erkennen“

Krankheiten und Schädlinge, die eine Verfärbung der Blätter von Sträuchern verursachen

Verschiedene Krankheiten und Schädlinge können eine Blattverfärbung verursachen: Mehltau, Rost, Anthraknose, Sternrußtau, Rußtau und Thripse

Die Blätter meines Strauchs sind verbrannt

Zu viel Sonne und Hitze können dazu führen, dass sich die Blätter Ihrer Sträucher verfärben und abfallen. Die Blätter werden gelb oder braun und fallen vorzeitig ab. Um dies zu vermeiden, pflanzen Sie Ihre Sträucher an einen geeigneten Standort, der ihren Licht- und Wärmebedürfnissen entspricht. Steht Ihre Pflanze an einem ungeeigneten Standort (zum Beispiel eine Schattenpflanze in der Sonne), kann ihr Laub verbrennen und sich verfärben.

Auch an einem geeigneten Standort kann Ihr Strauch während einer Hitzewelle unter einem Hitzeschaden gelitten haben. Seine Blätter werden weich, gelb und trocken und von der Sonne verbrannt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie Ihre Pflanzen im Hochsommer beschatten: Stellen Sie Topfpflanzen in den Schatten, bringen Sie Sonnenschutznetze an oder lassen Sie beispielsweise Kletterpflanzen an einer Pergola wachsen. Denken Sie außerdem daran, sie reichlich zu gießen (ohne das Laub zu benetzen, da Wassertropfen wie ein Brennglas wirken und die Blätter verbrennen können). Zusätzlich empfehlen wir, rund um ihre Basis eine Schicht organischen Mulch auszubringen. Entfernen Sie schließlich verbrannte Pflanzenteile, beschädigte Triebe und abgestorbene Blätter: So spart der Strauch Energie und kann sich schneller regenerieren.

Sonnenbrand und Verfärbung des Laubs

Sonnenverbrannte Blätter

Mein Strauch gedeiht: ganz natürlich!

Sommergrüne Sträucher gehen bei Trockenheit und Hitze früher in Dormanz: Sie sparen Wasser, sind aber anfälliger für Krankheiten und Parasiten.

Vorbeugende Maßnahmen für gesunde Sträucher

  • Wählen Sie Sträucher, die zu Ihrem Boden und Klima passen, und pflanzen Sie sie sorgfältig: Geben Sie Kompost sowie groben Sand oder Kies in schweren Boden.
  • Passen Sie die Bewässerung an. Gießen Sie regelmäßig, lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben jedoch abtrocknen.
  • Gießen Sie möglichst mit Regenwasser, um Chlorose vorzubeugen.
  • Mulchen Sie den Wurzelbereich Ihrer Sträucher, damit der Boden länger frisch bleibt.
  • Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Krankheiten und Parasiten, damit Sie frühzeitig Maßnahmen ergreifen können.
  • Versorgen Sie die Sträucher mit Kompost, um sie zu nähren. Sie können ihn durch leichtes Auflockern oberflächlich in den Boden einarbeiten.
  • Bei Sträuchern im Topf: Achten Sie darauf, dass der Topf Abzugslöcher hat, und lassen Sie kein Wasser im Untersetzer stehen. Reduzieren Sie im Winter die Wassergaben. Topfen Sie Ihre Sträucher jedes Jahr um oder erneuern Sie die oberste Substratschicht.
  • Schneiden Sie die Sträucher zurück, um das Laub auszulichten und die Luftzirkulation zu verbessern. Desinfizieren Sie Ihre Schnittwerkzeuge und tragen Sie auf größere Schnittflächen Wundverschlussmittel auf.
  • Entfernen Sie kranke oder beschädigte Blätter, sobald Sie welche entdecken.
  • Stärken Sie die Abwehrkräfte Ihrer Pflanzen. Entdecken Sie unsere Tipps zur Herstellung von Schachtelhalmjauche und Brennnesseljauche sowie zur Zubereitung eines Knoblauchsuds.

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Austrocknung und Blattfall