Südgarten gestalten
Beste Tipps für den Südstandort im Garten
Inhaltsverzeichnis
Südgarten: ideal für licht- und trockenheitsverträgliche Pflanzen. Auch im Norden gedeihen mediterrane Arten. Tipps mit Plantfit.
Was bedeutet Südlage: Vor- und Nachteile?
Was bedeutet „volle Südseite“ wirklich?
Im Garten brauchen Pflanzen Licht und Wärme. Die passende Ausrichtung sorgt für optimales Wachstum und höhere Erträge im Gemüsegarten. Viele Experten empfehlen eine Nord-Süd-Ausrichtung, damit die Pflanzen möglichst gleichmäßig und lange Sonne erhalten. Bei einer Ausrichtung nach Westen beschatten sie sich dagegen oft gegenseitig.
Vor- und Nachteile
Volle Südseite bedeutet für die meisten Pflanzen 6 bis 8 Sonnenstunden täglich. Arten, die viele Stunden in der prallen Sonne nicht vertragen, sollten Sie so platzieren, dass sie Morgensonne und Nachmittagsschatten erhalten. Die meisten Kletterpflanzen sind eine sehr gute Wahl für einen Südstandort. Außerdem lassen sich hier Mediterranpflanzen sogar nördlich der Loire kultivieren, da einige durchaus winterhart sind.
Ein Südstandort ist im Frühjahr ideal für eine frühe Blüte und im Herbst ein Segen für Zwiebelpflanzen wie den gelben Krokus Sternbergia lutea. Sie blühen ab September üppig, während sie im Schatten über einen Monat länger brauchen. Ein Südstandort im Garten bringt viel Freude.
Im Sommer ist volle Südsonne problematisch, besonders in mediterranen Regionen. Nur an starke Trockenperioden angepasste Pflanzen kommen ohne Schutz aus; andere sollten am Fuß gemulcht werden.
Lesen Sie auch
7 Bäume für einen Garten in voller SonneWelche Pflanzen für Ihre Region?
Für Regionen mit mediterranem Klima
Heiße, trockene Sommer und milde Winter. Wählen Sie mediterrane Pflanzen, die lange sommerliche Trockenperioden überstehen und auch mit dem austrocknenden Mistral zurechtkommen. Auch wenn mediterrane Pflanzen für alle Regionen geeignet scheinen, lassen sie sich unter bestimmten Bedingungen verwenden. Wählen Sie dafür einen günstigen, sonnigen und geschützten Standort, um die Pflanzen im Winter vor Frost zu bewahren. Im Garten kann ein durch ein Gebäude geschützter Bereich diese wenig winterharten Pflanzen aufnehmen.
Unsere Auswahl:
- Der Strauch-Salbei: Die vielseitigen Königinnen der Sommerblüte: Sie beginnen im Mai zu blühen und hören erst mit dem ersten Frost auf. Ihre Blüten gibt es in vielen Farben – von Weiß und Rot über Tyrisches Rosa bis hin zu Lachs und Zartrosa.
- Die Hesperaloe: Diese noch wenig verbreitete Staude verdient mehr Aufmerksamkeit. Sie besitzt feine, harte, blaugrüne Blätter in Rosetten. Im Sommer ragen lange, biegsame Stiele mit reizenden, himbeerrosa Blüten aus dem Horst. Die Pflanze ist in gut durchlässigem Boden bis -15 °C frosthart.
- Die Mediterrane Heide: Von der Iberischen Halbinsel bis Italien weit verbreitet. Sie ist an ihren Blüten mit aus der Blütenkrone ragenden Staubblättern zu erkennen, die an den Spitzen der blühenden Zweige stehen. Sie blüht im Spätsommer in trockenem, neutralem oder leicht kalkhaltigem Boden. Trocken gehalten, übersteht sie bis zu -20 °C.
- Der Steppenschleier: Er ist mit dem Bleiwurz verwandt und wird häufig für Trockensträuße verwendet. Seine Blüte dauert sehr lange, auch ohne Bewässerung: Solange Sie die Blüten schneiden, bildet die Pflanze neue Blütenstiele.
- Der Fremontodendron californicum (Kalifornischer Flanellstrauch): Dieser Strauch ist ein echter Fels in der Brandung und kommt mit Gischt, Trockenheit und Luftverschmutzung zurecht!

Ursprünglich aus Nordamerika: in der Mitte die Hesperaloe und rechts der Fremontodendron. Links der Kanaren-Steppenschleier.
Für Regionen mit ozeanischem Klima
Unter dem Einfluss des Atlantiks sind die Temperaturen im Sommer und Winter mild, aber wechselhaft. Manche Sommer können sehr heiß werden. Daher eignen sich auch wenig winterharte Pflanzen mediterraner oder südlicher Herkunft.
Unsere Auswahl:
- Die Eschscholzia californica oder Goldmohn: Die 30 bis 40 cm hohe Pflanze bildet große, weiße, gelbe oder orangefarbene, weit geöffnete Schalenblüten. Von Februar bis Mai direkt in Beete und Rabatten säen, anschließend vereinzeln. Der Goldmohn verleiht dem Garten ein natürliches Aussehen, kann sich aber stark ausbreiten. Er liebt gut durchlässige, auch nährstoffarme Böden.
- Die Kräuselmyrte (Lilas des Indes): Sie kommt auch mit Trockenheit, Meeresnähe und Luftverschmutzung zurecht. Ihre leuchtenden rosafarbenen Rispen begeistern den ganzen Sommer über.
- Die Schmucklilie: Diese Zwiebelstaude bildet je nach Sorte schöne blaue oder weiße Blütenstiele über sommergrünem oder immergrünem Laub.
- Die Anisodontea: Ein schöner Strauch aus der Familie der Malvengewächse mit üppiger purpurrosa Blüte von April bis Oktober und schnellem Wachstum. In sehr milden Wintern kann sie sogar zwölf Monate lang blühen. Sie liebt sonnige Standorte sowie leichte, gut durchlässige Böden.

Links die scharlachrote Blüte der Kräuselmyrte, in der Mitte die Schmucklilien, rechts die Anisodontea.
Für Regionen mit kontinentalem Klima
Hitzeperioden und extreme Hitze treten immer häufiger und länger auf und verschonen auch die Regionen nördlich der Loire nicht! Daher gilt es, Pflanzen zu wählen, die mit hohen Temperaturen und der Trockenheit heißer Sommer sowie langen, kalten und feuchten Wintern zurechtkommen. Ein sonniger, wärmerer und geschützter Standort ermöglicht es jedoch, winterharte mediterrane Pflanzen zu verwenden.
Unsere Auswahl:
- Die Blauraute (auch Afghanischer Salbei): Diese mit dem Salbei verwandte Pflanze trägt Ähren azurblauer Blüten und silbergraues Laub. Sie blüht vom Frühjahr bis zum Herbst. Sie benötigt einen leichten, gut durchlässigen Boden und einen sonnigen Standort. Außerdem ist sie sehr winterhart und wächst schnell.
- Das Brandkraut (auch Jerusalem-Salbei) ist eine Staude mit langer Blüte aus blassgelben Ähren. Es ist winterhart und bevorzugt leichte, nährstoffarme, auch kalkhaltige Böden. Sein aromatisches Laub bleibt im Winter erhalten.
- Das Fingerkraut: Ein strauchiger Blüher mit wildrosenähnlichem Aussehen. Den ganzen Sommer über erscheinen gelbe, orangefarbene, rosafarbene oder rote Blüten. Diese sehr anspruchslose Pflanze gedeiht in armen oder nährstoffreichen, trockenen oder feuchten Böden sowie in voller Sonne. Sie ist bis -25 °C winterhart und braucht außer einem kleinen Rückschnitt für eine kompakte Wuchsform kaum Pflege.
- Die Prachtkerze: Besonders in Städten beliebt, da sie Luftverschmutzung verträgt. Die Prachtkerze verleiht Beeten eine ländliche Note und bringt den Garten vom Frühjahr bis zum Herbst zum Leuchten.
- Das Berufkraut: Diese kleinen Blüten wachsen überall – in der Fuge einer alten Mauer, am Beetrand … Das Berufkraut ist äußerst robust.
Entdecken Sie auch Sträucher, die Trockenheit vertragen.

Links das Brandkraut oder der Jerusalem-Salbei, in der Mitte das Berufkraut Erigeron, rechts das gelbe Fingerkraut.
Wann und wie pflanzen?
Wann ist die beste Pflanzzeit?
Pflanzen Sie am besten im Frühherbst, damit sie vor dem Winter genug Zeit zum Anwachsen haben und im Folgejahr besser gegen Trockenheit gewappnet sind.
Wie pflanzen?
- Boden vorbereiten: Entfernen Sie vor dem Pflanzen große Steine und lockern Sie den Boden, indem Sie Dünger, zum Beispiel Mist, einarbeiten;
- Mulchen: Mulch schützt das Wurzelsystem am besten vor extremen Wetterbedingungen. Mineralischer Mulch speichert in feuchtem Klima die Wärme. Organischer Mulch verhindert Wasserverlust und das Keimen ruhender Samen im Boden. So müssen Sie seltener jäten und gießen.
- Vor Wind schützen: Ein sonniger Standort ist oft ungeschützt. Dadurch sind die Pflanzen meist starkem Wind ausgesetzt, der die Temperaturen um mehrere Grad senken kann. Schaffen Sie geschützte Bereiche für empfindliche Pflanzen, indem Sie Windschutzhecken anlegen.
- Jung pflanzen: Wählen Sie junge Pflanzen und achten Sie darauf, dass ihre Wurzeln nicht verfilzt sind. Das erleichtert das Anwachsen. Verwenden Sie ruhig Jungpflanzen aus Stecklingen oder lokaler Aussaat. So vermeiden Sie den Temperaturschock, den eine Pflanze im Gewächshaus hätte erleben können.
- Erhöht pflanzen. Hügel und andere Hochbeete erwärmen sich im zeitigen Frühjahr schnell. Sie sorgen für eine gute Drainage, was für empfindliche Pflanzen besonders wichtig ist.
- Reichlich gießen. In den Monaten nach der Pflanzung sollten Sie mit größeren Abständen, aber durchdringend gießen, damit alle Pflanzen gut anwachsen. So werden sie angeregt, tief zu wurzeln – eine gute Voraussetzung für ihre Entwicklung bei Trockenheit und Frost. Wind trocknet den Garten ebenso aus wie Sonne.
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare