Sumpfkohl anbauen
Auch Kang Kong oder Wasserspinat genannt: Die krautige, in Asien sehr beliebte Pflanze gedeiht im Teich oder Topf
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Wasserspinat (Ipomoea aquatica) ist eine tropische Staude mit essbaren Stängeln und Blättern. Aussaat, Anbau und Pflege: roh oder gekocht genießen.
Was ist Sumpfkohl genau?
Wasserspinat (Ipomoea aquatica) ist eine halb-aquatische Süßwasserpflanze aus der Familie der Windengewächse. Er ist eng mit der Batate, der Prachtwinde und der Zier-Süßkartoffel verwandt! Diese kriechende, windende, krautige Pflanze bildet hohle, zylindrische Triebe, die sich in ihrer natürlichen Umgebung 3 bis 4 m weit ausbreiten können. Daher gilt sie oft als invasiv. Sie wächst leicht in Sümpfen, feuchten Böden, Reisfeldern, Zuckerrohrplantagen sowie Bewässerungs- und Schifffahrtskanälen.

Wasserspinat kann beim Anbau in seiner natürlichen Umgebung invasiv werden
Als Tropenpflanze gedeiht Wasserspinat mit den Wurzeln im Wasser und dem Laub in der Sonne. Außerdem benötigt er ausreichend Wärme. Unter diesen Bedingungen entwickelt er üppiges Laub aus kleinen, schmalen Blättern, die bis zu 15 cm lang werden. Die lang gestielten Blätter sind wechselständig, pfeil- bis lanzettförmig und dunkelgrün bis hellpurpur gefärbt. Die manchmal an den Knoten behaarten Triebe bilden Wurzeln, die das Anwachsen erleichtern.
Von Juni bis September erscheinen trichterförmige Blüten, meist lila, seltener cremeweiß. Die für Windengewächse typischen Blütenständen ähneln stark denen der Batate und der Prunkwinde (Volubilis). Daraus entstehen eiförmige oder kugelige Kapselfrüchte mit 2 bis 4 grauen, oft flaumig behaarten Samen.
Warum Kang Kong anbauen?
Wasserspinat ist pflegeleicht und wächst schnell, sofern er in ausreichend feuchtem Boden steht. Daher eignet er sich perfekt für den Anbau im Teich, sofern sein Wachstum begrenzt wird. Außerdem ist er eine in Europa wenig bekannte, in der asiatischen Küche jedoch weit verbreitete Nutzpflanze. Alle Pflanzenteile sind essbar: Stängel, junge Triebe und Blätter – roh oder gekocht.
Diese Pflanze mit einem deutlich feineren Spinatgeschmack besitzt zudem bemerkenswerte Nährwerte: Sumpfkohl ist kalorienarm und reich an Antioxidantien, Vitamin A, B und C sowie Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium, Mangan und Phosphor. Die traditionelle chinesische Medizin schreibt ihm außerdem heilende Eigenschaften zur Behandlung verschiedener Beschwerden zu.
Außerdem ist er eine interessante Zierpflanze für Feuchtbereiche: Seine pfeilförmigen Blätter und Blüten sind sehr dekorativ.
Wo, wann und wie säen?
Als tropische, halb-aquatische Pflanze hat Wasserspinat zwei unverzichtbare Ansprüche: Wärme und konstante Feuchtigkeit. Werden diese erfüllt, lässt er sich überall im Freiland mit den Füßen im Wasser oder im Topf kultivieren.
Wo säen?
Sumpfkohl braucht einen nährstoffreichen, ständig feuchten Boden und einen möglichst sonnigen Standort. Schwere, lehmige Böden sind ideal. In milden Regionen kann er in einem Teich wachsen, gegebenenfalls in einem eingetauchten Topf. Allerdings muss sein Wachstum begrenzt werden, da die windenden Stängel andere untergetauchte oder an der Oberfläche wachsende Pflanzen überwuchern können.
Andernorts wird er eher im Topf unter Schutz kultiviert, da er konstant etwa 23 bis 25 °C benötigt.
Wann säen?
Die Aussaat erfolgt ab Februar bis Mai warm unter Schutz in Aussaatschalen oder Anzuchtkisten. Die Samen von Sumpfkohl benötigen mindestens 25 °C zum Keimen.
Wie säen?
- Samen 24 bis 48 Stunden in einem Glas lauwarmem Wasser einweichen
- Gefäße mit spezieller Aussaaterde füllen, gegebenenfalls etwas Sand untermischen
- Samen auslegen und mit einer sehr dünnen Schicht Erde bedecken
- Fein beregnen
- Gefäße in einem hellen Raum bei mindestens 25 °C aufstellen
Regelmäßig fein beregnen, damit das Substrat feucht bleibt. Die Samen keimen 7 bis 30 Tage nach der Aussaat.
Sobald die Keimlinge kräftig genug sind, können sie in einen Topf oder ins Freiland an einem Gewässer verpflanzt werden. Dies geschieht ab Mai bis Juli, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.
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Wenn Sumpfkohl mit den Füßen im Wasser in voller Sonne wächst, ist er gut versorgt und braucht kaum Pflege. Im Topf braucht er dagegen reichlich Wasser, damit das Substrat stets feucht bleibt. Auch die Temperatur muss konstant bei etwa 24 °C liegen. Daher empfiehlt sich die Kultur im Gewächshaus. 
Begrenzen Sie außerdem die Ausbreitung, indem Sie zu stark wachsende Triebe zurückschneiden.
Wasserspinat: vom Garten auf den Teller
Die erste Ernte der jungen Triebe, Blätter und Stängel des Wasserspinats erfolgt etwa einen bis anderthalb Monate nach der Pflanzung. Danach wird nach Bedarf fortlaufend geerntet. Zumal sich die Blätter im Kühlschrank nicht länger als zwei bis drei Tage halten. 
Blätter und Stängel können roh im Salat verzehrt werden. Traditionell werden sie in Asien jedoch eher gegart gegessen: mit Knoblauch, Chili, Gewürzen und Sojabohnensauce im Wok gebraten. Man kann sie auch dämpfen, kochen oder blanchieren und wie Spinat als Beilage zu Fisch oder Garnelen servieren.
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