Teich bepflanzen: Wo und wie?
Jede Pflanze an ihrem Platz
Inhaltsverzeichnis
Aquatische und halb-aquatische Pflanzen sind auch bei uns vielfältig. Jede Art hat andere Wasserbedürfnisse. Teich bepflanzen: Tipps zur Pflanzung!
Typischer Aufbau eines Naturteichs
Ein Naturteich ist nicht nur ein einfaches Loch. Für eine gute Anlage müssen Sie einen ausreichend tiefen Bereich für die Unterwasserpflanzen ausheben und eine Zone schaffen, deren Temperatur nur wenig schwankt. Eine Seite kann steil abfallen, die andere sollte sanft auslaufen; dort werden die Sumpfpflanzen eingesetzt. Uferpflanzen bedecken den gesamten Rand.
Eine solche Gestaltung schafft verschiedene Lebensräume für Pflanzen, aber auch für Tiere, die so ebenso viele Rückzugsbereiche zum ungestörten Leben finden.
In der Euphorie über ein neues Gartenelement lässt man sich beim Pflanzenkauf leicht etwas “gehen“. Das ist normal und passiert uns allen! Dennoch sollten Sie bedenken, dass “das Bessere der Feind des Guten ist“: Wählen Sie daher zumindest anfangs nur wenige Pflanzen und eine begrenzte Artenliste, vor allem bei Unterwasser-, Schwimm- und Sumpfpflanzen.
Link zum Artikel “Wie legt man einen Teich im Garten an?”
Link zum Artikel “Wie wählt man die richtigen Pflanzen für Teich oder Gartenteich?”
Sonderfall: Pflanzen in Körben setzen
Das Einpflanzen von Unterwasser- und Sumpfpflanzen in Körbe ist die praktischste Lösung.
Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
- Wässern Sie den neu gekauften Topf oder Anzuchttopf und nehmen Sie die Pflanze anschließend heraus;
- Bereiten Sie eine Mischung aus schwerer, lehmiger Erde mit etwas Blumenerde, Sand und Kies vor. Sie können auch ein handelsübliches Substrat „für Teichpflanzen“ verwenden. Der Kies beschwert das Substrat zusätzlich;
- Topfen Sie die Jungpflanze in einen Korb und füllen Sie ihn mit Substrat;
- Drücken Sie die Oberfläche gut an;
- Setzen Sie den Korb vorsichtig in einen flachen Bereich des Teichs oder Tümpels: Der Wurzelballen wird so gründlich befeuchtet und die Pflanze erleidet keinen Temperaturschock;
- Nach zwei oder drei Tagen können Sie die Pflanze an ihren endgültigen Standort setzen.
Das Einpflanzen in Körbe bietet zahlreiche Vorteile:
- Einfaches Platzieren
- Einfaches Umsetzen der Pflanzen, um die Gestaltung zu ändern oder weniger winterharte Pflanzen zu überwintern
- Wahl des „perfekten“ Substrats
- Weniger Sorgen wegen einer möglichen Ausbreitung, insbesondere bei sauerstoffspendenden Pflanzen
- Weniger Probleme durch die Beschädigung der Abdichtung.

Tannenwedel im Pflanzkorb
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Sauerstoffpflanzen für den Teich
Diese Pflanzen werden unter anderem zur Sauerstoffanreicherung und Klärung des Wassers in den Teich gesetzt.
Sie werden in der Mitte des Teichs im Wasser, an der tiefsten Stelle, eingesetzt.
Wie pflanzt man sie? Obwohl diese Pflanzen in der Natur direkt am Teichgrund wurzeln, setzt man sie am besten direkt in kleine Körbe, die beispielsweise mit Steinen beschwert werden. Das passende Substrat sollte viel Lehm enthalten – eine schwere Erde, die nicht aus dem Korb gespült wird. Sauerstoffspendende Pflanzen im Korb lassen sich leichter einsetzen und auch bei einer möglichen Ausbreitung besser kontrollieren, da sie oft sehr schnell wachsen.
Die Pflanzung erfolgt von Mai bis Juni, immer 4 bis 6 Wochen nach dem Befüllen des neuen Teichs oder Beckens, da das Wasser ausreichend CO2 enthalten muss.

Beispiel für eine sauerstoffspendende Pflanze: der Tannenwedel (Hippuris vulgaris)
→ Link zum Ratgeber: „8 sauerstoffspendende Pflanzen für Teich und Wasserbecken“.
Lesen Sie auch
8 Sauerstoffpflanzen für Teich oder WeiherSchwimmpflanzen
Diese aquatischen Pflanzen schwimmen dank luftgefüllter Blätter auf dem Wasser. Einige wurzeln am Teichgrund, andere treiben frei auf der Oberfläche und bewegen sich mit der Strömung.
Diese Pflanzen werden in der Teichmitte eingesetzt, wo das Wasser am tiefsten ist.
Wie pflanzt man sie? Sie lassen sich sehr einfach „pflanzen“, denn es genügt, sie auf die Wasseroberfläche zu setzen. Ihre luftgefüllten Blätter halten sie über Wasser, während die Wurzeln ins Wasser reichen. Seerosen wurzeln am Teichgrund: Sie müssen daher das Rhizom einpflanzen oder den Pflanzkorb mit dem Rhizom auf dem Teichgrund platzieren und alles mit Steinen oder einem Gitter sichern, damit es nicht wieder aufsteigt. Bei den anderen Pflanzen, die an der Oberfläche bleiben, reichen die Wurzeln nicht weit unter die Wasseroberfläche (zum Beispiel bei Wasserlinsen oder Wassernüssen). Es genügt, sie auf die Wasseroberfläche zu setzen.

Beispiel einer Schwimmpflanze: Seerosen
Sumpfpflanzen
Halbwasserpflanzen wachsen in flacheren Teichbereichen am sanft abfallenden Ufer.
Wie pflanzt man sie?: Sie können sie einfach in ihren kleinen Körben platzieren oder direkt einpflanzen, wenn sich auf den verschiedenen Ebenen genügend Substrat im Wasser befindet (was selten der Fall ist …). Vorsicht: Die kräftigen Wurzeln dieser Pflanzen können manchmal die Teichfolie beschädigen.

Beispiel für eine Halbwasserpflanze: Kleefarn oder Menyanthes trifoliata
Uferpflanzen
Uferpflanzen werden an den Teichrändern gepflanzt, dort, wo die beim Ausheben entfernte Erde wieder aufgeschüttet wurde.
Wie pflanzt man sie?
An den Ufern ist der Boden oft feucht bis sumpfig. Viele Stauden mögen solche Standorte und können direkt in den Boden rund um den Teich sowie in die beim Anlegen des Teichs oder Beckens ausgehobene Erde gepflanzt werden, die Sie zuvor am Wasserrand wieder aufgeschüttet haben.

Beispiele für Uferpflanzen: Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) und Gelbe Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus)
→ Entdecken Sie in unserer Gärtnerei alle unsere Stauden für feuchte Ufer.
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