Terrasse im Wind: Tipps zur Gestaltung
Terrasse trotz Wind genießen: Tipps
Inhaltsverzeichnis
Wind gehört zur Natur, doch manche Außenbereiche sind starken Böen ausgesetzt. So genießen Sie Ihre Terrasse auch bei Wind: Tipps für mehr Komfort.
Terrassen in Windlagen: Welche Anforderungen?
Windige Terrasse oder Balkon: Böen stören und schaden Pflanzen. Schützen Sie sie mit passender Bepflanzung – prüfen Sie zuerst die Windrichtung.
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Auf einer windigen Terrasse müssen die gewählten Pflanzen verschiedene Kriterien erfüllen, um sich gut zu entwickeln:
- Sie müssen für die Kultur im Topf oder auf begrenztem Raum geeignet sein, also eher kompakt wachsen und/oder nicht zu schnell wachsen;
- sie müssen einen möglichen Rückschnitt vertragen;
- sie müssen natürlich windverträglich sein;
- sie müssen zu Ihrem Standort passen (sehr hell, halbschattig, schattig …).
In unserem großen Pflanzensortiment finden sich glücklicherweise viele Pflanzen, die diese Kriterien erfüllen. Wählen Sie aus den zahlreichen verfügbaren Terrassenpflanzen:
- Sträucher (die Felsenbirne ‘Smoky’, kleine Kirschlorbeer, Rote Glanzmispel, Japanischer Spindelstrauch, Ölweiden, Schneeball, Zwergmispel, Aukube, nicht ausläuferbildender Bambus …);
- Zwergkoniferen und Koniferen für Töpfe (Lawsons Scheinzypresse, Zwerg-Schwarzkiefer, japanische Mädchen-Kiefer, Blau-Fichte …);
- Kletterpflanzen, die sich dank windender Triebe, Haftwurzeln oder Ranken leicht selbst festhalten (kleine Amerikanische Klettertrompeten wie Campsis tagliabuana ‘Summer Jazz Gold’, Efeu, sternförmiger Wildjasmin, Passionsblumen …);
- Stauden (Englische Heide, Ginster, Wolfsmilch, Salbei, Heiligenkraut, Fetthenne, Hauswurz, Garbe oder kleine Ziergräser wie manche Chinaschilf-Arten);
- Obst und Gemüse (kleine Obstgehölze wie Erdbeere, Johannisbeere, Himbeere, Zwerg-Feigenbaum und Weinrebe);
- Mediterrane Pflanzen für sonnige Terrassen, die an trockene, teils windige und/oder salzhaltige Bedingungen gewöhnt sind (Rosmarin, Lavendel, Zwergpalmen …);
- Bodendecker mit breit ausladender, dichter Wuchsform, die Wind besser standhalten, etwa Japanische Stechpalme oder Sonnenröschen. Auch Pflanzen mit rundem, gedrungenem Wuchs bieten dem Wind wenig Angriffsfläche und vertragen solche Extrembedingungen von Natur aus besser.
Um Fehler zu vermeiden, können Sie sich auch auf heimische Pflanzen Ihrer Region verlassen: Diese Wildpflanzen wachsen von selbst und sind optimal an die klimatischen Bedingungen ihres Lebensraums angepasst. In einer windigen Lage sind sie also von Natur aus widerstandsfähig gegen diese Belastung.

Zwergkoniferen (hier Pinus parviflora ‘Negishi’) und Kletterpflanzen (hier eine gelb blühende Amerikanische Klettertrompete) sind eine gute Wahl für eine windige Terrasse
Kulturbedingungen beachten
Damit Ihre Pflanzen auf einer windigen Terrasse gut überleben und sich entwickeln können, sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen treffen.
- Wählen Sie schwere, standsichere Gefäße, die durch den Wind nicht umkippen können.
- Mulchen Sie Ihre Bepflanzung, um schädliche Windeinflüsse auf das Substrat zu begrenzen (Austrocknung, Krustenbildung an der Oberfläche …). Vermeiden Sie dazu zu leichte Mulchmaterialien (insbesondere Flachs- oder Hanfschäben), die schon beim kleinsten Windstoß weggeweht werden und ihre Funktion nicht mehr erfüllen können. Besser geeignet sind Blähton, mineralische Mulchmaterialien aus Kies, Kieselsteinen und Lava oder auch Mulchplatten.
- Stützen Sie junge Pflanzen in den ersten beiden Kulturjahren, damit sie sich gut entwickeln können.

Auf einer windigen Terrasse sollten Sie Töpfe aus schwerem Material aufstellen, damit sie nicht umkippen
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Zum Schutz Ihrer Terrasse vor starkem Wind gibt es Lösungen für jedes Budget und jeden Terrassenstil. Ziel ist, den Wind zu filtern und Böen abzuschwächen, ohne ihn ganz abzuhalten. So entstehen keine neuen Luftbewegungen, die noch größeren Schaden anrichten können.
- Die Windschutzhecke. Sie ist dekorativ und wirksam, filtert den Wind und schafft zugleich einen Sichtschutz. Viele Sträucher eignen sich dank ihres dichten Laubs für eine Windschutzhecke. Ideal ist eine gemischte Hecke aus mehreren Arten: Sie ist weniger krankheitsanfällig und fördert die Biodiversität. Wählen Sie Sträucher aus den bereits genannten Arten. Fehlt auf der Terrasse Platz für eine Pflanzung im Boden, können Sie einen großen, tiefen Pflanzkübel über die gesamte Länge oder mehrere versetzt angeordnete Gefäße verwenden.
- Durchbrochene Sichtschutzelemente und Außen-Klappwände. Auch sie filtern den Wind und grenzen einen Bereich einfach ab. Aus Holz, Aluminium, Heidekraut, PVC oder Verbundwerkstoff gibt es sie in vielen Formen und Materialien. Wählen Sie nach gewünschter Optik und Budget.
- Gitter und Rankgitter. Sie sind relativ günstig und lassen sich leicht begrünen, etwa mit Kletterpflanzen, die für mehr Gestaltung sorgen.
- Die Pergola. Sie ist auf Terrassen wegen ihrer Vielseitigkeit sehr beliebt. Sie schützt vor Sonne und Wind und schafft mit einer schönen Kletterpflanze eine grüne Wohlfühloase. Aus Holz oder Aluminium, mit verstellbaren Lamellen: Für die Terrasse gibt es viele Möglichkeiten.
- Der Sonnenschirm. Ideal, um Ess- oder Leseplätze vor Wind und brennender Sonne zu schützen. Wählen Sie einen schweren, beschwerten Schirmständer, damit der Schirm bei Wind nicht kippt. Ampelschirme sind besonders flexibel und halten Böen sowie schlechtem Wetter besser stand.

Durchbrochene Sichtschutzelemente filtern den Wind. In windigen Lagen ist genau diese Filterwirkung gefragt (© Gwenaëlle David Authier)
Ungeeignete Gartengestaltung und Pflanzen
Logischerweise sollten auf einer windigen Terrasse alle Gegenstände vermieden werden, die leicht wegfliegen und beim Herunterfallen zerbrechen können.
Das gilt für Möbel ebenso wie für Dekorationen und Pflanzgefäße. Verzichten Sie auf zu leichten Kunststoff und wählen Sie stattdessen etwa Holz, Aluminium, Beton oder Schmiedeeisen.
Bei den Pflanzen sollten Sie Folgendes vermeiden:
- Pflanzen mit brüchigen, leicht brechenden Zweigen oder hohen Blütenstielen, die einen windgeschützten Standort benötigen, etwa große Dahlien, Schmucklilien, Canna oder Zierlauch;
- frostempfindliche Pflanzen (Wind verstärkt die Kälte und fördert das Austrocknen der oberirdischen Pflanzenteile; zudem sind Pflanzen im Kübel stets weniger winterhart als im Garten), etwa Fuchsien oder Schönmalven;
- empfindliche Pflanzen mit üppigem Laub, etwa Bananen oder Zehrwurz;
- säulenförmige Pflanzen oder Pflanzen auf Stämmchen, die aufgrund ihrer aufrechten Silhouette besonders empfindlich auf Böen reagieren;
- empfindliche Pflanzen mit kurzlebigen Blüten, etwa Roseneibisch, Zistrosen, Magnolien oder Amerikanische Klettertrompeten.
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