Tibouchine im Topf kultivieren
Für tropisches, originelles Flair
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Der aus den tropischen Regionen Brasiliens stammende Tibouchina ist ein exotischer Strauch mit samtigem, auffällig nervigem Laub und spektakulärer violetter Blüte. Von August bis zum ersten Frost schmückt er sich mit großen, intensiv gefärbten Blüten, die aus 5 samtigen Blütenblättern und gebogenen Staubblättern bestehen und ihm den Beinamen „Spinnenpflanze“ eingebracht haben. Da er warme Klimate bevorzugt, ist er wenig winterhart und kann nur in frostgeschützten Küstenregionen an der Atlantikküste oder im Mittelmeerraum ausgepflanzt werden. In anderen Regionen wird er im Topf kultiviert und im Winter hereingeholt. Für eine üppige Entwicklung braucht er Pflege und Aufmerksamkeit. Entdecken Sie unsere Tipps zur Kultur und Pflege von Tibouchina im Topf.
Welche Tibouchina für den Topf?
Die Tibouchine ist ein Strauch, der im Topf kultiviert werden kann. Da sie Temperaturen unter -2 bis -3 °C nicht verträgt, wird die Kultur im Topf außerhalb warmer, frostfreier Regionen wie der Mittelmeerküste sogar empfohlen.
Die Glänzende Tibouche
Mit einer Höhe von bis zu 2,50 m trägt die Glänzende Tibouche von August bis November wunderschöne violettblaue Blüten über grünem, seidigem Laub, die sich von purpurroten Knospen abheben. Sie kann eine Breite von 1,25 m erreichen, bleibt als Topfpflanze jedoch eher klein.
Die Tibouchina semidecandra – Lasiandra
Im Freiland kann sie bis zu 3 m hoch klettern, doch die Tibouchina semidecandra – Lasiandra wird als Topfpflanze nicht höher als 2 m. Mit ihren leuchtend violetten Blüten mit Fuchsienreflexen und samtig-grünem, nervigem Laub verleiht sie einer Terrasse oder einem Garten tropisches Flair. Ihre Blütezeit reicht von Juli bis Oktober.
Die Tibouchina ‘Groovy baby’
Diese Zwerg-Tibouchine bleibt mit einer Reifehöhe von 80 cm kompakt und eignet sich daher ideal für die Kultur im Topf. Sie bildet einen kleinen, dicht verzweigten, rundlichen Busch mit grünem, nervigem und samtigem Laub, der sich mit großen, einzigartigen, violettblauen Blüten von 8 cm von August bis November bedeckt. Die Blütenknospen sind purpurrot gefärbt und ergeben eine hübsche, originelle Farbmischung.
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- Die Tibouchine bevorzugt einen sehr hellen, warmen Standort mit gefiltertem, nicht brennendem Sonnenlicht. Stellen Sie sie wind- und frostgeschützt, idealerweise unter einem Baum oder im Halbschatten, auf.
- Es empfiehlt sich, die Tibouchine im Frühjahr nach den ersten Frösten, im April oder Mai, zu pflanzen, damit sie schon im folgenden Sommer blüht.
Tibouchine im Topf kultivieren?
Welche Topfart?
- Sie können die Tibouchine in jeden ausreichend großen Topf pflanzen
- Töpfe aus Ton oder Stein sind vorzuziehen, da sie die Wasserverdunstung fördern, denn die Tibouchine benötigt ein gut drainiertes Substrat. Gefäße mit Wasserspeicher sind dagegen zu vermeiden.
Welches Substrat?
Die Tibouchine bevorzugt ein leichtes, nährstoffreiches und drainierendes Substrat, das frisch bleibt und kalkfrei ist. Sie verträgt sogar leicht saure Erde.
Das Pflanzen
- Einen großen Topf wählen und den Boden mit einer Schicht Kies oder Tongranulat bedecken, um für guten Wasserabzug zu sorgen
- Eine nährstoffreiche, gut drainierende Mischung aus Blumenerde, Kompost und 1/3 Moorbeeterde einfüllen
- Den Strauch einsetzen, die Erde andrücken und mäßig gießen.
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Gießen
- Tibouchinen im Topf regelmäßig, aber mäßig gießen und die Erde zwischen den Wassergaben antrocknen lassen.
- In den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung im Sommer regelmäßig gießen, bei großer Sommerhitze oder trockener Erde zweimal pro Woche.
- Während der Blüte darf das Substrat nie austrocknen.
- Wenn Sie die Tibouchine im Winter in ein Gewächshaus oder einen Wintergarten stellen, weniger gießen. Achten Sie darauf, dass kein Wasser in den Untersetzern steht.
Düngen
- Für eine üppige Blüte beim Gießen alle 15 Tage einen Dünger für Blühpflanzen geben.
- Im Winter, während der Ruhezeit der Pflanze, nicht düngen.

Rückschnitt
- Die Tibouchine nach der Blüte im Oktober schneiden, um die Verzweigung auszugleichen und zu reduzieren sowie die Blüte zu fördern.
- Totes Holz und die Spitzen verblühter Triebe entfernen, dazu eine mit Alkohol desinfizierte Gartenschere verwenden.
- Wenn die Tibouchine im Winter gelitten hat, können Sie sie auf 30 cm über dem Boden zurückschneiden.
Krankheiten und Parasiten
- In einem Gewächshaus oder Wintergarten kann die Tibouchine von Roter Spinne und Wollläusen befallen werden.
- Gegen Wollläuse die kleinen Tiere mit einem alkoholgetränkten Wattestäbchen entfernen und mit Rapsöl und Seife spritzen. Die Spritzungen nach 15 Tagen zwei- bis dreimal wiederholen.
- Gegen Rote Spinnen regelmäßig kalkfreies Wasser auf das Laub sprühen, um die Luftfeuchtigkeit um den Topf zu erhöhen, da die Spinnmilben Feuchtigkeit meiden.
Überwinterung
- Da die Tibouchine kaum winterhart ist, muss sie außerhalb frostfreier Küstenregionen vor dem Frost in einen hellen, mäßig beheizten Wintergarten oder ein Gewächshaus ohne direkte Sonne gestellt werden. Beim Umstellen darauf achten, die brüchigen Triebe nicht zu beschädigen.
- Mit Beginn der warmen Jahreszeit und nach den letzten Frösten können Sie sie im April oder Mai wieder ins Freie stellen.
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