Tipps bei Starkregen im Garten

Tipps bei Starkregen im Garten

Zunächst: Keine Panik!

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. November 2025  durch Olivier 6 min.

Regen im Garten ist ein Segen, doch heftige Niederschläge können im Gemüse- und Ziergarten schnell zum Problem werden. Durch den Klimawandel nehmen Starkregenereignisse zu. Viele Gärten liegen zudem auf schwerem, schlecht drainiertem Lehmboden. Was tun nach einem Wolkenbruch? Wie lassen sich Schäden begrenzen?

Starkregen im Garten: Was tun? Tipps

Schwierigkeit

Pflanzen kippen um

Manche Pflanzen nehmen bei starkem Regen erheblichen Schaden: Stauden mit langen, zarten Blütenstielen (Sonnenblume, Stockrose …), Gräser oder auch Tomatenpflanzen. Die Stängel oder Blütenstände legen sich auf den Boden oder brechen sogar ab. Was können Sie tun, um dies zu verhindern?

  • Am besten stützen Sie die empfindlichsten Pflanzen, damit sie bei jedem Wetter aufrecht stehen: Bambusstäbe, im Garten gefundene Stangen, Pflanzenringe, Schnüre … Zum Stützen der Pflanzen eignet sich vieles. Alles Wissenswerte zum Stützen von Stauden erfahren Sie in Gwenaëlles hilfreichen Tipps;
  • Ein Frühjahrsschnitt, der sogenannte „Chelsea Chop“, kommt für viele Stauden infrage: Schneiden Sie im Mai oder Juni die nicht blühenden Triebe oberhalb einer Knospe zurück. Die Pflanze wird dadurch kompakter und widerstandsfähiger gegen schlechtes Wetter. Außerdem blühen so behandelte Stauden üppiger;
  • Setzen Sie auf robuste Pflanzen: Manche Stauden oder Einjährige wachsen von Natur aus kompakter oder wurden so gezüchtet, dass sie besonders kräftige Stängel bilden. Wählen Sie Ihre Pflanzen daher mit Bedacht aus!;
  • Stellen Sie Ihre Pflanzen geschützt auf: Empfindliche Topfpflanzen können Sie bei angekündigtem Starkregen ins Haus holen. Im Gemüsegarten bietet sich der Anbau im Gewächshaus oder unter einem Schutz an. Tomaten profitieren beispielsweise von einem kleinen Dach, das sie vor Krankheiten und abgeknickten Stängeln schützt. Auch junge Aussaaten und frisch pikierte Pflanzen sind unter einer Glas- oder Plastikhaube gut geschützt.

Ist es bereits zu spät und bleibt nur noch, den Schaden zu begutachten, müssen Sie selbst Hand anlegen:

  • Umgeknickte Pflanzen können wieder aufgerichtet und angebunden werden, sofern sie nicht zu stark beschädigt sind;
  • bei abgerissenen oder irreparabel geknickten Pflanzenteilen sollten Sie mit der Gartenschere sauber schneiden. Schneiden Sie unterhalb der Bruch- oder Knickstelle und oberhalb einer Knospe. Entfernen Sie beschädigte Blüten und Blätter. Vielleicht hat die Pflanze noch Zeit für eine weitere Blüte vor dem Winter;
  • Schütteln Sie manche Ihrer völlig durchnässten Pflanzen vorsichtig, damit das Wasser schneller abläuft und dadurch das Gewicht auf den oberirdischen Pflanzenteilen abnimmt.
Starkregen im Garten: Was tun? Tipps bei Regen im Garten

Die großen Blüten von Päonien und Dahlien müssen häufig gestützt werden, um dem Gewicht bei starkem Regen entgegenzuwirken

Vorsicht vor Bodenverkrustung!

Eine Verschlämmungskruste ist die oberste Erdschicht, die sich nach Regen auf unbedeckten Böden bildet, oft nach einer Trockenperiode. Regentropfen zerkleinern die Erde in kleine Partikel (besonders bei tonhaltigem Boden), die sich zu einer wasserundurchlässigen Schicht verbinden. Wasser kann nicht mehr in den Boden eindringen. Es staut sich oder fließt zu tiefer gelegenen Stellen ab, was Überschwemmungen verursachen kann.

Da diese Verschlämmungskruste wasserundurchlässig geworden ist (für Regen- und Gießwasser), trocknet der Boden nach dem Regen sehr schnell aus und lässt sich nur schwer befeuchten. Das schadet Pflanzen generell, besonders aber frisch gepflanzten und verpflanzten Pflanzen sowie Aussaaten.

Wie lässt sich dieses Problem im Garten begrenzen?

  • Vermeiden Sie unbedeckten Boden: Setzen Sie Bodendecker oder bringen Sie organischen Mulch auf dem Boden aus;
  • Unbedeckte Bodenflächen sollten regelmäßig gehackt oder mit der Grabegabel gelockert werden. Der Einsatz einer Grabegabel, die tiefer arbeitet und dabei das Bodenleben schont, ist eine gute Lösung;
  • Versorgen Sie den Boden mit organischem Material: Kompost, Laub, Stroh … All diese Stoffe verbessern die Bodenstruktur und lockern die Erde. Dadurch wird sie besser drainiert und Wasser kann leichter abfließen. Vermeiden Sie es, Sand in den Boden einzuarbeiten, da dies oft mehr schadet als nützt.

Hinweis: Auch die Auswaschung des Bodens ist problematisch. Bei starken Niederschlägen trägt das Wasser einen großen Teil der Mineralstoffe aus dem Boden. Ein gut bepflanzter oder gemulchter Boden verhindert solche Probleme.

Starker Regen im Garten: Was tun? Tipps für Regen im Garten

Vorsicht vor Pilzkrankheiten

Feuchtigkeit (und eine gewisse Milde) bringt zahlreiche Pilzkrankheiten mit sich, also Krankheiten, die durch Pilze verursacht werden: Falscher Mehltau, Botrytis, Rost, Echter Mehltau …

Es ist schwierig, ihnen vorzubeugen. Doch eine gesunde Pflanze, die unter passenden Bedingungen gepflanzt wurde (Standort, Feuchtigkeit, Klima, Boden …), kann sich gegen Krankheiten wehren. Als Vorbeugung bei starkem Unwetter können Sie:

  • Pflanzen schützen, insbesondere empfindliches Gemüse und Beerenobst, mit Pflanzglocken, Schutzdächern oder Tunneln, einer erhöht angebrachten Plane … oder einem Gewächshaus;
  • Auf eine gute Luftzirkulation zwischen den Pflanzen achten: Pflanzen Sie nicht zu dicht;
  • Werkzeuge reinigen und desinfizieren, um eine Ausbreitung zu verhindern;
  • Vorbeugend mit Schachtelhalm- oder Brennnesseljauche behandeln, die Pflanzen stärkt;
  • Die Drainage des Bodens verbessern: Kompost einarbeiten und bei stärkeren Problemen bei der Pflanzung Kies oder Blähton zugeben;
  • Als krankheitsresistent geltende Sorten anbauen.

Lesen Sie den Artikel von Marion, um alles über Pilzkrankheiten zu erfahren.

Hinweis: Beth Chatto erinnerte gern an den Leitsatz „die richtige Pflanze am richtigen Standort“. Damit Sie bei der Pflanzenwahl nicht „danebenliegen“, entdecken Sie die neue PlantFit-Garten-App von Promesse de Fleurs.

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Werkzeugreinigung, Schutzglocken, größere Pflanzabstände, Drainage … Diese Maßnahmen helfen gegen Feuchtigkeit

Nach starkem Regen: Was noch zu tun ist...

  • Bei Bedarf Laub, Zweige und Ästchen vom Boden harken;
  • Vorzeitig abgefallene Früchte aufsammeln, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern;
  • Umgeknickte Stützstäbe wieder aufrichten;
  • Wasser aus den Untersetzern von Töpfen und Pflanzkübeln leeren: Verwenden Sie stets Gefäße mit Abzugslöchern;
  • Und lassen Sie Ihre Werkzeuge niemals draußen: Sie rosten schnell. Bringen Sie sie ins Trockene und pflegen Sie sie!

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