Was tun mit Rasenschnitt?
Tipps zur Verwertung von Rasenschnitt
Inhaltsverzeichnis
Grasschnitt türmt sich im Sommer schnell. Nutzen Sie ihn als Mulchdünger für den Rasen, Mulch im Beet und Obstgarten oder als Stickstoffzugabe im Kompost.

Grasschnitt: wertvoll für den Garten – richtig dosiert einsetzen
Mulchen: Ja!
Die einfachste Verwendung von Rasenschnitt: Sie lassen ihn auf dem Rasen liegen. Entfernen Sie dazu einfach den Fangkorb des Rasenmähers. Das Schnittgut wird direkt auf den Rasen ausgeworfen und düngt ihn: Es ist reich an Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Manche Rasenmäher verfügen sogar über eine Mulchfunktion, die das Gras besonders fein schneidet, damit es sich im Rasen schneller zersetzt.
Neben der natürlichen Düngung des Rasens hält Mulchschnitt oder Grasmulch das Gras während Trockenperioden länger grün. Der Mulch wirkt dabei ähnlich wie eine Mulchschicht.
Hinweis: Der Rasen sollte wöchentlich gemäht werden. Das Gras muss beim Mähen relativ kurz sein, sonst bilden die auf dem Rasen verteilten Schnittgutmengen zu große Haufen, die zu gären beginnen.

Rasenmäher mit integrierter Mulchfunktion sind sehr nützlich, um beim kurzen Mähen organische Substanz in den Boden zurückzuführen
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Alles über Mulchen – eine andere Art des RasenmähensMulchen: ja, aber …
Rasenschnitt eignet sich als Mulch, wenn er vorher getrocknet wird. Dazu einige Tage in einer dünnen Schicht (wenige Zentimeter) in der Sonne ausbreiten. Gut getrocknet kann das Gras um Bäume und Sträucher, Erdbeeren, in Beeten, im Gemüsegarten und in Blumenkästen verteilt werden.
Die wichtigsten Vorteile von trockenem Grasschnitt als Mulch sind:
- Abdeckung des Bodens: Schutz vor Erosion und weniger Unkrautwuchs;
- Ausreichende Feuchtigkeit am Fuß der Pflanzen;
- Zufuhr organischer Substanz: Das Gras zersetzt sich nach und nach und gibt Nährstoffe an den Boden ab;
- Förderung von Mikroorganismen, die für Bodenfruchtbarkeit und eine gute Bodenstruktur sorgen.
Frisch gemähtes oder geschnittenes Gras darf nicht unverarbeitet verwendet werden!! Das noch wasserreiche Gras beginnt zu gären. Dadurch steigt die Temperatur, was für Pflanzen (besonders junge) schädlich ist; außerdem können sich teils pathogene Pilze entwickeln. Eine Verwendung von frischem Gras in sehr dünner Schicht (unter 2 cm) und kleinen Mengen ist jedoch möglich, wenn es mit BRF (zerkleinerten Holzzweigen) oder Stroh gemischt wird.

Getrockneter Rasenschnitt eignet sich als Mulch in Beeten, im Gemüsegarten usw.
Auf den Kompost: ja … und nein!
Etwas frisch geschnittenes Gras auf dem Komposthaufen kann nützlich sein, da es Stickstoff und viel Feuchtigkeit liefert. Wichtig ist jedoch, das Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis (C/N) im Kompost auszugleichen. Das heißt: Die Schichten aus „Grünabfällen“, zu denen Gras gehört, mit kohlenstoffreichen Schichten oder „Braunabfällen“ (Rückschnittreste, Häckselgut, Karton usw.) abwechseln. Also ja zu Gras auf dem Kompost, aber nur in kleinen Mengen.
→ Guten Kompost herzustellen, ist nicht so einfach. Zum Glück gibt Ihnen Ingrid 5 wichtige Tipps für den Erfolg.

In kleinen Mengen liefern Rasenschnitt und Grasschnitt die richtige Stickstoffmenge für Ihren Kompost
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Rasenpflege: die wichtigsten WerkzeugeAls Futter: nein!
Es ist verlockend, Grasschnitt an Tiere (Schafe, Ziegen, Gänse, Kaninchen …) zu verfüttern. Tun Sie es nicht! Der fein geschnittene Grasschnitt gärt schnell und kann Ihre Tiere vergiften. Auch trockenes Gras kann diesen Prozess durchlaufen. Außerdem kann es anderes enthalten: Steine, Plastikteile, Kot, Holzstücke … oder sogar Chemikalien.

Grasschnitt ist für Kaninchen und andere Tiere nicht empfehlenswert
Irgendwo entsorgen oder verbrennen: Nein, nein, nein!
Entsorgen Sie Rasenschnitt niemals in der Natur, denn eine Stickstoffansammlung auf kleiner Fläche bringt das Gleichgewicht des Bodens aus dem Lot und lässt bestimmte, teils invasive Pflanzen wuchern – zum Nachteil anderer. Die Ökosysteme sind bereits genug belastet – verschärfen wir die Lage nicht noch!
Geben Sie Rasenschnitt nicht in den Hausmüll, da er darin zu gären beginnt! Und verbrennen Sie ihn keinesfalls: Das ist verboten und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Außerdem wird dabei Kohlenmonoxid an die Luft abgegeben.
Erkundigen Sie sich stattdessen bei Ihrer Gemeinde nach den Möglichkeiten: Abgabe des Rasenschnitts bei einem Wertstoffhof oder einer Kompostieranlage oder Nutzung einer organisierten getrennten Sammlung.

Das Schnittgut darf keinesfalls im Hausmüll entsorgt werden
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