Welche Fuchsien für das Freiland?

Welche Fuchsien für das Freiland?

Fuchsien für Beet und Rabatte: unsere Auswahl

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 27. Januar 2026  durch Pascale 7 min.

Aus Südamerika stammend, ist die Fuchsie wenig winterhart, begeistert aber mit langer, ungewöhnlicher Blüte. Entdecken Sie winterharte Fuchsien und Pflegetipps.

Schwierigkeit

Fuchsie für das Freiland wählen?

Fuchsien im Freiland: Winterharte Arten bis -10 °C für Beet, Rand oder Schatten. Wählen Sie Wuchsform und Standort passend zur gewünschten Wirkung.

Scharlach-Fuchsie: winterhart und strauchig

Fuchsia magellanica eignet sich dank seiner höheren Winterhärte und seines strauchförmigen Wuchses besser als andere Arten für die Kultur im Freiland. In seiner Heimat wächst er am Waldrand oder auf Lichtungen. An einem geschützten Standort hält der Wurzelstock der Scharlach-Fuchsie Temperaturen von -15 bis -20 °C stand, auch wenn das Laub bei -10 °C verschwindet. Die Pflanze treibt aus der Basis wieder aus und blüht noch im selben Jahr.

Diese Fuchsie bildet einen dicht und locker wachsenden, horstbildenden Strauch, der je nach Sorte 1,20 bis 2 m hoch wird. Die breitesten Sorten erreichen etwa 50 cm bis 1 m Breite. Sie trägt relativ dünne, überhängende Zweige. Die Blätter sind oval und sehr fein gezähnt. Ihren besonderen Charme verdankt sie jedoch vor allem ihrer lang anhaltenden Blüte von Mai bis Oktober. Die eher zarten, hängenden Blüten sitzen in den Blattachseln. Je nach Sorte können sie unterschiedlich gefärbt sein.

fuchsia de magellan en plein terre

Die Scharlach-Fuchsie kann 2 m hoch werden

So haben die Sorten ‘Riccartonii’ und ‘Genii’ leuchtend pinkrote Kelche und violett-purpurfarbene Blütenkronen. Die Sorte ‘Snow Cap’ fällt dagegen durch halbgefüllte, scharlachrote und weiße Blüten auf. ‘Versicolor’ besticht durch hellgrünes, rot geädertes und unregelmäßig weiß berandetes Laub. Der Hybrid Fuchsia magellanica var. gracilis ‘Aurea’ trägt ebenfalls außergewöhnliches bronzegelbes Laub an roten Stängeln. Wer dezentere, aber ebenso reizvolle Blüten bevorzugt, findet in Fuchsia magellanica var. molinea mit ihren hängenden, weiß und rosa schattierten Glöckchen die passende Sorte.

Dreiblättrige Fuchsie: sonnenverträglicher als andere

Fuchsia triphylla ist eine strauchförmige Art mit verholztem Wurzelstock. Ihren volkstümlichen Namen verdankt sie ihren immergrünen, dunkelgrünen Blättern, deren Unterseiten violett und die von violetten Blattadern durchzogen sind. Sie sind lanzettlich und stehen zu dritt in Wirteln. Die Blätter haben rötliche Blattstiele, während die Triebe violett sind. Diese Fuchsie wächst aufrecht und ausladend, eher buschig, und erreicht je nach Sorte eine Höhe und Breite von 50 cm bis 2 m.

Diese Fuchsie ist auch wegen ihrer orange-roten Blüte interessant. Die schlanken, langen, röhrenförmigen Blüten hängen elegant in Trauben. Die Sorte ‘Thalia’ bildet leuchtend orangefarbene, 4 cm lange Blüten, während sich die Sorte ‘Bush Gartenmeister Bonstedt’ durch ihr dunkel bronzerotes Laub und ihre korallenrote Blüte auszeichnet. Die von Juni bis Oktober erscheinenden Blüten entwickeln sich zu eiförmigen, hängenden grünen Beeren, die bei Reife violettrot werden.

fuchsia triphylla für die Kultur im Freiland

Im Uhrzeigersinn: Fuchsia triphylla ‘Fulgens’, ‘Thalia’ und ‘Bush Gartenmeister Bonstedt’

Im Gegensatz zu anderen Fuchsien verträgt diese Art die Morgensonne, auch wenn ihr Laub an einem schattigen Standort deutlich schöner ist.

Sie wächst sehr schnell. Im Freiland lässt sie sich jedoch nur in Regionen mit milden oder gemäßigten Wintern kultivieren, da ihre Winterhärte bei etwa -10 °C liegt.

Bodendecker-Fuchsie mit flachem Wuchs

Fuchsia procumbens ist eine aus Neuseeland stammende Staude, die mit Laub, Blüte und Fruchtbildung besonders originell ist. Allerdings ist sie bereits ab -5 °C frostempfindlich und sollte nur in Regionen mit sehr mildem Klima ins Freiland gepflanzt werden.

Die erste Besonderheit dieser Fuchsie ist ihre kriechende Wuchsform: Sie breitet sich auf 40 cm aus und wird nur 15 cm hoch. Ihr Laub ist sattgrün, eher klein, rundlich und halbimmergrün. Auch die Blüten unterscheiden sich deutlich von denen anderer Fuchsienarten. Sie stehen aufrecht, sind röhrenförmig und besitzen einen gelben Kelch mit zurückgebogenen Kelchblättern sowie rosa Staubblättern mit blauem Pollen. Die von Juli bis September dauernde Blüte ist somit ausgesprochen ungewöhnlich. Daraus entstehen purpurrote, recht große und essbare Früchte.

Fuchsia procumbens mit ausgebreiteter Wuchsform fürs Freiland

Fuchsia procumbens ist ein Bodendecker

Erstaunliche Fuchsie als Kletterpflanze

Kletterfuchsie im Freiland

Die Sorte ‘Lady Bootbhy’ ist eine Kletterpflanze

Fuchsie ‘Lady Boothby’. Diese Fuchsie wird manchen Gärtner überraschen! Dieser Hybrid klettert dank seiner rankenden Triebe. Er erreicht bis zu 2,50 m Höhe und 1 m Breite. Seine halbgefüllten, hängenden Glöckchenblüten tragen fuchsienrosa Kelchblätter und eine purpurviolette Blütenkrone. Das Laub ist sommergrün und hellgrün. Die Winterhärte liegt bei etwa -10 °C.

Hybride Fuchsien auch fürs Freiland

Die Hybriden-Fuchsien (Fuchsia x hybrida) mit je nach Sorte halb überhängender oder hängender Wuchsform machen den größten Teil des Sortiments aus. Sie blühen überreich und bieten eine große Vielfalt an Farben und Formen. Die winterhärtesten lassen sich fast überall im Land problemlos im Freiland kultivieren. So ist die Sorte ‘Heidi Ann’ mit karminroten Kelchblättern und einer sehr gefüllten, stark gewellten malvenfarbenen Blütenkrone bis -15 °C winterhart. Die ebenfalls bis -15 °C winterharte Sorte ‘Checkerboard’ begeistert mit dreifarbigen Blüten in Rosa, Weiß und Johannisbeerrot. Beide Sorten zeichnen sich durch ihre buschige Wuchsform und eine Höhe von fast 1 m aus.

Die kleinere ‘Beacon Rosa’ ist ebenfalls eine strauchförmige Fuchsie mit zarten altrosa Blüten. Die etwas weniger winterharte Sorte (-10 °C) ‘Mme Cornelissen’ verdient mit ihren zweifarbigen, kontrastreichen Blüten dennoch Beachtung: Ein karminrosa Blütenrohr und Kelchblätter überragen eine weiße Blütenkrone, aus der lange rosafarbene Staubblätter ragen.

‘Chilli Red’ ist dagegen eine besonders spektakuläre Neuheit. Diese Hybriden-Fuchsie bildet einen dichten, 50 cm hohen und ebenso breiten Busch mit ausgebreiteter Wuchsform und üppigem Laub. Doch ihre Blüte zieht alle Blicke auf sich, denn die Blütenknospen ähneln Chilis. Daher ihr Name! Die sehr spitzen Knospen öffnen sich zu hängenden Röhrenblüten ohne Blütenkrone in leuchtendem Rot. Die Farbe bildet einen wunderbaren Kontrast zum Laub. Sie ist nur bis -6,5 °C winterhart.

fuchsias hybrides de pleine terre

Im Uhrzeigersinn: die Sorten ‘Heidi Ann‘, ‘Checkerboard’, ‘Beacon Rosa’, ‘Chilli Red’ und ‘Mme Cornelissen’

Pflanz- und Pflegetipps

Fuchsie im Freiland: humusreicher, gut drainierter Boden, Halbschatten, Winterschutz durch Mulch, Rückschnitt im Spätwinter und regelmäßiges Gießen.

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Fleurs et feuillages du fuchsia magellanica Versicolor